Denkmalschutz, und dann ?

Korrekturen des Stadtumbaus der Vergangenheit, Erschließung von Brachen und Rückbau - Stadtumbau im neuen Jahrtausend

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Heinz O.
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Denkmalschutz, und dann ?

Beitrag von Heinz O. »

[center]Denkmalschutz - und dann ?
[/center]
Wikipedia schreibt:
Denkmalschutz dient dem Schutz von Kulturdenkmalen.
Sein Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass Denkmale dauerhaft erhalten und nicht verfälscht, beschädigt,
beeinträchtigt oder zerstört und dass Kulturgüter dauerhaft gesichert werden.
Die rechtliche Definition und Rahmenbedingungen für den Denkmalschutz werden durch das Denkmalrecht festgelegt.
Denkmalschutz ist auch Kulturgutschutz.
Schaut man sich die geschützten Gebäude in GE an, dann frage ich mich schon warum diese auf der Liste stehen, wenn die Vorgaben nicht oder nicht mehr eingehalten werden.

Beispiele hierfür gibt es einige:

das Verwaltungsgebäude der ehem. Kokerei der Zeche Alma und das Verwaltungsgebäude der Zeche Hugo, sowie die Häuser in der Blumendelle sind durch Vandalismus so stark beschädigt, das zumindest eine vollkommene Entkernung notwendig wäre.

Durch nicht mehr( bzw. in Zunkunft nicht mehr) genutzter Gebäude drohen zb. beim Kaufhauses Karstadt, an den Finanzämter Buer und Gelsenkirchen, am Bauernhof "Grothof" in Buer und der Heilig Kreuz Kirche ( die jetzt schon beschädigt ist) massive Schäden.
Am Bahnbetriebswerk Bismarck droht, trotz des lobenswerten Einsatz des Fördervereines der Freunde des BW Bismarck Gelsenkirchen e.V. ähnliches.

durch evtl. städtebauliche Veränderungen wie an der Bochumer Straße und der Claire-Waldoff-Straße wird es wohl zu den Abriss kompletter Straßenfronten kommen.

Oft besteht wohl auch kein Interesse der Besitzer oder der Nutzer der Gebäude wie an den Häusern an der Wanner Straße und der Ehem. Waschkaue der Zeche Bismarck. Vielleicht handelt es sich aber in diesen Fällen auch um Unkenntnis, da will ich jetzt niemanden was unterstellen !

Der Lahrshof steht kurz vor dem Abriss durch irreparabele Schäden,die in der Vergangenheit nicht beseitigt wurden. Und was mit Haus Leithe passiert weiß im Moment niemand.

Die Auferstehungskirche Neustadt ist seit Jahren wegen starker Schäden geschlossen und am Hans-Sachs-Haus wird in Zukunft, wenn überhaupt, nur noch die Fassade denkmalgeschütz sein.

Schloß Grimberg ist als Bodendenkmal anerkannt, ist aber durch die starke Ausbreitung des Recyclingunternehmen sehr stark gefährdet. Wird zb. beim Schloß Lüttinghof nicht schnellstmöglich eine Folgenutzung gefunden, droht dort auch Zerfall.

Nochmal Wikipedia:
"Denkmalschutz dient dem Schutz von Kulturdenkmalen"


wir werden in Zukunft wohl auf einige dieser Kulturdenkmäler verzichten müssen, wenn nicht irgendwas was passiert :cry:
#stopthewar
Micha

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Feldmarkmafia
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Re: Denkmalschutz, und dann ?

Beitrag von Feldmarkmafia »

Heinz O. hat geschrieben: Oft besteht wohl auch kein Interesse der Besitzer oder der Nutzer der Gebäude wie an den Häusern an der Wanner Straße und der Ehem. Waschkaue der Zeche Bismarck. Vielleicht handelt es sich aber in diesen Fällen auch um Unkenntnis, da will ich jetzt niemanden was unterstellen !
Denke mal,Geldmangel spielt die größte Rolle.

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timo
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Beitrag von timo »

Oder auch die Aussicht, welches zu verdienen.

Ein Fall, den ich nie verstanden habe, ist das ehemalige Karstadt-Haus am Limbecker Platz in Essen. Da kam die Denkmalbehörde zu dem Urteil, daß das Gebäude selbst kein schützenswertes Denkmal ist, wohl aber die Fassade. Nach meinem Verständnis wäre damit bestenfalls das Modell "Hans-Sachs-Haus" möglich gewesen, also Außenwände stehenlassen und innen alles neu bauen. Das passte aber nicht zu dem Plan, auf dem Gelände ein neues Einkaufszentrum zu errichten.

Es hieß dann, das Haus werde abgerissen, die Fassade aber in das neue EKZ integriert.

Und jetzt? Soweit ich weiß, ist im Eingangsbereich noch ein Stück der alten Fassade zu bewundern, etwas größer als ein durchschnittliches Wandbild.

Lange Rede, kurzer Sinn: Denkmalschutz ist scheinbar kein wirklicher Garant dafür, daß ein Objekt erhalten bleibt.
Und was hat das mit Gelsenkirchen zu tun?

PEDY1965
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Denkmalschutz

Beitrag von PEDY1965 »

Seit wann gibt es Denkmalschutz überhaupt.

Kann ich mich da nach diesem 5 DM Stück richten Europäisches Denkmalschutzjahr 1975.
Bild

War 1975 das Jahr in dem Denkmalschutz ins Leben gerufen wurde oder kann mir das jemand erklären, warum ist dann der alte Bahnhof weg ist stand der nicht auch unter D-Schutz.
Früher war alles besser,
gut das es früher wieder gibt.
LGPedy1965

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

Das Denkmalschutzgesetz gibt es wohl schon seit 1902. In NRW aber erst seit dem 11. März 1980 .

In GE ist die Untere Denkmalbehörde der Ansprechpartner.
#stopthewar
Micha

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Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

Heinz O. hat geschrieben:In GE ist die Untere Denkmalbehörde der Ansprechpartner.
Und die ist nur mit einer Halbtagskraft besetzt!

Karlheinz Rabas
Jeden Dienstag von 17.00 bis 19.00 Uhr sind
Besucher bei uns im Stadtteilarchiv Rotthausen, Mozartstraße 9, herzlich willkommen 10.000 Fotos zu Rotthausen und mehr

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

Karlheinz Rabas hat geschrieben: Und die ist nur mit einer Halbtagskraft besetzt!

Karlheinz Rabas
Die aber bei Fragen immer gerne und schnellstmöglich hilft :up:

Es gibt übrigens eine aktuelle Liste vom 17.5.2011.
http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... m.C3.A4ler

Neu aufgenommen wurde der ehemalige Hof Lindemann im Hegemannsweg 97 in Beckhausen,
http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... denhof.jpg

dafür wurden die Gebäude der Gelsenberg in der Koststraße von der Liste gestrichen.
http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... 7028#77028
#stopthewar
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brucki
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Beitrag von brucki »

Regional bedeutsame Kulturlandschaftsbereiche und Archäologische Bereiche:

https://www.lwl.org/302a-download/PDF/k ... xtteil.pdf

Gelsenkirchen ab Seite 181

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Mechtenbergkraxler
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Beitrag von Mechtenbergkraxler »

Über Risiken und Nebenwirkungen der Denkmalschutzgesetzgebung gibt es im Fred "Haus Leithe" (GE-Neustadt) ein aktuelles Beispiel vom August 2018
Mechtenbergkraxler hat geschrieben:Im Zeitalter der Verschwörungstheorien könnte folgende Story durchaus wahr sein, die ich aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen in der Stadtverwaltung erfahren habe: Das ganze Haus Leithe gehört bekanntlich mittlerweile einem Investor, der dort wohl zunächst ein Altenheim errichten wollte, später was mit Eigentumswohnungen. Das hätte ja ganz gut zu der ruhigen, grünen Umgebung gepasst. Dann kam das Denkmalamt und machte so viele Auflagen, dass dem Investor (wer ist das eigentlich?) der Spaß an der geplanten Investition verging. "Was tun?", wird er sich gefragt haben. Abreißen? Geht wg. Denkmalschutz nicht. Was anderes bauen? Wird zu teuer auch wg. Denkmalschutz. Und da kommt jetzt ein Gerichtsurteil des OVG Rheinland-Pfalz ins Spiel, das Ihr ergoogeln könnt mit den Stichworten "Denkmalschutz aufgehoben wegen Baufälligkeit" (OVG Rheinland-Pfalz, 1 A 10178/05.OVG). Man muss ein Gebäude offenbar nur so lange verfallen und vergammeln lassen, bis "die Erhaltungs- und Betriebskosten nicht mit den aus dem Kulturdenkmal erzielbaren Einnahmen finanziert werden können". Genial! Und das ist jetzt seit ein paar Jahren zu beobachten. Ich glaube, es sind nur noch 2 Jahre Frist nötig, und Haus Leithe wird Geschichte gewesen sein. Dann kann nach Herzenslust äußerst lukrativ dort investiert werden.

Wer weiß mehr? Wer stoppt diese allzu durchsichtige Aktion?

MK

PS: Wie schon bei den Schrottimmobilien diskutiert, haben wir offenbar eine eklatante Gesetzeslücke, die dem Vergammelnlassen von Immobilien einen Riegel vorschiebt. Früher gab es mal so etwas wie die soziale Verantwortung des Kapitals. Scheint wie so vieles andere aus der Mode gekommen zu sein.
Die nachfolgenden Postings vertiefen das Thema. Mein Fazit: Wenn Denkmalschutz zum Selbstzweck wird, um Stadtbediensteten ihren Job zu erhalten, dann läuft etwas grundsätzlich schief. Es gibt meist bessere Lösungen als das verbreitete Alles oder Nichts.

MK
"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher." (Charlie Rivel, Clown)

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brucki
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Beitrag von brucki »

Mechtenbergkraxler hat geschrieben:Über Risiken und Nebenwirkungen der Denkmalschutzgesetzgebung gibt es im Fred "Haus Leithe" (GE-Neustadt) ein aktuelles Beispiel vom August 2018
Mechtenbergkraxler hat geschrieben:Im Zeitalter der Verschwörungstheorien könnte folgende Story durchaus wahr sein, die ich aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen in der Stadtverwaltung erfahren habe: Das ganze Haus Leithe gehört bekanntlich mittlerweile einem Investor, der dort wohl zunächst ein Altenheim errichten wollte, später was mit Eigentumswohnungen. Das hätte ja ganz gut zu der ruhigen, grünen Umgebung gepasst. Dann kam das Denkmalamt und machte so viele Auflagen, dass dem Investor (wer ist das eigentlich?) der Spaß an der geplanten Investition verging. "Was tun?", wird er sich gefragt haben. Abreißen? Geht wg. Denkmalschutz nicht. Was anderes bauen? Wird zu teuer auch wg. Denkmalschutz. Und da kommt jetzt ein Gerichtsurteil des OVG Rheinland-Pfalz ins Spiel, das Ihr ergoogeln könnt mit den Stichworten "Denkmalschutz aufgehoben wegen Baufälligkeit" (OVG Rheinland-Pfalz, 1 A 10178/05.OVG). Man muss ein Gebäude offenbar nur so lange verfallen und vergammeln lassen, bis "die Erhaltungs- und Betriebskosten nicht mit den aus dem Kulturdenkmal erzielbaren Einnahmen finanziert werden können". Genial! Und das ist jetzt seit ein paar Jahren zu beobachten. Ich glaube, es sind nur noch 2 Jahre Frist nötig, und Haus Leithe wird Geschichte gewesen sein. Dann kann nach Herzenslust äußerst lukrativ dort investiert werden.

Wer weiß mehr? Wer stoppt diese allzu durchsichtige Aktion?

MK

PS: Wie schon bei den Schrottimmobilien diskutiert, haben wir offenbar eine eklatante Gesetzeslücke, die dem Vergammelnlassen von Immobilien einen Riegel vorschiebt. Früher gab es mal so etwas wie die soziale Verantwortung des Kapitals. Scheint wie so vieles andere aus der Mode gekommen zu sein.
Die nachfolgenden Postings vertiefen das Thema. Mein Fazit: Wenn Denkmalschutz zum Selbstzweck wird, um Stadtbediensteten ihren Job zu erhalten, dann läuft etwas grundsätzlich schief. Es gibt meist bessere Lösungen als das verbreitete Alles oder Nichts.

MK
Zu Leithe darf man wieder leicht optimitisch sein (hab soeben eine aktuelle Info dort eingestellt), aber z. B. zu Alma machen Deine Erkenntnisse eher missstimmig :o

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heen
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Re: Denkmalschutz, und dann ?

Beitrag von heen »

Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Zeche Hugo (Horster Str. 196) soll nach dem Plan des Besitzers abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
WAZ hat geschrieben:Seit 1986 steht das Haus unter Denkmalschutz. Heute ist vom Glanz alter Zeiten nicht mehr viel zu sehen. Der Putz bröckelt großflächig ab, im Haus türmt sich der Bauschutt, die Fenster sind zum Teil mit Brettern vernagelt, das Gelände ist verwildert und macht einen verwahrlosten Eindruck.
[...]
Sein Plan für die Immobilie sieht vor, sie abzureißen und an gleicher Stelle einen Neubau zu errichten, in dem Wohnungen für Senioren entstehen sollen. „Sanieren kann man das alte Gebäude nicht mehr“, sagt Bükrücü. „Teilweise findet man eine Schieflage von 67 Zentimetern.“ Vor allem vor dem Hintergrund, dass dort barrierefreie Seniorenwohnungen entstehen sollen, sei der Abriss die einzige Lösung.“
von hier:https://www.waz.de/staedte/gelsenkirche ... 10565.html

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exbulmker
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Re: Denkmalschutz, und dann ?

Beitrag von exbulmker »

heen hat geschrieben:
01.08.2022, 20:45
Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Zeche Hugo (Horster Str. 196) soll nach dem Plan des Besitzers abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
WAZ hat geschrieben:Seit 1986 steht das Haus unter Denkmalschutz. Heute ist vom Glanz alter Zeiten nicht mehr viel zu sehen. Der Putz bröckelt großflächig ab, im Haus türmt sich der Bauschutt, die Fenster sind zum Teil mit Brettern vernagelt, das Gelände ist verwildert und macht einen verwahrlosten Eindruck.
[...]
Sein Plan für die Immobilie sieht vor, sie abzureißen und an gleicher Stelle einen Neubau zu errichten, in dem Wohnungen für Senioren entstehen sollen. „Sanieren kann man das alte Gebäude nicht mehr“, sagt Bükrücü. „Teilweise findet man eine Schieflage von 67 Zentimetern.“ Vor allem vor dem Hintergrund, dass dort barrierefreie Seniorenwohnungen entstehen sollen, sei der Abriss die einzige Lösung.“
von hier:https://www.waz.de/staedte/gelsenkirche ... 10565.html
Vor kurzem gab es eine kleine Reportage in der WAZ über den Eigentümer der Immobilie, Herrn I.B., Inhaber eines Pflegedienstes; sozialer Aufstieg, toller Unternehmer etc.
Im Nachgang dazu war zu lesen, daß er schon in Hassel vor einiger Zeit eine Immobilie erworben und abgerissen hat, um dort eine Pflegeeinrichtung zu bauen.
Außer einer großspurigen Ankündigung ist daraus bis jetzt aber offensichtlich nichts geworden, was wohl im Stadtteil heftig kritisiert wird.
Herr B. müßte sich wegen des Zechengebäudes fragen lassen, warum er eine Immobilie die seit 1986 unter Denkmalschutz steht, in Kenntnis dessen gekauft hat und jetzt beklagt, daß sie sanierungswürdig ist und er sie abreißen lassen muß.
Man könnte auch unterstellen, B. hätte das Gebäude günstig erworben und durch Untätigkeit den jetzigen Zustand herbeigeführt, um es dann für einen Neubau abreißen zu können.
Wir sind immer die Ersten! Während andere noch straucheln liegen wir schon im Dreck.

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Re: Denkmalschutz, und dann ?

Beitrag von awg »

exbulmker hat geschrieben:
05.08.2022, 23:33
Man könnte auch unterstellen, B. hätte das Gebäude günstig erworben und durch Untätigkeit den jetzigen Zustand herbeigeführt, um es dann für einen Neubau abreißen zu können.
Man könnte unterstellen ....? Nein, man muss! Von daher weiterhin den Abriss verweigern und solchem Spekulantentum einen Riegel vorschieben. Falls gerichtlich ein Abriss zugelassen wird die Auflagen für einen Neubau (z.B. gleiche Fassadengestaltung und gleiche Geschosszahl) so gestalten das ein "Gewinn" abgeschöpft wird.
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ich würde mich ja gerne geistig mit Ihnen duellieren, aber ich sehe Sie sind unbewaffnet

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kdl
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Re: Denkmalschutz, und dann ?

Beitrag von kdl »

exbulmker hat geschrieben:
05.08.2022, 23:33
Man könnte auch unterstellen, B. hätte das Gebäude günstig erworben und durch Untätigkeit den jetzigen Zustand herbeigeführt, um es dann für einen Neubau abreißen zu können.
Der Satz passt genau so auch in den Fred der Markthalle Buer/Kaiserau und später wohl auch über die Post. Gleiche Vorgehensweise?

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heen
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Re: Denkmalschutz, und dann ?

Beitrag von heen »

Die Markthalle steht noch, Kaiserau stand nicht unter Denkmalschutz und die Post war eh eine Nummer zu groß. Der Vergleich mit diesem Investor passt nicht.
Der ursprüngliche Plan war, das Gebäude zu barrierefreien Seniorenwohnungen umzubauen. Das geht aber auf Grund einer Schieflage von 67 cm nicht. Meint der Eigentümer und will neubauen.
Mit viel Geld kann man die Bude auch wieder geraderücken, oder zumindest die Fassade erhalten. Möglich wäre auch, dem Eigentümer einen Ersatz für seinen Plan anzubieten.
Ich bin gespannt was der Denkmalschutz dazu meint und wie es weitergeht.

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