Wandel auf der Zeche Bergmannsglück

Die industrielle Vergangenheit Gelsenkirchens zwischen Kohle und Stahl. Alles was stank. ;-)

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Heinz H.
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Re: Drohender Abriss

Beitrag von Heinz H. »

friedhelm hat geschrieben:Es ist ein Skandal. Schon wieder soll ein schönes Stück Revierkultur dem Erdboden gleichgemacht werden...
War das Verfahren, dass zu diesem Ergebnis geführt hat wirklich ergebnisoffen oder stand von vornherein schon fest dass abgerissen werden soll? Man kann darüber denken wie man will, es bleibt ein fader Nachgeschmack. Wer hinter verschlossenen Türen verhandelt ohne die Bürger einzubeziehen, provoziert Gerüchte und erweckt Misstrauen.

Wenn der Geschäftsführer der Vivawest Dienstleistungs GmbH in diesem Zusammenhang von großer Transparenz berichtet, die in zahlreichen Gesprächen mit den Anwohnern entstanden sei, frage ich mich doch allen Ernstes was das soll? Es wurde im Vorfeld zwar immer von Transparenz gesprochen, ich kann mich des Eindrucks aber nicht erwehren, dass die Transparenz auf der Strecke geblieben ist. Transparenz von „oben“ sieht in meinen Augen anders aus.

Es gibt aus der Vergangenheit unzählige Beispiele für die Unfähigkeit der Politik in dieser Stadt. Das letzte, wirklich allerletzte, ist dieses hässliche Bollwerk vor der Urbanuskirche in Buer. Aber das ist ein anderes Thema. :(
"Gelsenkirchen kann wirklich froh sein, dass es Buer hat."
Dr. Peter Paziorek

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Heinz H.
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Drohender Abriss auf Bergmannsglück

Beitrag von Heinz H. »

Das Thema Abriss auf Bergmannsglück ist bei mir noch lange nicht durch. Der Presseartikel ist sehr aufschlussreich und beinhaltet großes Diskussionspotential. Je intensiver man sich mit dem Artikel beschäftigt, umso mehr Fragen tauchen auf. :?

Da wird von Vivawest in der WAZ berichtet, dass die Torhäuser derart heruntergekommen seien, dass sie nicht zu retten sind. Für die Nutzbarmachung sei ein unverhältnismäßig hoher Aufwand erforderlich.
http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... 37157.html

Da Frage ich mich natürlich, warum hat die RAG als Eigentümer nicht beizeiten dafür Sorge getragen, den Gebäudebestand in Ordnung zu halten. So war der Verfall doch vorprogrammiert. Hier hätte man mit den Subventionen doch einen kleinen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit bewirken können.
BildEines der Torhäuser der Zeche Bergmannsglück im Herbst 2012

Trotzdem sind der Geschichtskreis Hassel/Bergmannsglück und die Bürger nach wie vor der Meinung, dass die Torhäuser erhalten werden müssen. Längst sind sie mit ihrem außergewöhnlichen Charme zum Wahrzeichen der Zeche und der Siedlung Bergmannsglück geworden. Sie sind ein Denkmal der Industriekultur und erinnern an die Bergbaugeschichte des Ortsteils Hassel. Die Bergbauvergangenheit muss hier für die nachfolgenden Generationen sichtbar bleiben und darf nicht ausgelöscht werden.

Wenn die Zechenbaumeister damals schon gewusst hätten, das ihre Torhäuser der Planung von Vivawest einmal im Wege stehen würden, wären sie wahrscheinlich 50 Meter daneben errichtet worden. Aber warum wird die neu geplante Zufahrt nicht kurzerhand verschoben? Vorstellbar wäre auch, wenn die Straßenführung rechts und links neben den beiden Torhäusern vorbeilaufen würde, als sog. Insellösung.

Aber das scheint ja wohl gar nicht das eigentliche Problem zu sein. Man munkelt doch, dass die finanziellen Mittel für den Erhalt der Gebäude fehlen sollen. Selbst wenn die Stadt kein Geld dafür bereitstellen kann, sollte es eigentlich möglich sein, die Mittel dafür aus einem Fördertopf zu schöpfen. Meine sehr geehrten Herren von der Stadtverwaltung, die hier mitlesen, da müsste sich natürlich intensiv jemand drum kümmern. :lol: :wink:
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pedder vonne emscher
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Beitrag von pedder vonne emscher »

Ist zwar etwas OT, zeigt aber die Vorgehensweise mancher Firmen oder Konzerne um den Erhalt von Bausubstanz.

In der schönen Stadt Zittau in der Oberlausitz haben nach der Wende diverse Firmen, darunter einige Discounter, denkmalgeschützte Immobilien in der Innenstadt erworben. Da sie diese nicht abreißen durften, um neu zu bauen, haben sie die Gebäude über Jahre vergammeln lassen. Anfang der 2000er-Jahre waren verschiedene Gebäude so marode, daß die Stadt nun den Abriss genehmigt hatte und die entspr. Firmen freien Lauf hatten.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?

merzmerz
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ich auch OT

Beitrag von merzmerz »

Ja Heinz, auch ich hatte mich bereits hier im Forum an anderer Stelle über diese unerträgliche Bausünde am Urbanusplatz ereifert. Und ja, ich bin der Meinung dieses Gebäude gehört geschändet, gepeinigt und abgerissen! Eine Kummelei des Architekten mit den Stadtspitzen ohnegleichen. Frechheit, Pfui!

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Rußnase
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Beitrag von Rußnase »

Alles Kummelei!
Falls jemand von den Verantwortlichen dieses angekündigten Desasters hier mitlesen sollte:

Wie steht es mit dem Spiegel? Macht es noch Laune sich dort zu sehen?

Mir geht die Hutschnur hoch! Wer hat denn die Statik der Torhäuser in Frage gestellt? Da wäre ein Name mal seeeehr interessant!

Leider, leider....bin ich am 13.03. beruflich fern der Heimat......... Vieleicht auch gut so!

Die wütende
Rußnase
Weisse watte bis? Lügen tuste - dat bisse!

Da die Fantasie eine feine Sache ist, sei an dieser Stelle folgendes erwähnt : Rußnase ist ein Kerl und keine Schickse! ;-)

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Heinz H.
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Rückzug des Geschichtskreises auf Bergmannsglück

Beitrag von Heinz H. »

Nach der Pressemitteilung des Unternehmens Vivawest, Bergmannsglück endgültig abzureißen um Platz für Neues zu schaffen, hat das Warten nun ein Ende. Der Geschichtskreis Hassel/Bergmannsglück hat bereits die Konsequenzen gezogen und seine Siebensachen gepackt. Eine Zukunft auf Bergmannsglück unter dem Dach der Bergmannsglücker Vereine ist an der Aussage eines Gutachters gescheitert und wird nicht mehr möglich sein.
BildDie auf Bergmannsglück eingelagerten Stellwände werden abtransportiert
Bild
Bild
  • Bild
BildDer letzte macht das Licht aus :(

Bis eine Heimstatt für den Geschichtskreis gefunden ist, wird er sich vorübergehend in einem leer stehenden Ladenlokal auf der Polsumer Straße in Hassel präsentieren.
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brucki
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Re: Rückzug des Geschichtskreises auf Bergmannsglück

Beitrag von brucki »

PRESSEINFORMATION
von Vivawest Dienstleitungen, RAG Montan Immobilien und Stadt Gelsenkirchen
vom 13.03.2013
Bürgerinformationsveranstaltung Bergmannsglück –
Einblicke zur Flächenentwicklung und Ausblicke mit grüner Perspektive


Die Entwicklung der Fläche des ehemaligen Zechengeländes Bergmanns-glück in Gelsenkirchen durch die RAG Montan Immobilien als Eigentümerin schreitet voran. Gemeinsam mit der Vivawest Dienstleistungen-Gruppe als Nutzer der Fläche informierten die Vertreter der Gesellschaften Bürger und Interessenvertreter in einer Bürgerveranstaltung über das weitere Verfahren. Die Stadt Gelsenkirchen nutzte diese Gelegenheit, um die weiteren Schritte des noch einzuleitenden Bebauungsplanverfahrens zu erläutern.

Die anstehenden Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Bergmannsglück wurden von Volker Duddek, Projektverantwortlicher bei der RAG Montan Immobilien, erörtert.

Im Rahmen des sogenannten Abschluss-Betriebsplanverfahrens wird die RAG AG mit den Maßnahmen für die Beendigung der Bergaufsicht beginnen. Hierzu zählen insbesondere die Bodensanierung und der Rückbau von Gebäuden und Betriebsanlagen. Volker Duddek konnte hier bereits mit relativ konkreten Fakten aufwarten: „Die Arbeiten werden einen Zeitraum von ca. 9 Monaten in Anspruch nehmen und voraussichtlich im Mai/Juni diesen Jahres beginnen. Der Abbruch erfolgt in der Regel bis 0,5 m unter Geländeoberkante. Es werden ca. 8.000 m³ Bauschutt entstehen. Teilweise wird der Bauschutt - durch Einbau in Hohlräume und Kellergeschosse - vor Ort verwertet. Nach den Untersuchungen des Untergrundes ergeben sich auf dem Gelände insgesamt drei Sanierungsbereiche. Hier werden ca. 800 m³ Boden ausgetauscht.“

Beweissicherungsverfahren sorgt für Klarheit
Dabei hob er hervor, dass direkt angrenzende Gebäude vor Rückbaubeginn einem Beweissicherungsverfahren unterzogen werden und bei Bedarf eine Erschütterungsmessung installiert wird. Zu- und abfließender Baustellen-verkehr erfolgt über die Bergmannsglückstraße zur A 52. Über einen Zeitraum von ca. 9 Monaten ist von rd. 500 Sattelzug-Bewegungen auszugehen. Im Schnitt somit von ca. drei Bewegungen pro Arbeitstag. Die Abfuhr von Abbruchmaterial erfolgt jedoch nicht gleichmäßig, sondern wechselhaft. Zum Ende der Phase 2 wird es Verkehrsspitzen geben.

Neues Entwicklungspotenzial für Wirtschaft und Natur
Die Vivawest Dienstleistungen-Gruppe nutzt mit ihren operativen Gesell-schaften zurzeit ca. 50% der östlichen Fläche des ehemaligen Zentral-lagerstandortes Bergmannsglück. Werkstatt, Lager, Betriebsgebäude und Sozialräume sind in den derzeit genutzten Hallen untergebracht. Noch in Planung befinden sich die Unterbringung von Schreinerei, Magazin sowie weitere Stellplatzflächen für Maschinen und Geräte.
Dietrich Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vivawest Dienstleist-ungen GmbH zeigte anhand eines Flächenluftbildes auf, dass insbesondere an der Ost- und Südseite bauliche Schallschutzmaßnahmen geplant sind. Die ehemalige Zufahrt an der „Biele“ soll zukünftig nur noch für Rettungsfahr-zeuge /Feuerwehr zu befahren sein.
Ferner erläuterte Dietrich Schulz: „Die an der Bergmannsglückstraße liegenden Baufelder wollen wir in Zusammenarbeit mit der HVG Grün-flächenmanagement GmbH fachmännisch mit Begrünungsmaßnahmen entwickeln. Mit der Umsetzung der Begrünungsplanung erreichen wir kurzfristig nach den Abrissarbeiten eine Aufwertung des Areals, welche sicherlich nicht nur den Anwohner zu Gute kommen wird. Grundsätzlich soll jedoch eine spätere Bebauung der westlichen Fläche nicht ausgeschlossen sein und auch im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens berücksichtigt werden.“

Ebenso erläuterte Dietrich Schulz die geplanten Aktivitäten im sozial und kulturellen Bereich auf dem Gelände. Neben dem Erhalt des Fördermaschinenhauses, welches nach Abschluss der Abbrucharbeiten für Besucher zugänglich sein soll, ist auch für das ehemalige Zechenschalthauses eine neue Nutzung vorgesehen: Hier soll unter dem Namen "Schalthaus Bergmannsglück" ein Theater mit breit gefächertem kulturellen Bildungsangebot entstehen. Die Initiatoren und Ideengeber dieses Projektes sind Monika Schmidt-Brockmann und Kira Schmidt, die damit anknüpfen an die 30-jährige Geschichte des Alfred-Schmidt-Hauses am Bergmannsglück-Standort und ihre Aktivitäten ausweiten wollen

Bebauungsplanverfahren wird fortgeführt
Stadtdirektor Michael von der Mühlen ergänzte die Ausführungen seines Vorredners Dietrich Schulz aus Sicht der Stadt: „Nach der Klärung verschiedener Fragestellungen in Bezug auf den Umgang mit den Bestandsgebäuden auf der Fläche Bergmannsglück kann auch das Bebauungsplanverfahren Nr. 409 fortgeführt werden. In einem nächsten Schritt steht die Beauftragung von Fachplanern, die Untersuchung von städtebaulichen Fragestellungen (z.B. Erschließung, Entwässerung, Immissionsschutz, Umweltbelange) und die Erstellung eines Vorentwurfes an. Die weiteren formalen Verfahrensschritte werden dann die Beteiligung von Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange sowie eine Bürgeranhörung sein."

Mit einem gemeinsamen Blick auf die Fläche endete die Veranstaltung..

Animken
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Beitrag von Animken »


postminister
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Beitrag von postminister »

„Denn die Geschichte des Bergbaus wird im nahen Umfeld im Museum Buer und Nordhausen schon ausreichend gewürdigt.“


Hab ich grad nen Klemmer??? Oder was bitte hat Nordhausen mit Bergbau zu tun ???

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Beitrag von Karlheinz Rabas »

Welche Zeitung hat das denn wohl geschrieben? Die kann mal wieder Nordhausen nicht von Rotthausen unterscheiden!!!
Karlheinz Rabas
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Besucher bei uns im Stadtteilarchiv Rotthausen, Mozartstraße 9, herzlich willkommen 10.000 Fotos zu Rotthausen und mehr

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Westfale
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Beitrag von Westfale »

postminister hat geschrieben:„ Hab ich grad nen Klemmer??? Oder was bitte hat Nordhausen mit Bergbau zu tun ???
Ganz einfach, in Nordhausen wurde schon 1737 Steinkohle gefördert. Die ganze Region ist nicht nur mit der Kohle, sondern auch mit vielen Erzbergwerken dem Bergbau verhaftet.
Nordhausen liegt etwa südlich des Harzes, hinter Goslar.
Im Landkreis Nordhausen liegt unweit von Nordhausen in Ilfeld das Steinkohlen-Besucherbergwerk Rabensteiner Stollen. Da wurde über 200 Jahre Steinkohle gefördert. In der gleichen Ecke liegt auch das Erlebnisbergwerk Sonderhausen
Karlheinz Rabas hat geschrieben:Welche Zeitung hat das denn wohl geschrieben? Die kann mal wieder Nordhausen nicht von Rotthausen unterscheiden!!!Karlheinz Rabas
Wie gesagt, in Nordhausen wurde schon seit 1737 Steinkohle gefördert . Was war denn da kohlemäßig in Rotthausen los?
manchmal ist es ganz sinnvoll, etwas über den Tellerrand zu schauen.
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Benzin-Depot
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Beitrag von Benzin-Depot »

postminister hat geschrieben:„Denn die Geschichte des Bergbaus wird im nahen Umfeld im Museum Buer und Nordhausen schon ausreichend gewürdigt.“ Hab ich grad nen Klemmer??? Oder was bitte hat Nordhausen mit Bergbau zu tun ???
Westfale hat geschrieben:Ganz einfach, in Nordhausen wurde schon 1737 Steinkohle gefördert.
Wenn Nordhausen plötzlich im nahen Umfeld von Hassel liegt, muss das mit der Kontinentalverschiebung zusammenhängen. :P

Nordhausens zweifelhafter Bekanntheitsgrad ergibt sich hauptsächlich durch ein Bergwerk der anderen Art.
Im Landkreis Nordhausen - unweit von Nordhausen - liegt das Bergwerk Kohnstein, in dessen Stollen das berüchtigte Konzentrationslager Mittelbau untergebracht war.
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

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Beitrag von Schacht 9 »

Bild
Nordhausen wurde auch durch dieses Produkt bekannt.
War übrigens bei früheren Bergleuten sehr beliebt.

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Benzin-Depot
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Beitrag von Benzin-Depot »

„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

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Westfale
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Beitrag von Westfale »

Benzin-Depot hat geschrieben: Wenn Nordhausen plötzlich im nahen Umfeld von Hassel liegt, muss das mit der Kontinentalverschiebung zusammenhängen.
Da hat ein hoffnungsvoller junger Schreiberling der WAZ aus einer Ausschusssitzung berichtet und zitiert. Hätte er in seinen Satz ein klitzekleines Komma eingefügt hätte, wäre das keine Kontinentalverschiebung, sondern der Hinweis auf zwei historisch bedeutsame Bergbaugebiete in Deutschland, nämlich Mitteldeutschland und das Ruhrgebiet geworden.
Wobei die Bergbaugeschichte in Mitteldeutschland (Harzregion, Sachsen) nun mal viel älter, als die des Ruhrgebietes ist.
Tipp: Einfach zweimal lesen. Bitte auch beachten, auf welche Frage ich geantwortet habe
Benzin-Depot hat geschrieben: Nordhausens zweifelhafter Bekanntheitsgrad ergibt sich hauptsächlich durch ein Bergwerk der anderen Art. Im Landkreis Nordhausen - unweit von Nordhausen - liegt das Bergwerk Kohnstein, in dessen Stollen das berüchtigte Konzentrationslager Mittelbau untergebracht war.
Nordhausen‘s Bekanntheitsgrad liegt primär am Nordhäuser Doppelkorn.
Das soll deinen Hinweis auf das KZ und das Arbeitslager mit der Raketenproduktion nicht verdrängen. Dazu ist das Thema viel zu ernst, und bedarf einer Aufarbeitung an anderer Stelle.
Meiner Meinung aber nicht in einen Beitrag über ‚Bergbaudevotionalien‘ in Hassel.
westfale
Aus der Hochstraße darf keine Bahnhofstraße 2.0 werden.

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