Mahnwache für einen verstorbenen Radfahrer

In diesem Bereich eröffnete Themen können als Termin im Termin-Kalender eingetragen werden. Dazu gibt es unter dem Schreibfenster eine Sonder-Leiste zur Termin-Auswahl.

Moderatoren: Redaktion-GG, Verwaltung

Benutzeravatar
exbulmker
Beiträge: 759
Registriert: 01.02.2007, 23:11
Wohnort: Erle

Re: Mahnwache für einen verstorbenen Radfahrer

Beitrag von exbulmker »

Lucasdakar hat geschrieben:
23.11.2022, 19:58
kdl hat geschrieben:
23.11.2022, 10:20
exbulmker hat geschrieben:
22.11.2022, 22:58
Aber das reicht schon, um festzustellen, daß Radfahrer Verkehrsregeln, auch solchen die Leben retten können, sehr skeptisch gegenüberstehen.
Verkehrtherum in der Einbahnstraße? Kein Thema.
Den Radweg auf der falschen Seite benutzen? Alle anderen sind Geisterfahrer.
Auf Fahrradtrassen nebeneinander fahren und Entgegenkommende ausweichen lassen? Die haben ja schließlich einen Lenker.
Sich von hinten an Fußgänger "heranpirschen" um sie dann mit 25 km/h zu überholen und "aufzuwecken"? Gern geschehen.
Danke, ich dachte schon das ich mit dem Eindruck alleine bin. Es fehlt noch:
Mit einem irren Tempo und ohne "Bemerkbarmachung" rechts überholen. Weg da.
Nein- Du liegst in Deiner Annahme richtig. Viele Bebochtungen ( selber bin ich auch Radfahrer) erstaunen mich immer wieder, wie Verkehrsregeln ausgelegt werden.
So lange nicht´s passiert, kümmert es wenig. Jedoch, wenn etwas passiert, dann geht die Diskusion los.
Nein, dann wird ein Ghost-Bike aufgestellt.

Vielleicht muß man die Diskussion hier zweigleisig führen.
Einerseits ist es das Verhalten der Radfahrer, das einem die Haare zu Berge stehen läßt. Das ist oft gedankenlos, selbstmörderisch und teilweise von einer gewissen Überheblichkeit gekennzeichnet - wir sind die Guten, verschmutzen nicht die Umwelt und haben Räder die kosten soviel wie ein Kleinwagen.
Da gibt es dann nur einen Denkfehler: die haben noch nicht einmal die Knautschzone wie ein Kleinwagen.

Andererseits gibt es die nicht vorhandenen, schlechten Radwege oder eine gefährliche Verkehrsführung, Ampelschaltungen eingeschlossen.
Wenn ich von Erle in Richtung Buer fahre, nehme ich Wege die mir sicher erscheinen.
Also am Golfplatz vorbei über die Middelicher Straße, durch den Hauptfriedhof (ja, da ist eigentlich Radfahren verboten, aber die die da liegen stört es nicht), durch die Grünanlage an der Cranger Straße und dann notgedrungen auf die Kreuzung Cranger/Vinckestraße zu.
Hier kommt dann der, meiner Ansicht nach, erste Wahnsinn, den man an anderen Kreuzungen auch findet.
Es gibt eine Links- und Rechtsabbiegerspur, sowie die Spur geradeaus Richtung Rathaus; jede hat einen zugeordneten Fahrradstreifen. Damit wäre dann die amtliche Gleichberechtigung von Auto und Rad hergestellt.
Der Radfahrer ist aber gezwungen beim links Abbiegen oder geradeaus Fahren die Spur zu wechseln und dann neben dem Fahrzeug in seine Richtung zu fahren.
Dies ist besonders für Linksabbieger spannend, da manche Autofahrer weit ausholen.
Ich halte das für hochgefährlich.

Es mag ja für manche Radfahrer eine Zumutung sein, die Fußgängerampel zu nutzen, aber sicherer ist es hier allemal.
Ich nehme die Fußgängerampel, auch wenn es denn ein paar Sekunden länger dauert.
Die Friedhöfe sind voll mit Menschen, die zu Lebzeiten als unersetzlich galten.

Antworten