Wandel auf der Zeche Bergmannsglück

Die industrielle Vergangenheit Gelsenkirchens zwischen Kohle und Stahl. Alles was stank. ;-)

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Heinz H.
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Abriss und Rückbau Bergwerk Bergmannsglück

Beitrag von Heinz H. »

25. Juni 2012

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Heinz H.
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Abriss und Rückbau Bergwerk Bergmannsglück

Beitrag von Heinz H. »

27. Juni 2012

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30. Juni 2012

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Heinz H.
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Abriss und Rückbau Bergwerk Bergmannsglück

Beitrag von Heinz H. »

Wie geht es jetzt weiter auf Bergmannsglück?
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Die Abrissbagger hatten für die Extraschicht eine Pause eingelegt.
Was passiert nun mit den alten Zechengebäuden?
Droht eventuell ein Totalabriss?

Überleitung nach
http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... 115#361115
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Animken
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Beitrag von Animken »

Bleibt zu hoffen, dass die Ernüchterung im Zusammenhag mit dem erhofften Erhalt des Gebäude-Ensembles auf Bergmannsglück am Ende nicht zu groß sein wird. 8)

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Heinz H.
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GoogleMaps Vogelperspektive

Beitrag von Heinz H. »

Bergmannsglückgelände
Neue Luftaufnahmen bei GoogleMaps

Abbruch Zeche Bergmannsglück 2012
http://maps.google.de/maps?hl=de&ll=51. ... 3&t=h&z=20

Der Link zeigt zunächst die alte Darstellung. Die Gebäude sind noch vorhanden!
Klickt man auf die Vergrößerung, gelangt man zur Vogelperspektive mit den aktuellen Fotos.
Die Gebäude existieren nicht mehr.
Man muss dann aber wieder auf die Verkleinerung klicken damit das Bild wieder die richtige Schärfe erhält. :P

Grenzbereich
Die Neueinstellungen von Google funktionieren allerdings nur bis zu dieser Höhe.
Weiter nördlich ist die Funktion noch nicht aktiviert.
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Heinz H.
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Einsturzgefahr!

Beitrag von Heinz H. »

Alles hat seine Zeit... :shock:

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  • BildTorhäuser der Zeche Bergmannsglück
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fünfcent
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Beitrag von fünfcent »

Hallo Heinz H,
ich glaube niemand kann und wird den Abriss von Bergmannsglück verhindern.
Auch hier gilt wohl.........Reibach um jeden Preis.

Ich habe eine Vision,
statt Kulturgut gibt es in ein paar Jahren dort auch eine "Nahverorgung"
für die Bergmannsglück und Nebenstrassen.

Das Grundstück muß ja Riesengroß sein, also werden sich dort ...

Aldi, Lidl, Penny, Ikea, Saturn, Rewe, Roller und Co ansiedeln.
Alle auf einem Haufen und........
Alles zum Wohle der Verbraucher.

Auch wenn die Bevölkerung immer ärmer wird, gekauft wird immer,
denn es gibt ja immer wieder neue Erdenbürger und Konsumiert wird auf Deiwel
komm raus, koste es was es wolle.
Ob das noch Wohlstand ist, brauchen wir das wirklich alles?
Irgendwie bin ich wohl vom weltlichen ab.

Oder....in der Bergmannsglücksiedlung gibt es irgendwann......
Schöne neue Häuser, eine Siedlung vom feinsten mit umzäunten Gärten,
Pools und Alarmanlagen. Für die feinen Wohlstandsbürger unserer Stadt.

Vielleicht wohnen dann dort die Verantwortlichen die normale Mietwohnungen vergammeln lassen, aber die Mietpreise erhöhen

oder besser noch..... Wohnungen stehen leer, weil kaum noch bewohnbar und teilweise schon einem Getto gleichen.
Wie z.b. in Scholven, ist ja unübersehbar, vor allem in der Feldhauserstr.


Naja........ist alles nur ne Vision von mir.
*Oder einfach nur Ironie*

Hassel hat sein Gesicht schon lange verloren und nach und nach kommen die anderen Gliedmaßen auch noch dran :-(

Gruß Fünfcent
Zahme Vögel träumen von Freiheit… Wilde Vögel fliegen!

Animken
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Re: Pressegespräch

Beitrag von Animken »

Zur Erinnerung:

Pressegespräch vom 09.092011:
Heinz H. hat geschrieben:Randnotizen

BildAufmerksame Zuhörer im Zuschauerraum waren u.a. Vertreter der Initiative „Rettet Bergmannsglück“

Im Anschluss an die Pressekonferenz hatte die Initiative Gelegenheit sich zu den Plänen zu äußern. Eine Anwohnerin und Sprecherin der Initiative stellte klar, dass es grundsätzlich keine Einwände gegen eine Ansiedlung der Betriebe und schon gar nicht gegen Arbeitsplätze gäbe. Man habe allerdings die Befürchtung, dass dabei der alte Gebäudebestand zunichte gemacht würde. In erster Linie seien dies ganz besonders die Torhäuser der Zeche Bergmannsglück, die erhalten werden müssten. Die über 100 Jahre alten Torhäuser seien mittlerweile zum Wahrzeichen von Bergmannsglück geworden.

Ein Anwohner gab zu Bedenken, dass der Stadtteil Hassel mit der Zeche Bergmannsglück gewachsen sei. Alle Siedlungsgebäude unterlägen heute der Gestaltungssatzung. Die Stadt habe Auflagen erteilt, wie mit den Gebäuden umzugehen sei und warum sollte das bei den Zechengebäuden anders sein?

„Wir sind für eine Ansiedlung, aber wir möchten, dass gewisse Gebäude erhalten bleiben.“ Dass so etwas möglich ist, dafür gäbe es an anderen Stellen Nachweise. „Es muss doch möglich sein alt und neu so zusammenzulegen, dass man darin arbeiten kann. Wenn man sieht, wieviel Geld für einen Herkules dort oben auf Nordstern ausgegeben worden ist, dann sollte es doch auch möglich sein die Torhäuser zu erhalten.“

Dr. Heidemann begrüßte die Ankündigung, dass es ein qualifiziertes Bebauungsplanverfahren geben soll, unter Einschaltung von Fachleuten bei der Entscheidungsfindung über die Verwendbarkeit und Nutzung erhaltenswerter Gebäudesubstanz. Er sieht darin eine Chance, dass dort mehr übrig bleibt als nur die banalen Gebäude. Es wäre schade, wenn jetzt schon Gebäude abgerissen würden, bevor die Ergebnisse dieses Planungsverfahrens vorliegen. Er appellierte an das Unternehmen, an seinem neuen Standort zu zeigen, dass man mit komplizierten Baulichkeiten umgehen kann und dort nicht eine pflegeleichte Architektur entstehe. Viele von den früheren Bauteilen sollten Verwendung finden und dies sollte bei den Planungen in der nächsten Zeit berücksichtigt werden.

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Professor Noll erwiderte daraufhin, dass es für den Standort heute extrem wichtig sei, dass es eine Zukunft gibt, es gibt Arbeits- und Ausbildungsplätze und man es sich nicht leicht mache. Es würde um jedes Gebäude gekämpft.

Stadtdirektor von der Mühlen zur weiteren Vorgehensweise:
„Das was jetzt ohne Bebauungsplan genehmigt wird, ist planungsrechtlich und bauordnungsrechtlich zulässig!“ Mit anderen Worten, das was jetzt genehmigt wird, wird nicht dazu führen, dass die berechtigten Interessen der Bürger ausgeschlossen werden.

Es wurde außerdem regelmäßiger Dialog angekündigt. Bereits am 14. September 2011 um 18:30 Uhr gibt es eine Bürgerinformation im Gemeindesaal der Markuskirche an der Biele.
:grübel:

Mehr aktuelle Fakten erbeten!

Werner B.
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Beitrag von Werner B. »

Hallo,
dies ist mein erster Beitrag bei den Gelsnkirchener Geschichten.
In vielen Beiträggen lese ich, daß die beiden Torhäuschen der Zeche Bergmannsglück erhalten werden sollten, aber was ist den mit der Markenkontrolle am rechten Torhäuschen und mit der Leichenhalle, die sich nach meiner Erinnerung links hinter dem linken Torhäuschen befand.
Da damals noch des öfteren tödliche Arbeitsunfälle vorkamen hatte die Zeche eine Leichenhalle, in der die verunglückten Bergleute aufgebahrt wurden.
Ich kann mich noch relativ gut daran erinnern, da mein Vater leider auch dort mit einem Arbeiskollegen zusammen aufgebahrt war.
Eine derartige Einrichtung ist heute gar nicht mehr denkbar, war aber damals wohl auch auf anderen Zechen üblich.
Wenn diese Leichenhalle noch steht, sollte Sie doch nach Möglichkeit auch erhalten bleiben zum Andenken an die Kumpel, die bei der Ausübung ihres schweren Berufs ums Leben kamen.

Werner B.

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Heinz H.
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Leichenhalle auf Bergmannsglück

Beitrag von Heinz H. »

Werner B. hat geschrieben:Wenn diese Leichenhalle noch steht, sollte Sie doch nach Möglichkeit auch erhalten bleiben zum Andenken an die Kumpel, die bei der Ausübung ihres schweren Berufs ums Leben kamen.
@Werner B.
Die Leichehalle ist noch vorhanden.
Sie befindet sich im hinteren Teil des linken Torhauses.
Leider wird jetzt alles abgerissen. :o
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Dr. Peter Paziorek

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Heinz H.
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Bergmannsglück vor dem Abriss

Beitrag von Heinz H. »

WAZ/ Der Westen vom 19.02.2013:
Bergmannsglück vor dem Abriss

Gelsenkirchen-Hassel. Die Tage der Bergbau-Kulisse Bergmannsglück sind gezählt: Voraussichtlich ab Mai werden die Bagger anrollen, um den größten Teil der Gebäude der ehemaligen Schachtanlage in Hassel abzureißen. Einzelheiten zum Abriss und Hinweise auf die zukünftige Entwicklung des Areals sollen am Mittwoch, 13. März, auf einer Bürgerversammlung vorgestellt werden.
http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... 37157.html

Mit dieser Schlagzeile kündigte heute die WAZ das Aus für die noch vorhandenen Gebäude der Zeche Bergmannsglück an.

Alles muss weg verkündet die Geschäftsführung der Vivawest Dienstleistungen GmbH. Auch die Torhäuser und die Prüfhalle, die der Bergmannsglücker Vereinsgemeinschaft zur Verfügung gestellt werden sollte, müssen verschwinden um Platz für Neues zu schaffen. Allein die Fördermaschinenhalle mit der Dampfmaschine aus dem Jahre 1911 soll stehen bleiben.


Große Enttäuschung bei den Bergmannsglücker Vereinen?
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Im September 2011 verkündete Stadtdirektor Michael von der Mühlen noch bei einer Pressekonferenz im Rathaus Buer die Entscheidung der RAG Montan Immobilien GmbH, dass das Fördermaschinenhaus mit der Zwillingsdampfmaschine und die angrenzende Prüfhalle auch ohne Denkmalschutz als Ensemble erhalten bleiben und die Prüfhalle den Vereinen zur Verfügung gestellt werden soll. Alles Schnee von gestern, die euphorisch gemachten Versprechen sind nur noch Schall und Rauch.

Die Bemühungen der Bergmannsglücker Vereinsgemeinschaft dort eine Begegnungsstätte für die Bürger des Ortsteils Hassel und Bergmannsglück zu errichten, sind endgültig gescheitert. Wie wird die Führungsspitze der GBV mit dieser Nachricht umgehen und was werden die fast 5000 Mitglieder dazu sagen? Ich könnte mir vorstellen, dass man ziemlich sauer ist auf die Bosse und vor allem auf die Politik. Schließlich hat die GBV in den vergangenen Jahren gezeigt was man gemeinsam alles erreichen kann wenn man zusammenhält.
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Rußnase
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Beitrag von Rußnase »

Nabbend,

war doch nicht anders zu erwarten. Da wird mal eben eingezäunt - Schilder drann "Einsturzgefahr" - die Statik in Frage gestellt ........und Schwupps: Abriss.

Das dieses Stück Heimatgeschichte den finanziellen Interessen im Wege steht (und auch entgegen aller Bekundungen auch vorher schon stand) dürfte nun ja auch jedem klar sein.

Garantiert wird auch die in der WAZ angekündigte Gestaltung nach einiger Zeit auch wieder über den Haufen geworfen werden........

Es lebe die Statik - die Politik .....und das Geld!

Eure
Rußnase
Weisse watte bis? Lügen tuste - dat bisse!

Da die Fantasie eine feine Sache ist, sei an dieser Stelle folgendes erwähnt : Rußnase ist ein Kerl und keine Schickse! ;-)

Animken
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Beitrag von Animken »

Kann mir die Wut, Trauer und Enttäuschung der betroffenen Vereine bzw. Aktiven vor Ort sehr gut vorstellen. Sie haben vielleicht bis heute gehofft, dass ihre "Heimat" weiterhin das ehemalige Zechengelände sein würde.

Gibt es Lösungsansätze wie und wo die betroffenen Vereine jetzt unterkommen können?

Haben sich die unterschiedlichen Vertreter der Politik vor Ort zu diesen neuen Entwicklungen vor Ihren "potentiellen Wählern" hierzu schon geäußert?
:roll: :o :(

friedhelm
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Drohender Abriss

Beitrag von friedhelm »

Es ist ein Skandal. Schon wieder soll ein schönes Stück Revierkultur dem Erdboden gleichgemacht werden. Vermutlich entsteht dort, wie allerorts auf ehemaligen Zechenstandorten üblich, ein weiteres "Logistikzentrum".
Ich bin als Außenstehender eigentlich immer davon ausgegangen, die betroffenen Gebäude stehen längst unter Denkmalschutz. Schade, wenn diese schönen Gebäude verschwinden sollten, das treibt einem "Revierspurensucher" doch glatt die Tränen in die Augen. Wieder soll hier ein Stück Stadt(teil)geschichte dem schnöden Mammon geopfert werden. Wie werden wir so eine Kulturschande später einmal unseren Kinder und Enkeln erklären.

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fünfcent
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Beitrag von fünfcent »

Und man kann nix tun :-(
Ich schließe mich den vorherigen Beiträgen oben an.

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