Max-Planck-Gymnasium

Schulzeit und Schulen in verschiedenen Epochen

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pito
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Beitrag von pito »

Auf dem Schulhof des Max-Planck-Gymnasiums:
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Reinhard
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Lehrer

Beitrag von Reinhard »

Habe mit Interesse bekannte Lehrernamen gelesen.
Ich habe das MPG als "Clemens-Kühle"-Opfer 1972 kurz vor dem Abi verlassen.
Nachhaltig erinnere ich mich an Dr. Herbert Metzdorf, der uns mit dem Sezieren seiner geliebten Axelottels, die seine Pflege im Aussenterarium nicht überlebten, jedes Mal in Panik versetzte. Ansonsten war er wohl einer der engagiertesten Lehrer, die ich kannte.
Bei Dr. Ilse Hoffmann hielt ein Klassenbuch bestenfalls einen Monat. Bei jedem Wutausbruch, und den gab es regelmäßig; schlug sie das Klassenbuch so lange an die Pultkante, bis es mit einem Bruchknick in der Mitte nachgab.
Sport hatte ich bei Fleischer, Radetzki und Dzikus, der mich auch in Deutsch und Religion beglückte.
Englisch unterrichteten Born, Berg und Kühle, Deutsch außerdem Wischerhoff, Kopmann und Reher
Kunst bei Rahn und Ohnesorge
Mathe bei Fredebeul und Stüper, bei dem ich auch Physik hatte.
Musik bei Karl Riebe und Herrn Behnke
Als Jahrgang 54 verbrachte ich mein erstes MPG-Jahr noch im jetzigen Leipnitz, die 6. - damals noch Quinta - fand dann im neu gebauten MPG statt.

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

Sehr von Interesse ist der oder die Lehrer Hülsermann. Wer weiß noch was?

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hooligan
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Beitrag von hooligan »

Dr. Josef Hülsermann war zu meiner Zeit Direktor am Max-Planck-Gymnasium. Laut Jubiläumsschrift war er dort von 1955 - 1977 tätig. Beim googlen nur 4 Einträge gefunden: Veröffentlichung beim Heimatverein Buer, Nachlaß beim Institut für Stadtgeschichte zum Thema Friedrich Grillo und Verweis auf einen Stammbaum.
Auf dem Foto von 1968 (s.o.) der Herr in den unteren Reihe in der Mitte rechts, mit den überschlagenen Beinen.
euer hooligan
"Wenn die Musik nicht so laut wär, dann wär sie auch nur halb so schön."

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

Er war doch auch am Grillo-Gymnasium? Ich frage deshalb, weil Hülsermanns mit Beuys verwandt sind. Näheres später einmal in unserer Dokumentation "Beuys und Gelsenkirchen" (Arbeitstitel)

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blaumann
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Beitrag von blaumann »

Onkel Josef hat - vor allem später, im Ruhestand - sehr intensiv Ahnenforschung betrieben. Die Ergebnisse werden als Erbe vermutlich seine Söhne aufbewahren.

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

Das ist ja kein Geheimnis mehr, deshalb: Die Mutter von Joseph Beuys war eine geborene (Gelsenkirchenerin?) Hülsermann: Johanna Hülsermann

Kippenberger hat in seinem zynischen Nihilismus die "Mutter" von Beuys gemalt:
Verbindung zu Beuys
Das Gesamtwerk von Martin Kippenberger zeichnet sich auch durch die Verbindung mit dem Künstler-Kollegen Joseph Beuys aus. Zeugnis davon ist vor allem ein Portrait der Mutter von Beuys.
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Wahrscheinlich darf ich das Porträt aus Copyrightgründen hier garnicht veröffentlichen

pito
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Beitrag von pito »

rabe489 hat geschrieben:Wahrscheinlich darf ich das Porträt aus Copyrightgründen hier garnicht veröffentlichen
Stimmt. Kippi ist noch nicht lange genug tot. Deshalb: Extern verlinken, oder einfach selber malen. ;-)

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Verwaltung
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Beitrag von Verwaltung »

  • Benno Ohnesorge
    Bild
    geb. 1921 in Buer/Westf. (heute Gelsenkirchen-Buer).
    1939 Abitur.
    1939/40 Studium Kunstgeschichte und Geographie (Universität Münster).
    1940/41 Hochschule für Kunsterziehung, Berlin.
    1941-45 Kriegsdienst
    1946 Kunst-Akademie Düsseldorf
    1947-48 Geographie Universität Bonn und Buchbinderei (Werkkunstschule Köln). B.O's Kunstmappen sind gefüllt mit "Bäumen und Landschaften", die er von Schulfahrten und Wanderungen mitbrachte.
    Einzige Ausstellung: 1950 anläßlich der 500-Jahr-Feier der Freiheit Buer.
    1951-65 Kunsterzieher am Droste-Hülshoff-Gymnasium
    1965 - 83 Kunsterzieher am Max-Planck-Gymnasium.
Quelle: Spiegelungen - Bildende Kunst in und aus Gelsenkirchen
von Hans-Rudolf Thiel, Sparkasse Gelsenkirchen 1993


Siehe auch: http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... 8141#38141

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hooligan
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Beitrag von hooligan »

Ich meine, ich hatte auch Erdkunde bei ihm.
euer hooligan
"Wenn die Musik nicht so laut wär, dann wär sie auch nur halb so schön."

Reinhard
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Beitrag von Reinhard »

Stimmt, ich hatte auch Erdkunde bei ihm.

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moni53
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Beitrag von moni53 »

Ich hatte Erdkunde und Kunst bei ihm,
auf dem AVD.

Als ich ca. 12 Jahre alt war, habe ich beim ihm einen Emaille-Kurs
im Helene-Weber-Haus absolviert,
demnach war er dort auch tätig.

Jetzt sehe ich ihn fast jeden Dienstag, wenn ich meine Schwiegermutter
im BJH besuche -

er wohnt genau gegenüber und wurschtelt oft im Vorgarten rum.

Moni
Dem Fröhlichen ist jedes Unkraut eine Blume, dem Betrübten jede Blume ein Unkraut. (Finnisches Sprichwort)

Resser Marker
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Beitrag von Resser Marker »

Ohnesorge, Linnenbrink, Terstegge, Delaveaux, Kruschwitz, Radetzki, Dzikus, Aßmann, Rühmekorf, Ilaender, Rahn, Berg...

Eigenartig, beim Erstellen dieser Liste sind mir die Lehrer, die mir eher negativ in Erinnerung blieben, zuerst eingefallen (zumindest gilt das für die drei Erstgenannten). Nun ja, mein sechsjähriges Engagement am Max-Planck-Thea... äh Gymnasium (74-80) war unterm Strich nicht von Erfolg gekrönt. Soll heißen, nach der 9 war Sense (und wer rechnen kann, wird sicher schnell darauf kommen, dass dass eine Ehrenrunde beinhaltet). Wer weiß, mit 'nem Abi in der Tasche würde ich möglicherweise vieles anders sehen, so aber empfinde ich, selbst mit dem Abstand von mehr als 25 Jahren, einen Großteil meiner Zeit am MPG als unerfreulich, z.T. sogar demütigend.

Gewiss, ein jeder muss sich auch an die eigene Nase fassen, wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie eigentlich sollten. Pflegeleicht war ich schon damals nicht und natürlich spielten ab einem gewissen Alter auch Einflüsse wie Moped, Mädels, Party eine größere Rolle als das schulische Interesse. Dennoch, die Frage, ob denn nun das Huhn oder das Ei zuerst da war, habe ich bis heute noch nicht für mich beantwortet. War ich erst der schlechte Schüler, dem in der Folge die Abneigung der Lehrer entgegen schlug oder waren es die kleinen Ungerechtigkeiten des Alltags, die mich abschalten liessen? Arztsöhne, die spürbar bevorteilt wurden, Aktentaschenträger, die unverhohlen vor sich hin schleimten (und damit Erfolg hatten!), Alkoholiker, die mir erklären wollten, wie das Leben funktioniert....

Eigentlich will ich nach so vielen Jahren keinen Groll mehr hegen, eigentlich will ich nicht nachtragend sein. Aber manche Menschen, die ich durch das MPG kennengelernt habe, würde ich bis zum heutigen Tag nicht einmal grüßen, wenn ich sie auf der Straße träfe. Der Stachel sitzt offensichtlich immer noch tief.

Ich wünsche mir für die heutige Schülergeneration einen angenehmeren, faireren Umgang auf dem MPG und es scheint, als sei das wohl auch der Fall. Meine Nichte ist mittlerweile dort, sie fühlt sich pudelwohl und kommt bestens klar. Allerdings ist sie auch eine wesentlich bessere Schülerin, als ich es war.

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na-na
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Beitrag von na-na »

Resser Marker hat geschrieben:Ohnesorge, Linnenbrink, Terstegge, Delaveaux, Kruschwitz, Radetzki, Dzikus, Aßmann, Rühmekorf, Ilaender, Rahn, Berg...

Nun ja, mein sechsjähriges Engagement am Max-Planck-Thea... äh Gymnasium (74-80) war unterm Strich nicht von Erfolg gekrönt. Soll heißen, nach der 9 war Sense (und wer rechnen kann, wird sicher schnell darauf kommen, dass dass eine Ehrenrunde beinhaltet). Wer weiß, mit 'nem Abi in der Tasche würde ich möglicherweise vieles anders sehen, so aber empfinde ich, selbst mit dem Abstand von mehr als 25 Jahren, einen Großteil meiner Zeit am MPG als unerfreulich, z.T. sogar demütigend.

Arztsöhne, die spürbar bevorteilt wurden, Aktentaschenträger, die unverhohlen vor sich hin schleimten (und damit Erfolg hatten!), Alkoholiker, die mir erklären wollten, wie das Leben funktioniert....
Ich bin erst 1986 zum MPG gekommen und ein paar der älteren Lehrer, wie z.B. Radetzki und Dzikus kenne auch ich noch.
Bei Frau Delaveaux hatte ich ab der 7ten Französisch und später SOWI. Sie war eine von den netten "Lehrkörpern". Daneben gab es aber auch ganz andere Kaliber.
Lehrer, die ganz offensichtlich bestimmte Schüler bevorzugten, sich über leistungschwächere Schüler lustig machten und sie vor der gesamten Klasse bloßstellten. Besonders schlimm fand ich so etwas im Sportunterricht.
Da gab es Kinder, die sich wirklich bemühten, über die Stange beim Hochsprung zu kommen, es aber nicht schafften. Derweil stand die Lehrerin mit ein paar anderen Schülern zusammen und lästerte ab :loser: :hangman: .
Einige Lehrer schienen etwas gegen das weibliche Geschlecht zu haben und stellten ihre Einstellung offen zur Schau, während ein anderer Lehrer, die Schüler schon am Morgen mit einer "Fahne" :breit: begrüßte :igitt: .
Sogenannte Streber, Schleimer und Aktentaschenträger gab es zu Genüge. Allerdings störten mich diese Leute wenig, im Gegenteil, bisweilen fand ich ihr Verhalten sehr amüsant :lol:.
Zu den Mädchen aus meiner Klasse hatte ich keinen engeren Kontakt. Dieses "Küsschen links - Küsschen rechts- Gehabe" ging mir auf den Keks :roll: . Beim Kontaktaufbau kam erschwerend hinzu, daß ich niemanden mit nach Hause bringen durfte.
Die Eltern meiner Mitschülerinnen waren tatsächlich meist in höheren Positionen zu finden: Architekten, Ärzte, Ingenieure...
Mein Vater war Bergmann und zu dieser Zeit pflegte meine Mutter seine Eltern, die im gleichen Haus lebten.
Meine Mutter wußte, daß die Mädchen aus "anderen Verhältnissen" kamen und ihr schien unsere Situation offenbar unangenehm zu sein.
Mein Abi habe ich trotzdem gemacht, ich kann aber nicht sagen, daß ich mich am MPG sehr wohl gefühlt habe :down: .

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timo
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Beitrag von timo »

Gibt's auch ein paar jüngere MPG-Abiturienten hier im Forum? Ich habe die Schule von 1984 bis 1995 besucht (ja, tatsächlich elf Jahre lang :)).

Linnenbrink, Terstegge (vor kurzem verstorben), Delaveaux, Radetzki, Dzikus, Assmann, Ilaender, und Berg kannte ich auch noch. Herr Ohnesorge ist mir nur aus Erzählungen ein Begriff.

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