Raucherentwöhnung in Gelsenkirchen

Alles über die Gesundheitsversorgung, Krankenhäuser, Seniorenheime

Moderatoren: Redaktion-GG, Verwaltung

Habt ihr es schonmal gewagt

Ja
21
81%
Nein
3
12%
Ich habe vor in nächster zeit das Rauchen dranzugeben
0
Keine Stimmen
Ich bin Überzeugter Raucher und Rauche gerne, warum soll ich Aufhören
2
8%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 26

Stromwort
Abgemeldet

Beitrag von Stromwort »

Erstmal Glückwunsch an alle die es geschafft haben davon loszukommen.

Ich habe im April 2007 damit aufgehört, nicht Schrittweise sondern Abends die letzte Zigarette aus und am nächsten Tag nix mehr.
Die ersten Wochen waren sehr schwer, weil ja vieles Gewohnheit ist:

Nach dem Essen
Bei Kaffee
Bei Stress
Auf dem stillen Örtchen
Beim Telefonieren
Bei Alkohol

Am Ende hab ich 3 Schachteln am Tag verballert :?

Ich bin froh, das ich heute ohne Kippen auskomme. Leider hab ich ganz schön zugenommen seit ich nicht mehr qualme :grübel: obwohl ich nicht mehr als sonst Esse...
Aber diesen "Preis" zahle ich gerne. Im Gegenzug habe ich wieder einen guten Geruchs und Geschmacksinn, fühle mich besser und hab ne bessere Ausdauer.

Toi Toi Toi Stadtgarten, du packst das !!!

Benutzeravatar
timo
Beiträge: 4289
Registriert: 29.04.2008, 23:48
Wohnort: Meerbusch-Büderich (früher Beckhausen u. Bulmke)

Beitrag von timo »

Eine Frage aus Neugier: Gibt's hier ehemalige Raucher, die sich schon über einen längeren Zeitraum Ausnahmen (typisches Beispiel: begrenzte Anzahl von Kippen beim Alkoholgenuss) gönnen, ohne langfristig wieder komplett rückfällig zu werden?

Benutzeravatar
hörmal
† 26. 03. 2014
Beiträge: 1698
Registriert: 26.06.2009, 08:33
Wohnort: GE-Altstadt
Kontaktdaten:

Beitrag von hörmal »

timo hat geschrieben:Eine Frage aus Neugier: Gibt's hier ehemalige Raucher, die sich schon über einen längeren Zeitraum Ausnahmen (typisches Beispiel: begrenzte Anzahl von Kippen beim Alkoholgenuss) gönnen, ohne langfristig wieder komplett rückfällig zu werden?
Ich glaube, wer das kann, war nie richtig süchtig.
Mein Entzug war 2007, nach 40-jähriger Raucherkarriere. Vorher hatte ich mir immer eingeredet, dass ich es nicht schaffen würde und dann hab ich es plötzlich als kinderleicht empfunden. Natürlich waren da auch die Automatismen, wobei man ins Leere greift und sich bewusst wird, dass man ja nicht mehr raucht aber auch das hat miz der Zeit nachgelassen.
Meine Befürchtungen, dass ich zum militanten Rauchergegner werden könnte haben sich nicht bestätigt, im Gegenteil, wenn jemand mit Zigarette an mir vorbei geht und ich bekomme etwas Rauch in die Nase, dann atme ich bewusst ein und genieße den Geruch.
Ich glaube aber nicht, dass mir deshalb in den Sinn kommen würde, wieder anzufangen.
Ich bremse auch für Obst!
Rauchen verkürzt ihre Zigarette!

Benutzeravatar
SilverGreenEyes
Beiträge: 123
Registriert: 13.09.2010, 22:12
Wohnort: Gelsenkirchen

ich habe...

Beitrag von SilverGreenEyes »

... vor exakt 76 Tagen aufgehört und so langsam habe ich auch nicht mehr das dringende Bedürfnis, eine Zigarette zu rauchen.

Der Geruch ist für mich ebenfalls immernoch sehr lecker.
Meine Beste Freundin raucht und wenn sie sich eine ansteckt, dann genieße ich das Passiv-Rauchen :D

Gesundheitlich geht es mir VIEL besser, ich fühle mich entgiftet.

Und Jetzt trinke ich am Tag 1-2 Flaschen Volvic mit Erdbeer oder Apfelgeschmack als gesunden Ersatz.

Ich kann nur jedem empfehlen, es auch zu versuchen, es hat nur Vorteile!
Wer alles weiss, kann nichts mehr lernen!
"Go da Hell and build a snowman"... Zitat von: eM.ineM.

Benutzeravatar
timo
Beiträge: 4289
Registriert: 29.04.2008, 23:48
Wohnort: Meerbusch-Büderich (früher Beckhausen u. Bulmke)

Beitrag von timo »

hörmal hat geschrieben: Ich glaube, wer das kann, war nie richtig süchtig. (...)
Deine Erzählungen decken sich mit den Erfahrungen aus meinem Freundeskreis. Mit Anfang 20 gab es die ersten Aufhör-Versuche, die aber grundsätzlich nie länger als ein paar Wochen durchgehalten wurden. Typisch war, daß man die Leute irgendwann auf einer Party wieder mit einer geschnorrten Kippe sah und sie sich, wenn man sie auf ihre Vorsätze ansprach, mit Sätzen wie "Ist doch nur heute beim Bier" oder "Ist doch erst die dritte, früher hätte ich jetzt schon eine Schachtel weg" o.Ä. herausredeten. Normalerweise dauerte es dann nicht mehr lange, bis sie ihrem Laster wieder wie eh und je frönten.

Bis ich mal wirklich erleben durfte, daß ein ehemaliger Raucher seine Sucht wirklich dauerhaft besiegen konnte, sind dann noch mal ein paar Jahre vergangen. Und die, die es dann geschafft haben, waren (in den meisten Fällen bereits durch mehrere oben beschriebene Erfahrungen klug geworden) durchweg strikt und haben wirklich keine Zigarette mehr angefasst.

Zum Glück hat mich Rauchen nie ernsthaft interessiert. Aber die Erfahrung mit den Ausnahmen und dem anschließenden Scheitern kenne ich in fast identischer Weise von meinen (bisher auch nur mäßig erfolgreichen) Versuchen, durch Ernährungsumstellung von meinem Übergewicht herunterzukommen (ist natürlich ein anderes Thema, aber das Suchtverhalten halte ich für ähnlich).

Benutzeravatar
Stefan
Beiträge: 877
Registriert: 14.10.2007, 11:45
Wohnort: Berger Feld

Beitrag von Stefan »

Hallo timo,
timo hat geschrieben: Eine Frage aus Neugier: Gibt's hier ehemalige Raucher, die sich schon über einen längeren Zeitraum Ausnahmen (typisches Beispiel: begrenzte Anzahl von Kippen beim Alkoholgenuss) gönnen, ohne langfristig wieder komplett rückfällig zu werden?
Hier muss ich mich jetzt wohl melden. :)

Mir ist das regelmäßig passiert, wenn ich auf einer Party war und Alkohol zu mir genommen habe. Es kam dann immer das Verlangen nach dem "Blauen Dunst" auf. :lol:
Ich habe mir dann immer einige Kippen gegönnt und am nächsten Tag war es dann immer so, als wenn nie etwas gewesen wäre. Ich hatte kein weiteres Verlangen nach einem Glimmstängel.

Aber diese Zeit ist auch schon etwas her...
"Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen."*

*Edward A. Murphy

Pünktchen
Beiträge: 491
Registriert: 25.06.2010, 17:27
Wohnort: bis 1978 Hassel, danach Resse

Beitrag von Pünktchen »

@ Stefan,
dein früheres Verlangen war dann so eine Art Gelegenheits- Genußrauchen.
Das sehe ich zwischendurch bei meiner Bekannten, wenn sie, wie du es hier schreibst,
auf Festen o.ä. eingeladen ist.
Am nächsten Tag verspührt sie kein Verlangen, empfindet die vergängliche Aktion als nichts Schlimmes und geht locker-flockig zum Alltag über.
Wenn du einen Menschen verstehen willst, dann höre nicht auf seine Worte, sondern beobachte sein Verhalten. -Albert Einstein-

Benutzeravatar
Stefan
Beiträge: 877
Registriert: 14.10.2007, 11:45
Wohnort: Berger Feld

Beitrag von Stefan »

Hallo Pünkchen,

genau so ist es gewesen.
"Floss" der Alkohol, wurde zum Glimmstengel gegriffen und am nächsten Tag gab es ohne Alkohol auch kein Verlangen nach einer Zigarette. :)

Der Alkohol wird in meinem Hirn wohl ein "altes Ritual" abgerufen haben. :)
"Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen."*

*Edward A. Murphy

Benutzeravatar
Begine
Beiträge: 814
Registriert: 01.04.2010, 11:05
Wohnort: Erle

Raucherentwöhnung in Gelsenkirchen

Beitrag von Begine »

@ timo, der Vater meiner Freundin rauchte jahrelang von Freitags bis Sonntag-Abend. Dann die ganze Woche nicht mehr. Inzwischen hat er das Rauchen ganz aufgegeben.

Benutzeravatar
Stadtgarten
Beiträge: 3256
Registriert: 17.09.2007, 11:14

Beitrag von Stadtgarten »

Ich halte mich bis jetzt weiterhin Tapfer und bin jetzt 21 Tage lang Rauchfrei. Die körperlichen Symptome sind so gut wie ganz weg, abundzu taucht mal etwas Nervosität und Unruhe auf, aber sonst merk ich mittlerweile nix mehr.

Schwieriger ist die Kopfseite. Ab und zu, vor allem am PC oder in Stresssituationen, denk ich schon an die Zigarette, aber damit komm ich bis jezt gut klar und lenke mich dan immer ab. Allerdings mutiere ich momentan zum Cola-Junky.

Auch hat der Apetitt erheblich zugenommen.

Benutzeravatar
lilalu
Beiträge: 1297
Registriert: 22.10.2008, 17:58

Beitrag von lilalu »

@ Stadtgarten

:up:

Pünktchen
Beiträge: 491
Registriert: 25.06.2010, 17:27
Wohnort: bis 1978 Hassel, danach Resse

Beitrag von Pünktchen »

@ Stadtgarten,

aber der Apetit schmeckt nun besser, gell?! :keks: :popcorn: :lecker:

Genau so war es bei mir, aber das macht nichts, solange sich die Kilozahl nicht verdoppelt. :wink:

Mach weiter so!
Wenn du einen Menschen verstehen willst, dann höre nicht auf seine Worte, sondern beobachte sein Verhalten. -Albert Einstein-

Benutzeravatar
lilalu
Beiträge: 1297
Registriert: 22.10.2008, 17:58

Beitrag von lilalu »

Als eine Freundin von mir mit dem rauchen aufhören wollte,hat sie den letzten Tag alle Kippen in ein Glas mit Wasser gelegt und dann mit einem Deckel verschlossen.Dieses Glas hat sie dann auf der Fensterbank platziert,so das sie es im Blickfeld hatte.Nach ein paar Tagen war das Wasser ganz dunkel und wenn sie das Glas aufschraubte...pfui Teufel,das stank vielleicht,und sah auch eklig aus.Ich glaube das nennt man Kippengrab,sollte eine abschreckende Wirkung haben.Leider hat es nicht geholfen,sie raucht wieder. :cry:

Debray
Abgemeldet

Beitrag von Debray »

Stadtgarten hat geschrieben:...
Schwieriger ist die Kopfseite.
...
Was mir auffällt ist - du räumst dem "Rauchen" grad unglaublich viel Zeit ein.
Kleiner Tip: Wenn du davon loskommen willst ist es hilfreich "loszulassen".

Debray

Benutzeravatar
Fuffziger
Beiträge: 106
Registriert: 02.09.2008, 23:12
Wohnort: Gelsenkirchen

Beitrag von Fuffziger »

Nachdem ich mal drei Tage "Darm" hatte und kein Verlangen nach ner Fluppe wollte ich am vierten Tag wieder anfangen. Morgens dann der Gedanke, "ach, warte doch bis Mittags, und dann gehts endlich wieder los." Mittags dann, "ach, warte bis zum Kaffee", gegen Vier hab ichs auf Abends verschoben. An dem Tag habe ich nicht mehr geraucht und war stolz, vier Tage nicht geraucht zu haben. Aber am fünften Tag dann, da sollte es sein. Morgens hab ich mich gewunden, mir als Belohnung den Mittag versprochen, der dann wiederum auf den Nachmittag verschoben wurde, abends im Bett dann noch mehr Stolz, fünf Tage nichts mehr !
Ich hab mich immer wieder vertröstet, aber als Belohnung stets einen halben Tag später eine Zigarette versprochen. Bis die Woche schliesslich rum war, na, und dann kam der Ergeiz mit voller Wucht. Das, was ich nie zu träumen gewagt hatte, war eingetroffen. Und "nur noch ein dämlicher Hund" konnte doch nach einer Woche noch mal anfangen.

Zwanzig Jahre her, nie wieder geraucht, jede Menge Kilos zugenommen, habs nie bereut. Ich habe Menschen mit nur noch einem Lungenflügel kennen gelernt, Menschen mit Raucherbeinen, die dann später ganz abgenommen wurden, und Menschen mit Herzinfarkt und Schlaganfall. Sicher kann das auch Nichtrauchern passieren, aber dieses ganz unerträgliche Leid, oft auch wegen des Rauchens, nee, niemals. Und die Angehörigen müssen auch noch mit leiden.

Vom Aufhören stirbt man nicht, es ist leichter, als man denkt. Nur darf man nie wieder eine Fluppe anstecken. Es bleibt nicht bei der einen. Wie beim Alkohol. Aber das ist eine andere Geschichte.
Menschen, die nicht Herz genug haben, Gefahren Trotz zu bieten, sind immer Sklaven derer, welche sie anfallen.

Aristoteles

Antworten