Auf kleinen Spuren - Modelleisenbahnen in GE

Kindheit und Kinder in verschiedenen Epochen

Moderatoren: Verwaltung, Redaktion-GG

Karlheinz Rabas
Beiträge: 1557
Registriert: 26.11.2006, 12:45
Wohnort: Gelsenkirchen

Beitrag von Karlheinz Rabas »

WArum ältere Eisenbahn-Modellbauer meist Gleichstromanlagen bauten, lag daran, dass man Gleichstrom regeln konnte, was mit Wecheslstrom fürher gar nicht bzw. sehr schwer möglich war.

Karlheinz Rabas
Jeden Dienstag von 17.00 bis 19.00 Uhr sind
Besucher bei uns im Stadtteilarchiv Rotthausen, Mozartstraße 9, herzlich willkommen 10.000 Fotos zu Rotthausen und mehr

DThamm
Abgemeldet

Beitrag von DThamm »

Laufen im GartenBildBild

trixexpress
Abgemeldet

Beitrag von trixexpress »

Karlheinz Rabas hat geschrieben:WArum ältere Eisenbahn-Modellbauer meist Gleichstromanlagen bauten, lag daran, dass man Gleichstrom regeln konnte, was mit Wecheslstrom fürher gar nicht bzw. sehr schwer möglich war.

Karlheinz Rabas
Kann ich mir als Fachmann nicht denken, sorry - aber Wechselstrom konnte man doch damals mit einem variablen Trenntrafo regeln - vielleicht meinst du hier die Sache mit der Fahrtrichtungsumschaltung, hierzu ist ein erhöhter Spannungsimpuls nötig.

Benutzeravatar
timo
Beiträge: 4301
Registriert: 29.04.2008, 23:48
Wohnort: Meerbusch-Büderich (früher Beckhausen u. Bulmke)

Beitrag von timo »

trixexpress hat geschrieben: Kann ich mir als Fachmann nicht denken, sorry - aber Wechselstrom konnte man doch damals mit einem variablen Trenntrafo regeln
... aber ein bißchen komplizierter als beim Gleichstrom, wo man zur Geschwindigkeitsregelung einfach nur die Spannung ändern musste, ist das schon, oder? :-)

Karlheinz Rabas
Beiträge: 1557
Registriert: 26.11.2006, 12:45
Wohnort: Gelsenkirchen

Beitrag von Karlheinz Rabas »

Was verstehst Du als Fachmann unter einem variablen Trenntrafo? Ein Trafo ist kein Regler und wenn Du regeln wolltest, ging das nur mit Gleichstrom, denn sonst hätten wohl auch alle Maschinen, die regelbar sein mußten, keine Gleichstrommotoren als Antrieb gehabt.

Karlheinz Rabas
Jeden Dienstag von 17.00 bis 19.00 Uhr sind
Besucher bei uns im Stadtteilarchiv Rotthausen, Mozartstraße 9, herzlich willkommen 10.000 Fotos zu Rotthausen und mehr

trixexpress
Abgemeldet

Beitrag von trixexpress »

Bei älteren Gleichstromtrafos, die ich selber mal hatte, war es entweder so, dass der Reglerknopf die Spannungsabgriffe des Trafos selber nacheinander berührte und die abgegriffene Wechselspannung durch einen Selengleichrichter in Gleichspannung umgewandelt wurde. Hierzu war entweder ein extra Polaritätsumschalter für vorwärts/rückwärts vorm Ausgang zum Gleis oder wenn der Drehknopf einen Mitten-Nullstellung hatte, war auf der Platine darunter die Leiterbahnen so aufgebracht, dass entweder plus am Schleifkontakt war oder minus, je nachdem, ob man rechts oder links vom Mittenkontakt war.

Wechselstrom-Fahrpulte wie Märklin hatten keinen Gleichrichter, hier wurde mittels dem Regler die Spannung direkt von der Trafowicklung abgegeriffen, es gab intern noch einen Anschluss für eine etwas überhöhte Spannung (ca. 26 Volt), damit der Feldsteller in der Lok umgeschaltet werden konnte, daher auch bei Märklin das charakteristische Aufblitzen der Lampen während der Fahrtrichtungsumschaltung.

Benutzeravatar
Benzin-Depot
Mitglied der Verwaltung
Beiträge: 18716
Registriert: 19.01.2008, 02:38
Wohnort: Gelsenkirchen

Beitrag von Benzin-Depot »

  • Schon zu Anfang des vorletzten Jahrhunderts bot die Fa. Märklin elektrische Starkstrom (ca. 110 - 240 V ) und Schwachstrom (ca. 4 V ) Eisenbahnen an.

    Die Stromzufuhr für die Starkstrombahnen erfolgte i.d.R. über Lichtleitung, bzw. die Lampenfassung.

    Der Betrieb erfolgte mittels eines vorgeschalteten, stufenweise regelbaren "Glühlampen- und Regulierwiderstandes".
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

trixexpress
Abgemeldet

Beitrag von trixexpress »

Karlheinz Rabas hat geschrieben:Was verstehst Du als Fachmann unter einem variablen Trenntrafo? Ein Trafo ist kein Regler und wenn Du regeln wolltest, ging das nur mit Gleichstrom, denn sonst hätten wohl auch alle Maschinen, die regelbar sein mußten, keine Gleichstrommotoren als Antrieb gehabt.

Karlheinz Rabas
Lieber Karlheinz,

ich habe mir erlaubt, schnell eine Skizze anzufertigen. Wohlgemerkt, es handelt sich hier um Einphasentransformatoren, also die im Haushalt üblichen.

Wie du siehst, gibt es sehr wohl regelbare Trafos ... ich hab so eins in meiner Werkstatt, ich müsste den erst mal von seiner Verkleidung befreien :?

Bild

Ich könnte hier einen Vortrag über alle möglichen Trafos halten - aber wir sind ja hier bei den Modellbahnern :!:

trixexpress
Abgemeldet

Beitrag von trixexpress »

Benzin-Depot hat geschrieben:
  • Schon zu Anfang des vorletzten Jahrhunderts bot die Fa. Märklin elektrische Starkstrom (ca. 110 - 240 V ) und Schwachstrom (ca. 4 V ) Eisenbahnen an.

    Die Stromzufuhr für die Starkstrombahnen erfolgte i.d.R. über Lichtleitung, bzw. die Lampenfassung.

    Der Betrieb erfolgte mittels eines vorgeschalteten, stufenweise regelbaren "Glühlampen- und Regulierwiderstandes".
Theoretisch und in alten Anlagen wohl noch üblich, aber nicht mehr erlaubt waren sogenannte Wasserwiderstände - je nachdem wie tief eine Elektrode in einen mit Wasser gefüllten Becher - der selbst elektrisch mit einem anderen Pol verbunden war - eingetaucht wurde, kam eine große oder kleine Spannung raus.

In der Tat, es gab mal Modelleisenbahnen, die mit Netzspannung fuhren - heute nach VDE undenkbar !

Benutzeravatar
Scholvener Jung
Beiträge: 1491
Registriert: 11.12.2007, 15:55
Wohnort: Oberscholven

Beitrag von Scholvener Jung »

trixexpress hat geschrieben:... es gab intern noch einen Anschluss für eine etwas überhöhte Spannung (ca. 26 Volt), damit der Feldsteller in der Lok umgeschaltet werden konnte, daher auch bei Märklin das charakteristische Aufblitzen der Lampen während der Fahrtrichtungsumschaltung.
Richtig! Und wenn man die Lok volle Pulle fahren lies, konnte es auch passieren, daß sie auf einmal stehen blieb und in der 'Fahrtrichtungswechselfunktion' hängen blieb. Dann mußte der Trafo-Drehknopp schnell auf Null gedreht werden, weil die Lok sonst so schnell wie sie abbremste, wieder losfuhr.
Hömma!

Benutzeravatar
Benzin-Depot
Mitglied der Verwaltung
Beiträge: 18716
Registriert: 19.01.2008, 02:38
Wohnort: Gelsenkirchen

Beitrag von Benzin-Depot »

trixexpress hat geschrieben: In der Tat, es gab mal Modelleisenbahnen, die mit Netzspannung fuhren - heute nach VDE undenkbar !
...zumal ohne Lokomotive die volle Spannung anlag.

Ab 1923 nahm sich der VDE der Sache an. Kurze Zeit später führten die Untersuchungen dazu, dass die Starkstrombahnen im Deutschen Reich verboten wurden.
  • Bild
    Regelbarer Glühlampenwiderstand für Starkstrombahnen
    Märklin um 1900/1910
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

Benutzeravatar
Benzin-Depot
Mitglied der Verwaltung
Beiträge: 18716
Registriert: 19.01.2008, 02:38
Wohnort: Gelsenkirchen

Streamline Design Trafo

Beitrag von Benzin-Depot »

Streamline-Moderne

Streamline-Design

Bild


Bild


Bild
Streamline-Design Gleichtrom-Transformator aus Bakelit/ ca. 50er Jahre



Die Stilrichtung Streamline-Design entwickelte sich aus dem Art-Déco. Ihren Höhepunkt erreichte sie ca. Mitte der 30er Jahre. Bedeutenster Vertreter dieses Stiles war Raymond Loewy.

Das ausgefallene Transformator Modell im Stil der 30er, ohne Landes- und Herstellerbezeichnung, entstand meines Wissens, in den 50 Jahren in der ehemaligen DDR für PIKO (PIonier KOnstruktion).
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

Benutzeravatar
JohnPlayer
Beiträge: 326
Registriert: 13.11.2007, 18:00
Wohnort: Bismarck

Beitrag von JohnPlayer »

hertener hat geschrieben:Bild
@ hertener:

Wo bekommt man den M-Wagen als Modell? Hersteller müsste (soweit ich das nun weiß) Lima sein. Aber ich finde leider keine Bezugsmöglichkeiten. :(

Die wohl offizielle Seite (Hornby International) hilft mir da auch nicht weiter...


Grüße

Stephan

Benutzeravatar
hertener
Beiträge: 517
Registriert: 06.11.2007, 11:15
Wohnort: Herten, geb in GE, aufgewachsen in Buer

Beitrag von hertener »

JohnPlayer hat geschrieben:
hertener hat geschrieben:Bild
@ hertener:

Wo bekommt man den M-Wagen als Modell? Hersteller müsste (soweit ich das nun weiß) Lima sein. Aber ich finde leider keine Bezugsmöglichkeiten. :(

Die wohl offizielle Seite (Hornby International) hilft mir da auch nicht weiter...


Grüße

Stephan

Den M-Wagen gab es einmal in diversen Ausführungen der BoGeStra (Mein Modell), Mülheim (Mein Modell), DSW Mein Modell DAB und als Maggi), Nürnberg (POP-Ausgabe und Rot-Weiß) und Sonderausgabe CocaCola (Zielschild Essen). Lt. einem Forum soll es wohl auch einmal eine Mainzer Version (DSW, also mit 2 Gelenken) gegeben haben, aber ich darf nur die DAB-Version mein eigen nennen. Ggf, mal ich den irgendwann mal als EVAG Modell um, da ich als Schalker ja leichte Probleme mit Doofmund habe! ;-))) Das Bier schmeckt mir eh nicht.

Egal. Bezugsquellen gibt es so nicht mehr. Entweder man hat Glück und findet noch einen Händler vor Ort oder im Internet - ansonsten: ebay! Ab und zu hat man hier Glück und sichtet ein Modell. Wenn der "Verkäufer" auch noch normal eingestellt ist, kann man das Modell zu den damaligen marktüblichen Kursen ergattern. Sorry, ersteigern! ;-))

Ansonsten ist leider seitens Hornby wohl kein Interesse an Neuauflagen oder Wiederbelebung der Tram-Modelle vorhanden.

Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen.

Sonst gilt: Einfach fragen. ;-)
Sascha

harald kabbeck
Beiträge: 328
Registriert: 15.01.2008, 13:15
Wohnort: Gladbeck

modellstrassenbahnen

Beitrag von harald kabbeck »

Hallo,

es gibt seit einigen Jahren diese Modelle nur noch auf dem 2. Markt(Sammlermarkt)

gruss

H. Kabbeck

Antworten