Sozialbetrug mit Schrottimmobilien?

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awg
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Re: Sozialbetrug mit Schrottimmobilien?

Beitrag von awg »

Unsere Bundesbauministerin glaubt wirklich daran, dass im nächsten Jahr 265.000 neue Wohnungen gebaut werden (es sollten ja mal 400.00 p.a. sein). Man könnte es auch vollkommenen Realitätsverlust nennen ....
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romeospider
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Re: Sozialbetrug mit Schrottimmobilien?

Beitrag von romeospider »

... ich zahle 6,16 Euro pro qm (200qm). Heizung, Strom, Wasser, Abfallgebühren und einen Anteil an der Grundsteuer kommen noch hinzu. Ob die Leute hier alle nicht rechnen können?
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architectus
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Re: Sozialbetrug mit Schrottimmobilien?

Beitrag von architectus »

romeospider hat geschrieben:
22.12.2023, 16:13
... ich zahle 6,16 Euro pro qm (200qm). Heizung, Strom, Wasser, Abfallgebühren und einen Anteil an der Grundsteuer kommen noch hinzu. Ob die Leute hier alle nicht rechnen können?
Volltreffer...steht da doch..Zitat
"
Hier in Gelsenkirchen leben wir in einer Region mit äußerst geringen Mieten 6-7 Euro ist hier Standard,manche liegen darunter, gibt es so im Land kaum noch, wenn man mal von Mekpom , Brandenburg etc. absieht.
""
Die Leute können schon rechnen, es geht lediglich darum, wieviel Miete man fordern muss, wenn man einen Neubau erstellt und auf etwa 3% Rendite nach Steuern kommen will und solange das nur erwirtschaftet werden kann, wenn man mindestens 14,- Euro pro m2 bekommt, solange wird sich der Privatinvestor zurückhalten, natürlich sind das Preise, die diese Region betreffen, hier wird er sie kaum bekommen, im Münchner Großraum wäre das für Neubauwohnungen dann fast schon wieder preiswert, völlig klar.

romeospider
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Re: Sozialbetrug mit Schrottimmobilien?

Beitrag von romeospider »

Wo liegt eigentlich der Anreiz für Investoren, in Gelsenkirchen Neubauten zu errichten, wenn die Bevölkerungszahlen nach wie vor rückläufig sind? - Ist nicht jede abgerissene Schrottimmobilie ein Gewinn für die Stadt?
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architectus
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Re: Sozialbetrug mit Schrottimmobilien?

Beitrag von architectus »

romeospider hat geschrieben:
22.12.2023, 16:26
Wo liegt eigentlich der Anreiz für Investoren, in Gelsenkirchen Neubauten zu errichten, wenn die Bevölkerungszahlen nach wie vor rückläufig sind? - Ist nicht jede abgerissene Schrottimmobilie ein Gewinn für die Stadt?
Den Anreiz gibt es nicht mehr,immerhin investiert da jemand Riesensummen in eine Stadt, die an Attraktivität verliert, bitte jetzt nicht mit Steinen werfen, aber das sind die grundsätzlichen Argumente neben all dem, was hier schon angesprochen wurde.
Die Stadt zahlt in Verbindung mit dem Bürgergeld die Mieten, dazu die Heizkosten und die Nebenkosten.Sind die Mieten in Altbauten vergleichsweise niedrig, so sind jedoch die Nebenkosten entsprechend höher,mir ist es bis heute nicht gelungen an Zahlen zu kommen, was das alles wirklich kostet, aber bei einer Arbeitslosenzahl von rd. 20% kann man über gemittelte Werte sicherlich schnell erkennen, wie es um Gelsenkirchen, aber natürlich auch um die Nachbarstädte im Pott in Wahrheit steht und das ist nur ein Problem, ich halte das Soziale Problem für viel umfassender, deswegen ist ja dieser Thread auch so interessant, denn das was da noch zusätzlich von Geschäftemachern unternommen wird potenziert die Probleme...

romeospider
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Re: Sozialbetrug mit Schrottimmobilien?

Beitrag von romeospider »

architectus hat geschrieben:
22.12.2023, 16:42
romeospider hat geschrieben:
22.12.2023, 16:26
Wo liegt eigentlich der Anreiz für Investoren, in Gelsenkirchen Neubauten zu errichten, wenn die Bevölkerungszahlen nach wie vor rückläufig sind? - Ist nicht jede abgerissene Schrottimmobilie ein Gewinn für die Stadt?
Den Anreiz gibt es nicht mehr,immerhin investiert da jemand Riesensummen in eine Stadt, die an Attraktivität verliert, bitte jetzt nicht mit Steinen werfen, aber das sind die grundsätzlichen Argumente neben all dem, was hier schon angesprochen wurde.
Die Stadt zahlt in Verbindung mit dem Bürgergeld die Mieten, dazu die Heizkosten und die Nebenkosten.Sind die Mieten in Altbauten vergleichsweise niedrig, so sind jedoch die Nebenkosten entsprechend höher,mir ist es bis heute nicht gelungen an Zahlen zu kommen, was das alles wirklich kostet, aber bei einer Arbeitslosenzahl von rd. 20% kann man über gemittelte Werte sicherlich schnell erkennen, wie es um Gelsenkirchen, aber natürlich auch um die Nachbarstädte im Pott in Wahrheit steht und das ist nur ein Problem, ich halte das Soziale Problem für viel umfassender, deswegen ist ja dieser Thread auch so interessant, denn das was da noch zusätzlich von Geschäftemachern unternommen wird potenziert die Probleme...
Danke für den letzten Beitrag, der ja auch ein aufklärerisches Momentum hat. Der Tenor deines letzten Beitrags ist ja eher pessimistisch. Trotzdem meine Frage: Was würde mit dem Immobilienmarkt in Gelsenkirchen geschehen, wenn all' die Leute nach Bayern gelockt würden, die in Gelsenkirchen von der öffentlichen Hand allein leben?
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architectus
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Re: Sozialbetrug mit Schrottimmobilien?

Beitrag von architectus »

romeospider hat geschrieben:
22.12.2023, 17:01
architectus hat geschrieben:
22.12.2023, 16:42
romeospider hat geschrieben:
22.12.2023, 16:26
Wo liegt eigentlich der Anreiz für Investoren, in Gelsenkirchen Neubauten zu errichten, wenn die Bevölkerungszahlen nach wie vor rückläufig sind? - Ist nicht jede abgerissene Schrottimmobilie ein Gewinn für die Stadt?
Den Anreiz gibt es nicht mehr,immerhin investiert da jemand Riesensummen in eine Stadt, die an Attraktivität verliert, bitte jetzt nicht mit Steinen werfen, aber das sind die grundsätzlichen Argumente neben all dem, was hier schon angesprochen wurde.
Die Stadt zahlt in Verbindung mit dem Bürgergeld die Mieten, dazu die Heizkosten und die Nebenkosten.Sind die Mieten in Altbauten vergleichsweise niedrig, so sind jedoch die Nebenkosten entsprechend höher,mir ist es bis heute nicht gelungen an Zahlen zu kommen, was das alles wirklich kostet, aber bei einer Arbeitslosenzahl von rd. 20% kann man über gemittelte Werte sicherlich schnell erkennen, wie es um Gelsenkirchen, aber natürlich auch um die Nachbarstädte im Pott in Wahrheit steht und das ist nur ein Problem, ich halte das Soziale Problem für viel umfassender, deswegen ist ja dieser Thread auch so interessant, denn das was da noch zusätzlich von Geschäftemachern unternommen wird potenziert die Probleme...
Danke für den letzten Beitrag, der ja auch ein aufklärerisches Momentum hat. Der Tenor deines letzten Beitrags ist ja eher pessimistisch. Trotzdem meine Frage: Was würde mit dem Immobilienmarkt in Gelsenkirchen geschehen, wenn all' die Leute nach Bayern gelockt würden, die in Gelsenkirchen von der öffentlichen Hand allein leben?
Würde wahrscheinlich noch schlechter... noch mehr Leerstand... die von der Öffentlichen Hand leben sind das Ergebnis nicht die Ursache, die Ursache, dass wir diese Zahlen haben ist nicht vom Himmel gefallen sondern letztlich der Politik und damit unserer Gesellschaftsentwicklung zuzuschreiben ein ganz weites Feld, welches ich an unterschiedlichsten Stellen diskutiere es gibt nicht den einen, also den Monokausalen Zusammenhang, das Thema ist absolut vielschichtig und ich bin immer dankbar, wenn dann nicht Leute kommen, die mit rechts und links agieren und verhasste Kommentare loslassen.
Ach ja, deine Frage, wenn alle zu Söder gehen würde die Stadt entlastet, aber das würde man nicht bemerken, da sind so viele Löcher... :wink:

romeospider
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Re: Sozialbetrug mit Schrottimmobilien?

Beitrag von romeospider »

... um es klar zu sagen: Ich bin kein Architekt und war auch noch nie Bauherr. Vielleicht ist auch deshalb
meine Herangehensweise unorthodox. In meiner unmittelbaren Nähe konnte ich über einen längeren Zeitraum 2 hausbauliche Tätigkeiten beobachten (ich wohne übrigens im Speckgürtel von Bochum... auf den Ruhrhöhen in der Nachbarschaft zu Hattingen), die mich doch erstaunt haben. In einem Fall eine kurze Bauzeit und in dem anderen Fall eine nicht überbietbare Lahmarschigkeit. Wenn ich andere Technologiebereiche zum Vergleich heranziehe, dann sind da gewaltige Unterschiede zu beobachten. Ich selbst habe über 30 Jahre hauptberuflich Software entwickelt und stelle mit Genugtuung die Entwicklung von KI fest. Ich selbst arbeite hin und wieder damit und stelle eine kontinuierliche Weiterentwicklung fest. Ich stelle hier einmal ein Beispiel ein... Thema Geld:

https://chat.openai.com/share/b5fc071c- ... 6062e22b29

Ich bin überzeugt..., auf allen Gebieten ist ein neues Denken gefragt und die alten Antworten führen in die Irre.

Ich wünsche Allen für die Feiertage gute Entspannung und Freude!
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awg
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Re: Sozialbetrug mit Schrottimmobilien?

Beitrag von awg »

Hier ein Artikel wie es im Moment im Wohnungsbau aussieht, Sozialwohnungsbau wird hier allerdings nicht explizit ausgewiesen:

https://www.baustoffmarkt-online.de/deu ... share=news

Das wird in den nächsten Monaten nicht besser werden und wird den "Wert" von Schrottimmobilien weiter steigern, denke ich.
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Minchen
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Re: Sozialbetrug mit Schrottimmobilien?

Beitrag von Minchen »

Minchen hat geschrieben:
22.12.2023, 08:25
https://www.waz.de/staedte/gelsenkirche ... 61562.html (Plusartikel)

In der WAZ war diese Woche ein Artikel über die Schrottimmobilien an der Ecke Steeler/Achternbergstraße. Diese sind nun leergezogen und sollen im Laufe des Jahres abgerissen werden. ...
Bin gerade daran vorbeigefahren. Offenbar sind die Häuser doch nicht leer, zumindest zwei Wohnungen sahen beleuchtet aus. :?
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

Braunschweiger13
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Re: Sozialbetrug mit Schrottimmobilien?

Beitrag von Braunschweiger13 »

Justizminister Buschmann scheint das Problem mit den Schrottimmobilien zu kennen und legt einen Gestzentwurf vor, der es den kommunalen Verwaltungsämtern ermöglicht, die wirtschaftliche Nutzung durch den Neueigentümer an die Zahlung des vollen Kaufpreises zu koppeln.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/marco ... 69eaf6d8a8

architectus
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Re: Sozialbetrug mit Schrottimmobilien?

Beitrag von architectus »

Braunschweiger13 hat geschrieben:
11.03.2024, 08:26
Justizminister Buschmann scheint das Problem mit den Schrottimmobilien zu kennen und legt einen Gestzentwurf vor, der es den kommunalen Verwaltungsämtern ermöglicht, die wirtschaftliche Nutzung durch den Neueigentümer an die Zahlung des vollen Kaufpreises zu koppeln.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/marco ... 69eaf6d8a8
Dem Gläubiger(n) wird das Gesetz helfen an das Geld zu kommen, die Stadt wird Mieten zahlen ob an einen bestellten Verwalter oder nach Entrichtung des Kaufpreises an den Eigentümer.

Es ist mal wieder Aktivität der Stadt gefragt...
"dass die Verwaltungsämter von Gemeinden die Chance bekommen, dem Käufer der ersteigerten Immobilie vorübergehend das Haus oder die Wohnung zu entziehen. "

Soll ich wetten wie das in der Praxis umgesetzt wird ?

In Wahrheit wird sich dadurch nichts an dem eigentlichen Problem ändern...es ist mehr als empörend, wenn man den ganzen Tag hört, wir seien ein Rechtsstaat und dann solche Praktiken der Versteigerung ohne Strafrechtliche Konsequenzen für den, der nicht zahlt in der Öffentlichkeit diskutiert...wir sind den Machenschaften einfach nur erlegen..wen wundert es.

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Westfale
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Re: Sozialbetrug mit Schrottimmobilien?

Beitrag von Westfale »

architectus hat geschrieben:
11.03.2024, 15:55
Dem Gläubiger(n) wird das Gesetz helfen an das Geld zu kommen, die Stadt wird Mieten zahlen ob an einen bestellten Verwalter oder nach Entrichtung des Kaufpreises an den Eigentümer.
Ist das denn so schwer?
Eine extra gegründete Immobilienfirma hat das Gebäude zu einem extrem hohem Wert von 741.000 € ersteigert. Musste aber nur 10% des niedrig angesetzten Verkehrswertes, entsprechend 38.500€ als Sicherheit leisten. Für den Rest hatte er zwei Monate Zeit.
Nun ist genau das eingetreten, was einige User hier vorausgesagt haben.
Der Ersteigerer hat natürlich keine weiteren Zahlungen geleistet und alle Termine verstreichen lassen. Er wird auch in Zukunft keine Zahlungen leisten und setzt auf das Trägheitsmoment deutscher Bürokratie. Sollte es wirklich zu einem Verfahren kommen, wird er seine Immo-Firma vor die Wand fahren und wegen Zahlungsunfähigkeit auflösen.
In der Zwischenzeit hat er etliche Wohnungen vermietet und kassiert Miete. Zur Erinnerung, die Versteigerung fand im Februar 2023 statt.
Ich bin letzte Woche gegen 22 Uhr an dem Haus Kurt-Schumacher/Ecke Üchtingstr. vorbeigekommen. Da brannte hinter etlichen Fenstern Licht.
Hier wird keinem Gläubiger geholfen, hier verdient nur die Immo-Firma, solange die Bürokratie nicht reagiert/reagieren kann.
westfale
Aus der Hochstraße darf keine Bahnhofstraße 2.0 werden.

architectus
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Re: Sozialbetrug mit Schrottimmobilien?

Beitrag von architectus »

Westfale hat geschrieben:
17.03.2024, 15:24
architectus hat geschrieben:
11.03.2024, 15:55
Dem Gläubiger(n) wird das Gesetz helfen an das Geld zu kommen, die Stadt wird Mieten zahlen ob an einen bestellten Verwalter oder nach Entrichtung des Kaufpreises an den Eigentümer.
Ist das denn so schwer?
Eine extra gegründete Immobilienfirma hat das Gebäude zu einem extrem hohem Wert von 741.000 € ersteigert. Musste aber nur 10% des niedrig angesetzten Verkehrswertes, entsprechend 38.500€ als Sicherheit leisten. Für den Rest hatte er zwei Monate Zeit.
Nun ist genau das eingetreten, was einige User hier vorausgesagt haben.
Der Ersteigerer hat natürlich keine weiteren Zahlungen geleistet und alle Termine verstreichen lassen. Er wird auch in Zukunft keine Zahlungen leisten und setzt auf das Trägheitsmoment deutscher Bürokratie. Sollte es wirklich zu einem Verfahren kommen, wird er seine Immo-Firma vor die Wand fahren und wegen Zahlungsunfähigkeit auflösen.
In der Zwischenzeit hat er etliche Wohnungen vermietet und kassiert Miete. Zur Erinnerung, die Versteigerung fand im Februar 2023 statt.
Ich bin letzte Woche gegen 22 Uhr an dem Haus Kurt-Schumacher/Ecke Üchtingstr. vorbeigekommen. Da brannte hinter etlichen Fenstern Licht.
Hier wird keinem Gläubiger geholfen, hier verdient nur die Immo-Firma, solange die Bürokratie nicht reagiert/reagieren kann.
westfale
Ein ganz komplexes Thema und Buschmann versucht den Riegel vorzuschieben, natürlich begünstigt er bei so einem Verfahren Gläubiger, die sonst über den Rechtsweg aufwändigst versuchen müssten an das Geld zu kommen, aber das brauchen wir nicht zu diskutieren, denn Tatsache ist, es gibt Lücken in den gesetzlichen Festlegungen bei Versteigerungen.

Eigentlich sind es genau in dem Augenblick Lücken, wenn kriminelle Absichten dahintrer stecken, wer tatsächlich die Absicht hat zu erwerben und zu bezahlen, bei dem funktioniert es ja und war bisher auch kein Problem.

Bei Versteigerungen ist es also anders, als wenn man ein Grundstück „freihändig“ über einen Notar verkauft. Der Notar würde nämlich vermittels seines Anderkontos sicherstellen, dass die Eigentumsumschreibung erst erfolgt, wenn der Kaufpreis auch gezahlt ist.

Das Risiko besteht im Wesentlichen darin, dass der Ersteher durch den Zuschlag unmittelbar Eigentümer wird, der Restpreis aber erst etwa acht oder zwölf Wochen später bezahlt werden muss.

Nun kann man sich auf der Basis alles Mögliche vorstellen und es wird sicherlich mehr getrixt als mancher glaubt, aber immer dann, wenn so etwas angeführt wird, dann gibt es ja immer noch Leute, die das alles nicht so dramatisch empfinden oder aber einen gleich in die Ecke stellen.

Festzuhalten bleibt, es ist inzwischen auch den letzten Politikern aufgefallen, festzustellen bleibt, dass Buschmann, der ja vorrangig Bestimmungen auflöst um zu entrümpeln nun aktiv wird, festzustellen bleibt, dass in dem Augenblick Behörden aktiv werden müssen und die letzte Feststellung hast du selbst getroffen..."Trägheitsmoment deutscher Bürokratie" und das hast du ganz fein ausgedrückt, da eckt man noch nicht an :D :wink: .
Was solls, es wird sich vermutlich nichts ändern und da sind wir uns wohl einig...

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