Woolworth

Geschäfte, Handwerker und Betriebe, die keinem Stadtteil zugeordnet werden können

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Gast
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Woolworth

Beitrag von Gast »

Hallo zusammen. Wie ich eben erfahren habe hat Woolworth Insovenz angemeldet. Ich bin darüber sehr bestürzt, da ich die Filiale in Gelsenkirchen und auch in Erle sehr gerne besuche.

Immer mehr bekannte Firmen gehen den Bach runter. Wo soll das enden?

Gruss Toto

axel O
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Beitrag von axel O »

Woolworth is insovent
Habe es auch schon läuten gehört.....

(ich schenke Dir mal ein "t" und ein "l".... :wink: )

jvm
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Beitrag von jvm »

axel O hat geschrieben:
Woolworth is insovent
(ich schenke Dir mal ein "t" und ein "l".... :wink: )
Mensch!, mit zusätzlichem L und T heißt er dann ja Lotto statt Toto.. :lol:

Obwohl ich mich immer gewundert habe, wie bei den Preisen z.B. bei der Woolworth in Erle überhaupt noch eine zum Überleben ausreichende Spanne sein kann, fehlt die Woolworth m.E. nun doch in einem Umfeld wie der Cranger Straße. Allerdings gibt es auf der Meile inzwischen viele kleinere 1-€- und Billig-Läden, die in die Bresche springen, bis auch sie...
Wo wird die Spirale enden?

Gast
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Beitrag von Gast »

Hallo zusammen,
ja wo soll das enden.
Aber leider kann der Einzelhandel von der Abwrackprämie nicht existieren. Das hatten ja auch schon Experten so gesehen.
Tja das wenige Geld fehlt halt dann für andere Anschaffungen.

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timo
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Beitrag von timo »

Im Falle von Woolworth wundert mich das ganze nicht wirklich, weil da in den letzten Jahren für meine Begriffe das richtige Konzept fehlte.

Beim Einzelhandel gibt es zwei Möglichkeiten: Man bedient die qualitätsbewussten Leute und richtet seine Läden vom Erscheinungsbild und Sortiment entsprechend aus, oder man fährt konsequent die Billigschiene. Woolworth hat m.E. beides nicht getan. Die Läden wirken billig, das Sortiment besteht überwiegend aus Low-Cost-Artikeln, aber richtig preisgünstig waren immer nur die Sonderangebote aus den Briefkastenprospekten.

axel O
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Beitrag von axel O »

Aber leider kann der Einzelhandel von der Abwrackprämie nicht existieren. Das hatten ja auch schon Experten so gesehen.
Der Einzelhandel wird nicht wegen einer Abwrackprämie Schaden erleiden. Zudem kommt, dass gerade der kleine Einzelhandel trotz Abwrckprämie und "Krise" deutlich bessere Zahlen schreibt als im letzten Jahr.
Beim Einzelhandel gibt es zwei Möglichkeiten: Man bedient die qualitätsbewussten Leute und richtet seine Läden vom Erscheinungsbild und Sortiment entsprechend aus, oder man fährt konsequent die Billigschiene.
Punkt 1 passt, Punkt 2 nicht ganz, denn der Einzelhandel - und ich spreche hier von den Fachgeschäften - will und kann nicht (sollte auch nicht) mit "billig" konkurrieren. Das können die Großen besser.
Im Falle von Woolworth wundert mich das ganze nicht wirklich, weil da in den letzten Jahren für meine Begriffe das richtige Konzept fehlte.
...und da ist eine Filiale nicht wie die andere.
Beispiel Woolworth Waldbröl... umfassendes Angebot, gut präsentiert. Nicht ausschließlich billig. Ist gut angenommen worden und wird zu unrecht mitsterben.

Die Sinn-Filiale war im Gegensatz zu anderen in der Region - was das Angebot und leider auch die Motivation mancher Mitarbeiter anbelnagt - eher das Schlußlicht. Ja, ich hatte fast den Eindruck, man hat nach GE den ganzen Ramsch geschafft, der anderswo liegenblieb. Kommt mir bei der Woolworth teilweise auch so vor.

Es kommt immer wieder das Argument:" Ja, wir haben ja 20% Arbeitslose, Hartz IV etc. pp. "
Stimmt - und 80%, die "in Lohn und Brot" stehen, kom,sumieren wollen, aber nicht können und immer weiter in andere Städte oder ins Netz getrieben werden.
"Die Nachfrage regelt das Angebot"..... es geht aber auch umgekehrt :wink:

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timo
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Beitrag von timo »

axel O hat geschrieben: Punkt 1 passt, Punkt 2 nicht ganz, denn der Einzelhandel - und ich spreche hier von den Fachgeschäften - will und kann nicht (sollte auch nicht) mit "billig" konkurrieren. Das können die Großen besser.
Gut, aber der Begriff "Einzelhandel" besagt ja nichts über die Größe des Geschäfts, sondern nur, daß das entsprechende Unternehmen Endkunden bedient, insofern stehe ich zu meiner Aussage. Woolworth ist sicher kein Fachgeschäft, wohl aber ein Einzelhändler. Und einer, der von der Größe her die Möglichkeit (gehabt?) hätte, auch "billig" zu sein. Im Prinzip war er das ja sogar, nur eben meiner Meinung nach für das Schnäppchen-Zeitalter nicht mehr konsequent genug.
...und da ist eine Filiale nicht wie die andere.
... OK, da nehme ich meine Pauschalisierung zurück. In der Filiale Bahnhofstraße wird sich aber wohl selten jemand verirren, der in einem angemessen Ambiente hochwertige Produkte kaufen will. Und die Schnäppchenjäger gehen lieber zum 1-€-Shop, wo der China-Kaffeebrüher 6,99 € statt 9,99 € kostet.

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rapor
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Beitrag von rapor »

Ich glaub ich war das letzte Mal in der Wolli, als man noch durchgehen konnte zur Husemannstr.
Mit dem Angebot konnte ich nichts anfangen.
Schön oder eher spaßig fand ich die Bennenung durch (noch) ältere Mitmenschen, die nie Englisch gelernt hatten: Wollwort :) , sagte meine Mutter immer.
Ich hab früher gehört, es wäre im Ursprungsland USA so was wie ein 1 @ Shop gewesen.
Manche sagten auch:"Wir kaufen/verkehren bei amerikanischen Millionären!"
Wiki sagt, 5 und 10 Cent Shop.
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!

Hafenjunge
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Beitrag von Hafenjunge »

Ein paar vielleicht interessante Hintergrundinformationen zur Woolworth-Insolvenz:

Woolworth gehört dem britischen Finanzinvestor Argyll Partners. Das Unternehmen betreibt in Deutschland 323 Filialen und hatte zuletzt etwa 11.000 Mitarbeiter. Argyll hatte die deutsche Woolworth Ende 2007 von dem Finanzinvestor Electra Private Equity übernommen und begonnen, das Unternehmen zu sanieren. Die Gebäude von 110 Filialen wurden an den US-Investor Cerberus verkauft, auch die restlichen sind gemietet.

Die frühere US-Muttergesellschaft, die in Bremen 1927 ihre erste Filiale in Deutschland eröffnete, hatte das deutsche Geschäft 1998 an Electra verkauft. In den USA gibt es seit 1997 keine Woolworth-Filialen mehr. Die britische Schwester schloss Anfang des Jahres die Pforten der letzten von einst mehr als 800 Läden.

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timo
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Beitrag von timo »

rapor hat geschrieben: Schön oder eher spaßig fand ich die Bennenung durch (noch) ältere Mitmenschen, die nie Englisch gelernt hatten: Wollwort :) , sagte meine Mutter immer.
Sag' ich auch, trotz Englisch-LK. Und das werde ich erst ändern, wenn die Amerikaner und Engländer "Vau-weh" und "Beh-emm-weh" statt "Wie-dabbelju" und "Bie-emm-dabbelju" sagen. ;-)

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

jvm hat geschrieben:
Obwohl ich mich immer gewundert habe, wie bei den Preisen z.B. bei der Woolworth in Erle überhaupt noch eine zum Überleben ausreichende Spanne sein kann, fehlt die Woolworth m.E. nun doch in einem Umfeld wie der Cranger Straße. Allerdings gibt es auf der Meile inzwischen viele kleinere 1-€- und Billig-Läden, die in die Bresche springen, bis auch sie...
Wo wird die Spirale enden?
1. dem kann ich nur zustimmen, wird mir auch fehlen
und
2. das was ich bei der Wolli bekommen habe, bekomme ich in keinen anderen Laden, schon gar nicht in nem 1 dollar Laden.
(zumindest in Erle - Schade)
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

KarlB
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Beitrag von KarlB »

Oh je, kriege jetzt schlechtes Gewissen.

Habe in der Wolli in Erle gelegentlich neben einigen Schachteln Zigaretten dort auch schon mal einen Bleistift und Kritzelblock gekauft.

Seit ca. 15 Monaten Nichtraucher und Bleistift sowie Block haben sich noch nicht verselbständigt.
Na ja, wäre jetzt auch zu spät.

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Bienchen
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Erle tut weh

Beitrag von Bienchen »

Die Filiale auf der Bahnhofstraße finde ich ehrlich gesagt grauselig. Ich hatte überhaupt kein Bedürfnis mehr dort einzukaufen. Alles war zu beengt, zu voll und zu müffelig. Hier hätte man schon längst reagieren müssen, es standen ja genug Verkaufsräume frei.
In Erle sieht die Sache schon ganz anders aus und natürlich auch in anderen Städten. Warum dann doch die Insolvenz gekommen ist, kann wahrscheinlich nur das Management beantworten. Bei Großunternehmen sind leider auch bundesweit "gut gehende" Geschäfte betroffen. Ich hatte das mit Lindex erlebt, die ja auch in GE nicht Fuß fassen konnte. Ich bin dann immer nach Herne gedüst, da dort schöne Mode gerade für Kinder angeboten wurde. Der Umsatz dort war enorm, da die Kunden wirklich aus den umliegenden Städten angereist sind. Jedoch hat sich auch LINDEX komplett aus Deutschland verabschiedet.

MichaL
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Beitrag von MichaL »

Hafenjunge hat geschrieben:Woolworth gehört dem britischen Finanzinvestor Argyll Partners. [... ]Die Gebäude von 110 Filialen wurden an den US-Investor Cerberus verkauft, auch die restlichen sind gemietet.
Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor, das Muster scheint überall zu funktionieren. Man verscherbelt ein Unternehmen an "die Engländer", die nehmen es auseinander und teilen auf einzelne Gesellschaften auf, die sich untereinander was für teuer Geld vermieten und am Ende ist alles platt.
Hoffmanns in Salzuflen, Karstadt, Woolworth...

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timo
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Re: Erle tut weh

Beitrag von timo »

Bienchen hat geschrieben:Die Filiale auf der Bahnhofstraße finde ich ehrlich gesagt grauselig. Ich hatte überhaupt kein Bedürfnis mehr dort einzukaufen.
Ich hab' da meine Gitarre gekauft. Die ist super, und nur 19,95 €. :)

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... ich mein', Bryan Adams hatte seine erste, wie er in "Summer Of '69" bekennt, ja auch aus'm Ramschladen.

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