Robert Geritzmann

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DrMurkes
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Robert Geritzmann

Beitrag von DrMurkes »

Robert Geritzmann (* 9. Februar 1892 in Essen-Überruhr; † 12. September 1969 in Gelsenkirchen) war ein deutscher Politiker der SPD und von 1946 bis 1963 Oberbürgermeister von Gelsenkirchen.
Er gehörte dem Deutschen Bundestag von 1949 bis 1961 an.
Geritzmann wohnte als Feldmarker in der Schmidtmannstraße/Ecke Fürstinnenstrasse. (siehe Photo).
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Wo Originale Außenseiter sind, erträgt die Gesellschaft nur Kopien
Walter Ludin

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DrMurkes
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Photo Robert Geritzmann

Beitrag von DrMurkes »

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Robert Geritzmann, Ehrenbürger der Stadt Gelsenkichen (geehrt 17.04.1963)
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Walter Ludin

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Beitrag von Verwaltung »

In seine Amtszeit fiel auch die Partnerschaft mit Kaolack: http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... php?t=4271
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Beitrag von Verwaltung »

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Bildquelle: Gelsenkirchen - Ein Streifzug durch 125 Jahre Stadtgeschichte, Heinz-Jürgen Priamus, Holger German, Norbert Silberbach, Wartberg, 2000

Dieter
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Robert Geritzmann

Beitrag von Dieter »

Nur zur Ergänzung:

Robert Geritzmann, ein Sozialdemokrat an der Spitze der Stadt
Robert Geritzmann, der erste gewählte Oberbürgermeister Gelsenkirchens nach dem Kriege, wurde am 9. Februar 1893 als Sohn eines Bergarbeiters in Essen-Überruhr geboren. Er erlernte den Beruf eines Metallarbeiters, den er in Gelsenkirchen ausübte. Seit 1910 betätigte er sich in der SPD und im Deutschen Metallarbeiterverband, der sozialdemokratischen Richtungsgewerkschaft. Infolge einer schweren Verwundung, die er sich als Soldat im Ersten Weltkrieg zuzog, konnte er seinen erlernten Beruf später nicht mehr ausüben und konzentrierte sich so auf die Gewerkschaftstätigkeit. Von 1919 bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 stand Robert Geritzmann dem Arbeitersportkartell vor und war zudem Geschäftsführer und Wirt des Gelsenkirchener Gewerkschaftshauses. Während des „Dritten Reiches" konnte er zwar weiterhin seiner Tätigkeit als Gastwirt nachgehen, als Gewerkschafter und Sozialdemokrat war er jedoch ein potentieller Regimegegner, der von der Gestapo überwacht wurde. Unmittelbar nach dem Ende der Diktatur beteiligte sich Geritzmann an der Neuorganisation der SPD und dem Aufbau einer demokratischen Ordnung. Angesichts seiner führenden Stellung in der Partei wurde er in den von der britischen Besatzungsmacht errichteten Bürgerrat berufen. Dieser wählte Robert Geritzmann am 15. März 1946 zum Oberbürgermeister. Im Anschluss an die Kommunalwahl vom Oktober des gleichen Jahres wurde er als Oberbürgermeister bestätigt und übte dieses Amt bis zu seinem Rücktritt aus Altersgründen im Jahr 1963 aus. Von 1949 bis 1961 war er Abgeordneter des Deutschen Bundestages und von 1946 bis 1966 Mitglied des Rates der Stadt Gelsenkirchen. Für seine Verdienste erhielt er die Ehrenbürgerschaft und wurde von Bundespräsident Lübke mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Robert Geritzmann starb am 12. September 1969 im Alter von 76 Jahren.
Aus: Heinz-Jürgen Priamus (Hrsg.): Gelsenkirchen – Ein Streifzug durch 125 Jahre Stadtgeschichte, Gudensberg-Gleichen 2000, S. 48

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Heinz Kolb
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Die Gelsenkirchener Oberbürgermeister seit 1946

Beitrag von Heinz Kolb »

Robert Geritzmann: Von 1946 bis 1963 war er Oberbürgermeister von Gelsenkirchen
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Robert Geritzmann 1893 - 1969.

Robert Geritzmann wurde am 09. Februar 1893 als Sohn eines Bergarbeiters in Essen Überruhr geboren. Nach dem Volkschulabschluss 1907 Erlernte er den Beruf eines Metallarbeiter, den er in Gelsenkirchen ausübte.

Seite 1910 betätigte er sich in der SPD und im Deutschen Metallarbeiterverband, der sozialdemokratischen Richtungsgewerkschaft.

Als 21 Jähriger im Jahre 1913 verpflichtete er sich beim Heer und war im gesamten Ersten Weltkrieg dessen Auslöser das Attentat in Sarajewo am 28. Juni 1914 war, bei dem der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Ehefrau Sophie ermordet wurden.

Geritzmann war bis 1919 Soldat, und wurde in den letzten Kriegswochen noch schwer Verwundet, dadurch konnte er seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben und konzentrierte sich so auf die Gewerkschaftstätigkeit.

Von 1919 bis 1933 war er Vorsitzender des örtlichen Arbeitersportkartell und war zudem Geschäftsführer und Wirt des Gelsenkirchener Gewerkschaftshauses.

Während des "Dritten Reiches" konnte er zwar weiterhin seine Tätigkeit als Gastwirt nachgehen, als Gewerkschaftler und Sozialdemokrat war er jedoch ein potentieller Regiemgegner, der von der Gestapo überwacht wurde.

Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges beteiligte er sich an der Neuorganisation der Partei und wurde 1945 Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Gelsenkirchen.

Von der britischen Besatzungsmacht wurde er in den errichteten Bürgerrat berufen. Dieser Wählte Geritzmann am 15. März 1946 zum Oberbürgermeister. Im Anschluss an die Kommunalwahl vom Oktober des selben Jahres wurde er als Oberbürgermeister bestätigt und übte dieses Amt bis zu seinem Rücktritt aus Altersgründen im Jahr 1963 aus.

Geritzmann gehörte dem Deutschen Bundestag seit dessen erster Wahl 1949 bis 1961 an. Er wurde stets im Wahlkreis Gelsenkirchen direkt gewählt.
1957 Robert Geritzmann SPD 47,5 %
1953 Robert Geritzmann SPD 43,5 %
1949 Robert Geritzmann SPD 36,5 %

Am 17. April 1963 verlieh ihm die Stadt Gelsenkirchen die Ehrenbürgerwürde. Nach ihm ist die Straße Robert- Geritzmann- Höfe in Gelsenkirchen benannt.

Robert Geritzmann starb am 12. September 1969 im alter von 76 Jahren in Gelsenkirchen).

Quellen aus: Gelsenkirchen Ein Streifzug durch 1925 Jahre Stadtgeschichte. Heinz- Jürgen Riamus (Hrsg:) Holger Germann, Norbert Silberbach. Wartberg Verlag.
Aus der Geschichte lernen heißt: Zukunft gestalten.

http://heinzkolb.npage.de

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Heinz O.
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Re: Robert Geritzmann

Beitrag von Heinz O. »

Ehrenbürger Brief für Robert Geritzmann vom 17. April 1963
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befindet sich beim ISG Gelsenkirchen
Gegen Hass, Hetze und AfD
überalteter Sittenwächter

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