Der 1. Mai

Gewerkschaftliche Themen

Moderatoren: Verwaltung, Redaktion-GG

Pallor
Beiträge: 281
Registriert: 12.04.2009, 12:58

Beitrag von Pallor »

Aber in der ganzen Nazihysterie wird oft vergessen, dass es auch andere, böse Sachen in der Welt gab. Die Kommunisten sind hier von vielen hoch angesehen - und gerade diese haben auch Blut an den Händen.

Ich bin ein Kind der Bundesrepublik und wirklich stolz darauf, was dieses Land nach 1945 geleistet hat. Dies haben wir unseren Politikern wie Adenauer oder Brandt und vielen mehr zu verdanken. Hätten diese Leute damals falsch entschieden, würden wir heute auch mit roten Fahnen Parademärsche absolvieren, wie die Bürger der damaligen DDR.
1. Ist der Unterschied zwischen dem Kommunismus und den Nazis das die Ideologische Grundlage des Kommunismus die konsequente weiterführung der Aufklärung und des Humanismus ist.
Alle Menschen sind erstmal rechtlich gleich, werden aber erst durch die gleichen Demokratischen Rechte auf Produktion und Vermögen zu faktischen gleichen Menschen.

Die Nazi Ideologie will KZs, sie will Krieg und ebenso den Rassismus.

Daher ist denke ich immer zu berücksichtigen bei Kommunisten ob sie aus diesen schrecklichen Verbrechen unter Stalin und Co gelernt haben, bei Nazis gibt es da aber keine Ausnahme sie sind und bleiben geschlossen die Feinde der Demokratie.

2. Bist du auch Stolz auf die Schattenseiten der BRD?
Z.b. das Homosexualität in der BRD bis in die 70er verfolgt wurde, OBWOHL es in der Weimarer Verfassung schon geändert wurde?
3Es ist auch quatsch zu fragen, wo wir in Somailia waren. Damals hatte die Bundeswehr noch eine ganz andere Ausrichtung. Heute verlangen die Bündnispartner, dass auch Deutschland sich beteiligt. Wir dürfen nicht immer nur nehmen, sondern müssen auch geben.

Pallor hat durchaus recht - völkerrechtlich ist der Einsatz in Afghanistan nicht in Ordnung. Menschlich glaube ich aber doch.
1. Wo sind die Truppen in Tibet gewesen?
2. Wo gab es Truppen für Guantanamo?
3. Wo sind die Truppen als Frankreich in Madagaska einen Präsidenten mal eben stürzte?
...

Wo und Wieso Krieg geführt wird ist schlicht willkürlich den Stärkeren Überlassen... und wenn nunmal China zu den Top Handels Partnern gehört dann gönnen wir ihnen ebenso wie Russland mal ein paar Massaker. Hauptsache beide Seiten kaufen fleissig deutsche Produkte und Waffen...

Davon abgesehen das ich Krieg niemals menschlich finde, frag mal die Angehörigen von den Opfern des Luftangriff in Kunduz, ist das doch eine echt schreckliche Einstellung.

Wir sind uns klar das wir gegen unsere eigenen Demokratischen Gesetze verstoßen, aber wenn wir das ok finden, dann dürfen wir das ja wir haben ja zumindest Offiziell das Ziel Demokratie dort reinzuprügeln...

Das ist die Verlogenheit, die dazu führt das die Menschen die unter der Westlichen Arroganz und Ausbeutung leiden, erkennen wie Scheinheilig das hier alles abläuft und wie wenig Sinn es Macht dann an die Gerichte Petitionen zu schreiben die eh in den Händen sind von den Mächtigen...

Paul

P.S.: Ich verlange ja nicht das alle Menschen sofort die Grenzen abreißen und alle Waffen vernichten, etwas Ehrlichkeit wäre einfach mal nur nett.
Entweder wir halten uns an unsere Gesetzte und Vorgaben, oder wir schaffen sie einfach ab und stehen dazu das wir sie ignorieren.

Mark
Beiträge: 498
Registriert: 21.11.2008, 23:10
Wohnort: ehemals GE-Resse, den jetzigen sag ich lieber nicht

Beitrag von Mark »

@ pallor

Zu Punkt 1 gebe ich Dir zu 99,3 % recht. Aber den Kommunismus halte ich auch für bedenklich. Auch hier verbinde ich Unterdrückung, KZs, Verfolgung, Unmenschlichkeit.
Hilf mir bitte auf die Sprünge: mir ist und war bislang kein kommunistisches Land bekannt, wo die Menschenrechte geachtet werden, die Presse und das Internet etc. Zensiert, kurzum
das Leben der Menschen nicht beschnitten wird. Wenn ich mich irren sollte, dann lasse ich mich gerne belehren.

Dies ist keine Verharmlosung der Geschichte des 3.Reiches, eine Aufrechnung oder ein
Vergleich. Daher stimme ich Dir in Deinem Punkt in bezug auf die NS-Herrschaft vollkommen zu. Auch denke ich, dass die rechten Parteien nichts aus der Vergangenheit gelernt haben.

Sicherlich gibt es auch Aspekte, wo man in bezug auf die Bundesrepublik stolz ist. Aber was unsere Gründerväter nach 45 geschaffen haben, was aus diesem Land geworden ist und wie wir uns innerhalb der Staatengemeinschaft bewegen, das ist OK.
Intellektuelle können über alles reden, aber nur wenige Intellektuelle können wirklich etwas machen.
-Helmut Schmidt- (und recht hat er!)

BulmkerHüller
Abgemeldet

Beitrag von BulmkerHüller »

Hallo,

ich möchte hier auf meinen letzten Beitrag eingehen.

Gebt doch bitte einfach mal "G u t m e n s c h" (allerdings ohne die Leerstellen; also zusammen geschrieben) in das Textfeld der "Antwort erstellen"-Funktion. Anschließend einmal "Vorschau" klicken.

Es erscheint statt "G u t m e n s c h" die Wortfolge: "übertrieben moralisierendem naiven Menschen , den ich für einen Heuchler halte".

Diese Art der Vorzensur kennt man nur aus China, der DDR, (national)-sozialistischen und kommunistischen Staaten etc.

Die GG-Verantwortlichen sollten sich mal zu so einem Vorgehen ihrerseits äußern.

Gruß, BulmkerHüller

Benutzeravatar
Benzin-Depot
Mitglied der Verwaltung
Beiträge: 16784
Registriert: 19.01.2008, 02:38
Wohnort: Gelsenkirchen

Beitrag von Benzin-Depot »

BulmkerHüller hat geschrieben:..Gebt doch bitte einfach mal "G u t m e n s c h" (allerdings ohne die Leerstellen; also zusammen geschrieben) in das Textfeld der "Antwort erstellen"-Funktion. Anschließend einmal "Vorschau" klicken.

Es erscheint statt "G u t m e n s c h" die Wortfolge: "übertrieben moralisierendem naiven Menschen , den ich für einen Heuchler halte".
... hier gibt es so einige neckische Spielereien :ja:
BulmkerHüller hat geschrieben:Diese Art der Vorzensur kennt man nur aus China, der DDR, (national)-sozialistischen und kommunistischen Staaten etc.

Die GG-Verantwortlichen sollten sich mal zu so einem Vorgehen ihrerseits äußern.
Herzlichen Glückwunsch, Du bist seit Jahren der erste der das hier ausprobiert hat. :P
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

BulmkerHüller
Abgemeldet

Beitrag von BulmkerHüller »

:D ein netter Gag von den GGlern...

BulmkerHüller
Abgemeldet

Beitrag von BulmkerHüller »

:dagegen: finde es allerdings nicht so recht lustig das Ganze...

Benutzeravatar
Benzin-Depot
Mitglied der Verwaltung
Beiträge: 16784
Registriert: 19.01.2008, 02:38
Wohnort: Gelsenkirchen

Beitrag von Benzin-Depot »

...eventuell solltest Du Dir dann eine andere Spielwiese suchen.
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

BulmkerHüller
Abgemeldet

Spielwiese

Beitrag von BulmkerHüller »

@Benzin-Depot:

Die GG-Seiten betrachte ich nicht als Spielwiese; ich sehe sie als Plattform, wo sich jeder Gelsenkircherner (egal ob Ex-Gelsenkirchener, Weggezogener etc.) zu seiner Geschichte, zu seinen Einstellungen, zu seiner Meinung äußern darf.

Gruß,

ein BulmkerHüller


PS: als "neckische Spielereien" würde ich solche Manipulationen nicht mehr bezeichnen...

Diese Art von "neckischer Spielerei" geht schon eher in die Richtung: "Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag' ich dir den Schädel ein"...

Benzin-Depot, ein wenig mehr gelebte Demokratie täte auch dir gut...

Mark
Beiträge: 498
Registriert: 21.11.2008, 23:10
Wohnort: ehemals GE-Resse, den jetzigen sag ich lieber nicht

Beitrag von Mark »

Das vorgenannte Wort ist in der Tat negativbesetzt, hat seinen Ursprung anscheinend in der Saitire. Gemunkelt wird, Goebbels hätte es persönlich erfunden, was aber nicht zu belegen ist. Das Saitiremagazin "Titanic" nutzte das Wort in abgewandelter Form.

Unbestritten ist, dass es vorwiegend von rechts gerichteten Gruppierungen genutzt wird, um den politischen Gegner zu diffamieren.

Aber es wird nicht nur dort verwendet. So nutzte ein sehr bekannter jüdischer Schriftsteller (der im 2. WK selbst verfolgt wurde) das Wort in einem Interview. Und das Interview hatte keinerlei rechte Inhalte. Es kommt also auf den Blickwinkel an, wo und wie man das Wort verwendet und in welchem Zusammenhang. Dennoch ist es negativ behaftet und man sollte darauf verzichten.

@ pallor

Leider hattest Du Dich noch nicht zu meiner Frage bzgl. kommunistisch geführter Länder bzw. dem Kommunismus äußern können.

Der Kommunismus bzw. die Ideologie hat ja bei einigen hier einen hohen Stellenwert oder genießt zumindet ansatzweise Symphatie. Pallor z.B. zieht den Kommunismus sehr oft für Vergleiche heran. Es mag sein, dass die Idee des "alle sind gleich" toll ist, in der Realität aber nie zustande kam bzw. von kommunistischen Länder nie verwirklicht wurde. Kritiker werden in Gefängnisse gesteckt, Zeitung und Internet werden zensiert, freie Meinung wenn überhaupt hinter vorgehaltener Hand, eine PArtei bestimmt alles, kaum Opposition.
Ich habe immer so den Liedtext im Kopf "Und aus lenischem Geist und von Stalin geschweisst - die Partei, die Partei, die Partei." Dazu dann die roten Fähnchen bei den Märschen der "Massen" - WOW; dass mus man echt haben, wenn sich die KPD oder ähnlich fehlgeleitete Gruppierungen in der Tat sich bei einer Bundestagswahl durchsetzen könnten.

Der Kommunismus endete immer in einer Ungleichheit: die wenigen Herrscher hinter hohen Mauern - da das Volk. Und das soll die beschworene Gleichheit sein ? Propagiert haben sie dies alle - "alle sind gleich" - in die Tat wurde es nie umgesetzt.

Da geht es uns in der Demokratie wesentlich besser. Man darf sogar als hoher Beamter bei einer NPD-Kundgebung teilnehmen. Wenn dies auch mehr als bescheuert ist - man landet aber nicht gleich im Gefängnis. Dafür steht die Demokratie - als Garant dafür, dass man sein Leben frei gestalten darf, auch wenn diese freie Gestaltung manchmal Fehlleitungen erfährt. Eine gute Demokratie kann aber auch damit fertig werden - und so mache ich mir keine großen Gedanken, dass unsere Demokratie von einer rechten Partei oder kommunistischen Ideologie zerstört wird.
Intellektuelle können über alles reden, aber nur wenige Intellektuelle können wirklich etwas machen.
-Helmut Schmidt- (und recht hat er!)

Benutzeravatar
Benzin-Depot
Mitglied der Verwaltung
Beiträge: 16784
Registriert: 19.01.2008, 02:38
Wohnort: Gelsenkirchen

Beitrag von Benzin-Depot »

@Hüller: Schade, Du missverstehst mich leider. Ich hab mir nur gedacht, für jemanden der sich hier schon nach wenigen Beiträgen von den Foren-Betreibern zensiert fühlt, ihnen Unverfrorenheit und Frecheit vorwirft und mit (national)-sozialistischen Taktiken Vergleiche anstellt, gibt es sicherlich Plattformen auf dener er sich lieber betätigen würde.

BulmkerHüller hat geschrieben:GG-Admins: eure frech- und unverfrorenheit in bezug auf das schreiben/texten des wortes "g-u-t-m-e-n-s-c-h" ist schon grenzwertig. (...)
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

Männlein
Beiträge: 1230
Registriert: 27.02.2007, 13:08

Beitrag von Männlein »

Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass solche "neckischen Spielchen" den Köpfen übertrieben moralisierender Menschen entspringen, die so naiv sind, sich natürlich nicht für Heuchler zu halten.

Generös darüber hinwegzusehen, halte ich für realitätsnah und durchaus angemessen...

Männlein

Benutzeravatar
Ego-Uecke
† 17. 10. 2019, War Mitglied der Verwaltung
Beiträge: 11936
Registriert: 24.02.2007, 10:43
Wohnort: Gelsenkirchen-Ückendorf

Beitrag von Ego-Uecke »

Ich frage mich sowieso schon die ganze Zeit, warum sich BulmkerHüller, alias ???, alias ???, alias ??? immer wieder hier anmeldet, wenn ihm die Spielwiese der GG nicht demokratisch genug ist.

Pallor
Beiträge: 281
Registriert: 12.04.2009, 12:58

Beitrag von Pallor »

Dazu schrieb Bakunin ein Anarchistischer Sozialist:

"Wir sind überzeugt, daß Freiheit ohne Sozialismus Privilegienwirtschaft und Ungerechtigkeit, und Sozialismus ohne Freiheit Sklaverei und Brutalität bedeutet."

Die Notwendigkeit den Kapitalismus zu beenden und etwas neues einzuführen was eben die viel Beschworene Demokratie zu Ende denkt, ergibt sich ja nicht aus der "genialen" Neuen Idee sondern aus dem Elend was der Kapitalismus betreibt.

Oder anders Formuliert, wäre der Kapitalismus nicht so schlecht müsste es keinen 1. Mai geben.

Das es bisher auf Staats Ebene keine reale Alternative gab ist unbestritten, und demokratische
SozialistInnen erkennst du daran das sie gerade die Undemokratischen Aktionen dort Kritisieren. Was aber eben nicht die Idee oder die Bewegung des Sozialismus diskreditiert sondern die Stalinistische Verfehlung.

Übrigens ein klasse Buch zu dem Thema "Animal Farm", dort kritisiert ein Sozialist genau diese Problematik. Die Herrschaft durch die Menschen war schlecht, das aber dann die Schweine an die Macht kamen, war gar nicht das Ziel der Bewegung und muss korrigiert werden.<- sehr platt ausgedrückt

Der 1. Mai ist daher neben den reale Forderungen die erhoben werden, aus der Not des faktischen, eben auch ein Ausblick das es anders werden könnte.

Und genau das ist das Problem im Moment, viele Menschen sehen keine Alternative mehr, sie glauben das die Gesellschaft in der wir leben etwas "natürliches" wäre und unveränderbar. Was natürlich Quatsch ist, denn auch diese Gesellschaft gibt es erst ca. 400-500 Jahre, und gerade die Ethnologie zeigt immer wieder auf wie Sozialisationen sich auch ganz anders Entwickeln können, z.b. ohne einen Begriff von Besitzt.

Zusammen fassend ist die Forderung die ein Sozialist heute zu erheben hat nichts anderes, als das alle Menschen Demokratisch über den Besitz an Produktionsmitteln mit entscheiden darf. Was dann zu einer radikalen Umverteilung führt.

Paul

Erbsenzähler
Abgemeldet

Beitrag von Erbsenzähler »

Pallor
Zusammen fassend ist die Forderung die ein Sozialist heute zu erheben hat nichts anderes, als das alle Menschen Demokratisch über den Besitz an Produktionsmitteln mit entscheiden darf. Was dann zu einer radikalen Umverteilung führt.
War alles schon mal mal da.
Der Arbeiter und Bauernstaat lässt grüssen.

Mark
Beiträge: 498
Registriert: 21.11.2008, 23:10
Wohnort: ehemals GE-Resse, den jetzigen sag ich lieber nicht

Beitrag von Mark »

@ Erbsenzähler

das waren doch die, die in Wohngebieten für die Priviligierten wohnten, Bananen futterten, Volvos fuhren, vom Westen Devisen erpresst haben und sich dann mit roten Fähnchen feiern ließen. Es wurde alles so "demokratisch" umverteilt, dass das Volk Schlange stehen musste und die hohen Herrschaften der Partei fette Bäuche bekamen.

Und ich wage zu orakeln - wenn nur eine dieser kommunistischen oder leninistischen oder sozialistischen Parteien wieder an die Macht kämen, so hätten wir schnell wieder die gleichen Verhältnisse wie damals bei den Arbeitern und Bauern.
Intellektuelle können über alles reden, aber nur wenige Intellektuelle können wirklich etwas machen.
-Helmut Schmidt- (und recht hat er!)

Antworten