Vandalenstraße

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pito
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Vandalenstraße

Beitrag von pito »

Das Lädchen von Schuhmachermeister Felix Wienert wirkt wie ein Anachronismus in der Hüller Pampa. Rundrum nur 50er-Jahre-Wohnbebauung und Grabesstille.
Bild Bild Vandalenstraße

axel O
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Beitrag von axel O »

Die Vandalen (oder auch Wandalen, Vandili, Vanduli, Vandali) waren ein germanisches Volk, gewöhnlich zu der ostgermanischen Gruppe gerechnet.

...vielleicht denkt man bei diesem Volksstamm oft an den geflügelten Satz "Sie hausten wie die Vandalen" oder auch an Vandalismus.

http://dikigoros.150m.com/verleumdetevandalen.htm


Witzig fand ich in dem Zusammenhang so Annekdötchen, die ich als Angestellter des öfteren erlebte, wenn ich es mit Kunden aus der Straße zu tun hatte. Manche sagten auf meine Frage nach der Adresse bzw. Straße.. "Wir wohnen in der van Dalen Straße "..... :D

pito
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Beitrag von pito »

Am Ende der Vandalenstraße frißt ein Baum gerade ein Schild auf. Er hat wohl was gegen Verbote. :lol:
Bild

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WeNe
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Re: Vandalenstraße

Beitrag von WeNe »

pito hat geschrieben:Das Lädchen von Schuhmachermeister Felix Wienert wirkt wie ein Anachronismus in der Hüller Pampa. Rundrum nur 50er-Jahre-Wohnbebauung und Grabesstille.
Bild Bild Vandalenstraße
Hier beim Schuster Felix Wienert war ich sehr lange Kunde. Hat immer prima
die Schuhe fertig gemacht. So um 50/60er Jahre

Hüller
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Beitrag von Hüller »

War der echt auf der Vandalenstrasse? Die Vandalenstrasse war mein täglicher Schulweg und ich kann mich da an einen Schuster echt nicht mehr erinnern. Ich weiß nur das auf der Skagerrakstrasse einer war. :?:

Ich wühle gerad in alten Beiträgen weil ich in Erinnerungen schwelge. Sorry. :D

Hüller
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Beitrag von Hüller »

Da ist mir heute Nacht doch glatt eingefallen, das ich da was verwechselt habe. Ich habe die Vandalen mit der Chattenstrasse verwechselt und auf der gab es keinen Schuster. Aber auf der Vandalenstrasse natürlich.

Rübennase
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Geschäfte auf der Vandalenstraße

Beitrag von Rübennase »

Meine Oma wohnte im Eckhaus Alemannen/Vandalenstraße. In dem Haus gabe einen Bäcker "Boltner". Schräg gegenüber gab es ein Bestattungsgeschäft "Barrabas". Die Namen dieser Geschäfte kann ich leider nur phonetisch angeben. Ich war einfach noch zu klein. :oops:

Rübennase
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Geschäfte auf der Vandalenstraße

Beitrag von Rübennase »

Meine Oma wohnte im Eckhaus Alemannen/Vandalenstraße. In dem Haus gabe einen Bäcker "Boltner". Schräg gegenüber gab es ein Bestattungsgeschäft "Barrabas". Die Namen dieser Geschäfte kann ich leider nur phonetisch angeben. Ich war einfach noch zu klein. :oops:

Hafenjunge
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nur mal so

Beitrag von Hafenjunge »

Nur mal so. Beim Thema Vandalenstraße müsste es eigentlich Gründungs-Heinz in den Fingern jucken.

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diro
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Re: Geschäfte auf der Vandalenstraße

Beitrag von diro »

Rübennase hat geschrieben:Meine Oma wohnte im Eckhaus Alemannen/Vandalenstraße. In dem Haus gabe einen Bäcker "Boltner". Schräg gegenüber gab es ein Bestattungsgeschäft "Barrabas". Die Namen dieser Geschäfte kann ich leider nur phonetisch angeben. Ich war einfach noch zu klein. :oops:
Es war nicht ein Bäcker Boltner, sondern mehrere! Der Erwin Boltner, der im Oktober 1980 verstorben ist, der war mein Onkel. Bei dessen Vater, Emil Boltner hat Charly Neumann, seine Bäckerlehre gemacht. Meine Gross-Tante Elli, dessen Mann Willi auch längere Zeit beschäftigt bei Boltner war, hat den Charly, während seiner Lehre, des öfteren mit Sackhüpfen bei Laune gehalten!
Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung!

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diro
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Re: Geschäfte auf der Vandalenstraße

Beitrag von diro »

Rübennase hat geschrieben:Meine Oma wohnte im Eckhaus Alemannen/Vandalenstraße. In dem Haus gabe einen Bäcker "Boltner". Schräg gegenüber gab es ein Bestattungsgeschäft "Barrabas". Die Namen dieser Geschäfte kann ich leider nur phonetisch angeben. Ich war einfach noch zu klein. :oops:
Hier hast Du noch mal was Aktuelles von meinen Cousins "Boltner"...........im Vodergrund Sologitarre Matthias, hinten rechts verdeckt, am keyboard, Martin!

http://www.youtube.com/watch?v=V994aExG0ac
Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung!

Münsterländer
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Beitrag von Münsterländer »

Bei Recherchen über den 6. November 1944 bin ich auf die Gelsenkirchener Geschichten gestoßen. Da ich als ehemaliger Hüller immer noch sehr mit Hüllen verbunden bin, habe ich besonders die Geschichten über die Vandalenstraße und Hüller Straße (Alemannenstraße) mit großem Interesse gelesen. Aus meiner damaligen Zeit könnte ich wohl einiges interessantes dazu beitragen. Heute möchte ich einige zur Richtigstellung über die Bäckerei Boltner und über Charly Neumann sagen. Diro sagt, dass Charly Neumann in der Bäckerei Boltner eine Bäckerlehre gemacht hat. Das stimmt so nicht. Karl-Heinz Neumann, der damals noch Kalli gerufen wurde, hat eine Bäcker- und Konditorlehre in eine Bäckerei in der Nähe der Herzogstraße absolviert. Nach seiner Lehre war er eine zeitlang als Bäckergeselle bei Boltner beschäftigt. Das muss so 1949/1950 gewesen sein. Kalli Neimann war damals schon schalkeverrückt. Später hat Kalli Neumann dann seinen Lehrbetrieb in Heßler als selbstständiger Bäcker- und Konditor übernommen. Somit hat auch Willi Krug, der weit vor der Zeit als Kalli Neumann dort beschäftigt war in der Bäckerei Boltner ausgeholfen hat, den Kalli Neumann auch nicht mit Sackhüpfen bei Laune gehalten. Die Bäckerei Boltner gibt es schon lange nicht mehr. Wo früher die Ladenlokale war sind heute Wohnungen und wo die Bäckerei gestanden hat, sind heute Pkw-Einstellplätze.

Gandalf
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Beitrag von Gandalf »

Münsterländer hat geschrieben:Bei Recherchen über den 6. November 1944 bin ich auf die Gelsenkirchener Geschichten gestoßen. Da ich als ehemaliger Hüller immer noch sehr mit Hüllen verbunden bin, habe ich besonders die Geschichten über die Vandalenstraße und Hüller Straße (Alemannenstraße) mit großem Interesse gelesen. Aus meiner damaligen Zeit könnte ich wohl einiges interessantes dazu beitragen. Heute möchte ich einige zur Richtigstellung über die Bäckerei Boltner und über Charly Neumann sagen. Diro sagt, dass Charly Neumann in der Bäckerei Boltner eine Bäckerlehre gemacht hat. Das stimmt so nicht. Karl-Heinz Neumann, der damals noch Kalli gerufen wurde, hat eine Bäcker- und Konditorlehre in eine Bäckerei in der Nähe der Herzogstraße absolviert. Nach seiner Lehre war er eine zeitlang als Bäckergeselle bei Boltner beschäftigt. Das muss so 1949/1950 gewesen sein. Kalli Neimann war damals schon schalkeverrückt. Später hat Kalli Neumann dann seinen Lehrbetrieb in Heßler als selbstständiger Bäcker- und Konditor übernommen. Somit hat auch Willi Krug, der weit vor der Zeit als Kalli Neumann dort beschäftigt war in der Bäckerei Boltner ausgeholfen hat, den Kalli Neumann auch nicht mit Sackhüpfen bei Laune gehalten. Die Bäckerei Boltner gibt es schon lange nicht mehr. Wo früher die Ladenlokale war sind heute Wohnungen und wo die Bäckerei gestanden hat, sind heute Pkw-Einstellplätze.
Diro meinte nicht Willi Krug sondern Willi Napora, der auch Anfang der 40er Jahre in der Bäckerei Boltner gearbeitet hat - später dann in den 50er Jahren nicht mehr. Jedoch haben Willi Napora und seine Frau Elli in den 50er Jahren an Ausflügen, die Emil Boltner mit Familie, Belegschaft und Freunden gemacht hat, teilgenommen. Dabei gab es dann Picknicks, Wettläufe und auch Sackhüpfen. Elli Napora hat gerne erzählt, dass sie bei den Wettläufen gegen Charly Neumann gewonnen hat :?

Münsterländer
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Bunker in der Vandalenstraße

Beitrag von Münsterländer »

Heute vor 68 Jahren, am 6. November 1944, wurden bei einem Großangriff auf Gelsenkirchen die südlichen Stadtteile Altstadt, Bulmke und Hüllen fast völlig zerstört. In Hüllen suchte die Bevölkerung Schutz im Bunker an der Vandalenstraße. Dieser Bunker steht dort heute noch. In 2 Angriffswellen am Nachmittag und am Abend wurden in der Vandalenstraße bis auf 4 Häuser alle Häuser von Bomben, Luftminen oder Brandbomben getroffen. Nur das Haus gegenüber dem Bunker, in dem es eine Trinkhalle gab, das Schwesternhaus, das Haus 50/52 und das Haus 82/84 sind von Bomben verschont geblieben. Auch der Bunker wäre fast von einer der Luftminen getroffen worden. Diese Luftmine hat von der Vandalenstraße aus gesehen den rechten hinteren Regenabflußtrichter und ist unten an der hinteren Ecke des Bunkers eingeschlagen. Durch den Einschlag entstand ein riesiger Bombentrichter. Durch die Kraft des Sprengstoffes wurde der gesamte Bunker hochgehoben und brach dabei in der Mitte auseinander. An der Bruchstelle entstand ein ca. 30 cm breiter Riss der nach oben hin etwas schmaler ist. Seitfrm steht die rechte Hälfte den Bunkers auch etwas schief. Der Riss, wenn auch heute etwas zugewachsen und auch die Schiefstellung sind heute noch deutlich zu erkennen. Der Riss ist im Februar 1945 wieder zugeschmiert worden.
Ob der Bunker das ausgehalten hätte, wenn die Bombe den Bunker voll getroffen hätte, wage ich zu bezweifeln. In diesem Falle wären bei diesem Angriff wohl mit Sicherheit mehr als die damals umgekommenen 518 Menschen ums Leben gekommen.
Ich selber war damals knapp 10 Jahre alt und befand auf dieser Seite das Bunkers und kann mich noch sehr gut an diese Situation erinnern.

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Tekalo
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Beitrag von Tekalo »

Es gibt Augenzeugenberichte die besagen, dass sich teilweise ein 150 cm breiter Spalt geöffnet hat in dem man den Nachthimmel sah. Dieser soll sich wieder geschlossen haben. Kannst Du das bestätigen?

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