Deine Ahnen - Deine Wurzeln - Deine Verwandtschaft

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andrax511
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Deine Ahnen - Deine Wurzeln - Deine Verwandtschaft

Beitrag von andrax511 »

Moin, moin (thorben.klose ätt freenet.de ) schrieb unter Josfinenstr das er seine Vorfahren sucht. Das gab mir den Denkanstoss, woher kamen eigentlich meine. Ich konnte drei Generationen zurück verfolgen und landete in Ostpreussen / Willenberg. Sie haben Ihre Heimat verlassen um hier neu anzufangen, wie viele andere auch, weil es hier Arbeit gab. Wahrscheinlich ist es bei vielen von Euch so mit den Ahnen und ich finde das gehört auch zu Gelsenkirchen.
Möchte jetzt keine Ahnenforschung hier betreiben, aber darüber nach denken kann man ja mal.

Mfg Artur

pito
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Beitrag von pito »

Ahnenforschung - ein Hobby für muffige ältere Herren mit Ärmelschonern, die alte Kirchenbücher durchforsten und akribische Listen aller ihrer Vorfahren bis zum tausendsten Grade anlegen ???

Muss ja nicht sein. Man kann einfach Interesse habe, von wem man abstammt, ohne gleich eine Wissenschaft draus machen zu müssen.

Ich weiß ziemlich wenig über meine Ahnen. Namen kenne ich eigentlich fast nur bis zu den Großeltern. Mein Vater hatte mal ein wenig geforscht und meinte, seine Familie sei vor vielen Generationen aus Polen gekommen. Und dorthin kamen sie wiederrum ein paar Generationen zuvor aus Slowenien. Das ist aber schon so lange her und soviele Generationen liegen dazwischen ... Welche Verbindung sollte ich wohl noch mit diesen Slowenen haben?

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moni53
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Beitrag von moni53 »

http://www.ahnenblatt.de/

damit kann man seine Ahnen archivieren...

:lol:

Moni
Dem Fröhlichen ist jedes Unkraut eine Blume, dem Betrübten jede Blume ein Unkraut. (Finnisches Sprichwort)

AnnA
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Beitrag von AnnA »

Ich habe keine Ahnenforschung betrieben (hatte mein Vater schon gemacht) , aber durch`s Internet bin ich durch Zufall auf Leute in Australien gestoßen, die den gleichen Nachnamen wie mein Mann haben. Dieser Name ist sehr selten, darum habe ich dann doch mal gesucht - und gefunden : es sind Verwandte!
Vor 2 Jahren haben sie uns besucht und in diesem Sommer kommen sie wieder.
Wirklich toll !
Gruß AnnA

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Tekalo
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Re: Deine Ahnen - Deine Wurzeln

Beitrag von Tekalo »

andrax511 hat geschrieben:Moin, moin (thorben.klose@freenet.de ) schrieb unter Josfinenstr das er seine Vorfahren sucht. Das gab mir den Denkanstoss, woher kamen eigentlich meine. Ich konnte drei Generationen zurück verfolgen und landete in Ostpreussen / Willenberg. Sie haben Ihre Heimat verlassen um hier neu anzufangen, wie viele andere auch, weil es hier Arbeit gab. Wahrscheinlich ist es bei vielen von Euch so mit den Ahnen und ich finde das gehört auch zu Gelsenkirchen.
Möchte jetzt keine Ahnenforschung hier betreiben, aber darüber nach denken kann man ja mal.

Mfg Artur
So eine Geschichte aus Ostpreußen hatte ich auch mal in Bildern vom Sperrmüll gefunden.
http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... php?t=1332

Die Mormonen haben alle Kirchenbücher die Sie bekommen konnten kopiert und zum Teil online zugänglich gemacht. Versucht es einfach mal mit ein paar Namen. (Der Nachname genügt.)
Dort gibt es auch ein kostenloses Programm um Daten zu erfassen.

http://www.familysearch.org/

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Emscherbruch
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Ja wo sind se denn?

Beitrag von Emscherbruch »

Wer seine Namensverwandten sucht:
http://christoph.stoepel.net/geogen/v3/
Diese Website stellt die Häufigkeit und Verteilung von Nachnamen dar und wurde schon häufig in diversen Radio- und Fernsehsendungen zu diesem Thema verwendet.

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rm
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Beitrag von rm »

@Pito: Schlawiner!

pito
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Beitrag von pito »

rm hat geschrieben:@Pito: Schlawiner!
Das erinnert mich daran, das kürzlich eine bekannte Person hartnäckig von "Schlowenien" sprach. :lol:

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

Mein Groß-groß-großvater war Hirte.

AnnA
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Beitrag von AnnA »

Hat das irgendwelche Auswirkungen auf dein Leben? 8)
Gruß AnnA

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rabe489
† 22.11.2011
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Beitrag von rabe489 »

Ja, war immer Hirtenkind unter Industriekindern (separiert). Daher auch mein Hang zur Idylle. Das bukolische Leben und Beethovens Pastorale und meine Liebe zu schwarzen Schafen und liebreizenden Schäferinnen und und und... :lol:

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Buerelter
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Beitrag von Buerelter »

Ahnenforschung - ein Hobby für muffige ältere Herren mit Ärmelschonern, die alte Kirchenbücher durchforsten und akribische Listen aller ihrer Vorfahren bis zum tausendsten Grade anlegen ???
Ich oute mich jetz mal:

Ja, ich betreibe Ahnenforschung, mal mehr, mal weniger intensiv.

Es ist interessant, seinen Wurzeln nachzugehen.

Den Vorfahren meiner Mutter kann ich - in der Historie vor dem 30-jährigen Krieg nur in nebelhaften Spuren- bis ca. 1450 nachverfolgen.
Großmütterlicherseits gehts z. Zt. bis ca. 1720. Väterlicherseits nur bis zum 19. Jahrhundert.

Welche Erkenntnisse gewinne ich daraus:
Es ist spannend, wie die große Weltgeschichte sich einer Familie niederschlägt. Wenn sich Berufe ändern, Funktionen in der dörflichen Gemeinschaft als Namen auftauchen und wieder verschwinden......
Einige Beispiele:
- Meine Vorfahren namens Winkel/Im Winkel haben sich im Laufe von 500 Jahren keine 500 m von ihrem Elternhaus oder Stammsitz wegbewegt. (komisch, gilt bis heute, die Nachfahren wohnen immer noch in der Ecke.)
- Im 18. Jahrhundert wird aus dem Kötter der Kötter und Leineweber. Man denkt unwillkürlich an G. Hauptmann "Die Weber". Mit Beginn der Industrialisierung wird sein Sohn Kötter und Bergmann.
- Die preußischen Reformen von 1806. Mit der Bauernbefreiung werden erst 30! Jahre später in Scholven wirksam. Dann erst wird die Markenteilung beschlossen und die Abgabenpflicht und Hörigkeit zum Grundherren hat gegen Zahlung einer Ablöse ein Ende.
- Mein UrUrUr....Großvater gab zum Aufbau der Urbanuskirche nach dem Großen Brand von 1688 wie die meisten der Gemeinde 1 Taler zum Wiederaufbau. 1 Taler entsprach dem Einkommen eines Jahres.
- Der dreißigjährige Krieg war auch in Scholven eine Zeit des Elends und der blanken Not.
- Im Laufe der Jahrhunderte wird aus dem Kötter Winkel, der die Funktion des Bauernboten innehat, der (plattdtsch.) Buerbo, über zwei Jahrhunderte als Nachname verzeichnet. Eintrag Kirchenbuch St. Urbanus: "1627, den....dem buerbo seine Mutter aus Mittelscholven gestorben" Übersetzung: Heinrich im Winkels Mutter, Anna im Winkel, geb. xxx verstorben.
200 Jahre später heißt die Familie wieder "Im Winkel".
- Die Franzosenzeit im napoleonischen Zeitalter hinterläßt sprachliche Veränderungen ( Fisimatenten= visite ma tente , Chemisken, Schäselong, Trottoir, Chaussee)
- Die unbewiesene Regel, daß Zwillingsgeburten in jeder zweiten Generation vorkommen, trifft zu.
- Aus einer mütterlichen Linie versterben alle Frauen in jungen Jahren (30-40 Jahre). Seit ca. 60 Jahren kennt man diese Krankheit als Krebs, der (gottseidank nur) fast alle Frauen befällt.
Bis in die heutige Zeit hinein. Ist Krebs erblich?
- Im späten Mittelalter werden Anna / Johannes besonders verehrt. (Annaberg in Haltern, Anna-Selbdritt in Oberscholven) Alle Töchter/ Söhne bekamen im Kirchenbuch als Zweitname Anna bzw. Johannes hinzugefügt, so er nicht als Erstname gewählt wurde.

Das alles mal als eine Reihe von kleinen Beispielen, wie interessant Ahnenforschung sein kann.

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Chronistin66
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Beitrag von Chronistin66 »

Ich finde Ahnenforschung ziemlich spannend. Leider heißt die Familie meines Vaters "Müller". :?

Aber ich war im Dezember bei meinem Großonkel, weil meine Mutter mir eine verklärte "Sissi-Geschichte" üder die Herkunft meiner Urgroßmutter erzählt hat.
Irgendwie konnte ich das nicht glauben, dass meine Urgroßmutter von der Prinzessin zur armen Bergmannsfrau mutierte.

Also machte ich mich auf den Weg zu meinen Onkel, der im Besitz von drei Familienstammbüchern ist, die alle was mit meinen Urgroßeltern zu tun haben.
Es war ein "Tohuwabohu" in Sütterli, kann ich euch sagen.
:shock:

Mein 84jähriger Onkel kam zwitweise selber nicht klar, obwohl er noch geistig fit dabei ist.
"Wer iss datt dann nomma?", fragte er sich hin und wieder. Und dann sagte er: "Ach. Datt war der, der anne Front gefallen iss. Aber watt macht der gezz in dem Stammbuch?"
Klar, bei so vielen Kindern, die teilweise der Vater und die Mutter mit in die Ehe gebracht hatten und noch eigene dazu bekommen haben, verliert man leicht den Überblick.

Interessant fand ich, dass meine Uroma aus dem Elsass, was heute zu Deutschland und damals noch zu Frankreich gehörte, mit einem Kind ins Ruhrgebiet kam. Das Kind war von einem französischen Fremdenlegionär, der immer weg war. Iss klar. Sonst wäre er ja kein Fremdenlegionär. Sie machte meinem verwitweteten Uropa mit seinen Kindern nicht nur den Haushalt, wenn Ihr versteht, was ich meine. 8)

Die Kinder, die aus dieser Verbindung entstanden, wurden vom französischem Staat mitfinanziert, weil der Fremdenlegionär nicht wusste, dass er in seiner Abwesenheit im verfeindetem GE-Ückendorf fleißig vier Kinder zeugte. Der 1. Weltkrieg tobte und Frankreich und Deutschland waren zu der Zeit keine Freunde.

Der Deal fiel dann nach dem 1. Weltkrieg doch auf und der Fremdenlegionär wurde mächtig wütend. Er kam nach Ückendorf, um das zu klären. Man radierte ein wenig in den Stammbüchern rum und die letzten beiden Kinder wurden dann "legal" geboren. Für die anderen vier zahlte der französische Staat bis zu deren 21. Lebensjahr Unterhalt. Der Fremdenlegionär schämte sich zu sagen, dass seine Frau ihn verlassen und betrogen hat.
:oops:

Ich habe das Stammbuch gesehen, in dem meine Uroma rumradiert hat und mit ihrer Schrift bei Familienstand anstatt "verheiratet", "geschieden" geschrieben hat, damit sie endlich den Steiger vonne Zeche Alma heiraten konnte. Der hatte schon Steinstaublunge und das bedeutete eine dicke Rente.
8)
Nix da mit Sissi! Und so. Abgezockt war se! Bei zwei Kriegen, zwei Männern und eine Menge Söhne, die im Krieg fielen, mache ich ihr da keinen Vorwurf.
:?

So was finde ich echt spannend.

Mein Sohn soll mal später wissen, dass er eine ziemlich pfiffige Ur-Ur-Oma hatte.
:wink:
Doro

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Scholvener Jung
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Beitrag von Scholvener Jung »

Ich bin auch noch nicht so alt, und Ahnenforschung ist auch für mich interessant. Zwar hat mein alter Herr vieles nachgeforscht (hat ja auch als Renter mehr Zeit), aber ich schaue mir die Daten gerne an. Wir können Väterlicher Seite bis 17 Hundert nochwas zurück schauen und stellen auch fest, daß unser heutiger Hausname ursprünglich ganz anders hieß.
Aber wer sich nicht für Ahnenforschung interessiert, sollte es nicht einfach als negativ bewerten.
Hömma!

MichaL
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Beitrag von MichaL »

Scholvener Jung hat geschrieben:Aber wer sich nicht für Ahnenforschung interessiert, sollte es nicht einfach als negativ bewerten.
Genau.

Mein Opa musste zwecks Einstellung im Öffentlichen Dienst einen Ariernachweis
erbringen. Dazu hatte er dann einen Stammbaum anfertigen und bei der
Gelegenheit sammelte er dann alles, was er finden konnte. Unter anderem diesen
Liebesbrief: Bild
Den schrieb mein Ur-Ur-Opa als 26jähriger "Unterofficier und Quartiermeister des
Königl. 6. Ulanenregiments" an die 28jährige Ur-Ur-Oma, seine "Theuerste und
inniggeliebte Sophie". Und zwar vor mehr als 150 Jahren.

Wenn man sowas im Original in der Hand hält und sich Gedanken darüber macht,
wer das unter welchen Umständen geschrieben hat und wie wohl die Verhältnisse
dieser Leute waren, der kann Ahnenforschung gar nicht abwerten. Das ist einfach
interessant und ergreifend!

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