1. Brief, Paul Baumann: Kritisches Bewusstsein auf Abwegen

Hier wird monatlich oder öfter ein Gastkommentar zum Thema "meine Stadt" veröffentlicht. Was immer euch bewegt, stört, erfreut beim und am Zusammen-Leben in dieser Stadt kann hier kommentiert werden

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pito
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Beitrag von pito »

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Der Hexer
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Das bekommst du zurück

Beitrag von Der Hexer »

Dass kriechsse wieder .. ich denke da an ein Interwiew-Marathon mit Stadtspiegel, Blick u.ä. mit Foto-Strecke und Homestory. 8)
Kann mich gerade nicht einloggen, deshalb unter "hexer"
Heinz

pito
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Beitrag von pito »

Jo, dann lass ich mir den Bart wachsen wie Kurnaz und wohnen tu ich als Waldschrat auf Rheinelbe. :lol:

Bei aller Ironie: datt Bild is ernst gemeint!
Heute wiedererwecken wir hier die Erinnerung an die FIU etc. Aber wenn wir uns ein bißchen anstrengen, kann auch dieses Forum ein Leuchtfeuer der Stadtgeschichte werden. Auslöser für Ereignisse und Neubesinnungen in der Stadt, an die sich zukünftige Generationen zurückerinnern und von den Früchten zehren. Wir machen hier Pionierarbeit. Aber Auswirkungen hat es ja schon jetzt!

Übrigens dachte ich zuerst so an Reiterstandbild ... :wink:

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Fuchs
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Beitrag von Fuchs »

:D

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Dietmar
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Kritisches Bewusstsein.

Beitrag von Dietmar »

Ich möchte keine Welle lostreten, auch nicht mißverstanden werden. Wenn es mir die Zeit erlaubt, arbeite ich gerne durch bescheidene Beiträge an diesem Projekt mit.

Die Geschichte darf nicht zum dunklen Tunnel werden, in den wir uns wagen, ohne zu wissen, welche Folgen unser Tun nach sich zieht. Alles stürzt in sich zusammen, alles wächst aber auch wieder zusammen.

Wie das Insekt zum Licht strebt, die Raupe zum Schmetterling wird, so sollte gegen die Entwurzelung des Denkens angeschrieben werden, gegen Verleugnung und Identitätsverluste, gegen falsche Trugbilder und Erosionen.

Phantasie und Kreativität ist verlangt, Vernunft und das Bewusstsein sind unwiderruflich. Fortschritte sind nur zu haben, wenn der "Krieg" jeder gegen jeden aufhört.

In diesem Sinne: Gegen allmähliche Normalität, gegen naiven Selbstbetrug. Für die Lebensfähigkeit der Gelsenkirchener-Geschichten

Dietmar Kesten

Heinz
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Schales Bier, Wundertüten und polnische Städtenamen

Beitrag von Heinz »

Ich versuche hier die Quintessenz aus einigen e-Mails an mich wiederzugeben.

Ein eifriger Leser dieser Seiten bat mich, seine Beiträge hier zu veröffentlichen, mich aber als "Filter" vorzuschalten und ihn nicht zu nennen.

Hier also sehr verkürzt:

War es aus heutiger Sicht damals richtig, die ehemaligen deutschen Städte in Polen nur noch mit der polnischen Bezeichnung zu nennen, andere Städte weltweit aber mit deutschen Namen?
Jürgenb und sein Beitrag http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... .php?t=550

War es aus heutiger Sicht damals richtig, dass viele Millionen Menschen Abrüstung und Abschaffung der Bundeswehr verlangten?
Und warum schweigen diese heute zu den Kriegseinsätzen der Bundeswehr? Welche Entwicklungen und Prozesse haben stattgefunden, die dieses Schweigen erklären könnten?
Aktion gegen Krieg: http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... .php?f=108

Ist die Wiedergabe von Lokalkolorit (das Bier war schal, die Räume kalt, der Kellner unfreundlich o.ä.) und der "Wundertütencharakter" dieses Forums hilfreich für eine Geschichtsbetrachtung oder führt das in unverbindliches aneinander reihen von Anekdoten und Schnurren?

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Detlef Aghte
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Beitrag von Detlef Aghte »

Heiliger Strohsack,wennich das alles hier lese wird mir noch bewußter,wie sowieso, was ich für ein geistig minderbemitteltes männchen bin.ihr bewegt euch auf einem niveau,zudem ich,so ich denn aufblicke, wie Hans guck in die Luft rumlaufe.
Man sollte hier eine abteilung für aus der 8.Klasse 13 jahre und viiiiel gefehlt,einführen.
Nichts desto trotz habe ich einen diebischen spass,an dem ,was ich verstehe.
Aber das ist sicher ein Problem,bei einem Internet forum, viele hätten sicherlich lust und spass dran, aber es fehlt die geistige voraussetzung
Abgesehen davon,frag mal in scholven jemanden nach dem HSH,einen scheißdreck interessiert es sie,und die Küblbeckgeneration weiß nicht worum es geht.
Wobei die nichts dazu können. Ich weiß noch, als man die "Alten Rohre" ans kleine Haus anbrachte, kein mensch hätte mir das mit 13 als Kunst verkaufen können
Ich höre aud komm wieder von höcksen auf stöcksen. bin nicht mal in der lage einmal geradeaus zu schreiben.

Ihr habt meine längst ertrunken gedachten Komplexe wiederbelebt.


Gruß Detlef
Wer durch des Argwohns Brille schaut,
sieht Raupen selbst im Sauerkraut
W. Busch

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JürgenB
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Re: Schales Bier, Wundertüten und polnische Städtenamen

Beitrag von JürgenB »

Heinz hat geschrieben:Ich versuche hier die Quintessenz aus einigen e-Mails an mich wiederzugeben.

Ein eifriger Leser dieser Seiten bat mich, seine Beiträge hier zu veröffentlichen, mich aber als "Filter" vorzuschalten und ihn nicht zu nennen.

Hier also sehr verkürzt:

War es aus heutiger Sicht damals richtig, die ehemaligen deutschen Städte in Polen nur noch mit der polnischen Bezeichnung zu nennen, andere Städte weltweit aber mit deutschen Namen?
Jürgenb und sein Beitrag http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... .php?t=550

War es aus heutiger Sicht damals richtig, dass viele Millionen Menschen Abrüstung und Abschaffung der Bundeswehr verlangten?
Und warum schweigen diese heute zu den Kriegseinsätzen der Bundeswehr? Welche Entwicklungen und Prozesse haben stattgefunden, die dieses Schweigen erklären könnten?
Aktion gegen Krieg: http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... .php?f=108

Ist die Wiedergabe von Lokalkolorit (das Bier war schal, die Räume kalt, der Kellner unfreundlich o.ä.) und der "Wundertütencharakter" dieses Forums hilfreich für eine Geschichtsbetrachtung oder führt das in unverbindliches aneinander reihen von Anekdoten und Schnurren?
Dem eifrigen Leser antworte ich dann lieber mal persönlich, da er mich auch selbst angeschrieben hat.

Aber nix destotrotz noch eine Meinung von mir zum Thema. Was wir hier machen, das ist - so nennt sich das in der Geschichtswissenschaft - "Oral History", mündliche (in diesem Fall schriftliche ) Geschichtsüberlieferung von Beteiligten. Hier geht es nicht um dröge Textexegese alter Archivfolianten mit tausenden von Fußnoten, sondern um die jeweils einzelne Erinnerung der beteiligten Personen. Dies ist inzwischen ein anerkannter Zweig der Geschichtsschreibung. Die professionellen Historiker nehmen dies als Quellenmaterial um die Geschichte neu zu beleuchten.

Beispiel: bis dato dürfte es wohl kaum bekannte Quellen gegeben haben über die Umstände der "Entführung" des "Allenstein"-Schildes, was wiederum eine gewisse kleine Rolle spielt in der Vorgeschichte der späteren Städtepartnerschaft mit der polnischen Stadt Allenstein/Olsztyn.

Anekdoten sind Teil von Geschichtsschreibung - solange sie belegbar sind und nicht zur Mythenbildung beitragen. Sie lockern Geschichte auf.

Gut. Ich habe Anekdotisches über die Wirtin Inge von Kenkenberg geschrieben. Hätte der Autor lieber, wenn ich per Fußnote alle probentermin-bedingten Abwesenheiten des Wirtes und Amateurtheater-Schauspielers Rolf Dennemann hier aufzeichnen würde oder die historische Reihenfolge der Flipper sowie deren exakte Aufmaße und Standorte?

Ich finde nicht, dass dies eine unverbindliche Aneinanderreihung von Anekdoten und Schnurren sein sollte, sondern eine Anregung, aus der Lektüre heraus seine eigenen Erinnerungen möglichst verbindlich zu schreiben.

Wenn dies nicht gewünscht ist, dann sollte man auch drauf verzichten, die "Lokalität Kenkenberg" und ähnliches hier als Stichwort vorzugeben.
Geboren im Jahre der Meisterschaft - nicht wie ihr alle denkt, sondern 3 Jahre früher!

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Verwaltung
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Wundertüten und Füchse

Beitrag von Verwaltung »

Eintrag der Verwaltung im Auftrage des Fuchses:

Also, ich mag ja Wundertüten!

Wundertüten sind bunt, spannend und vor allem: Voller kleiner Wunder.
Es gibt billige und teure Wundertüten.
Ja, es gibt sogar Wundertüten mit Geschmack.

Inhaltlich, weiß man nie so genau, wo man landet... nur grob. Wundertüten für Jungen, Wundertüten für Mädchen.

Und jetzt neu: Die Senioren-Wundertüte!!!

Wundertüten werden aufgerissen. Sie werden auf den Kopf gestellt damit alles komplett heraus fällt.

Du nimmst nicht ein Teil nach dem anderen heraus, um es zu bestaunen - der gesamte Inhalt ist das Wunder!

Unsere Wundertüte kann noch mehr: Sie füllt sich ständig wie von selbst.
Kein Wundertütenkonzernchef bestimmt, ob sie mit billigem Plastikspielzeug oder mit handgearbeiteten Kostbarkeiten befüllt werden!

Diese Wundertüte bietet zudem noch den Vorteil eines Sammelalbums a la Panini.
Nur, daß unsere Wundertüten die Köpfe und Herzen füllt und nicht die Brieftaschen der Sammler leert.

Jawoll.

Kurz gesagt kommt es doch auf den Inhalt an. Wundertüte ist nur die Verpackung ( nach wie vor eine 1a-Marketingidee, diese Wundertüten, muss doch gleich mal googcken, wie lange es die eigentlich schon gibt...).
Was du mit/aus dem Inhalt deiner Wundertüte machst, bleibt dir überlassen.

Hast du Bedarf an politischer Diskussion - füll die Wundertüte entsprechend und du wirst erstaunt sein, was sich da tut ( negativ- Beispiel wäre da das lokale WAZ-Forum )

Wer erwartet, daß die Wundertütenfabrik ein fein ausgewogenes Verhältnis zwischen banal und brutal auslotet, verlangt eine indirekte Zensur. Sowas findet doch nicht statt...

Alles andere sind doch nur Haarspaltereien... Kriegen ihren politisierten Hintern doch gar nicht mehr, oder nur behäbig hoch. Kulturbolschewisten, oder wie nannte man das früher?!? Ernsthaft: Wo ist das Problem ? Wundertüten sind mir lieber, als diese Wundertypen...

Wo sind sie denn alle, die es nicht interessiert, ob Inges Bier schal war ?
He,ihr Leute: Kopf UND Bauch. Meinung UND Gefühl. Wer seid ihr, Leute, was meint ihr... was berechtigt euch, solche Fragen zu stellen? Solche Erkenntnisse abzulassen? Runter von dem hohen Ross und zurück zur Basis. Bei soviel Kopflastigkeit - vermisst ihr nicht manchmal das schlagende Herz?

Ja, Herz habt ihr. Biologisch geregelte Tatsache... das von "unten" Thema beschäftigt sich dann damit, ob es noch schlägt. O.K.?!
Und diese political corectness die ihr dabei so an den Tag legt, gehört TÄGLICH aktualisiert!
Ich weiss, daß ist schwierig.
Macht Mühe und erfordert einen kreativen Umgang mit dem bisher gelernten - oder gelebten.

Aber: Jeder so, wie er kann. Traut euch... :mod:
...ihr seid eingeladen, abzuladen!

omanepatmeum. :ohm:
LG,

der Fuchs

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Dietmar
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Kritisches Bewusstsein auf Abwegen.

Beitrag von Dietmar »

Die Aufarbeitung der „Geschichte von unten“, wäre eine in der Zwischenzeit allgemein anerkannte historische Herangehensweise, freilich ohne eine gewisse metaphysische Verengung, die sich in der Begrifflichkeit der „Oral History“ niederschlägt. Eine so verstandene „Aufarbeitung“ hätte im Wesentlichen die Aufgabe, die „Geheimgeschichten“ in der Form der (noch) nicht bewältigten Vergangenheit, zu entschlüsseln bzw. zu überwinden.

Alle Fragestellungen der „Gelsenkirchener Geschichten“ würden zunächst einen vorläufigen Umriss mögliche machen können, die sie an eine gesellschaftliche Wirklichkeit heranführen. Das ist in gewisser Weise Pionierarbeit. „Dröge Textexegese“, die möglicherweise hier nicht favorisiert ist, hat den Vorteil, dass sie im historisch-theoretisch vermittelten Sinne eine echte Alternative zu abstrakten Konzepten, wie sie in der (Geschichts-)Forschung teilweise angewandt wird, darstellen kann.

Auf diese Weise ist kann das „Aufschreiben“ der Gelsenkirchener Geschichten aus der sinnlichen, zunächst rein überlieferten „Erfahrung“ herausgeholt, und in die mittelbare Erkenntnis mit Gegenwartsbezug eingebracht werden. Ein sehr schönes Beispiel dafür sind die wiedergegebenen Erinnerungen von Elli Kamm (in der Übersetzung von Frau Marie-Cecile Duclercq und Herrn Harald Gerunde).

Dietmar Kesten

ein Leser
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Mal was gutes

Beitrag von ein Leser »

Ich will euch ja nicht den Wind aus den Segeln nehmen, aber ein wirklich gutes Internetprojekt mit örtlichem Bezug findet ihr hier:

http://www.die-anstifter.de

Vielleicht richtet ihr euch danach aus?
Kann ich nur anraten.
Mit freundlichen Grüßen

ein Leser

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Fuchs
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Beitrag von Fuchs »

Lieber "ein Leser" :

Du bist ja ein Fuchs...

ein Leser
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Beitrag von ein Leser »

ein Ratefuchs! 8)

Heinz
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Re: Mal was gutes

Beitrag von Heinz »

ein Leser hat geschrieben:Ich will euch ja nicht den Wind aus den Segeln nehmen, aber ein wirklich gutes Internetprojekt mit örtlichem Bezug findet ihr hier:

http://www.die-anstifter.de

Vielleicht richtet ihr euch danach aus?
Kann ich nur anraten.
Mit freundlichen Grüßen

ein Leser
Gute Anregungen! :wink:

Wir haben allerdings ein anderes Konzept: online Mitmachen ist ein Grundpfeiler der Gelsenkirchener Geschichten.
Die Anstifter bieten diese Option nicht an.
Vielleicht könnten die in dieser Hinsicht sich von uns inspirieren lassen? 8)

Gruß an den fleißigen Leser :wink:

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JürgenB
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Beitrag von JürgenB »

pito hat geschrieben:Bild
Pito, da gehört er nicht hin. der gehört in das beige Eckhaus etwas rechts daneben in die dritte Etage (oder war es die zweite?)
Geboren im Jahre der Meisterschaft - nicht wie ihr alle denkt, sondern 3 Jahre früher!

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