Alte Ziegeleien und Lehmkuhlen

Geschäfte, Handwerker und Betriebe, die keinem Stadtteil zugeordnet werden können

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

Tekalo hat geschrieben:Im AB GE 1927 sind alle drin und der Rest liegt auf Papier vor. GAAAAAANZ viel Arbeit. :(
meinst du alle Ziegeleien oder die Straßennamen früher/heute ?
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von waldbröl
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Beitrag von von waldbröl »

In Ücke auf der Günnigfelderstraße Ecke Dördelmannshof, war bis Mitte der 50er auch eine Lehmkuhle, die Ziegelei war am heutigen Dördelmannshof neben der Halde von Zeche Holland.
Nachdem die Ziegelei ihren Betrieb eingestellt hat, war die Lehmkuhle städtische Müllkippe. Wurde komplett mit Haushaltsmüll zugeschüttet. Stank im Sommer bestialisch, war aber für uns Blagen eine Fundgrube. Später hatte hier Theo Remy seine Gärtnerei mit Blumengschäft.
Heute ist auf dem Gelände ein Sanitärgeschäft, ein Wohnhaus, ein Zahnlabor, Container und Abbruch Bielinski.

Ganz Ücke - Süd besteht aus Lehmboden.

Wolle

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re-uptake
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Beitrag von re-uptake »

Heinz O. hat geschrieben:einige Straßennamen müßten jetzt noch zugeordnet werden. Schulstraße ist die heutige Ückendorfer Straße und Bochumer Straße ist klar, aber die anderen ?
Also ich bin mir relativ sicher, dass mit Leitherstraße die heutige Leithestraße gemeint ist. Ich weiß, dass am Anfang des heutigen Nattmannsweg direkt an der Leithestraße mal eine Ziegelei war.

Diese hat übrigens so nachhaltig den Boden verseucht, dass vor einigen Jahren dort das Erdreich abgetragen wurde und der Boden versiegelt wurde.

Über andere Ziegeleien dort weiß ich nichts, aber ich werde mal meine Großmutter befragen. Die weiß eventuell mehr.
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Tekalo
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Beitrag von Tekalo »

Heinz O. hat geschrieben:
Tekalo hat geschrieben:Im AB GE 1927 sind alle drin und der Rest liegt auf Papier vor. GAAAAAANZ viel Arbeit. :(
meinst du alle Ziegeleien oder die Straßennamen früher/heute ?
Beides liegt in Papier vor und wartet darauf nur noch abgetippt zu werden. Mehrere Listen und eine ganze Kartei.

Ich wurde gestern im Markgrafenhof zur Ziegelei gefragt und bin heute zufällig drauf gestoßen.

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tulpe
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Beitrag von tulpe »

Südlich der Achternbergstraße in Rotthausen gab es auch eine Ziegelei und die
entsprechende Lehmkuhle. Oder lag die schon auf Essener Gebiet?
Es ist das Schicksal des Genies unverstanden zu bleiben.
Aber nicht jeder Unverstandene ist ein Genie.
(R.W. Emerson)

von waldbröl
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Beitrag von von waldbröl »

tulpe hat geschrieben:Südlich der Achternbergstraße in Rotthausen gab es auch eine Ziegelei und die
entsprechende Lehmkuhle. Oder lag die schon auf Essener Gebiet?
Die kenn ich noch aus den 50ern, da sind wir im Winter auf dem Eis geschlindert.
Die lag auf Essener Gebiet. Ziemlich oben, links von der Landschede da wo sich jetzt das Brachland (oder was das ist) befindet. Kann man bei Google-Earth nicht so genau erkennen.

Wolle

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

ich habe gerade gelesen das Im Sundern, dort wo später der Kindergarten gebaut wurde, und jetzt die Rettungswache 8 ist, eine Ziegelei gestanden hat.

wo hab ich das gelesen ? hier: Die Straßen in der Braubauerschaft im Wandel der Zeit, Herausgeber: Geschichtskreis Gelsenkirchen-Bismarck. 1993
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Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

In Rotthausen und seinem näheren Umfeld hat es die nachstehend aufgeführten zehn Ziegeleien gegeben:

1. Dampfziegelei Leimgardt – Rotthauser Straße (heute Essen-Kray)

2. Ringofen Johann Ostermann – Rotthauser Straße

3. Dampfziegelei W. Sander – Auf der Reihe/Bonnekampstr. (heute E-Katernberg

4. Rotthauser Dampfziegelei – Achternbergstraße

5. Ringofen Johann Ostermann – Wembkenstraße

6. Ringofen Schemannstraße

7. Ringofen Zeche Dahlbusch

8. Ziegelei Spieker – Achternbergstraße

9. Ziegelei Allbau Huestraße, Essen-Schonenbeck

10. Ziegelei Büscher – Haldenstraße, Essen-Katernberg


Karlheinz Rabas
Jeden Dienstag von 17.00 bis 19.00 Uhr sind
Besucher bei uns im Stadtteilarchiv Rotthausen, Mozartstraße 9, herzlich willkommen 10.000 Fotos zu Rotthausen und mehr

Clara
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Re: Alte Ziegeleien und Lehmkuhlen

Beitrag von Clara »

Hallo zusammen,

ich hab dieses Bild aus dem Bestand meines Vaters. Bisher war nicht bekannt wo und um was es sich handelt. Irgendwo aus GE halt. Jetzt hab ich eine Info bekommen, daß es sich um die 'Alte Ziegelei' in der Achternbergstraße handeln könnte.

Bild

Kann das jemand bestätigen?

LG aus dem Schwabenländle

Bärbel

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Mechtenbergkraxler
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Re: Alte Ziegeleien und Lehmkuhlen

Beitrag von Mechtenbergkraxler »

Die Anordnung der Kamine (3 + 1) spräche (!) für Rotthausen. So sah man nämlich die Glasfabrik - damals DELOG, jetzt Pilkington - am Horizont. Aber von der Achternbergstraße aus gesehen stände der einsame Kamin links am Rand. Das Foto deutet daher eher auf einen Standort nördlich Rotthausen hin.

MK
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Heinz O.
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Re: Alte Ziegeleien und Lehmkuhlen

Beitrag von Heinz O. »

Karlheinz Rabas hat zu den Ziegeleien in Rotthausen und in den angrenzenden Stadtteilen von Essen 2021 ein Heft herausgegeben.
http://stadtteilarchiv-rotthausen.de/hefte/heft_05.html
da könnte man fündig werden !
...Die Rotthauser Ziegeleien Spieker und Brandthoff lagen in direkter Nachbarschaft an der Achternbergstraße. Ein Luftbild von 1962 zeigt die beiden Anlagen Seite an Seite - und direkt unterhalb die Lehmgrube. Weiter Gruben und Ziegeleien gab es im Bereich der Terkampstraße (Ringofen Halfmann), an Wembken- (Johann Ostermann) und Schemannstraße...
...Auch die Bergwerks-Gesellschaft Dahlbusch betrieb zwei Ringöfen an Schacht 1 nahe der heutigen Voßgrabenstraße und Schacht II nördlich der Rotthauser Straße...
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Clara
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Re: Alte Ziegeleien und Lehmkuhlen

Beitrag von Clara »

Könnte dann das im Vordergrund eine Ziegelei sein?
Ich hab ja null Ahnung wie die Skyline damals aussah. Schätze das war irgendwann in den 1950er Jahren.
Im Mittelteil ist auch eine Brückenkonstruktion zu sehen. Vielleicht ist die markant.

LG
Bärbel

Clara
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Re: Alte Ziegeleien und Lehmkuhlen

Beitrag von Clara »

Sind denn Luftbilder von GE eigentlich auch online einzusehen?
...Die Rotthauser Ziegeleien Spieker und Brandthoff lagen in direkter Nachbarschaft an der Achternbergstraße. Ein Luftbild von 1962 zeigt die beiden Anlagen Seite an Seite - und direkt unterhalb die Lehmgrube. Weiter Gruben und Ziegeleien gab es im Bereich der Terkampstraße (Ringofen Halfmann), an Wembken- (Johann Ostermann) und Schemannstraße...
...Auch die Bergwerks-Gesellschaft Dahlbusch betrieb zwei Ringöfen an Schacht 1 nahe der heutigen Voßgrabenstraße und Schacht II nördlich der Rotthauser Straße...
[/quote]

Ich muß eh mal die ganze Publikationen von Karlhienz Rabas durchschauen was für mich relevant sein könnte.

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Mechtenbergkraxler
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Re: Alte Ziegeleien und Lehmkuhlen

Beitrag von Mechtenbergkraxler »

Es ist noch ein Detail auf dem Foto, ganz schwach im Hintergrund zu erkennen, nämlich ein Gasometer (der Kokerei Dahlbusch? Dann wären das auch nicht die DELOG Kamine, sondern die der Kokerei (4 Stück? Eher unwahrscheinlich). Im Vordergrund die Brücke wäre dann keine Brücke, sondern die Stützmauer der Kokshalde der Kokerei an der Achternbergstraße.

Mehr Spekulationen will ich nicht in die Luft setzen. Jetzt muss Karlheinz ran.

MK
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Clara
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Re: Alte Ziegeleien und Lehmkuhlen

Beitrag von Clara »

Hier mal noch die Originalbilder, vielleicht erkennt man da noch mehr.
Bei dieser 'Brücke' sind ja solche Bögen, da sieht man durch, eine Stützmauer kann das dann nicht sein. Auf jeden Fall ist dahinter bei dem ersten Kamin eine Halde. Soviel kann ich erkennen.

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