Basti über Gelsenkirchen

Was so passiert, was mal passiert ist ...

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Westfale
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Re: Basti über Gelsenkirchen

Beitrag von Westfale »

1 Vorab, ich kenne Basti ziemlich gut. Wir haben in dieser Woche in Bonn zusammen an 15 Videoclips für WDR1LIVE gearbeitet (nicht zum ersten Mal). Er ist in Schalke geboren und hat am Grillo sein Abitur gemacht. Sein Vater lebt immer noch in Rotthausen. Wenn Basti hier in der Ecke ist, gehen die beiden hier immer noch aus. Er war erst letzte Woche mit ihm im Altstadtcafè.
2 Er ist nicht nach Köln gezogen, weil es ihm in GE stinkt und K viel schöner ist. Es sind rein pragmatische Gründe, die Rheinschiene Bonn-Düsseldorf ist das größte deutsche Medienzentrum. Dort ‚residiert‘ nicht nur der WDR als größter ARD Sender, dort stehen u.a. auch die Studios, die für RTL und SAT1 produzieren. In Bocklemünd stehen die WDR Studios, dort kann man immer noch die Lindenstraße bewundern. Außerdem sind die wichtigsten Agenturen dort. Wenn Wilsberg aus seinem Antiquariat in Münster in seine Küche geht, steht die in Köln. Die Kneipenszenen für die Filme Friesland werden z.B. in Monheim gedreht.
Wer jemals morgens um 9 Uhr einen Termin in Köln hatte, kennt die Verkehrsproblematik.
3 Köln ist beileibe kein Ort nur zum Wohlfühlen. Chorweiler ist mindesten so schlimm wie Berlin Marzahn und Ehrenfeld hält mit den wildesten Ruhrgebietsecken mit.
Basti stänkert auch nicht in Köln über GE, sein nächster öffentlicher Bühnenauftritt in Köln ist erst im Dezember 2023. Sein Geld verdient er deutschlandweit.
4 Seine hier kritisierten Aussagen stammen aus einem Podcast der Brost-Stiftung (nicht Bross) innerhalb der Funke Medien. Der bekannte Journalist Dr. Hajo Schumacher (öfter bei Lanz zu sehen) spricht dort mit seinen Gästen über das Ruhrgebiet. U.a. bereits mit unserer ehemaligen Polizeipräsidentin und dem Ruhrbischof. Ein WAZ-Journalist hat den Text aus dem Podcast mit Basti auszugsweise in seinem Artikel verwendet.
5 Basti hat recht, ich stimme ihm voll zu.
6 Bevor die Verdammnis über mich hereinbricht. Ich bin in GE geboren, habe bisher 1/3 meines Lebens in GE und 2/3 in Buer gelebt. Meine Unter 18 Freizeit habe ich in der Milchbar Capri und beim Schulschwänzen im Bali verbracht. Meine Über 18 Freizeit in der Martini/Scotchbar und bei Ferdi Dittges auf der Husemannstraße. Meine Frau kommt aus Ückendorf und wenn ich früher bei ihren Eltern eingeladen war, habe ich die leckersten Zitronenrollen überhaupt, aus der Bäckerei Villies von der damaligen Prachtstraße Bochumer mitgebracht.
Ich weiß also worüber ich spreche.
7 Ich bin vor einigen Jahren einmal die Stätten meiner Jugend abgelaufen, ich war erschrocken. Ich habe im Bereich des ev. Friedhofes einen Parkplatz bis hin zur Augustastraße gesucht. Ich war entsetzt. Was sollen Jugendliche in diesem Umfeld unternehmen????
Ich bin in diesem Jahrtausend noch nicht in GE in ein Restaurant (gibt es überhaupt welche) gegangen. Vor 30 Jahren war der reservierte Tisch bei Tigges nach dem MIR-Besuch mit Freunden schon Pflicht.
Außer dem Parkautomaten im Bahnhof und im Evangelischen Krankenhaus habe ich noch keinen einzigen Euro (und den gibt es seit zwanzig Jahren) südlich des Kanals ausgegeben
Was soll ich in den Stadtteilen? Ich war zum letzten Mal in Hüllen, als es das Restaurant Hüller Mühle noch gab.
8 Natürlich gibt es auch nördlich des Kanals Problembereiche, dicke sogar. Man kann eine Differenzierung nach PLZ-Bereichen feststellen. Aber ich kann etwas unternehmen und kann und gehe oft aus. Auch nach E, BO und RE.
9 Natürlich gibt es Gründe für die unterschiedlichen Entwicklungen, vor allem im politischen Bereich.
10 Gelsenkirchen ist eine Stadt mit zwei Oberzentren, die sich in den letzten Jahren nicht angenähert haben, sondern eher auseinandergedriftet sind.
11 Ich finde es nicht ehrenrührig, wenn einer seine Meinung klar ausspricht und vertritt. Ob es edem einem oden anderem passt oder nicht. Bei seinem letzten Auftritt, in dem eine Zuschauerin ziemlich rechtsradikale Äußerungen rief, hat er ihr öffentlich das Eintrittsgeld zurückgezahlt.
westfale
Gendern ist, wenn in Sachsen ein Boot umkippt

Mattes
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Re: Basti über Gelsenkirchen

Beitrag von Mattes »

https://www.express.de/koeln/chorweiler ... -vor-44985

https://www.ksta.de/koeln/nach-gerichts ... n-36765552

und noch so vieles mehr...da gibt es schon wegen der größe viel mehr krasse ecken als bei uns. relativ natürlich was anderes.

ich klinke mich da jetzt mal aus und werde mich über sowas nicht mehr ärgern, sondern werde versuchen was positives draus zu machen und vielleicht demnächst mal einen thread starten, in dem es nur um die positiven und schönen dinge in unserer stadt geht. die negativen kriegen wir ja quasi stündlich von irgendwoher vorgekaut und vorgehalten.

abschließend möchte ich aber noch mal dazu sagen: manche denken vielleicht Ückendorfer Straße, Schalker Meile und noch ein paar andere, das wären Gelsenkirchener besonderheiten.

da kann ich nur sagen: das ist 100% nicht so. so gut wie alle städte in denen wir waren und das waren sehr viele, haben genau solche straßen und gebiete.

im anderen thread habe ich schon Quedlinburg, Wolfenbüttel, Goslar, Hameln genannt, da waren wir dieses jahr im urlaub, ganz frische eindrücke. Einbeck, eigentlich ein sehr schönes städtchen, hat mehrere ganz grausame straßen und viertel. im Schwarzwald gab es sowas auch, aber mehr so dörfer/städtchen...aber man braucht auch nur in die nachbarstädte fahren, Wanne-Eickel, Herne, Gladbeck, auch Bochum hat sowas und nicht nur in Wattenscheid, sondern z.b. auch in Gerthe.

aber für mich erledigt, wir sind fußabtreter und werden es leider auf lange sicht auch bleiben, so wie auch Duisburg. vor 50-60 jahren noch die beiden reichsten städte des landes, jetzt die ärmsten und erbarmungslos im stich gelassen. wenn wir nur 30% von den unis, ämtern, etc bekommen hätten, die Münster z.b. bekommen hat, dann würde es hier aber viel besser aussehen.

und trotz der hintergründe finde ich, dass unsere stadt trotz aller probleme noch verdammt lebenswert ist und sehr viel zu bieten hat.

so einiges ist sogar besser als zu damaligen "reichen" zeiten. die stadt ist viel grüner geworden und hat in dieser hinsicht städten wie Münster, Köln und co deutlich den rang abgelaufen (wir sind grünste stadt NRWs vor Essen und siebtgrünste in der ganzen BRD). für uns als naturfreunde sehr viel wert.

aber mehr dazu dann vielleicht in einem eigenen thread mit dem namen "schöne und positive dinge in GE", den ich dann nach und nach mit leben füllen werde. andere können sich auch beteiligen. wie gesagt, was hier alles nicht schön und toll ist, das ist so durchgekaut und durchgelutscht, ist ja nur noch grausam. JEDER weiß es doch mittlerweile. aber das andere geht dabei total unter, macht mich richtig traurig.

nur wird dieser thread und das meine ich ernst sehr, sehr lang werden, denn hier gibt es wirklich sehr viele schöne und gute dinge, die ich dann anführen kann und der eine oder andere vielleicht auch...

ich gebe jetzt mal ein kleines beispiel. wusstet ihr, dass die Firebowl Bowlingwelt in Buer die größte ihrer art in ganz NRW ist? und das in einer relativ kleinen stadt... auch für jugendliche ein ort zum spaß haben übrigens :wink:

matz
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Re: Basti über Gelsenkirchen

Beitrag von matz »

Viele Komiker ziehen aus der (vermeintlichen) Provinz in die Großstädte (Medienstandorte). Viele machen sich dort auch gern über ihre Herkunftsorte lustig und finden dafür ein dankbares Publikum. Ironischerweise handelt es sich dabei meist um ebenfalls Zugezogene aus der Provinz. :lol:

Lucasdakar
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Re: Basti über Gelsenkirchen

Beitrag von Lucasdakar »

Ron Shannon hat geschrieben:
16.09.2022, 13:05
Bastian Bielendorfer konnte ich noch nie wirklich ernst nehmen. Viel flacher geht es doch nicht. Das, was das Ruhrgebiet, speziell Gelsenkirchen, u.a. an Integrationsleistungen erbringt und worauf sich halb Deutschland bis zum heutigen Tag ausruht, ist nicht zu toppen. Nach dem 2. Weltkrieg haben wir Deutschland mit einem "warmen Hintern" versorgt und unglaubliche Wiederaufbauarbeit geleistet. Die Stadtfilme aus den 1950-er Jahren sind das beste Beispiel, denn Gelsenkirchen war die Stadt im Ruhrgebiet. Leider hat die Politik Gelsenkirchen im Stich gelassen, was diese Entwicklung erst möglich gemacht hat. Den Stolz lasse ich mir von einem Bastian Bielendorfer jedenfalls nicht nehmen. Ein Hohn, dass man damit seine Existenz sichern kann...
Genau, so ist es.!!

BB vergist in seinem Bashing welche Leistung diese Stadt im Wiederaufbau geleistet hat. Ohne die damalige Kohleförderung wären die Kölner ( auf die BB ja so toll zu sprechen ist und in den Himmel hebt), richtig abgekackt.
Ein alter Kölner ( ein richtig waschechter) sagte mal zu mir in der Zeit wo ich ihn Köln lebte, ohne dem Ruhrpott hätten wir Kitt aus den Fenstern gefressen und wären abgekackt ohne Kohlen.

Und warum tritt Bastian Bielendorfer den Gelsenkirchenern , insbesonderen den Alt-Gelsenkirchenern so derbe ins Gesicht??

Bastian Bielendorfer hat die Bodenhaftung verloren und sein Geld was er mit mit Comedy verdient, lässt Ihn in einer ganz anderen Welt unterwegs sein.

Wenn ich tausende von Euros im Monat verdienen würde, könnte ich auch täglich auf den Tisch tanzen und mir alles rausnehmen. Muss ich das ?, NEIN!

Trotz da sein Vater Rektor auf dem Grillo-Gymnasium war, konnten wohl Bastian Bielendorfer keine Werte, wo auch das Thema Respekt, darunter fällt ,vermitteln werden.

Ich lasse mir auch meine Herkunft auch von Bastian Bielendorfer nicht recht schlecht reden und mich in eine Ecke stellen zu lassen in der ich nicht hineingehöre.

Lucasdakar
@Lucasdakar
mit Ruhrpott im Herzen-Toleranz und Gerechtigkeit sind mein Credo

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Heinz O.
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Re: Basti über Gelsenkirchen

Beitrag von Heinz O. »

Vielleicht sollten wir Basti mal diesen Fred hier als Link senden. Dann könnte er mitlesen (vielleicht tut er das schon ???) und hätte die Möglichkeit sich zu äußern. (Dazu muß er sich aber erst anmelden !) :wink: :roll:

sehe gerade, ein Kontakt geht nur über seine Managament, Presse- und Galaanfragen :o

PS: in seine Bio schreibt er nicht das er aus GE kommt, sondern aus dem tiefsten Ruhrpott.
https://www.bastianbielendorfer.de/infos
#stopthewar
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

Mattes
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Re: Basti über Gelsenkirchen

Beitrag von Mattes »

kritik ist ja alles ok, aber ich habe gelesen, das laut BB in dem podcast selbst der wunderschöne stadtgarten, um den uns viele städte in der BRD beneiden, kein schöner ort ist und die tauben dort rückwärts tot vom baum fallen. so stand es in dem artikel, das hat er anscheinend geäußert.

genau so etwas ist mehr als daneben.
Zuletzt geändert von Mattes am 16.09.2022, 18:43, insgesamt 1-mal geändert.

Mattes
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Re: Basti über Gelsenkirchen

Beitrag von Mattes »

Heinz O. hat geschrieben:
16.09.2022, 17:57
Vielleicht sollten wir Basti mal diesen Fred hier als Link senden. Dann könnte er mitlesen (vielleicht tut er das schon ???) und hätte die Möglichkeit sich zu äußern. (Dazu muß er sich aber erst anmelden !) :wink: :roll:

sehe gerade, ein Kontakt geht nur über seine Managament, Presse- und Galaanfragen :o

PS: in seine Bio schreibt er nicht das er aus GE kommt, sondern aus dem tiefsten Ruhrpott.
https://www.bastianbielendorfer.de/infos
dann aber bitte auch den polizei-sysiphos-link dazu einreichen :wink:

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exbulmker
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Re: Basti über Gelsenkirchen

Beitrag von exbulmker »

Westfale hat geschrieben:
16.09.2022, 13:21
1 Vorab, ich kenne Basti ziemlich gut. Wir haben in dieser Woche in Bonn zusammen an 15 Videoclips für WDR1LIVE gearbeitet (nicht zum ersten Mal). Er ist in Schalke geboren und hat am Grillo sein Abitur gemacht. Sein Vater lebt immer noch in Rotthausen. Wenn Basti hier in der Ecke ist, gehen die beiden hier immer noch aus. Er war erst letzte Woche mit ihm im Altstadtcafè.
……….
11 Ich finde es nicht ehrenrührig, wenn einer seine Meinung klar ausspricht und vertritt. Ob es edem einem oden anderem passt oder nicht. Bei seinem letzten Auftritt, in dem eine Zuschauerin ziemlich rechtsradikale Äußerungen rief, hat er ihr öffentlich das Eintrittsgeld zurückgezahlt.
westfale
Ich habe jetzt das Zitat nur fragmentarisch übernommen, damit das nicht zuviel Platz braucht.
Bis auf die Bemerkungen über Köln, das kenne ich nicht, kann ich alles andere nur unterschreiben.

BB hat das kritisiert, was ich auch feststelle und in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind die Ansichten nicht anders.
Ihm vorzuwerfen, er bemängelt nur und zeigt keine Lösungen auf ist obsolet.
Man muß auch den Finger in die Wunde legen dürfen, ohne Lösungen aufzuzeigen.

Es hilft auch nicht, Gelsenkirchens Verdienste der Vergangenheit (Wirtschaftsleistung, Integrationsarbeit) zu erwähnen; wir sind im hier und jetzt.
Die hervorragende Wirtschaftsleistung ist erbracht worden, als Bergbau und Schwerindustrie nach dem Kriege benötigt wurden.
Die damalige Integrationsarbeit war m.E. im Grunde keine, weil die Zuwanderer Anfang des letzten Jahrhunderts sich im Laufe einiger Jahre selbst! integriert haben.
Bergleute aus Oberschlesien oder anderen Gebieten östlich sind zu Beginn auch als Pollacken o.ä. diffamiert worden.
Sie oder auch zugewanderte Italiener, Portugiesen oder Spanier haben sich in die Gesellschaft eingefügt.

BB hat mit seiner Aussage Recht.
Die Stadt ist in einigen Teile heruntergekommen, da helfen auch "schöne" Stadtteile nicht.
Es gibt ein Nord-Süd-Gefälle zwischen Buer und Gelsenkirchen und es gibt eindeutig Gegenden, die ich nach Einbruch der Dunkelheit nicht aufsuche.

Die Politik hat - wie auch in anderen Ruhrgebietsstädten - zu lange auf die Bergmannsromantik gesetzt und an der Schwerindustrie und ihren Ablegern festgehalten, obwohl man andere Wege hätte einschlagen sollen und können. Mit dem Ergebnis, daß Gelsenkirchen bei Arbeitslosigkeit und anderen sozialen Kennzahlen negativer Spitzenreiter ist.
Ergänzt wird das durch eine in Teilen integrationsunwillige Einwandererschaft und einer Ghettobildung.

Vielleicht mußte einmal jemand von außerhalb aufzeigen, wie er die Stadt sieht und so ein kontroverse Debatte anstoßen.
Unsere Stadtspitze übt sich ja regelmäßig in Beschwichtigungen und im Herunterspielen von Problemen in den bekannten Stadtteilen.
Man muß allerdings auch erkennen, daß die Kommunalpolitik die Problembewältigung nicht allein schaffen kann; hier spielen auch noch andere politische Akteure mit, bzw. spielen nicht mit.
Wir sind immer die Ersten! Während andere noch straucheln liegen wir schon im Dreck.

Lucasdakar
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Re: Basti über Gelsenkirchen

Beitrag von Lucasdakar »

Meine Frage an dieser Stelle.

Ich bin auch mit vielem in GE nicht einverstanden, Kritik und den Finger in die Wunde zu legen ist ok.
Aber muss man sich so diskreditierend über alles in Gelsenkirchen äußern?

Wenn ich soviel Geld verdienen würde wie BB, bräuchte ich mir auch keine Sorgen machen.
Dann könnte ich auch mich in Berlin , Hamburg, München und Köln feiern lassen.
Aus seinem geheiligten und geliebten Köln so Richtung GE zu schießen ist ganz schlechter Stil.

Was ist an Köln so töffte ?? , habe 7 1/2 Jahre dort selber gelebt, da gibt es Ecken, da möchte ich bereits nach 16.00 Uhr nicht durchgehen.
Köln- Chorweiler, Vingst,Kalk , Bickendorf, die Kalter Hautstraße, Mülheimer und Frankfurter Straße, alles hoch geschmeidigte Ecken mit wenig Wohlfühlfaktor .
Die Altstadt Köln, ist für eine Prügelei auch immer eine gute Adresse, besonders hinterm Bahnhof , Breslauer Platz.
Ruck zuck ist die Fresse , dick.

Wenn BB in Viertel wohnt die an Resse, Buerschen Walbdogen, Zeppelinallee oder Berger Anlagen erinnern, dann überieht man das( bewusst?)

Und BB geht gehörig unter die Gürtellinie zu GE und seinen Einwohnern, schön für Köln und für Bonn, da hat er das Publikum die so etwas hören wollen und zum großen Teil das Ruhrgebiet nicht kennen oder nicht mehr kennen wollen.

Und die meisten die richtig Klatschen, sind teilweise nach Köln und Bonn gezogen und stammen nicht selten selber aus dem Ruhrgebiet.
Viele der Neu Kölner oder Neu Bonner, haben Eltern oder Großeltern, wo diese im Ruhrgebiet in der Schwerindustrie gearbeitet und Ihren Sprösslingen ihr Studium oder Ausbildung finanziert haben.
Und dann den Dreckkübel darüber ausgießen. Unglaublich. Bravo BB, ganz mein Humor!

Das Grillo ist mit einer der Schulen in GE wo auch ziemlich gute Werte wie Respekt vermitteln werden , dass Thema ist wohl gänzlich an BB vorbeigegangen. Respekt sieht anders aus.

Und das im Stadtgarten zu GE die Tauben rückwärts von den Bäumen fallen, weil GE so hässlich und schlimm ist, halte ich für ein Gerücht und auch hier für eine Behauptung die das Heische Publikum gern hören möchte.

Glück Auf
Lucasdakar

Westfale hat geschrieben:
16.09.2022, 13:21
1 Vorab, ich kenne Basti ziemlich gut. Wir haben in dieser Woche in Bonn zusammen an 15 Videoclips für WDR1LIVE gearbeitet (nicht zum ersten Mal). Er ist in Schalke geboren und hat am Grillo sein Abitur gemacht. Sein Vater lebt immer noch in Rotthausen. Wenn Basti hier in der Ecke ist, gehen die beiden hier immer noch aus. Er war erst letzte Woche mit ihm im Altstadtcafè.
2 Er ist nicht nach Köln gezogen, weil es ihm in GE stinkt und K viel schöner ist. Es sind rein pragmatische Gründe, die Rheinschiene Bonn-Düsseldorf ist das größte deutsche Medienzentrum. Dort ‚residiert‘ nicht nur der WDR als größter ARD Sender, dort stehen u.a. auch die Studios, die für RTL und SAT1 produzieren. In Bocklemünd stehen die WDR Studios, dort kann man immer noch die Lindenstraße bewundern. Außerdem sind die wichtigsten Agenturen dort. Wenn Wilsberg aus seinem Antiquariat in Münster in seine Küche geht, steht die in Köln. Die Kneipenszenen für die Filme Friesland werden z.B. in Monheim gedreht.
Wer jemals morgens um 9 Uhr einen Termin in Köln hatte, kennt die Verkehrsproblematik.
3 Köln ist beileibe kein Ort nur zum Wohlfühlen. Chorweiler ist mindesten so schlimm wie Berlin Marzahn und Ehrenfeld hält mit den wildesten Ruhrgebietsecken mit.
Basti stänkert auch nicht in Köln über GE, sein nächster öffentlicher Bühnenauftritt in Köln ist erst im Dezember 2023. Sein Geld verdient er deutschlandweit.
4 Seine hier kritisierten Aussagen stammen aus einem Podcast der Brost-Stiftung (nicht Bross) innerhalb der Funke Medien. Der bekannte Journalist Dr. Hajo Schumacher (öfter bei Lanz zu sehen) spricht dort mit seinen Gästen über das Ruhrgebiet. U.a. bereits mit unserer ehemaligen Polizeipräsidentin und dem Ruhrbischof. Ein WAZ-Journalist hat den Text aus dem Podcast mit Basti auszugsweise in seinem Artikel verwendet.
5 Basti hat recht, ich stimme ihm voll zu.
6 Bevor die Verdammnis über mich hereinbricht. Ich bin in GE geboren, habe bisher 1/3 meines Lebens in GE und 2/3 in Buer gelebt. Meine Unter 18 Freizeit habe ich in der Milchbar Capri und beim Schulschwänzen im Bali verbracht. Meine Über 18 Freizeit in der Martini/Scotchbar und bei Ferdi Dittges auf der Husemannstraße. Meine Frau kommt aus Ückendorf und wenn ich früher bei ihren Eltern eingeladen war, habe ich die leckersten Zitronenrollen überhaupt, aus der Bäckerei Villies von der damaligen Prachtstraße Bochumer mitgebracht.
Ich weiß also worüber ich spreche.
7 Ich bin vor einigen Jahren einmal die Stätten meiner Jugend abgelaufen, ich war erschrocken. Ich habe im Bereich des ev. Friedhofes einen Parkplatz bis hin zur Augustastraße gesucht. Ich war entsetzt. Was sollen Jugendliche in diesem Umfeld unternehmen????
Ich bin in diesem Jahrtausend noch nicht in GE in ein Restaurant (gibt es überhaupt welche) gegangen. Vor 30 Jahren war der reservierte Tisch bei Tigges nach dem MIR-Besuch mit Freunden schon Pflicht.
Außer dem Parkautomaten im Bahnhof und im Evangelischen Krankenhaus habe ich noch keinen einzigen Euro (und den gibt es seit zwanzig Jahren) südlich des Kanals ausgegeben
Was soll ich in den Stadtteilen? Ich war zum letzten Mal in Hüllen, als es das Restaurant Hüller Mühle noch gab.
8 Natürlich gibt es auch nördlich des Kanals Problembereiche, dicke sogar. Man kann eine Differenzierung nach PLZ-Bereichen feststellen. Aber ich kann etwas unternehmen und kann und gehe oft aus. Auch nach E, BO und RE.
9 Natürlich gibt es Gründe für die unterschiedlichen Entwicklungen, vor allem im politischen Bereich.
10 Gelsenkirchen ist eine Stadt mit zwei Oberzentren, die sich in den letzten Jahren nicht angenähert haben, sondern eher auseinandergedriftet sind.
11 Ich finde es nicht ehrenrührig, wenn einer seine Meinung klar ausspricht und vertritt. Ob es edem einem oden anderem passt oder nicht. Bei seinem letzten Auftritt, in dem eine Zuschauerin ziemlich rechtsradikale Äußerungen rief, hat er ihr öffentlich das Eintrittsgeld zurückgezahlt.
westfale
Zuletzt geändert von Lucasdakar am 17.09.2022, 09:43, insgesamt 1-mal geändert.
@Lucasdakar
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rapor
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Re: Basti über Gelsenkirchen

Beitrag von rapor »

Gelsenkirchen ist attraktiv, das sieht man an den Zuwandererzahlen, Zehntausende strömen hierhin. Dabei gibt es in Bulgarien und Rumänien so schöne Ecken, das Menschen dort Urlaub machen.
Und es gibt so viele Kinder, unsere Zukunft! Na gut, wir haben nicht genug Lehrer für sie, manche müssen schon fast hierhin geprügelt werden, weil freiwillig kaum welche hierhin wollen.Zu wenig Freizeitmöglichkeiten, da lässt man sich schon was einfallen und wird kreativ. Aber dafür relativ niedrige Mieten und Wohnungen, die an die gute, alte Zeit erinnern.
Ich wohne hier, hab immer hier gewohnt und werde hier sterben, aber eine positive Entwicklung stelle ich seit längerer Zeit nicht mehr fest.
Und Comedians und Kaberettisten leben von Zuspitzung, Übertreibung und Schwarzweißmalerei. Deshalb kann ich sie nicht verteufeln, zumal ich viel in seinen Äußerungen wiedererkenne.
Und das es woanders auch nicht nur schön ist, sollte man auch wissen.
Wenn Schalke heute das Derby gewinnen sollte, ist gelsenkirchen, mal wieder, die schönste, beste und tollste Stadt der Welt!
Wenn nicht, dann das nächste Mal.
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!

Lucasdakar
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Re: Basti über Gelsenkirchen

Beitrag von Lucasdakar »

Richtig,
Kritik, Übertreibung und Zuspitzung ist bei Comedians und Kaberettisten immer ein Thema.
Das ist auch gut so.

Aber das was BB macht ist Bashing vom Feinsten und unter die Gürtellinie.

Seine ( noch) Freunde in GE bekommen genauso eins in die Fresse, wie Familienangehörige und co.

Gerburg Janke, Uwe Lyko, Frank Goosen, alles Comedians und Kaberettisten aus dem Ruhrgebiet, und bleiben trotz Kritik auf dem Teppich.
Alle drei würden niemals den Einwohnern von Bochum, Oberhausen , Essen oder Gelsenkirchen so ins Gesicht treten und Gerburg Janke zieht köstlich über Oberhausen her.
Sie steht jedoch zum Ruhrgebiet und trotz Auftritte in Köln hat Sie die Scheinheiligkeit diese ach so tollen Stadt erkannt.

Tana Schanzara würde BB so richtig durchlassen bei so vielen Beleidigungen.

Und das Schauspielhaus Bochum oder Musiktheater sind das wirklich Provinz-Pommesbuden?
Frechheit sowas.

Glück Auf
Lucasdakar
rapor hat geschrieben:
17.09.2022, 09:07
Gelsenkirchen ist attraktiv, das sieht man an den Zuwandererzahlen, Zehntausende strömen hierhin. Dabei gibt es in Bulgarien und Rumänien so schöne Ecken, das Menschen dort Urlaub machen.
Und es gibt so viele Kinder, unsere Zukunft! Na gut, wir haben nicht genug Lehrer für sie, manche müssen schon fast hierhin geprügelt werden, weil freiwillig kaum welche hierhin wollen.Zu wenig Freizeitmöglichkeiten, da lässt man sich schon was einfallen und wird kreativ. Aber dafür relativ niedrige Mieten und Wohnungen, die an die gute, alte Zeit erinnern.
Ich wohne hier, hab immer hier gewohnt und werde hier sterben, aber eine positive Entwicklung stelle ich seit längerer Zeit nicht mehr fest.
Und Comedians und Kaberettisten leben von Zuspitzung, Übertreibung und Schwarzweißmalerei. Deshalb kann ich sie nicht verteufeln, zumal ich viel in seinen Äußerungen wiedererkenne.
Und das es woanders auch nicht nur schön ist, sollte man auch wissen.
Wenn Schalke heute das Derby gewinnen sollte, ist gelsenkirchen, mal wieder, die schönste, beste und tollste Stadt der Welt!
Wenn nicht, dann das nächste Mal.
@Lucasdakar
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Ron Shannon
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Re: Basti über Gelsenkirchen

Beitrag von Ron Shannon »

Nur zur Unterscheidung:

Volker Pispers ist ein Kabarettist!
Bastian Bielendorfer ist ein Comedian...
Bitte nicht verwechseln liebe Brüder und Brüderinnen (Andreas Rebers = Kabarettist)

Mattes
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Re: Basti über Gelsenkirchen

Beitrag von Mattes »

so ist es...leider ist Pispers nicht mehr, aber Rether und andere können uns zum glück noch trösten :)

Mattes
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Re: Basti über Gelsenkirchen

Beitrag von Mattes »

ist nicht tot (zum glück), aber hat aufgehört als es am schönsten war.

von Georg Schramm schon lange nichts mehr gehört :o

matz
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Re: Basti über Gelsenkirchen

Beitrag von matz »

Der hat auch aufgehört

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