Auf kleinen Spuren - Modelleisenbahnen in GE

Kindheit und Kinder in verschiedenen Epochen

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hertener
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Beitrag von hertener »

Ruhrpottchrissi hat geschrieben:Wie ich ja schon in eingen anderen Freds geschrieben habe, wuchs ich im Schatten der Zeche Hugo auf und bekam eine Faszination für die Eisenbahn.
Mein erstes Exponat war von FALLER die Hit - Train Eisenbahn, eine Lok auf Batteriebetrieb, die der hiesigen Henschel DHG 500 nicht ganz unähnlich sah, welche auf schwarzen Plastikschienen fuhr. Mit 8 Jahren fand dann "Mutti", dass ich alt genug für eine Märklin H0 wäre und schenkte mir zu Weihnachten einen Startkarton mit Dampflok und zwei Waggons.

Mit dieser Grundlage baute ich dann so nach und nach im Zimmer eine Platte mit Kreisen auf. Mein großer Traum war immer Lokführer, jedoch reichte mein Hauptschulabschluss nur für Verkäufer - und diesen Beruf erlernte ich bei Spielwaren Wahl in der Eisenbahn - Abteilung. Nach der Lehre bin ich dort noch ein paar Jährchen tätig geblieben, wechselte dann irgendwann nach RICHTER SPIEL UND HOBBY in Bottrop und danach auch in RE, kehrte nach dessen Insolvenz wieder nach Wahl zurück.
Kurz bevor der damalige Inhaber, bzw. Juniorchef, die Modellbahn Abteilung schloss, ergriff ich die Flucht in einen anderen Unternehmenszweig, dem Mineralöl, dem ich bis heute treu geblieben bin. Auch wenn früher mit Sicherheit weniger "ALLES SUPER" war als heute, trauer ich WAHL noch hinterher.

Meine Modelleisenbahn ist mittlerweile eine Märklin H0 mit dem neuen "Systems". Und mein Stolz neben dem ICE 3 sind drei Lokomotiven der RAG Bahn und Hafen, bzw der RBH.


Ich habe auch "damals" immer bei Wahl oder bei Pohe eingekauft. Wahl war aber für mich einfacher, da ich von zu Hause nur 2x um die Ecke musste um dort zu sein!
Da ich Gleichstrom habe, nenne ich von Piko den taurus mit RAG mein eigen, von Roco habe ich eine eine RAG Lok und von Mehano den Bluetiger... Bin mir, auch wenn ich die nicht fahren kann, am überlgen mir die RAG Liok von Märklin zu holen... Achja, von Fleischmann habe ich noch den RAG-Schienenbus

AlterMann
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Beitrag von AlterMann »

  • Diesen Fred habe ich erst heute morgen entdeckt und sofort tauchten die gleichen Fragen auf, die ich schon als Kind gehabt habe. Aber ich muß etwas weiter ausholen:
    Mein Vater war Lehrer an der Knaben-Mittelschule mit den Fächern Englisch und Französisch. Weil in der Nazizeit Werkunterricht, vor allem Flugmodellbau, im Unterricht an den Schulen gefordert wurde, die dazu erforderlichen Lehrkräfte aber nicht vorhanden waren, hat mein Vater, zusammen mit Kollegen von anderen Schulen, in mehreren Kursen die dafür erforderliche Ausbildung nachgeholt, unter anderem für Flugmodellbau in den Borkenbergen.
    Im Zusammenhang mit den Bastelarbeiten meines Vaters habe ich mich oft in den neuen Werkräumen der Mittelschule in der Hohenzollernstraße aufgehalten. Wenn Drechsel- und Dreharbeiten erforderlich waren, ging's in den Keller der Georg Schule in der Franz-Bielefeld-Straße. In diesem Raum befand sich nicht nur eine große Metalldrehbank, sondern auch eine Modelleisenbahn, Spur 0 oder Spur 1. Spur H0, die übrigens anfangs Spur 00 hieß – so wie das Reinigungsmittel - war damals noch in den Anfängen.
    Während mein Vater arbeitete, hätte ich gern mit der Bahn gespielt. Das aber war streng verboten, weil Lebensgefahr bestand, denn sie fuhr mit der vollen Netzspannung.

    Meine Fragen:
    Was hatte eine große Drehbank in einer Volksschule zu suchen?
    Was hatte eine Modelleisenbahn in einer Volksschule zu suchen?
    Wie kommt es, daß auch jetzt noch, nach Jahrzehnten, Modellbahnfreunde immer noch - gerade dort - ein Refugium haben? ( und das, nachdem die Schule durch Bomben zerstört war?)
    Die Frage, auf welche Weise mein Vater an den Schlüssel zum Keller kam (direkter Eingang vom Schulhof her, Ostseite), ist leicht zu beantworten: Einem Foto ist zu entnehmen, daß mein Vater und ein Lehrer der Schule gemeinsam an einem Kurs in den Borkenbergen teilgenommen haben (Herr Saalmann, mein Lehrer im 1.Schuljahr). Außerdem waren meine Eltern mit dem damaligen Schulleiter, Herrn Brüggemann, gut bekannt.

    Außer meinen Fragen habe ich aber auch ein paar Antworten bezw. Anmerkungen zu den von Karlheinz Rabas aufgeworfenen Fragen:
    Gleichstrom-Kleinmotoren waren und sind beliebt, weil sie netzunabhängig mit Zellen und Akkus an allen Orten betrieben werden können. Durch Ändern der Stromflußrichtung ist Vorwärts- und Rückwärtslauf möglich. Die zweite Wicklung für den Stator kann entfallen, weil man Permanentmagnete einsetzen kann.
    Bei Gleichstrom-Modellbahnen konnten bei Einsatz von Weichen Schwierigkeiten auftreten, weil die Plus-Schiene mit der Minus-Schiene zusammentreffen konnten (Kurzschluß!). Deshalb hat sich Märklin für Wechelstrom entschieden, eventuell den Wechselstrom für Modellbahnen sogar eingeführt.

    Stadtbahnen wurden üblicherweise mit Gleichstrom betrieben, weil Gleichstrom-Motoren bei gleicher Leistung kleiner und leichter sind als Wechselstrommotoren. Die Änderung der Drehzahl bezw. Fahrgeschwindigkeit allerdings war nur über Vorschaltwiderstände möglich. Diese vergeudeten sehr viel Energie und konnten im Betrieb sehr heiß werden – sie waren aus diesem Grund im Allgemeinen auf dem Dach der Bahnen untergebracht.
    Bei dem im Bild gezeigten Gerät sind die beiden Glühlampen als Vorschaltwiderstände aufzufassen.
    Bild
    Gefunden bei Benzin-Depot

    Daß Energieverluste auftreten wird klar, wenn man sich vorstellt, daß der Strom für die Bahn zunächst oder hinterher durch die Lampen fließt, welche hierdurch aufleuchten bezw. zumindest warm werden, obschon das nicht gewünscht ist.
    Durch die Entwicklung der Leistungs- und Steuerungselektronik geht man mehr und mehr zu Drehstrommotoren über.

    Ich bin recht sicher, daß vor der Strom-Umstellung in den dreißiger Jahren, das Haus in dem wir wohnten (Roonstraße), mit Gleichstrom versorgt worden ist (das war hier im Zusammenhang mit dem Elektrizitätswerk in der Hochstraße schon einmal Thema). Beim Kauf von Staubsaugern und Radios wurden von den Händlern sogenannte Allstromgeräte empfohlen, die unabhängig vom Wohnort (Stadtteil) eingesetzt werden konnten. Beim Umzug von Gelsenkirchen nach Warburg, von einer Wechselstrom-Stadt in eine Gleichstrom-Stadt, hatte das den Vorteil, daß der 'Gelsenkirchener' Staubsauger und das Radio in Warburg zu gebrauchen waren.

    Ich glaube, daß ich mit meinen Fragen bei Benzin-Depot, wegen seiner besonderen Kenntnisse in diesem Teil der Altstadt, gut aufgehoben bin.
    Es taucht bei mir schon wieder die Frage auf, warum dieses Stadtgebiet jetzt Schalke heißt. Irgend jemand hat in irgendeinem Fred gemutmaßt: "Damit das 'Schalker Gymnasium' in Schalke liegt." – Das fände ich allerdings lächerlich!

    AlterMann

    P.S. Die Beiträge von Trixexpress sind mehr als ausführlich und fehlerfrei einschließlich der Schaltbilder, auch wenn das angezweifelt worden ist. Das zweite Bild von unten entspricht der Schaltung von Märklin-Trafos, allerdings ist bei diesen die Sekundärwicklung auf eine Spannung von unter 30 V begrenzt, ferner haben sie eine zusätzliche Sicherung, die den Stromkreis für eine Zeit unterbricht, wenn der Trafo durch Überlastung zu warm wird.
Zuletzt geändert von AlterMann am 24.01.2010, 20:50, insgesamt 2-mal geändert.

trixexpress
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Beitrag von trixexpress »

AlterMann hat geschrieben:Die Beiträge von Trixexpress sind mehr als ausführlich und fehlerfrei einschließlich der Schaltbilder, auch wenn das angezweifelt worden ist. Das zweite Bild von unten entspricht der Schaltung von Märklin-Trafos, allerdings ist bei diesen die Sekundärwicklung auf eine Spannung von unter 30 V begrenzt, ferner haben sie eine zusätzliche Sicherung, die den Stromkreis für eine Zeit unterbricht, wenn der Trafo durch Überlastung zu warm wird.
@AlterMann: Danke für das Lob !
In der Tat, ich hatte da noch vergessen, reinzumalen, wie ein Märklin-Trafo elektrisch aufgebaut ist. Die Fahrspannung war regelbar von 0 bis ca. 15 Volt, für den Umschaltimpuls benötigte man ca. 26 Volt, die durch Drücken des Fahrtreglers anstand.

TG-A Wolf
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Beitrag von TG-A Wolf »

Habe soeben erst den Modellbahn-Thread gefunden. Ich bin zwar nur Hobbybahner, was man mitunter deutlich sieht, habe aber einige Motive der klassischen Schwerindustrie (mehr oder weniger dillettantisch) nachgebaut.

Wenn es interessiert: www.norderfleeter-eisenbahn.de.tl

Stromwort
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Beitrag von Stromwort »

Meine letzte Anschaffung 2008.
Heute leider alles in Kartons verpackt, kein Platz.

Bild

pito
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Beitrag von pito »

Stromwort hat geschrieben:Heute leider alles in Kartons verpackt, kein Platz.
Hörte von einem findigen Menschen, der seine Modelleisenbahn mit einem selbstentwickelten Mechanismus unter die Decke ziehen konnte.

Stromwort
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Beitrag von Stromwort »

pito hat geschrieben:
Stromwort hat geschrieben:Heute leider alles in Kartons verpackt, kein Platz.
Hörte von einem findigen Menschen, der seine Modelleisenbahn mit einem selbstentwickelten Mechanismus unter die Decke ziehen konnte.
Ja das gibt es. Gefällt mir aber optisch nicht.

Modellbahnhof
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Beitrag von Modellbahnhof »

Hallo zusammen,

da in früheren Beiträgen ja schon mal über den Modellbahnclub in der Franz Bielefeld Straße berichtet wurde, wollte ich hier nur verkünden, daß es auch dieses Jahr am 3. Advent wieder einen Tag der offenen Tür geben wird.
Am 12.12 ist das Clubheim im Untergeschoss der Schule an der Franz Bielefeld Straße von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Gezeigt wird im vorderen Raum eine Anlage mit Rotthäuser Vorbildern aus den 60er Jahren, sowie mit Ausschnitten des Gelsenkirchener Hauptbahnhofes.
Der Hafen im zweiten Raum hat kein direktes Vorbild, aber man hat dort Betriebe angesiedelt wie es sie auch hier in der Umgebung gegeben hat.

Anbei ein paar Bilder als Vorgeschmack:

Edit Verwaltung:
http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... 084#268084

Oliver

von waldbröl
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Beitrag von von waldbröl »

Funzen die Bilder beim anklicken nur bei mir nicht?

Wolle

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Benzin-Depot
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Beitrag von Benzin-Depot »

von waldbröl hat geschrieben:Funzen die Bilder beim anklicken nur bei mir nicht?

Wolle
ne, bei mir auch nicht, da ist wohl was schiefgelaufen.
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

von waldbröl
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Beitrag von von waldbröl »

Schade, hätt mich sehr interessiert.
Hatte bis vor kurzem eine ansehnliche Sammlung von Spur N. 14 Loks und dazugehörende Waggons mit Schienenmaterial. ( Größtenteils noch aus den 70er Jahren) Mangels Platz hab ich alles meinem Sohn geschenkt.

Wolle

Modellbahnhof
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Bilder

Beitrag von Modellbahnhof »

Tschuldigung,

habe gerade bei meinem Anbieter gelesen:
"... Wartungsarbeiten bis Montag ..."

Müsste also die nächsten Tage zu sehen sein.

Oliver

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Benzin-Depot
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Re: Bilder

Beitrag von Benzin-Depot »

Modellbahnhof hat geschrieben:Tschuldigung,

habe gerade bei meinem Anbieter gelesen:
"... Wartungsarbeiten bis Montag ..."

Müsste also die nächsten Tage zu sehen sein.

Oliver
@Modellbahnhof: Danke, alles klar. Kannst Du die Bilder nicht direkt hier hochladen ?
Übrigens, willkommen im Forum :winken:
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

Modellbahnhof
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Bildas

Beitrag von Modellbahnhof »

Hallo,

mittler Weile heißt es "Wartungsarbeiten bis Dienstag".
Habe daher die Bilder nun hier eingestellt. Ich wusste gar nicht, daß es hier so einfach ist.
Nur konnte ich den alten Beitrag nicht editieren um dort die leeren Felder entfernen.

Ein kleiner Rundgang,
die Rotthauser Str. höhe Schulz-Briesen Str.
Bild
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Um die Ecke auf der Steeler Str.
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Bild
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Das Bahnhofsgebäude von der Straßenseite
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Die Kokerei Dahlbusch
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Der Wasserturm des BW GE-Hbf
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Die Güterabfertigung des BW GE-Hbf
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Entschuldigt noch einmal die Unannehmlichkeiten.

Oliver

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Benzin-Depot
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Re: Bildas

Beitrag von Benzin-Depot »

Modellbahnhof hat geschrieben: Entschuldigt noch einmal die Unannehmlichkeiten.

Oliver
Son Quatsch. Was für Unannehmlichkeiten ?

@Oliver: Dankeschön für das Einstellen der Fotos hier :wink:
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(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

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