Klaus-Peter Wolf

Schriftstellerei, Dichtung, Rezitation

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Rüdiger Georg
Beiträge: 480
Registriert: 03.08.2014, 21:22

Warum ...

Beitrag von Rüdiger Georg »

Warum müssen hier Bücher eines Autors schlecht geredet werden, obgleich es reichlich Menschen gibt, die Freude an diesen Büchern haben?

... und bitte, sagt nun nicht: "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen."
Nächstenliebe ist ein Tuwort.

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Gut Ravensberg
Beiträge: 112
Registriert: 21.09.2012, 09:39

Re: Klaus-Peter Wolf

Beitrag von Gut Ravensberg »

Mein Knackpunkt war, als Frank Weller mit zwei eingegipsten Armen die Gangway raufgeschoben worden ist. Danach hab ich es in die Ecke geschmissen und eine Weile gebraucht, bis ich mich durchgerungen habe, es durchzulesen.
Seien wir mal realistisch. Man ist auf dem Weg zu einem Tatort - jede Sekunde zählt. Wo ist jemand, der nicht mal mehr ein Eis essen kann bzw. nicht in der Lage ist, sich den Hintern abzuwischen. Krankgeschrieben und in Kurzzeitpflege! Aber bestimmt nicht am Tatort.
Davon abgesehen habe ich die gefühlten 50 Aufsichtsvergehen und sowie eine Suspendierung vermisst, die ein echter Frank Weller nach dem vorherigen Buch hätte haben müssen. Ja, schön - Fantasie! Aber ich lese lieber richtige Krimis und keine Komödien.
Am Anfang fand ich das gar nicht so schlimm mit der Werbung, aber irgendwann ist es nervig und durchgekaut und es wurde zu viel. Erst nur TenCate, dies Café und der Handwerker von nebenan. Dann auf der Insel diese Eisdiele, jenes Lokal, diesen Schnaps, das beste Hotel hier und dann dort. Irgendwann hat man das Gefühl, man finanziert mit dem Buchpreis das lebenslange frei Essen und Schlafen des Autors. Sorry! Aber das ist der Eindruck, der bei mir zurückgeblieben ist. Find ich auch nicht schön.
Rupert als Figur fand ich schon immer störend (klar - bin auch eine Frau). Deshalb spare ich mir diese Reihe. Selbst den letzten Sommerfeldt (das erste fand ich klasse, das zweite nicht mehr) und jetzt den neuen Ostfriesenkrimi muss ich nicht mehr haben.
Ich habe die ersten Bücher auch verschenkt. Und habe nach Band 10 das Gefühl gehabt, das einstellen und etwas anderes schenken zu müssen, weil ich nicht mehr wirklich überzeugt war.
Das Leben wird immer vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. (Selma Lagerlöf)

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