alte Gebrauchsgegenstände

Was so passiert, was mal passiert ist ...

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Wollang
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alte Gebrauchsgegenstände

Beitrag von Wollang »

Mein Großvater mütterlicherseits hatte eine Schreinerei, neben Särgen hat er auch diesen Holzlöffel gemacht. Ich sach ma so gegen Anfang der 40er.

Meine Mutter hat damit wohl hunderte von von Einbrennern gemacht. Das sind die eingebrannten Mehlschwitzen, die die Soße so schön braun machen.
(Für mich sind Soßen erst Soßen, wenn sie dunkelbraun sind und über einen Rinderschmorbraten laufen.)
Dabei ist im Laufe der Jahrzehnte die vordere Rundung in eine Gerade übergegangen.
Bild

Dieser Löffel ist immer noch im Familienbesitz und rührt immer noch Einbrenner, was anderes kann er nicht.

Da mein Bruder (ehemals Buer, jetzt Erle) ein guter Koch ist, hat er ihn aus der Erbmasse erhalten.
Der Löffel hat also GE nicht verlassen und arbeitet zuverlässig seit bald 70 Jahren.

Habt Ihr auch solche alten Gebrauchsgegenstände??
Der Lüneburger Heide

Katzev12
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Beitrag von Katzev12 »

Kann mich gut erinnern, solches Gerät als "Erziehungshilfe" am eigenen Leib gespürt zu haben :zensur:

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Wollang
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Beitrag von Wollang »

Katzev12 hat geschrieben:Kann mich gut erinnern, solches Gerät als "Erziehungshilfe" am eigenen Leib gespürt zu haben :zensur:
Unser Löffel trommelt nur die Pfanne. Was anderes würde er sich nieeeee erlauben.
Der Lüneburger Heide

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Claudia
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Beitrag von Claudia »

Hab auch noch was Altes entdeckt, einen Milchdosenpiekser, der nun ebenfalls schon seit drei Generationen in unserer Familie ist.

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pito
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Beitrag von pito »

Claudia hat geschrieben:... einen Milchdosenpiekser, der nun ebenfalls schon seit drei Generationen in unserer Familie ist.
Datt gibs ja nich! Den haben wir auch, ebenfalls "seit Generationen". Allerdings ist bei unserem das Bild nicht mehr so gut zu erkennen. Haben wohl zu viel Milch gepickt. :lol:

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Claudia
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Beitrag von Claudia »

Die Kuh bei meinem Piekser ist ja auch schon ein bisken blaß :(

Hab noch einen Pürierstab der Marke ESGE, der war auch schon lange vor mir auf der Welt. Er funktioniert noch, aber wenn er zu lange an ist, riecht es ein wenig komisch :erschreckt:Bild

trixexpress
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Beitrag von trixexpress »

Claudia hat geschrieben:... Hab noch einen Pürierstab der Marke ESGE, der war auch schon lange vor mir auf der Welt. Er funktioniert noch, aber wenn er zu lange an ist, riecht es ein wenig komisch...
Mach dir keine Sorgen ... solche Geräte waren und sind auch nur für Kurzzeitbetríeb ausgelegt, zumal bei dem auch die Lüftungsschlitze fehlen :wink:

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Claudia
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Beitrag von Claudia »

WOW!!! :o Lüftungsschlitze!!! Vielleicht wäre meiner ein Fall für "Pimp up my Pürierstab"?!?

Gottseidank brauch ich ihn nur so ein- zweimal im Jahr, wenn die Soße mal ausnahmsweise Klümpchen hat.

pito
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Beitrag von pito »

Solang' ich an der Brüstung sitze
brauch' ich auch keine Lüftungsschlitze.
Doch zu langes Pürieren
kann den Stab schon düppieren,
da helfen auch keine Wüstenwitze:
  • Ein Pürierstab und ein Schlafanzug gehen durch die Wüste. Da finden sie ein altes Auto. Der Pürierstab baut das Armaturenbrett aus und schleppt es mit.
    Fragt der Schlafanzug: "Was willst du mit dem Armaturenbrett?"
    Sagt der Pürierstab: "Wenn mir zu heiß wird kann ich wenigstens die Lüftungsschlitze aufmachen."
:lachtot:
Sorry, ist zu warm heute ...

salife
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Beitrag von salife »

@pito
I wo, ist doch gar nicht soo warm heute, bist bloß albern, aber das macht ja nix - ich liebe alberne Wüstenwitze!

Nen alten Milchpiekser haben wir auch, aber von Glücksklee, der Spruch muss so ergänzt werden: [Stoße hiermit 2 Löcher] in die Dose
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und darf ich vorstellen: unser Kirschkernpuhler, noch von meiner "Schwiegeroma", original von der Firma Strassfurt in Solingen-Ohligs, rostfrei, aber das stimmt denn doch nur bedingt...
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-Locke-
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Beitrag von -Locke- »

Omas Schmiermesser sind immer noch die Besten.
Sie lagen bei Ihr früher in der Schublade, mittig im schweren, hölzernen Küchentisch... Sie deutete immer ein kleines Kreuzchen mit dem Säbelmesser auf dem Brot an, bevor sie es anschnitt und bestrich dann mit diesen Messern den "Knappen mit guter Butter".
Ich nehm diese Messer bis heute noch gerne zum Brote schmieren..... und den Knappen ess ich auch noch gerne :)
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Benzin-Depot
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Beitrag von Benzin-Depot »

-Locke- hat geschrieben:... Sie deutete immer ein kleines Kreuzchen mit dem Säbelmesser auf dem Brot an...
...das weckt Erinnerungen. Meine Mutter hat früher ebenso verfahren. Unser Brot holten wir damals in dem nahem Lebensmittelladen von HUES.
Es muste stets ein großes Landbrot der Bäckerei Beukenberg seien. Ich erinnere mich an den großen - in Papier eingeschlagenen Brot-Laib. Der "Knappe" war bei uns ein "Knäppchen" und während des Weges habe ich vorsichtig schon mal etwas von den beiden knusprigen Enden abgebrochen.... :lol:
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

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-Locke-
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Beitrag von -Locke- »

:D Das mit dem Kreuzchen mach ich heute auch noch manchmal, wenn ich dran denke und nicht gerade schon geschnittenes Brot gekauft habe....Bevor ich die Brotmaschine raushole krümmel ich dann so rum und gerade Scheiben so wie Oma kriege ich fast nie hin....

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Benzin-Depot
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Beitrag von Benzin-Depot »

...ja, ist ´ne alte Tradition. Damit erbat man sich den Segen für das Brot vor dem Verzehr. Ganz früher sprach man noch ein kurzes Dankgebet. Meine Mutter hat heute noch Probleme wenn sie verdorbenes Brot entsorgen soll. Lange Zeit hatte es sich in ihrem Bewustsein festgesetzt, es sei eine "Sünde" , Brot wegzuwerfen.... :roll:

BildVon meiner Oma...und natürlich noch im täglichen Gebrauch...im Gegensatz zur alten Kaffemühle, die ich hier deswegen nicht vorstelle... :lol:
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

salife
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Beitrag von salife »

Der Knapp, das Knäppchen oder der Knust (wie er bis heute noch bei uns zu Hause heißt) scheint bei allen Kindern äußerst beliebt gewesen zu sein. Ich habe es zuweilen auch damit übertrieben und richtiggehende Löcher ins Brot gepult (besonders wenn es frisches Kassler war), was dann bei meiner Mutter nicht soo gut ankam, weil dann ja einige Scheiben verhunzt waren...

Was ich weniger geschätzt habe, war die Tatsache, dass auch meine Mutter altes, ganz hart gewordenes Brot niemals weggeworfen, sondern aufbewahrt hat (das wurde ja damals auch noch nicht schimmelig so wie heute, sofern man keinen anständigen Bäcker hat). Es wurde in einer alten Blechdose gesammelt, bis genug für die von mir gehasste Brotsuppe beisammen war. Das war dann ein preiswertes fleischloses Freitag-Essen, denn die alten Brotkanten – wenn sie alt waren, hießen sie bei uns dann so – wurden mit Zucker und Rosinen in Milch aufgekocht, igitt! Ich war nicht böse, als dann z. B. das Jäger-Brot aus der Backstraße nicht mehr so haltbar war und dieses Rezept aus dem Speiseplan unseres Haushalts gestrichen wurde.

Hier ist die alte Dose, die mir ohne Brotinhalt immer noch gute Dienste leistet, heute eher als Kramkiste:
Bild

@Benzin-Depot
Toller Zwiebeltopf - Neid! :evil:

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