Erdgas in Gelsenkirchen

Alles, was es sonst noch zu bequatschen und zu begucken gibt.

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Nutzt ihr Erdgas

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11
39%
 
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Minchen
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Re: Erdgas in Gelsenkirchen

Beitrag von Minchen »

Die ELE verdoppelt zum 01.08.2022 die Gaspreise!

Die Kosten steigen von momentan 7,26 Cent je kWh auf 14,54 Cent.

https://www.waz.de/staedte/gelsenkirche ... 75589.html
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

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Minchen
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Re: Erdgas in Gelsenkirchen

Beitrag von Minchen »

Die ELE hat uns nun die Verdoppelung der Gaspreise ab 01.08. schriftlich verkündet. Falls es noch was zu liefern gibt. Wann hat es zuletzt eine Erhöhung um 100% gegeben?

Und der Kaminbauer meldet sich einfach nicht. Er schickt kein Angebot. Ist wohl gut beschäftigt.
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Minchen
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Re: Erdgas in Gelsenkirchen

Beitrag von Minchen »

Falls jemand überlegt zu wechseln, aus dem Energiesicherungsgesetz:

Paragraph 24 Preisanpassungsrechte bei verminderten Gasimporten

(1) Hat die Bundesnetzagentur nach Ausrufung der Alarmstufe oder Notfallstufe nach Artikel 8 Absatz 2 Buchstabe b und Artikel 11 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2017/1938 in Verbindung mit dem Notfallplan Gas des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom September 2019, der auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz veröffentlicht ist, eine erhebliche Reduzierung der Gesamtgasimportmengen nach Deutschland festgestellt, haben alle hiervon betroffenen Energieversorgungsunternehmen entlang der Lieferkette das Recht, ihre Gaspreise gegenüber ihren Kunden auf ein angemessenes Niveau anzupassen. Eine Preisanpassung ist insbesondere dann nicht mehr angemessen, wenn sie die Mehrkosten einer Ersatzbeschaffung überschreitet, die dem jeweils betroffenen Energieversorgungsunternehmen aufgrund der Reduzierung der Gasimportmengen für das an den Kunden zu liefernde Gas entstehen....



Die Alarmstufe soll am 08.07. ausgerufen werden. Dann gibt es keine vertraglichen Preisgarantien mehr.
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exbulmker
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Re: Erdgas in Gelsenkirchen

Beitrag von exbulmker »

Minchen hat geschrieben:
22.06.2022, 19:41
Falls jemand überlegt zu wechseln, aus dem Energiesicherungsgesetz:

Paragraph 24 Preisanpassungsrechte bei verminderten Gasimporten

(1) Hat die Bundesnetzagentur nach Ausrufung der Alarmstufe oder Notfallstufe nach Artikel 8 Absatz 2 Buchstabe b und Artikel 11 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2017/1938 in Verbindung mit dem Notfallplan Gas des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom September 2019, der auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz veröffentlicht ist, eine erhebliche Reduzierung der Gesamtgasimportmengen nach Deutschland festgestellt, haben alle hiervon betroffenen Energieversorgungsunternehmen entlang der Lieferkette das Recht, ihre Gaspreise gegenüber ihren Kunden auf ein angemessenes Niveau anzupassen. Eine Preisanpassung ist insbesondere dann nicht mehr angemessen, wenn sie die Mehrkosten einer Ersatzbeschaffung überschreitet, die dem jeweils betroffenen Energieversorgungsunternehmen aufgrund der Reduzierung der Gasimportmengen für das an den Kunden zu liefernde Gas entstehen....



Die Alarmstufe soll am 08.07. ausgerufen werden. Dann gibt es keine vertraglichen Preisgarantien mehr.
Wie kann der Verbraucher denn feststellen, ob nach den o.g. Kriterien die Preisanpassung angemessen ist?
Der wird im Einzelfall gegen eine Preiserhöhung klagen müssen; das dauert und kostet Geld.
Der Paragraph ist wie üblich so verklausuliert und schwammig formuliert, daß der Verbraucher letztlich im Regen steht.
Ich vermute, da hat die Energielobby den Ministerialjuristen mal wieder die Hand geführt.
Wir sind immer die Ersten! Während andere noch straucheln liegen wir schon im Dreck.

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Minchen
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Re: Erdgas in Gelsenkirchen

Beitrag von Minchen »

Upps. Die Ausrufung der Alarmstufe wird etwas vorgezogen, auf jetzt. Tja.

Der Verbraucher kann kaum feststellen, ob eine Erhöhung angemessen ist, aber irgendwie habe ich den Eindruck, das ist jetzt auch egal. Wie ich schon oben schrieb, wir sind zum Grundversorger gewechselt, nicht in der Hoffnung auf günstigere Preise, denn die wird es so bald nicht mehr geben, sondern in der Hoffnung, überhaupt noch Gas zu bekommen.

Ich fürchte, bald ist es zappenduster. Zappenzappenduster. So richtig.
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Re: Erdgas in Gelsenkirchen

Beitrag von kleinegemeine01 »

Ist bestimmt der falsche Fred und ich selber bin auch nicht begeistert über meine Idee, aber einer kocht für Viele statt jeder für sich selbst.
Der Hunger ist der Sieger



umd auf einmal so: Ich kenne dich gar nicht, aber du kochst geil

weiß nur nicht um die Umsettztrbarkeit, solange noch fremdschäm Dokus kaufen welches Brautkleid genehm ist

haha, Dein Tattoo ist der Träger vonnem Brautkleid

oder anders gesagt: die GG werden wissen wer kein Geld übrig hatte um weiter online zu sein

wird uns allen der Strom abgestellt?

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Minchen
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Re: Erdgas in Gelsenkirchen

Beitrag von Minchen »

Nach diesem Winter ist Gelsenkirchen bestimmt pleite. Denn die Stadt trägt die Kosten der Unterkunft für Sozialhilfeempfänger und ALG II-Empfänger, und davon gibt es viele. Sehr viele.
Und die Sozialhilfe für Heimbewohner, und die Heime müssen beheizt werden. Und die Kindergärten. Und die Schulen. Und die Krankenhäuser.
Das wird teuer. Können Städte insolvent werden?
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Pedder vonne Emscher
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Re: Erdgas in Gelsenkirchen

Beitrag von Pedder vonne Emscher »

Gelsenkirchen war in den letzten Jahrzehnten immer pleite. Es ist die Frage, wie städtische Einrichtungen (Kitas, Schulen, u.s.w.) beheizt werden. Auch andere Träger werden an den Kosten zu knabbern haben. Persönlich sorge ich mich auch um meine Heizkosten. Unsere Heizungen laufen mit Erdgas. Ein Freund hat seit einigen Jahren eine Wärmepumpe. Die Regierung plant 500.000 neue Wärmepumpen pro Jahr zu installieren. Wunschdenken oder realisierbar?

harald kabbeck
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Re: Erdgas in Gelsenkirchen

Beitrag von harald kabbeck »

Ob das mit den Wärmepumpen so hinhaut bezweifle ich.
Die in den Stadtteilen verbauten Trafostationen und Versorgungskabel müssen die zusätzlichen Leistungen in die Häuser bringen.
Habe bis jetzt in keinem Artikel der Energieversorgung darüber etwas gelesen, ob da die Energieversorgung überhaupt zu in der
Lage ist.

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Minchen
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Re: Erdgas in Gelsenkirchen

Beitrag von Minchen »

Pedder vonne Emscher hat geschrieben:
29.06.2022, 21:46
Gelsenkirchen war in den letzten Jahrzehnten immer pleite. Es ist die Frage, wie städtische Einrichtungen (Kitas, Schulen, u.s.w.) beheizt werden. Auch andere Träger werden an den Kosten zu knabbern haben. Persönlich sorge ich mich auch um meine Heizkosten. Unsere Heizungen laufen mit Erdgas. Ein Freund hat seit einigen Jahren eine Wärmepumpe. Die Regierung plant 500.000 neue Wärmepumpen pro Jahr zu installieren. Wunschdenken oder realisierbar?
Wunschdenken, fürchte ich.

Erstens, das sind bei etwa 250 Arbeitstagen pro Jahr 2000 am Tag. Wer soll die installieren? Gibt es überhaupt so viele Handwerker, gibt es so viel Material?

Zweitens, die Dinger sollen mit Strom funktionieren. Nun versichern uns zwar wichtige Leute, wie der Chef der Bundesnetzagentur oder der Ministerpräsident von Niedersachsen, wir hätten schließlich kein Stromproblem, sondern ein Gasproblem – ja logisch, dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin – weswegen wir selbstverständlich unsere Kernkraftwerke abwracken können (wir verwenden dann halt den Strom aus den Leitungen?), aber tatsächlich haben wir nicht so viel Strom, zumal wir ja auch noch den kompletten Autoverkehr auf Strom umstellen wollen.

Wir haben uns ein Angebot schreiben lassen für eine Hybrid-Wärmepumpe, die mit unserer bestehenden Gasheizung zusammenarbeiten soll: 27.000€. Die soll nun mit Gas und Strom arbeiten. Das Dumme ist nur, das ist ein Haufen Geld, und wenn wir weder Strom noch Gas haben, läuft nix. Deswegen bin ich froh, wenn wir erstmal diesen Winter überstanden haben, was ja nun keineswegs sicher ist.

Denn klar ist, wenn kein Gas mehr da ist, heizen die Leute mit Strom (wir haben uns jetzt auch Durchlauferhitzer etc. besorgt). Leider ist es so, dass das wohl alle machen werden, und dann wird sich die deutsche Stromversorgung verabschieden (und die Schweizer, denn die verlassen sich auf uns. Schön blöd.). Obwohl wir ja aus berufenem Munde gehört haben (unter anderem hat sich die aktuelle Kulturstaatsministerin so geäußert, und die muss es ja nun wirklich wissen), mit Atomstrom könne man eh nicht heizen, weil klar, Radiatoren, Wärmepumpen, Nachtspeicher und Durchlauferhitzer können unterscheiden, ob der Strom aus einem Kernkraft- oder Kohlekraftwerk kommt, wer wüsste es nicht.

Weswegen wir für den kommenden Winter erst mal auf die guten alten Steinzeitmethoden setzen: Brennholz. Leider ist auch das knapp und teuer, denn natürlich kommen alle auf die Idee.

Und so hoffen wir halt das Beste, aber es wird schieflaufen.
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Minchen
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Re: Erdgas in Gelsenkirchen

Beitrag von Minchen »

Praktische Tipps habe ich natürlich auch:

- Brennpaste (Baumarkt oder Trinkgut) unter Omas altem Fonduetopf aus den 70er Jahren (findet man üblicherweise im Keller oder ganz hinten im Schrank) wärmt die Dosenravioli auf Esstemperatur

- Teelichtofen für das Badezimmer

- Kuscheldecke
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heen
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Re: Erdgas in Gelsenkirchen

Beitrag von heen »

Uniper beliefert nur Großkunden, bekommt aber seit dem 14. Juni nur 40 % seiner vertraglich zugesicherten Mengen an Gas.
ARD-Tagesschau hat geschrieben: Erster Gasversorger ruft nach dem Staat
Der Energiekonzern Uniper kämpft mit den Folgen der Gaskrise. Der größte deutsche Gasimporteur spricht mit der Bundesregierung über mögliche Staatshilfen. Die Uniper-Aktie rauscht in die Tiefe.

Als erster großer deutscher Versorger bittet der Energiekonzern Uniper den Staat um Hilfe. Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte heute Gespräche mit Uniper über Maßnahmen zur Stabilisierung des Unternehmens. Hintergrund seien "die stark gestiegenen Gaspreise und die reduzierten Liefermengen aus Russland infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine", hieß es.


Laut Uniper-Chef Klaus-Dieter Maubach geht es in den Gesprächen mit der Regierung unter anderem um staatliche Kreditgarantien - aber auch um eine mögliche Staatsbeteiligung am Unternehmen. Es gebe "eine Reihe von Instrumenten", die zur Stützung des Konzerns infrage kämen, sagte der Manager.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/un ... e-101.html

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Minchen
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Re: Erdgas in Gelsenkirchen

Beitrag von Minchen »

Damit es nicht verloren geht: hier nochmal unsere vorherige Expertenregierung bei der Arbeit.

Außenmini Maas lacht über Trump. Hatte der doch behauptet, Deutschland würde sich von russischen Energielieferungen abhängig machen. :lachtot:
UN-Vollversammlung 26.09.2018
https://www.focus.de/politik/ausland/un ... 60300.html

https://www.youtube.com/watch?v=D5oqNHINTOU

Außenmini Maas weist Trump zurecht. NATO-Gipfel in Berlin, SpiegelOnline vom 13.07.2018:
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 18242.html

...
Ex-SPD-Chef Martin Schulz forderte die Bundesregierung auf, sich Trumps Wünschen nach einer massiven Steigerung des deutschen Verteidigungsetats entschlossen entgegen zu stellen. "Trump gefährdet mit seiner bewussten Spaltung der westlichen Allianz und der Verachtung ihrer Werte den Weltfrieden", sagte Schulz. "Wir sind militärisch nicht naiv, und vor allem dürfen wir uns nicht wie Unterwürfige behandeln lassen."

Scharf wies Maas Trumps Behauptung zurück, Deutschland habe sich durch Erdgas-Verträge von Russland abhängig gemacht. "Wir sind keine Gefangenen, weder Russlands noch der USA", kritisierte der SPD-Politiker. "Entscheidungen über unseren Haushalt, unsere Energieversorgung und unsere Handelsbeziehungen treffen wir frei und souverän, und auf Grundlage von Fakten."
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