Sisyphos Tag und Nacht - Polizeialltag - Gefährliches GE?

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Sisyphos Tag und Nacht - Polizeialltag - Gefährliches GE?

Beitrag von Verwaltung »

Sisyphos in der Nacht
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Die Polizei in der Nacht: Von 21.30 Uhr bis 6.30 Uhr schiebt die Nachtschicht Dienst. Fotos: WAZ, Mike Röser

Mit vielen Problemen haben die Männer und Frauen in Grün zu kämpfen: Wechseldienste, veraltete Technik, immer größere Gewaltbereitschaft auf der Straße. Und Menschen, die Hilfe brauchen - sie aber nicht annehmen

MITMACH NACHTSCHICHT BEI DER POLIZEI Dunkel. Riesig. Mit weit geöffneten Augen verfolgt der Mann auf der Krankenhausliege Polizist Martin Lülsdorf. "Vielleicht flippt er aus, wenn er merkt, dass er eingewiesen wird", flüstert Lülsdorf in den Behandlungsraum - der erste Einsatz für ihn und Kollegin Sylke Petrich in der Nachtschicht an diesem Freitag.

Die Hände des Mannes sind mit Handschellen auf den Rücken gebunden. Er redet. Laut, schnell, immer schneller, die Halsschlagader tritt hervor: "Ich habe nichts zu verlieren!" Lülsdorfs Stimme bleibt ruhig: "Rauchen Sie noch?" Der Mann atmet durch. Mit ihm die Fahrer des Rettungswagens, die Pfleger, die Ärztin - Petrich hält die Spannung, ein Bein vor, die Arme angewinkelt, den Blick auf den Mann schräg vor ihr. Konzentriert. Minuten später liegt der Mann festgeschnallt auf einem Bett.

22.59 Uhr. Mit dem Krankenhaus lassen die beiden Oberkommissare ihren ersten Einsatz hinter sich. Eine knappe Stunde zuvor hatten sich Petrich und Lülsdorf Gedanken gemacht über die nächsten Stunden: das zurückliegende Karnevalswochenende. Das Monatsende, an dem vielen das Geld fehlt. Für Alkohol, für Drogen. Der Regen, der gegen die Scheiben der Polizeiinspektion Süd an der Overwegstraße platscht. Indizien für eine ruhige Nacht.

Nur der Wagen des Dienstgruppenleiters fehlt. "Wo ist Ralf?", fragt Lülsdorf. Ralf Erdmann, der Dienstgruppenleiter der Spätschicht, kommt Sekunden später hinein, eine Tüte in der einen, einen Baseballschläger in der anderen Hand, ein verkniffenes Lächeln auf den Lippen. Überstunden stehen für ihn und die Kollegen an: Sie haben den Mann in Gewahrsam genommen, den Lülsdorf und Petrich ins Krankenhaus bringen werden. Seine Nachbarin bedroht hatte er; die eigene Wohnung voller Messer, unbrauchbarer Schusswaffen und Munition. Ein Luftgewehr, das er nicht besitzen durfte. "Es ist ein blödes Gefühl, wenn man hört, da ist jemand, der will mit der Machete alle erschlagen", sagt Petrich vor dem Krankenhaus. Sie hält Lülsdorfs Waffe in der Hand, ihr Kollege ist im Rettungswagen mitgefahren.

Die Anzeige springt um: 23.00 Uhr. Der Funk rauscht vor sich hin. Wortfetzen, keine Einsätze. "Wir sind darauf angewiesen, dass die Leute anrufen", sagt Lülsdorf, während Husemann- und Hiberniastraße vorbeirauschen. "Aber das ist zurückgegangen."

Er nennt das Beispiel der toten Frau, die erst stört, wenn die Nachbarn sie riechen. Stattdessen ein Smart an der Arminstraße auf einem Behindertenparkplatz. Lülsdorf spricht ins Rauschen: "Scho, nimm mal das Kennzeichen auf." Ein "Okay-krr" kommt von Einsatzbearbeiter Dirk Schomaker zurück. Digitalfunk gibt´s überall in Europa. Nur nicht in Albanien. Und in Deutschland.

0.14 Uhr. Zurück in der Inspektion. Erdmann ist noch da, telefoniert. Warten. Kaffee. Rauchen. "In der Nacht raucht man am meisten", sagt Petrich. Mit Jugendkriminalität haben sie es sonst oft zu tun. "Früher war Ruhe, wenn die Polizei da war", sagt Lülsdorf. Die Schwelle zur Gewaltbereitschaft liegt heute tiefer, gerade bei Jugendlichen. In NRW sind 28,7 Prozent der Tatverdächtigen unter 21 - Jugendarbeitslosigkeit und Integrationsprobleme nennt der Altersstrukturbericht des NRW-Innenministeriums als Gründe.

Die niedrige Hemmschwelle zeigte sich vor kurzem in Gelsenkirchen: Ein Polizist wurde von einem Auto mitgeschleift. "Das zeigt: Es kann auch hier was passieren, ist nicht weit weg", sagt Petrich. Im Jahr 2000 wurden in Waltrop und Dortmund drei Kollegen per Kopfschuss getötet - das bleibt in Erinnerung. Doch vor Augen führen dürfe man sich das nicht jeden Tag. "Sonst kannst du deinen Job nicht machen", sagt Petrich.

0.58 Uhr. Zurück auf der Flora. Scho knarzt im Funk. Lülsdorf übersetzt: "Da nimmt jemand seine Wohnung auseinander - wahrscheinlich auch seine Frau." Schwerpunkt Nummer zwei: häusliche Gewalt - ein Fall für "34 Anton" - Paragraf 34 a des Polizeigesetzes, Wohnungsverweis. Auch gegen den Willen der Frau.

Wie in dieser Nacht in Rotthausen. Die Tür demoliert, sie mit blutiger Lippe, er sagt: "Ich liebe meine Freundin, auch wenn sie ein Miststück ist." Sisyphos-Arbeit nennt es Lülsdorf. Zwei Stunden später ist das Paar wieder vereint. Obwohl sie der Schwester im Krankenhaus von Schlägen und Tritten berichtete, lässt sie sich abholen von ihm und seinen Eltern. In die Wohnung kehren sie nicht zurück.

Anton bleibt arbeitslos."Wir sind darauf angewiesen, dass die Leute anrufen"



WAZ 02.03.2007 Von Mike Röser
Zuletzt geändert von Verwaltung am 21.10.2011, 15:33, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag von Verwaltung »

WAZ hat geschrieben:GdP: Die Polizei hat kein Geld mehr

Rechnungen können nicht bezahlt werden

Ein Gerücht macht die Runde: Das Polizeipräsidium ist in finanzieller Not. Davon hat Lorenz Rojahn erfahren, der Vorsitzende der Kreisgruppe Gelsenkirchen der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Nach seinem Kenntnisstand sollen höhere Mieten, Nebenkosten bei Strom, Benzin und nicht zuletzt die Neuorganisation innerhalb der Behörde verantwortlich sein.

Nach Rojahns Worten gibt es für diese Misere auch einen Verantwortlichen: Innenminister Ingo Wolf. Der GdP-Vorsitzende Rojahn wörtlich: "Er hat die Neuorganisation unbedingt gewollt, auch wenn unsere Behörde offiziell den Antrag zur Neuorganisation stellen musste, weiß jeder in der Behörde, dass die IM uns die Pistole auf die Brust gesetzt hat." Nun solle er auch dafür sorgen, dass auch Düsseldorf zusätzliches Geld dafür bereitgestellt wird.

Die Gelsenkirchener Polizei ist angeblich nicht mehr in der Lage, alle offenen Rechnungen zu bezahlen. Es sei kein Geld da für Anstrich, Möbel und neue Stempel.

16.09.2007

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Beitrag von Verwaltung »

Wenn die Katze aus dem Haus ist ... oder auch sonst ...

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Heinz
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Beitrag von Heinz »

Beschaffungskriminalität, Jugendgewalt, häusliche Gewalt... das glaube ich schon.
Was ist aber mit anderen Formen der Kriminalität. Da hört man nichts drüber.
Gibt es das nicht in Gelsenkirchen?
Die Fernsehkrimis sind voll davon - fiktive Geschichten natürlich - die Zeitungen sind voll mit Berichten über Bandenkriminalität, Schutzgelderpressungen, Mafia Gedöns, Bestechungsskandalen, Weiße Kragen Kriminalität und und und.
Das alles scheint es in Gelsenkirchen nicht zu geben. Ist doch irgendwie völlig unwahrscheinlich. Oder?
Eine zeitlang sah ich vor einem Internet-Shop in der Innenstadt böse aussehende Türsteher. Es hieß, dass die dort standen, weil ein kurdischer Konkurrent dem türkischen Besitzer den Laden ab und an verwüsten liess.
Revolvergeschichte? Erfindung? Die harten Männer jedenfalls habe ich täglich gesehen.
Korruption in Ämtern... kann es in Gelsenkirchen nicht geben, hier wird ja nichts gebaut - oder?
Ich habe gehört, dass am Trinenkamp nun relative Ruhe herrscht, weil dort eine Motorsportvereinigung ein Auge drauf hätte. Nicht die Polizei.
Ist das ein modernes Märchen? Oder könnte da etwas dran sein?

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WhiteMamba
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Beitrag von WhiteMamba »

@Verwaltung

Warum dieses Video?

Ich gehöre dieser "Gabberszene" seit 10 Jahren an, die so tanzt und diese Mukke hört, an.
Mukke= Techno, Schranz usw.
Mehr in Lünen, als wie hier, aber mit dem Gesetz in Konflikt bin ich noch nie gekommen!!!! Natürlich gibt es in jeder Szene schwarze Schafe, aber ihr müsstet den HipHop auch hier einstellen, der mit Bushido und sonstigen Übel gerade die richtigen Vorbilder hat.

Im Übrigen heisst "gabber" nicht gleich Rechtradikal, womit die Gesellschaft das gerne vergleicht!

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Terror= hat nichts mit dem Terror auf der Straße zu suchen, sondern ist ein Musikstil
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WhiteMamba
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Beitrag von WhiteMamba »

Weiteres gibt es auch sehr oft in GE:

Kommt aber meist nicht bei der Presse an. Warum, weiss ich leider auch nicht! Vor allem via Internet (Kinderpornografie) ist auch hier ein Thema.

Aus dem Presseportal der Polizei:
Exhibitionismus vor Kindern

Erst im Garten, dann am Busbahnhof.
Gelsenkirchen Buer - 23.06.2008 - 11:56 - 21.+22. Juni 2008
Ein 46jähriger wurde jeweils von Zeugen beobachtet, wie er an beiden Tagen nackt in seinem Garten gesessen haben soll.
Am Sonntag gegen Mittag dann habe er spielende Kinder angesprochen, sie zu sich gerufen und vor ihnen an seinem Glied manipuliert.
Erziehungsberechtigte informierten die Polizei.
Der Mann hatte sich zwischenzeitig angezogen und war zum Goldbergplatz gegangen. Hier wurde er von mehreren Passanten beobachtet, wie er auf einer Bank am Busbahnhof sitzend onanierte und dabei eine Soft-Air-Waffe in der Hand hielt.
Er wurde festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
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Kauli
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Beitrag von Kauli »

Natürlich gibt es auch die andere Form der Kriminalität in Gelsenkirchen. Es wäre z.B. man für die Öffentlichkeit sehr interesssant, welche Lokalitäten in Buer "Schutzgelder" zahlen.

Viele Berichte sind "politisch nicht gewollt". Somit werden Pressemeldungen "frisiert" oder kommen gar nicht erst an die Öffentlichkeit. Und bei vielen Sachen bestand "nie eine Gefahr für die Bevölkerung" - wers glaubt.....

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WhiteMamba
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Beitrag von WhiteMamba »

Warum nur lassen sich ältere Leute immer wieder linken??? Hier in GE hört man dies (siehe Bericht) von Trickbetrug und Diebstahl immer wieder, obwohl die Polizei immer wieder davor warnt, gegebenfalls bei Behörden oder Sonstigem zurück rufen und überprüfen, ob jeweilige Personen aus ihrem Betrieben unterwegs sind!

Gelsenkirchen - Rotthausen - 17.06.2008 - 11:12 - Am Montagnachmittag gegen 16.00 Uhr erhielt die Polizei Kenntnis von einem Betrugsfall. Ein Mitarbeiter einer Bank hatte angerufen, da eine Frau (77 J.) entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit eine fünfstellige Summe abheben wollte. Ermittlungen ergaben, dass die Frau am Morgen angesprochen wurde, ob sie nicht auf ihrem Hof Ausbesserungsarbeiten durchführen lassen wolle. Man einigte sich auf das Füllen einiger Löcher in der Schotterdecke. Kurz darauf erschienen mehrere Arbeiter und teerten die Hälfte der Fläche (ca. 100 qm). Die Qualität der Arbeit ließ allerdings sehr zu wünschen übrig. Nun forderten sie die alte Dame auf, zur Bank zu fahren, um die völlig überzogene Summe abzuheben. Dazu stellten sie einen Mann zur Begleitung ab. Diesen Mann nahmen die Polizeibeamten vor der Bank in einem Pkw fest. Gemeinsam begab man sich zurück zu dem besagten Hof im Ortsteil Rotthausen. Als man dort eintraf, entfernte sich gerade zügig ein kleiner Lkw, besetzt mit vier Männern. Die Beamten hielten den Lkw an und nahmen alle Insassen zur Personalienfeststellung kurzfristig fest. Bei ihnen handelte es sich ausnahmslos um britische Staatsbürger. Nach Abklärung des Sachverhaltes und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden sie anschließend wieder entlassen. Geld haben sie nicht bekommen. (K. Kordts)
Gelsenkirchen - 24.06.2008 - 11:46 - 23. Juni 2008, 11:55 Uhr, Virchowstraße

Eine Frau "Hoffmann" verschaffte sich Zutritt zur Wohnung eines Ehepaares (83+82 Jahre alt), indem sie vorgab, von der Diakonie zu sein. Sie fing an, in der Wohnung umherzugehen und die Schränke zu durchsuchen.
Als die Frau längst weg war, wurde festgestellt, dass eine Geldkassette fehlte. In dieser hatten sich aber lediglich ein paar Schlüssel befunden.

Beschreibung "Frau Hoffmann":
zirka 55-60 Jahre alt, zirka 165 cm groß, korpulent, zu einem Knoten gebundene dunkle Haare, Rock, rosa T-Shirt, rosa Jacke

Quelle:
Presseportal der Polizei
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bulmkerparkwächter
Abgemeldet

Beitrag von bulmkerparkwächter »

Wer zu später Stunde vor Teestuben, Internet Cafes oder Spielotheken herspaziert wird feststellen, daß dort häufig Fahrzeuge parken, die eigentlich nicht dem Durchschnittsverdienst der Bürger entsprechen. Die organisierte Kriminalität und der Drogenhandel werden in dieser anonymen Grauzone abgewickelt. V-Männer dort einzuschleusen ist schwierig. Aus Personalmangel vermeidet die Polizei die Konfrontation, obwohl "jede 2.Teestube ein Fall für das SEK" wäre (Aussage eines mir bekannten Polizisten im Kommissariat Buer).

Immer mehr Straftaten in Gelsenkirchen mit Migrationshintergrund werden verdrängt.
Mittlerweile ist es bekannt, dass die WAZ hier eine Zensur verhängt. Der Täterkreis wird neutralisiert. Man ersetzt die reale Täterbeschreibung "Türke, Libanese" mit "...Familienstreitigkeiten... Typ Südeuropäer ...kurze schwarze Haare mit südländischem Akzent...", obwohl in den Polizeiakten die Personalien ohne Zweifel dokumentiert sind. Schiessereien und Messerstechereien in Gelsenkirchens Strassen vor einschlägigen Etablissements sind lediglich eine kleine Meldung Wert, mehr weiter nicht.

Ich habe selbst erfahren, dass Postings in der WAZ zu einer Straftat mit offensichtlichem Migrationshintergrund, die nichts mit radikalem rechten Gedankengut zu tun hatten, morgens erschienen und mittags schon entfernt wurden.

Ich frage mich, was diese Zensur soll? Wenn jeder doch zwischen den Zeilen lesen kann, um welchen Täterkreis es sich handelt.
Wovor hat man Angst? In seinem eigenen Land? In der eigenen Stadt?

Ich finde das als Bürger beängstigend... Wenn ich per Zufall ein Opfer dieser kriminellen Auseinandersetzungen werden "würde", wäre ich dann auch ein Opfer von einem anonymisierten Täterkreis?

pito
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Beitrag von pito »

bulmkerparkwächter hat geschrieben:Der Täterkreis wird neutralisiert. ... Ich frage mich, was diese Zensur soll?
Welche Nationalität jemand hat, steht in keinem Zusammenhang dazu, ob er kriminell wird und wie schwer die Straftaten sind, die er verübt. Es ist ausschließlich eine Frage des sozialen Umfeldes und des individuellen Lebensweges. Es kann durchaus sein, dass Angehörige bestimmter ethnischer Gruppen häufiger auf die schiefe Bahn geraten als andere, dann aber aufgrund der genannten Faktoren und nicht zwangsläufig, weil ihre Eltern aus einem bestimmten Land stammen. Zudem glaube ich nicht, dass irgendeine Gruppe tatsächlich mehrheitlich kriminell ist.

Wenn also die WAZ, die Nationalität eines Täters nicht nennt, dann ist das nicht Zensur, sondern eine Frage von Gleichstellung, Neutralität und Fairness. Oder hast du schon mal eine Meldung gelesen, in der stand: "Ein Deutscher ging mit vorgehaltener Waffe in die Bank ... " Ich glaube kaum, weil seine Nationalität einfach nicht relevant ist. Im Grunde könnte man fast schreiben: "Ein Mensch ging mit vorgehaltener Waffe ... "

Würde die Nationalität von Tätern in Meldungen immer genannt, wäre das Ergebnis eine Reduzierung der Menschen auf erfundene Prototypen, eine unzulässige Vereinheitlichung großer Bevölkerungsgruppen und damit eine Verzerrung der Wirklichkeit. In der Öffentlichkeit würde das Vorurteile schüren und die kategorische Stigmatisierung von Angehörigen bestimmter Ethnien fördern. Das wäre nicht mehr Journalismus, sondern die Grundlage von Faschismus.

bulmkerparkwächter
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Beitrag von bulmkerparkwächter »

@pito

"Es ist ausschließlich eine Frage des sozialen Umfeldes und des individuellen Lebensweges."

- ausschließlich? oder nicht doch eher die bekannte lasche Gesetzgebung, wo Opfer zu Tätern werden...?

"Zudem glaube ich nicht, dass irgendeine Gruppe tatsächlich mehrheitlich kriminell ist."

- glauben oder wissen?

"Wenn also die WAZ, die Nationalität eines Täters nicht nennt, dann ist das nicht Zensur, sondern eine Frage von Gleichstellung, Neutralität und Fairness"


- journalistische Pflicht und objektive Recherche. dann brauchen die einen Thread erst gar nicht starten

"Würde die Nationalität von Tätern in Meldungen immer genannt, wäre das Ergebnis eine Reduzierung der Menschen auf erfundene Prototypen, eine unzulässige Vereinheitlichung großer Bevölkerungsgruppen und damit eine Verzerrung der Wirklichkeit."

- Verzerrung der Wirklichkeit? erfundene Prototypen? doch wohl eher das Spiegelbild der Realität


"Das wäre nicht mehr Journalismus, sondern die Grundlage von Faschismus."

- ohne Worte

pito
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Beitrag von pito »

bulmkerparkwächter hat geschrieben:"Es ist ausschließlich eine Frage des sozialen Umfeldes und des individuellen Lebensweges."
- ausschließlich? oder nicht doch eher die bekannte lasche Gesetzgebung, wo Opfer zu Tätern werden...?
Die Gesetzgebung ist sicher nicht "lasch". Verbrechen sind in diesem Land verboten. Punkt. "Lasch" kann allenfalls die Auslegung der Gesetzgebung sein, womit wir aber in einem recht subjektiven Bereich wären. Hast du konkrete Beispiele, in denen vor Gericht "Opfer zu Tätern" wurden?
bulmkerparkwächter hat geschrieben:"Zudem glaube ich nicht, dass irgendeine Gruppe tatsächlich mehrheitlich kriminell ist."
- glauben oder wissen?
Wie könnte ich behaupten es zu wissen? Ich weiß es nicht. Gibt es eine seriöse Studie, die belegt, dass eine bestimmte Gruppe zu über 50% aus Schwerverbrechern besteht?
Ich kann nur sagen: Ich glaube nicht, dass es so ist. Die Menschen sind keine Engel, das ist mir schon klar. Aber organisierte Kriminalität und Drogenhandel, worüber wir hier ja sprechen, ist mit Sicherheit in keinem Volk Breitensport. Eher sowas wie Äppel klauen.
bulmkerparkwächter hat geschrieben:Verzerrung der Wirklichkeit? erfundene Prototypen? doch wohl eher das Spiegelbild der Realität
Wohl eher das Spiegelbild der Realität einer gefährlichen Randgruppe. Um diese zu benennen muss man folglich Eigenschaften heranziehen, die nur auf diese Gruppe passen, wie z.B. "Mafia-Angehöriger", und nicht etwa die Nationalität, womit man eine Mehrheit friedlicher Mitbürger kategorisch mitverurteilen würde.
bulmkerparkwächter hat geschrieben:"Das wäre nicht mehr Journalismus, sondern die Grundlage von Faschismus."
- ohne Worte
Hast du das letzte Wort auf dich bezogen? Wenn ja, dann tut es mir leid, das war so nicht beabsichtigt.
Für mich ist das einfach ein Begriff für das, was wir flugs wieder hätten, würden wir die Grundlagen unserer Verfassung leichtfertig außer Kraft setzen, weil uns unsere Justiz manchmal zu "lasch" erscheint.

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Black_Devil_NRW
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Beitrag von Black_Devil_NRW »

pito hat geschrieben: Welche Nationalität jemand hat, steht in keinem Zusammenhang dazu, ob er kriminell wird und wie schwer die Straftaten sind, die er verübt. Es ist ausschließlich eine Frage des sozialen Umfeldes und des individuellen Lebensweges. Es kann durchaus sein, dass Angehörige bestimmter ethnischer Gruppen häufiger auf die schiefe Bahn geraten als andere, dann aber aufgrund der genannten Faktoren und nicht zwangsläufig, weil ihre Eltern aus einem bestimmten Land stammen. Zudem glaube ich nicht, dass irgendeine Gruppe tatsächlich mehrheitlich kriminell ist.

Wenn also die WAZ, die Nationalität eines Täters nicht nennt, dann ist das nicht Zensur, sondern eine Frage von Gleichstellung, Neutralität und Fairness. Oder hast du schon mal eine Meldung gelesen, in der stand: "Ein Deutscher ging mit vorgehaltener Waffe in die Bank ... " Ich glaube kaum, weil seine Nationalität einfach nicht relevant ist. Im Grunde könnte man fast schreiben: "Ein Mensch ging mit vorgehaltener Waffe ... "

Würde die Nationalität von Tätern in Meldungen immer genannt, wäre das Ergebnis eine Reduzierung der Menschen auf erfundene Prototypen, eine unzulässige Vereinheitlichung großer Bevölkerungsgruppen und damit eine Verzerrung der Wirklichkeit. In der Öffentlichkeit würde das Vorurteile schüren und die kategorische Stigmatisierung von Angehörigen bestimmter Ethnien fördern. Das wäre nicht mehr Journalismus, sondern die Grundlage von Faschismus.
Also ich habe schon des öfteren gelesen das ein Deutscher was getan hat aber sobald es an die Südländer geht wird alles anonymisiert oder garnicht erst veröffendlicht.

Aber die WAZ und alle andern wissen auch warum.

Hat es nicht erst vor kurzen eine Bombendrohung gegen die WAZ gegeben? Das war zwar kein Südländer sondern wie die Presse bekannt gab ein "deutscher der dort einmal gearbeitet hat" aber das zeigt doch wie verletzlich die Presse und alle andern sind. Gerade in Deutschland wo man an alles ran kommt wenn man es nur wirklich will. Da ist es ein leichtes mal eben was in die Luft zu jagen oder jemanden zu erschießen.

Ja. Man muss in seinem eigenen Land, in seiner eigenen Stadt ja sogar in seinen eigenen vier Wänden Angst um sein Leben haben.

Wundert es euch da noch, dass sogar die Polizei Angst hat?

Inside Outside
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Beitrag von Inside Outside »

@ pito: Hut ab! Mit einer Diskussion kommt man bei diesem Thema sehr weit! Ist das hier eine Waldorfschule? :roll:

Informiere dich mal bei einer der zwei Polizeiinspektionen. Genauere Infos wird man dir da auf Anhieb auch nicht nennen. Das hat alles nichts mit Gesetzen oder Diskussionen zu tun. :roll:

@ bulmkerparkwächter: Von welchem KK war denn dein Bekannter? Schon interessant, was hier so in einem Forum landet... :shock:

dummkost
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Beitrag von dummkost »


Also ich habe schon des öfteren gelesen das ein Deutscher was getan hat aber sobald es an die Südländer geht wird alles anonymisiert oder garnicht erst veröffendlicht.
klardoch.....sehen ja alle gleich aus!!...so dunkel!!...und diese komischen namen!!
Aber die WAZ und alle andern wissen auch warum.
ja sicher...weil sie vegetarier sind!!...und ich sag dir...über deren sexuellen neigungen will ich aufgrund der uhrzeit und der plattform hier....lieber nix sagn!...weiss bescheid!!

Ja. Man muss in seinem eigenen Land, in seiner eigenen Stadt ja sogar in seinen eigenen vier Wänden Angst um sein Leben haben.
...und bei dem heutigen futtermittelzusatzstoffe ...und wenn noch geist über ist...sogar in seiner eigenen haut!!
Wundert es euch da noch, dass sogar die Polizei Angst hat?
angst ist immerhin ein gutes schutzmechanismus...vor allem bei knapper kasse!!

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