Zeche Nordstern (Etoile du nord)

Die industrielle Vergangenheit Gelsenkirchens zwischen Kohle und Stahl. Alles was stank. ;-)

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DK-Schlosser
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Re: Zeche Nordstern (Etoile du nord)

Beitrag von DK-Schlosser »

@flenz

Hallo flenz!

Probiere es einfach mal bei der RAG Aktiengesellschaft.
Im Welterbe 10
45141 Essen
Telefon (0201)378-0
E-Mail: info@rag.de

Falls Du dich in der Umgebung Herne-Wanne aufhälst, wäre es sogar besser, sofort auf der Zeche Pluto in der Wilhelmstraße anzufragen. Dort befindet sich das Archiv der RAG.

flenz
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Re: Zeche Nordstern (Etoile du nord)

Beitrag von flenz »

Hallo DK-Schlosser,
danke für den Tipp. Ich werde dem nachgehen!

divertom68
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Registriert: 05.04.2008, 13:36
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Re: Zeche Nordstern (Etoile du nord)

Beitrag von divertom68 »

Hallo...
Seit Ewigkeiten melde ich mich auch mal wieder ;-)
Ich hab da Fragen zu den Gebäuden von Schacht 3/4, von denen die heute noch vorhanden sind! Welche Zweck hatten sie, bzw was war in den Gebäuden drinnen? Waren das alles überhaupt Gebäude der Zeche Nordstern 3/4, oder wurden sie später erst gebaut?
Lieben Dank für Eure Hilfe... Glück Auf ⚒
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Prömmel
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Re: Zeche Nordstern (Etoile du nord)

Beitrag von Prömmel »

Zu den Fotos Nr. 2 und 3:

Dieser Gebäudekomplex, der jeweils in der rechten Bildhälfte zu sehen ist, hat mit der Zeche Nordstern gar nichts zu tun. Es handelte sich nämlich um die ehemalige Werksfürsorge (das zweigeschossige, größere Gebäude) und um den früheren Kindergarten (das quer stehende eingeschossige Gebäude) der Gelsenberg. In der oberen Etagde der Werksfürsorge gab es auch mehrere Wohnungen für Mitarbeitende der Werksfürsorge, vor allem einige Kindergärtnerinnen.
Der Komplex wurde wohl Anfang der 1950er Jahre errichtet. Seit den 1980ern wird der größte Teil (zumindest des zweigeschossigen Gebäudes) als Fitnesszentrum genutzt. Ob es sich seitdem immer um den selben Unternehmer handelt, der das Zentrum betrieben hat, kann ich nicht sagen.
Der Betrieb des Kindergartens dürfte jedenfalls auch in den 1980er Jahren eingestellt worden sein. Das genaue Jahr ist mir nicht bekannt. Zu dem Thema gab es im Gelsenberg-Fred Anfang letzten Jahres schon einmal verschiedene Beiträge.

Zu den beiden anderen Fotos folgen später nähere Informationen.
Es ist leicht, geduldig zu sein,
wenn man ein Schaf ist.

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remutus
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Dani Karavan

Beitrag von remutus »

Die Zeche Nordstern war 1997 Spielort der Bundesgartenschau.
In dem Gebäudekomplex Kohlenmischanlage, Bunker und Bandbrücke entstand das Werk „kunstklangraum“ von Hans Ulrich Humpert und Dani Karavan.
Karavan schuf dazu eine vielteilige Rauminstallation mit dem Namen „Mimaamakim“ (hebräisch - der Beginn des ersten Verses von Psalm 130: Aus den Tiefen rufe ich, HERR, zu dir)

Hier ein Zitat von Karavan aus dem dazu erschienen Buch (ISBN 3-89322-328-2):
„Als ich die Zeche Nordstern, dieses alte Industriegelände, zum ersten Mal betrat, kam es mir vor, als ob die, die früher hier waren, die hier gearbeitet haben, fortgegangen wären, alles aufgegeben hätten und verschwunden wären. Vernachlässigung, Zerstörung, Abnutzung und Schweiß, Staub, Rost, »Nichtmaschinen«, Objekte, Überreste und Überbleibsel, die in den Räumen, in der Leere der Gebäude zurückgelassen worden waren.
...
Wie soll man mit all der Gleichgültigkeit, mit all dem, was hier jetzt vorzufinden ist, aus einer Position des Zweifels umgehen? Vielleicht, indem man ein Environment aus vorgefundenen Materialien, natürlichen Ressourcen, Erinnerungen, Formen und Klängen schafft.“

Siehe auch hier und hier.

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