Essener Straße (in Horst)

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sirboni
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Beitrag von sirboni »

karaschko schrieb:
Das was man da sieht ist die Kapelle des St. Josefs Hospitals.
Ich bin da getauft worden.
Und daran kannst Du dich noch erinnern :?: Echt starke Leistung :o
Wer Bier trinkt hilft der Landwirtschaft

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Brummischubser
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Im Einkaufsparadies Horst

Beitrag von Brummischubser »

Ich habe schon seit einiger Zeit alles abgeschafft, was einen Motor hat und mir stattdessen ein Bärenticket der Bogestra abonniert. Nur den Rasenmäher als einziges Motorfahrzeug, den habe ich noch behalten. Was ich zum Leben brauche, kann ich alles bei uns im Stadtteil Horst kaufen. Weite Wege muss ich dabei nicht zurücklegen und ich habe teilweise sogar noch die Wahl zwischen diversen Konkurrenten.

Nachdem ich letztens das Papier aus meinem Keller entsorgt hatte, kam anschließend auch gleich der nächste Einsatz für mich. Meine Frau brauchte Kartoffeln. Ich sollte nach REWE fahren. Nun habe ich die Wahl zwischen dem REWE an der Buerer Straße und REWE Schulmeyer an der Stadtgrenze zu Essen-Karnap. Ich entschloß mich, nach REWE Schulmeyer zu fahren. Dieser Laden ist inhabergeführt und das merkt man auch, was den Service angeht. Da kaufe ich lieber ein als in der Buerer Straße. Oftmals fahre ich auch mit der U 11 von der Haltestelle Buerer Straße bis zur Fischerstraße und wieder zurück, nur um dort einzukaufen. Falls jemand von Rewe Schulmeyer das hier liest, darf er oder sie sich getrost mal selbst auf die Schulter klopfen. Das positive Image haben sich alle dort schwer erarbeitet.
Der Sack Kartoffeln, festkochend, 10 Kilo, kostete da heute 4,98 Euro. Wenn schon, dann wollte ich gleich 2 Säcke kaufen. Das bedeutete, der Anhänger an meinem Fahrrad kam wieder zum Einsatz. Äpfel von der Sorte Breaburn waren ebenfalls im Angebot. Sie kosteten in der 900 g-Schale nur 99 Cent. Ein Super Preis. Davon wollte ich auch noch 6 Schalen kaufen. Im Moment halten sich Äpfel eigentlich noch ganz gut. Später über den Winter bis zum Sommer kriegt man dann nur noch gelagerte Äpfel. Ich habe mal bei einem Obstbauern in Wesel-Bislich in so ein Lager schauen dürfen. Kalt und dunkel ist der Lagerraum. Betreten darf man ihn nicht einfach so, weil Stickstoff dazu gegeben wird und das Atmen da schwer fällt. Damit der Apfel nicht rostet, hat der Obstbauer gesagt.

Brot und Brötchen sollte ich auch gleich mitbringen. Bei REWE Schulmeyer hat der Bäcker Malzer eine Filiale. Die haben das beste Brot und die besten Brötchen in Gelsenkirchen, wenn nicht sogar im gesamten deutschsprachigen Raum.

Also auf geht´s. Wer mit möchte, der möge mir bitte folgen und dabei vielleicht mal die Essener Straße kennenlernen.


Kaum unterwegs, geht es auch schon wieder los mit dem dicht vorbeifahren, hier an der Friedweide, kurz vor der Einmündung zur Johannastraße.

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Nachdem ich meine Siedlung verlassen habe, komme ich an der Essener Straße an. Links in dem Haus (auf dem Bild hinter der Litfaßsäule) an der Essener Straße/Ecke Turfstraße haben ich und meine Familie mal gewohnt. 1973 war das gewesen und wir haben uns dort sehr wohl gefühlt. Wir wären auch niemals da ausgezogen, wenn uns nicht die Behinderung unseres Sohnes dazu gezwungen hätte. Es gibt in dem Haus keinen Aufzug. Vermieter war damals die Allianz-Versicherung gewesen. Die Miete selbst war sehr moderat. Wenn ich mir das Haus allerdings heute ansehe, muss ich mich schütteln. Es ist total heruntergekommen. Seit Wochen klafft schon ein großes Loch im Flurfenster und die meisten Wohnungen stehen leer.

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Die eigentliche Einkaufsstraße, da wo der Bär steppt, beginnt hier bei Strickling und endet hinter der Hippolytuskirche (Hippolytus ... was für ein schweres Wort. *Stöhn). Mittwochs, wenn Markt ist, kommt man hier kaum noch durch. So viele Leute sind dann unterwegs. Als Segen empfinde ich, dass vor einigen Jahren der Bürgersteig auf der rechten Seite verbreitert wurde. Vorher war alles sehr eng gewesen und man bekam dann schon mal einen Kinderwagen oder einen Rollator in die Hacken. Jetzt kann man auf dieser Seite sogar stehen bleiben und gefahrlos mit Nachbarn, Freunden oder Bekannten klönen, die man hier trifft. Wenn man so wie ich und meine Familie über 40 Jahre in dem Stadtteil wohnt, dann trifft man die Genannten tatsächlich und muss viel, viel Zeit investieren.

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An der Kreuzung Industriestraße beginnt der ehemalige fußläufige Teil der Essener Straße. Mittlerweile ist die Straße wieder in einer Richtung für den Verkehr freigegeben, weil man sich davon eine Belebung verspricht. Mit 10 km/h darf man hier durchfahren. Als Ex-Autofahrer frage ich mich noch heute, mit welchem Gang man eigentlich fahren muss, damit man nicht versehentlich schneller fährt. Selbst wenn man das schafft, diese 10 km/h zu fahren, so besteht dennoch die Gefahr, einen Krampf im Gasfuß zu bekommen. Aber egal! Ich gehöre ja nicht mehr zur motorisierten Fraktion, deshalb muss ich mir auch keine Gedanken machen. Die meisten fahren sowieso schneller. Und ich mit meinem Fahrrad sowieso, außer heute. Wenn ich den Anhänger hinten dran habe und der leer ist, fahre ich langsam. Bei schneller Fahrt würde er sonst springen und eventuell umkippen.

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Brummischubser
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Beitrag von Brummischubser »

Ein paar Meter weiter ist links die Zoohandlung, die es schon seit Ewigkeiten gibt. Die Eisdiele hat sich ziemlich breit gemacht auf diesem Teil der Essener Straße. Ich finde das auch in Ordnung, weil die Straße damit ihren Zweck erfüllt, für die Anwohner da zu sein und nicht für die Durchreisenden. Nicht auf dem Bild zu sehen ist die Pommesbude auf der rechten Seite. Früher war da Willems drin. Die hatten eine Currysoße, die war Weltklasse.Da ist auch Curry-Heinz aus Beckhausen nicht mitgekommen. Aber leider sind die Besitzer von Willems so wie ich auch in die Jahre gekommen und genießen jetzt den Ruhestand.

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Ich bin keineswegs der Dorf-Sheriff und ich achte auch die Leute von der Müllabfuhr. Sie machen einen schweren Job und das bei Wind und Wetter. Aber ich frage mich trotzdem, ob das eine Rechtfertigung dafür ist, die StVO zu ignorieren. Auch die Müllabfuhr darf sich nicht über bestehende Gesetze hinwegsetzen und eine Einbahnstraße in verkehrter Richtung befahren. Ich hätte noch Verständnis dafür, wenn dadurch die Arbeit irgendwie erleichtert werden würde. Aber die Tonnen wiegen immer das gleiche, egal aus welcher Richtung der Lkw kommt.

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Auffällig am ex-fußläufigen Teil der Essener Straße sind die Grünflächen an den Seiten. Wer hier fast täglich vorbei geht, der reibt sich erstmal die Augen. Die Flächen sind endlich vom meterhohen Unkraut befreit worden. Hätte ich ein Geschäft dort, würde ich schon von mir aus dafür Sorge tragen, dass es vor dem Laden ordentlich aussieht. Ich hätte regelmäßig das Unkraut entfernt. Das machten aber nur ein oder zwei Ladner vor ihrer Tür. Ich nehme an, die Werbegemeinschaft hat endlich erkannt, dass auch solche Dinge immens wichtig sind, will man eine Einkaufsstraße wieder beleben. Zumindest ich als Kunde, der regional einkauft, sehe das so.

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Die ehemalige Dorfschänke ist schon ziemlich lange zu. Ein bißchen bin ich wohl auch Schuld daran, denn es hat mich in der Vergangenheit nie in Kneipen gezogen. Bei Nolte damals auf der Turfstraße, nach dem Gottesdienst, bin ich dagegen schon öfter mal mit meinem Schwager eingekehrt. Das lag aber mehr an meinem Schwager als an mir. Das Ehepaaar Nolte sieht man übrigens öfter in Horst, wenn sie auf der Essener flanieren. Nette Leute sind das. Schöne Grüße an sie, wenn sie das hier lesen sollten.

Ein wirklicher Gewinn ist die neue Eisdiele "Tetova", gleich neben der ehemaligen Dorfschänke. Es ist zwar die dritte Eisdiele auf dieser Straße, aber das macht überhaupt nichts. Das Eis ist lecker und vor allem gibt es da Sorten, die auf eine große Experimentierfreudigkeit schließen lassen. Das ist nicht unbedingt ein Fehler und ich denke schon, dass sich "Tetova" über kurz oder lang hier etablieren wird. Auf der hinteren Seite, von der Marferdingstraße, können auch Rollstuhlfahrer in die Eisdiele fahren. Ein großer Umweg ist das nicht. Selbst eine behindertengerechte Toilette ist vorhanden.

Schade dass der Sommer vorbei ist. Ich habe mit meiner Familie gerne und oft da draußen gesessen. Na, ja! Drinnen ist es ja auch nett. Nur nutzt man das zu dieser Jahreszeit nicht so oft wie im Sommer.

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Gegenüber von "Tetova" ist Kodi, ein Laden mit allerlei Non-Food-Dingen für den täglichen Bedarf. Kodi hat ein eindeutiges Bekenntnis zu Horst und zur Essener Straße abgegeben. Sie haben renoviert und auch die Stufe am Eingang beseitigt. Negativ ist nur zu bewerten, dass das Sortiment gestrafft wurde. Aber die Horster werden es überleben.

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Brummischubser
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Beitrag von Brummischubser »

Hinter Kodi, an der Kreuzung Vogelsangstraße, endet der verkehrsberuhigte Bereich. Links ist das Cafe Klatsch noch gerade mit einer Ecke zu sehen. Gegenüber ist ein An- und Verkaufsladen. Früher war da der Möbelladen Mattenklotz drin gewesen. Die Apotheke ist glaube ich auch schon seit Ewigkeiten an dieser Stelle.

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Auf der rechten Seite ist das PUK (da wo die Rollos runter sind), ein Kinder- und Jugendzentrum der Falken.

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Man sieht jetzt schon das Ende des ausgebauten Teils der Essener Straße. Auf der linken Seite war, soweit ich denken kann, immer eine Wettbude gewesen. Jetzt ist es eingerüstet und wird renoviert. Ich gehe jede Wette ein, dass auch nach der Renovierung wieder eine Wettbude da einzieht. *Ironiemodus ein! Weil, sowas brauchen wir unbedingt und dringend. Genauso wie Spielhallen. *Ironiemodus aus!

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Dafür ist vor der Wettbude ein Haus mit einer bemerkenswerten Figur an der Fassade. Seit über 40 Jahren kenne ich die Essener Straße und ich habe nie nach oben geguckt. Hätte ich das, wäre mir der Handwerker (wird wohl ein Schmied sein) da oben nicht verborgen geblieben. Keine Ahnung, warum ich diesmal den Blick aufwärts gerichtet hatte. Als Radfahrer sollte man das ja besser nicht tun. Egal, aus welchen Gründen, der Blick nach oben hat sich jedenfalls gelohnt.

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Brummischubser
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Beitrag von Brummischubser »

Wie schon geschrieben, endet hier der ausgebaute Teil der Essener Straße. Für mich selber sage ich stets, ab hier beginnt der alte Teil der Essener Straße. Links ist auch die Endstelle der Straßenbahnlinie 301.

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Wie man unschwer erkennen kann, ist der Straßenzustand im "alten Teil" der Straße nicht besonders gut. Aber wo ist er das schon?

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Auf der linken Seite, an der Ecke Fürstenbergstraße, war mal VW-Sieland beheimatet. Mittlerweile sind die ja am Kärntener Ring, mit erheblich mehr Platz als hier. Die Horster Polizei ist dann da eingezogen. Die war vorher im Gebäude an der Industriestraße, wo jetzt die MLPD drin ist. Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber ich meine, auf der rechten Seite war früher mal ein Kinderheim und dann ein Möbellager.

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Weiter oben kommt auf der rechten Seite die Puszta-Schenke. Früher waren wir dort sehr oft zum Essen gewesen. Keine Ahnung, warum das nachgelassen hat. Es fehlt einfach der Antrieb, mal wieder auszugehen. Liegt wohl am Alter!

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Brummischubser
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Beitrag von Brummischubser »

Und dann ist die Essener Straße auch schon zu Ende. In der Kurve nach links wird die Essener Straße hinter der Kreuzung zur Fischerstraße.

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Mit meinem Fahrrad darf ich rechts abbiegen, was ich auch tue. Ganz hinten sieht man schon REWE Schulmeyer, jedenfalls den Getränkemarkt.

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Und schon bin ich mit meinem Gespann angekommen und kann meinen Auftrag erledigen. Meine Frau kann stolz auf mich sein. Kann ja auch nichts schief gehen, weil ich von meiner Tochter ein Rentner-Starter-Kit geschenkt bekommen habe, wozu auch ein Chip für die Einkaufswagen dazu gehörte.

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Ich konnte alle meine Einkäufe machen und bin dann zurückgefahren. Auf der Rückfahrt sieht man dann ein Kuriosum, welches wohl in Gelsenkirchen einmalig ist. Da gibt es einen Fan des FC Kaiserslautern. Er hat das Logo des Fußballvereins auf seinem Haus verewigt (oben rechts). Das ist auch in Ordnung und niemand nimmt Anstoß daran. Hauptsache, es ist nicht gelb-schwarz.

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Viele Grüße

Rainer

Modellbahnhof
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Beitrag von Modellbahnhof »

Hallo zusammen,

Nur zur Info - habe mal zusammengestellt, wer alles Falschrum durch die Einbahnstraße darf:

- die Bundeswehr, die Bundespolizei, die Feuerwehr, der Katastrophenschutz, die Polizei und der Zolldienst - soweit das zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben dringend geboten ist.

- ausländische Beamte, die auf Grund völkerrechtlicher Vereinbarungen zur Nacheile oder Observation im Inland berechtigt sind.

- Truppen der nichtdeutschen Vertragsstaaten des Nordatlantikpaktes im Falle dringender militärischer Erfordernisse

- Fahrzeuge des Rettungsdienstes, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden.

- Fahrzeuge, die dem Bau, der Unterhaltung oder Reinigung der Straßen und Anlagen im Straßenraum oder der Müllabfuhr dienen und durch weiß-rot-weiße Warneinrichtungen gekennzeichnet sind.

- Messfahrzeuge der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post.

MFG
Oliver

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Pedder vonne Emscher
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Müllfahrzeuge in Einbahnstraßen

Beitrag von Pedder vonne Emscher »

Brummischubser hat geschrieben:Ich bin keineswegs der Dorf-Sheriff und ich achte auch die Leute von der Müllabfuhr. Sie machen einen schweren Job und das bei Wind und Wetter. Aber ich frage mich trotzdem, ob das eine Rechtfertigung dafür ist, die StVO zu ignorieren. Auch die Müllabfuhr darf sich nicht über bestehende Gesetze hinwegsetzen und eine Einbahnstraße in verkehrter Richtung befahren.
Die Müllabfuhr ignoriert keineswegs die StVO. Laut StVO §35 Sonderrechte Absatz 6 darf sie das.

Fahrzeuge, die dem Bau, der Unterhaltung oder Reinigung der Straßen und Anlagen im Straßenraum oder der Müllabfuhr dienen und durch weiß-rot-weiße Warneinrichtungen gekennzeichnet sind, dürfen auf allen Straßen und Straßenteilen und auf jeder Straßenseite in jeder Richtung zu allen Zeiten fahren und halten, soweit ihr Einsatz dies erfordert ...

Wer hier die Müllabfuhr kritisiert, sollte sich mal in der Praxis damit beschäftigen. Als Beispiel führe ich hier mal die Tangastraße (heißt wirklich so) im Haverkamp an. Dort muß der Müllwagen rückwärts reinfahren, weil es keine Wendemöglichkeit gibt. Mehrmals im Monat muß der Fahrer durch Hupen Falschparker aus den Häusern locken, damit sie ihre Fahrzeuge umsetzen. Ist zwar OT, aber es ist die Realität.

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Benzin-Depot
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Beitrag von Benzin-Depot »

Pedder vonne Emscher hat geschrieben: Wer hier die Müllabfuhr kritisiert, sollte sich mal in der Praxis damit beschäftigen. [...]
Ich habe es nicht so empfunden, dass hier die Müllabfuhr nur kritisiert werden sollte. Brummischubser hat ausdrücklich seine Hochachtung für deren Arbeit ausgedrückt und sich lediglich darüber gewundert, dass sie die Straße anscheinend nicht gesetzeskonform, entgegen der ausgeschilderten Fahrtrichtung benutzt haben. Immerhin wissen wir nun, dank der Recherche von Modellbahnhof und Pedder v.E., dass die das mit hochofizieller Genehmigung dürfen. Das war mir vorher auch nicht so geläufig.

Viel wichtiger als die ganze Müllabfuhrgeschichte, ist mir aber der tolle "Reisebericht" über die Essener Straße. Ich muss sagen, so werden die Einkaufstouren mit Brummischubser für mich jedesmal zum Erlebnis. Dankeschön, für den wieder einmal sehr unterhaltsamen Bericht und dafür, dass Du uns mitgenommen hast. :up:

Ich war schon länger nicht mehr dort und möchte das nun bei der nächsten Gelegenheit unbedingt mal nachholen. :wink:
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

Modellbahnhof
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Beitrag von Modellbahnhof »

Hallo Brummischubser,
Brummischubser hat geschrieben:Nicht auf dem Bild zu sehen ist die Pommesbude auf der rechten Seite. Früher war da Willems drin. Die hatten eine Currysoße, die war Weltklasse.Da ist auch Curry-Heinz aus Beckhausen nicht mitgekommen.
Noch besser als jetzt ?

Ich war erst vor kurzem da, weil eine der Töchter meinte, daß es da gut wäre.
Muss sagen war nicht schlecht. Die Soße war fruchtig und auf Wunsch nicht scharf.
Ich mag keine scharfen Soßen - ich möchte was schmecken und mir nicht die Schnute verbrennen. Hätte aber mehr Curry drin sein können.

Eine wie ich finde gute Soße hat der Dili-Grill am Stern.
Von dieser ominösen Bude in Beckhausen war ich enttäuscht - Tomatensoße fast ohne Currygeschmack.

Im übrigen habe ich die Einbahnstraßenausnahmebedingungen nur gebracht, weil ich von den vielen Ausnahmen an sich überrascht war. Vor allem stellte ich mir die Truppenbewegungen durch diese Einkaufsstraße vor.

Wozu ich aber noch was zu sagen habe, ist der letzte stabile Triebwagen der von Buer Nord abfährt. Das aber dann im entsprechenden Fred in den nächsten Wochen, da ich nicht schnelll tippen kann.

Bis nächstes Jahr
Oliver

Katzev12
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Beitrag von Katzev12 »

@ Brummischubser

Vielen Dank für die tollen Fotos! Für mich, der die Essener Straße zuletzt Ende der 70er
Jahre gesehen hat, fast wie eine Reise zu einem anderen Stern. Die Eltern meiner ehemaligen (Schul)Freundin besaßen seinerzeit in der Essener Straße ein Pelzmoden-Geschäft (würde ich heute aus Gewissensgründen nicht mehr betreten). Also, den Standort dieses Ladens kann ich beim besten Willen nicht mehr herausfiltern. Die Straße hat sich total verändert!

LG

Andreas

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Prömmel
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Beitrag von Prömmel »

@ Katzev12
Da es sich bei Deiner (Schul)Freundin wohl um "Dolly" J. handeln muss (sie ist/war eine recht gute Leichtathletin und lebt seit vielen Jahren in Frankreich, kommt aber noch regelmäßig nach Horst), dann befand sich das Geschäft ihrer Eltern - der Vater ist Kürschnermeister, beide Eltern leben noch, noch immer in Horst - schräg gegenüber vom heutigen KODI-Laden (da war früher Aldi drin).

Auf diesem Foto von Brummischubser
Bild(übertragen von hier: http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... 168#448168)

ist das Haus, in dem sich früher das Geschäft befand, auf der rechten Straßenseite zu sehen. Nur ein kleines Stück hinter (vom Fotografen aus gesehen) dem parkenden Auto, da wo jetzt auch noch der Eingang mit der Stufe zu sehen ist, befand sich der Eingang zum Geschäft. Der ganze Bereich ist aber schon vor etlichen Jahren komplett umgebaut worden.

@ Rainer / Brummischubser
Auch von mir vielen Dank für Deinen Fotobericht. :up:
My home is my Kassler.
(Wahlspruch der Fleischerinnung)

Katzev12
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Beitrag von Katzev12 »

Moin Prömmel,

gut erkannt, es handelt sich in der Tat um "Dolly" J. Sie war schon damals eine begnadete Leichtathletin und so etwas wie die Stütze vom STV Horst-Emscher (war sowieso eine Art Familienbetrieb, Mutter D. senior Trainerin wenn ich mich nicht irre und Vater O. Vorsitzender)
und ich bekennender und praktizierender Antisportler. Gerne erinnere ich mich auch an wilde Feten im Partykeller im Privathaus Bottroper Straße und kulinarische "Erlebnisse" (Ich hab dort meinen ersten Tintenfisch gegessen und alle haben sich gekugelt vor Lachen weil ich nicht wußte, was ich da auf dem Teller hatte). Freut mich, daß die beiden Senioren noch leben. Sie müßten mittlerweile schon in den mittleren 80ern sein. Es soll "Dolly" irgendwann der Liebe wegen nach Südfrankreich verschlagen haben.

Nach diesem Exkurs zurück zur Essener Straße. Ich hab mir das Bild nochmal lange und ausführlich angesehen. Du hast wohl recht. Der Eingang kommt mir irgendwie vertraut vor. Nur mit den umgestalteten Gebäuden ringsum ist er mir nicht aufgefallen. Außerdem hatte ich das Ladenlokal mehr mittig in der Essener Straße in Erinnerung, die in diesem Fall wohl getäuscht hat. Hausnummer des Geschäftes war übrigens 44.

Ich danke Dir für Deine gedanklichen Anregungen

Andreas

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Prömmel
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Beitrag von Prömmel »

Katzev12 hat geschrieben:.... Sie war schon damals eine begnadete Leichtathletin und so etwas wie die Stütze vom STV Horst-Emscher (war sowieso eine Art Familienbetrieb, Mutter D. senior Trainerin wenn ich mich nicht irre und Vater O. Vorsitzender)....
Ich will es nur mal kurz richtigstellen: STV Horst-Emscher ohne das "S".
Es handelt sich nämlich um den Turnverein T.V. Horst-Emscher 1892 e.V., bei dem aber auch Leichtathletik getrieben wird.
Vater O. hat erst vor ein paar Jahren das Amt des Vorsitzenden in jüngere Hände gelegt. Mutter D. (senior) ist aber immer noch als Trainerin aktiv.
:OT aus: :wink:
My home is my Kassler.
(Wahlspruch der Fleischerinnung)

Katzev12
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Beitrag von Katzev12 »

Prömmel hat geschrieben: Ich will es nur mal kurz richtigstellen: STV Horst-Emscher ohne das "S".
Es handelt sich nämlich um den Turnverein T.V. Horst-Emscher 1892 e.V., bei dem aber auch Leichtathletik getrieben wird.
Vater O. hat erst vor ein paar Jahren das Amt des Vorsitzenden in jüngere Hände gelegt. Mutter D. (senior) ist aber immer noch als Trainerin aktiv.
:OT aus: :wink:
Danke für den Hinweis. Da bin ich doch glatt fast 40 Jahre mit dem falschen Kürzel im Erinnerungskasten herumgelatscht :oops:

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