Bäckereien und Metzgereien in Gelsenkirchen

Geschäfte, Handwerker und Betriebe, die keinem Stadtteil zugeordnet werden können

Moderatoren: Redaktion-GG, Verwaltung

axel O
Abgemeldet

Beitrag von axel O »

aber ist denn der wirklich entscheidende Punkt in beiden Fällen nicht, daß eine Tier für die Mahlzeit stirbt?
Das tun sie schon seit 6000 Jahren. Die Frage ist nur "Wie" ?


Wäre kompletter Fleischverzicht nicht die einzig wirklich logische Konsequenz?
Absolut ! Ziehe vor jedem den Hut, der es durchzieht.....

Benutzeravatar
timo
Beiträge: 4267
Registriert: 29.04.2008, 23:48
Wohnort: Meerbusch-Büderich (früher Beckhausen u. Bulmke)

Beitrag von timo »

axel O hat geschrieben:Das tun sie schon seit 6000 Jahren.
Das rechtfertigt für mich nichts. Gerade vor 6000 Jahren war es allgemein mit Respekt vor Mitlebewesen noch weit weniger her als heute, und moralische Bedenken gegenüber Massentierhaltung hätte es sicher nicht gegeben. Sie war mangels technischer und logistischer Voraussetzungen schlicht noch nicht möglich.
Und was hat das mit Gelsenkirchen zu tun?

axel O
Abgemeldet

Beitrag von axel O »

timo hat geschrieben:
axel O hat geschrieben:Das tun sie schon seit 6000 Jahren.
Das rechtfertigt für mich nichts. Gerade vor 6000 Jahren war es allgemein mit Respekt vor Mitlebewesen noch weit weniger her als heute, und moralische Bedenken gegenüber Massentierhaltung hätte es sicher nicht gegeben. Sie war mangels technischer und logistischer Voraussetzungen schlicht noch nicht möglich.
Sehr hypothetisch.... Soll ich Dir jetzt Gesellschaft und Nahrungsbeschaffung in der Steinzeit erklären ?
Darum geht es nicht. Fakt ist heute und faktisch ist der Umgang mit dem Nutzvieh, wenn wir Haltung, Transport und Schlachtung sehen, einfach sehr würdelos und grenzt m.E. oftmals an Tierquälerei. Ich denke, Du wirst schon einmal darüber Berichte gesehen und gelesen haben.
Es ist hinreichend bekannt. Es ist aber auch recht einfach, dies beim Konsum auszublenden.

Benutzeravatar
timo
Beiträge: 4267
Registriert: 29.04.2008, 23:48
Wohnort: Meerbusch-Büderich (früher Beckhausen u. Bulmke)

Beitrag von timo »

axel O hat geschrieben:Es ist aber auch recht einfach, dies beim Konsum auszublenden.
Blendet man denn nicht generell aus, wenn man Fleisch verzehrt?

Für diesbezüglich bezeichnend halte ich die Geschichte, wie Paul und Linda McCartney zu Vegetarieren wurden. Sie saßen zusammen auf einem Bauernhof bei Tisch, aßen Lammkeule, und auf einmal tauchten vor dem Fenster spielende Lämmer auf. Der Lammbraten hatte auf einmal ein Gesicht, und schon war's das mit dem Fleischkonsum.
Und was hat das mit Gelsenkirchen zu tun?

Benutzeravatar
hoppi
Beiträge: 584
Registriert: 18.01.2009, 19:18
Wohnort: Gelsenkirchen

Beitrag von hoppi »

timo hat geschrieben:Für diesbezüglich bezeichnend halte ich die Geschichte, wie Paul und Linda McCartney zu Vegetarieren wurden. Sie saßen zusammen auf einem Bauernhof bei Tisch, aßen Lammkeule, und auf einmal tauchten vor dem Fenster spielende Lämmer auf. Der Lammbraten hatte auf einmal ein Gesicht, und schon war's das mit dem Fleischkonsum.
Schöne Geschichte - aber Wirklichkeit oder nur eine schöne Geschichte? Und zudem nicht verallgemeinerbar...

Meine Eltern hielten früher Kaninchen, im eigenen Garten. Jeweils Ostern und Weihnachten wurde eins davon geschlachtet - dafür waren sie da, nur zu diesem Zweck wurden sie gehalten. Natürlich hatte ich immer ein "ganz persönliches Lieblingskaninchen", mit dem ich als Kind gesprochen, gespielt habe. Zwangsläufig war das auch irgendwann "dran". Ich hab immer wie ein Löwe gekämpft, doch ein anderes zu nehmen, aber wenn es dran war, war es dran, da kannte mein Vater kein Erbarmen. Dieses ganz spezielle Kaninchen hatte für mich nicht nur ein Gesicht, sogar einen Namen. Gegessen hab ich den Braten trotzdem...

Aber es driftet ab und hat nichts mehr mit Bäckereien und Metzgereien in Gelsenkirchen zu tun...

Männlein
Beiträge: 1230
Registriert: 27.02.2007, 13:08

Beitrag von Männlein »

axel O hat geschrieben:Darum geht es nicht. Fakt ist heute und faktisch ist der Umgang mit dem Nutzvieh, wenn wir Haltung, Transport und Schlachtung sehen, einfach sehr würdelos und grenzt m.E. oftmals an Tierquälerei. Ich denke, Du wirst schon einmal darüber Berichte gesehen und gelesen haben.
Es ist hinreichend bekannt. Es ist aber auch recht einfach, dies beim Konsum auszublenden.
Es gibt nicht nur Fleischfabriken mit würdelosem Umgang gegenüber Tieren. Es gibt auch Milch- und Eierfabriken.
Vegetarier zu werden wäre nicht konsequent genug...aber ich denke, bei einem ordentlichen Käse kann man auch einiges ausblenden.

Männlein

Benutzeravatar
staudermann
Beiträge: 2187
Registriert: 05.02.2008, 18:23

käse

Beitrag von staudermann »

alles käse hans georg
thomas linke fussballgott
komm wir essen opa

Benutzeravatar
timo
Beiträge: 4267
Registriert: 29.04.2008, 23:48
Wohnort: Meerbusch-Büderich (früher Beckhausen u. Bulmke)

Beitrag von timo »

hoppi hat geschrieben:Schöne Geschichte - aber Wirklichkeit oder nur eine schöne Geschichte?
Zumindest ist es keine Fremderfindung, Paul hat sie in einer Reportage mal selbst vor laufender Kamera erzählt.
Und zudem nicht verallgemeinerbar...
Sicher nicht unbegrenzt. Wer den Weg vom Kalb zum Wiener Schnitzel von Kindesbeinen an aus eigener Erfahrung kennt, wird für solche Geschichten sicher nur ein müdes Achselzucken übrig haben. Bei vielen anderen würde die direkte Assoziation von Fleisch und Tier aber vermutlich ähnliche Denkprozesse anstoßen wie bei PMcC.

Auch wenn's mir heute wahrscheinlich keiner mehr glaubt: Ich habe zu meiner Kinderzeit mal mehrere Jahre lang (später Kindergarten bis schätzungsweise zur dritten Klasse) kein Fleisch gegessen. Ich selbst bin nicht sicher, was der Auslöser war, aber meine Mutter glaubt, es sei ein Kinderbuch namens "Ferien hinterm Deich" gewesen. Es erzählt die Geschichte von zwei Geschwistern aus Hamburg, die einen Urlaub auf einem Bauernhof in Ostfriesland verbringen. Ich selbst habe das Buch in sehr schöner Erinnerung. Aber es gibt eine Stelle, an der es heißt, daß der Bauer Wurst aus Fabriken misstraut und deshalb nur seine selbstgemachte verzehrt. Daneben war ein Bild des Bauern neben einer Kuh zu sehen. Da hab' ich wohl als Kind beim Vorlesen immer die Hände vor die Augen gehalten, und irgendwann habe ich mich dann geweigert, Fleisch zu essen. Selbst meine vormals geliebte Frikandel Speciaal auf dem Campingplatz habe ich fortan verschmäht.

Sollte es den Zusammenhang zwischen Buch und vorübergehendem Vegetarismus tatsächlich geben, hatte ich sozusagen auch mein McCartney-Erlebnis.
Aber es driftet ab und hat nichts mehr mit Bäckereien und Metzgereien in Gelsenkirchen zu tun...
Forum ohne Abdriften geht nicht. ;-)
Männlein hat geschrieben:Vegetarier zu werden wäre nicht konsequent genug...aber ich denke, bei einem ordentlichen Käse kann man auch einiges ausblenden.
Och, das kann man sogar beliebig auf pflanzliche Nahrungsmittel ausweiten, wenn man nur will. Siehe Frutarier. Die nehmen keine Nahrung zu sich, für die eine Pflanze bei der Ernte zerstört werden muss, etwa Getreide. Und die Fundamentalisten unter ihnen weigern sich sogar, von Menschen gepflücktes Obst und Gemüse zu essen, sondern begnügen sich mit dem, was die Pflanzen selbst hergeben.
Und was hat das mit Gelsenkirchen zu tun?

axel O
Abgemeldet

Beitrag von axel O »

Bild

Bild

axel O
Abgemeldet

Beitrag von axel O »

Bild

Fleischerzeitung Dez. 1956

koelleken69
Beiträge: 485
Registriert: 01.05.2008, 16:44
Wohnort: in Resse geboren

Beitrag von koelleken69 »

In Resse gab es in den 70er Jahren den Metzger Fanslau. Die Fleischwurst war so lecker, dass ich mir zu Weihnachten einen Kringel gewünscht habe. Leider habe ich ihn nicht bekommen.
Irgendwann war der Laden verschwunden und ich habe jahrelang nach einer ähnlichen Fleischwurst gesucht. Entweder war sie zu wässrig, zu lasch, zu fettig, zuviel Knochenstücke enthaltend, zuviel künstliche Farbe ( oder Paprika ) hinzugefügt oder, oder,oder.
Jetzt hat in unserer Nähe ein Edeka eröffnet. Dort gibt es eine Fleischtheke mit Fleischwurst der Firma Rasting. Was drin ist will ich jetzt nicht wissen. Aber: Sie schmeckt fast so, wie die von Fanslau. Das weckt bei mir jedesmal Kindheitserinnerungen!
" Höre nie auf anzufangen, und fange nie an aufzuhören !"

pedder vonne emscher
Abgemeldet

Beitrag von pedder vonne emscher »

Wir sind alle auf der Suche nach Wurst, wie es sie früher mal gab. Aber diese Erinnerungen an die 50er bis 70er-Jahre bleiben wohl nur Erinnerungen. Es gibt heutzutage kaum noch Metzger, die Wurst nach diesen alten Rezepten herstellen.

Bei der Grützwurst habe ich noch einen Metzger, auf den ich nichts kommen lasse: Breukmann in Buer. Breukmann hat einen Stand auf den Wochenmärkten in Buer und in Scholven. Und wenn es Grützwurst sein soll, die nach meinem Geschmack gewürzt ist, dann eben Breukmann. Ist natürlich Geschmackssache.

koelleken69
Beiträge: 485
Registriert: 01.05.2008, 16:44
Wohnort: in Resse geboren

Beitrag von koelleken69 »

Jawollllll, Grützwurst musste ich in Erle immer bei Post holen. Die war dann noch warm und wenn ich nach Hause kam, wurde sie angestochen und der Inhalt lief raus. Ich fand das immer ekelig. Hab ich nie mitgegessen, obwohl es gut roch.
Angeblich hat Ebben die Rezepte von Post übernommen. Ob aber die Wurst so schmeckt, weiß ich nicht.
Bei Ebben ist aber die grobe Bratwurst und die dünnen Mettwürstchen spitze. Dafür fahre ich 25km!!!!
" Höre nie auf anzufangen, und fange nie an aufzuhören !"

von waldbröl
Abgemeldet

Beitrag von von waldbröl »

Hab heute, als ich mal wieder auffe Bannofstraße war, bei Wurst - König im Bannofcenter, nen Kringel Grützwurst mitgenommen. ( Kauf ich nur da) Heute abend mit Zwiebeln in der Pfanne gebraten, vorher natürlich bisken genascht vonne Wurst, dazu Kartoffelpüree :essen: ich könnte mich reinsetzen.

Wolle

Der Feldmarker
Abgemeldet

Beitrag von Der Feldmarker »

Hallo zusammen,

die Fleischwurst von Ridderskamp und Hahn ist lecker.

Für mich gab es die beste Fleischwurst vom Metzger Kopprek "Im Busche" in Ückendorf, (war so meine ich zu wissen, in der Wurstküche war ein Getränkeshop und im ehemaligen Ladenfenste standen gebrauchte Waschmaschinen).
Herr Kopprek war auch immer auf dem ehemals großen, schönen Wochenmarkt vertreten. Die Rückseite seines Verkaufswagens stand in Richtung Blümel, wenn es euch was sagt.

Klaus Kopprek hat dann "Am Schulte im Hofe Platz" (Ückendorf) einen weiteren Metzerladen eröffnet. Wir nannten es Hochhaus weil es 6 Stockwerke hatte und im Erlen- oder Weidekamp eine Villa gebaut. Auch soll er mit einer Frau von der Metzgerei Lux verheiratet gewesen sein. Dann kam die Botschaft, dass er leider in jungen Jahren verstorben ist.

Des weiteren gab es in Ückendorf die Bäckerei Michaelis, auf dem o.g. Platz und im Festweg.

Glückauf
Der Feldmarker

Antworten