Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Gelsenkirchener blicken auf ihr Leben zurück und erzählen

Moderatoren: Verwaltung, Redaktion-GG

Benutzeravatar
Mechtenbergkraxler
Beiträge: 1054
Registriert: 15.04.2011, 11:17
Wohnort: im Exil

Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von Mechtenbergkraxler »

Ein Fred zu polnischen Schulen in Gelsenkirchen wurde in den letzten Wochen öfter mal angesteuert, droht aber momentan off-topic zu gehen. Im Schulfred war von "Ruhrpolen" die Rede. Um einer Einengung der Diskussion vorzubeugen, schlage ich hier mal ein breiter angelegtes Thema vor "Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im deutschen Osten".

Es gibt viele Gelsenkirchener mit polnischen oder polnisch klingenden Namen. Sind das alles "Ruhrpolen"? Ganz sicher nicht. Den jüngeren ist es sowieso meist völlig egal, ob sie Kowalski, Dogan oder Brunelli heißen, da Gottseidank Qualifikation und Persönlichkeit heute in der Regel wichtiger sind als Vorurteile, die mit Namen verbunden sind. In früheren Jahrzehnten war das anders. Was polnische Namen angeht, gibt es sowieso so viele Meinungen wie Namensträger:
das ist ein ostpreußischer / schlesischer Name; Opa war für Deutschland im 1. Weltkrieg, der hatte mit Polen nichts am Hut; Oma hat sich umtaufen lassen, weil keiner den Namen schreiben konnte, und vieles mehr.

Gerade im Grenzgebiet wechselten oft die Namen, je nach Gemengelage wurde aus dem Namen Freitag mal Piontek und wieder rückwärts. Interessant daher mal reinzuhören: Wer hat Wurzeln in den östlichen Reichsprovinzen, Schlesien, Ost- / Westpreußen, Pommern usw.? Gab es früher polnische Traditionen in den Familien? Was wurde von Eltern und Großeltern berichtet? Wie wurden die Migranten der ersten Welle 1870 - 1930 von den Hiesigen aufgenommen? Wie die Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg?

Wäre super, wenn wir hier ein m.W. bisher nicht platziertes Thema aufmachen könnten.

MK
"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher." (Charlie Rivel, Clown)

Benutzeravatar
Minchen
Beiträge: 2464
Registriert: 05.01.2009, 18:12
Wohnort: Rotthausen

Beitrag von Minchen »

Ich habe Wurzeln nicht nur im deutschen Osten, sondern sogar darüber hinaus. :wink:

Kann aber mit dem Tablet nicht so viel schreiben, zu mühsam. :roll:

Also gerne morgen.
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

Troy
Mitglied der Verwaltung
Beiträge: 12720
Registriert: 25.06.2007, 21:41

Beitrag von Troy »

Vor etwa 25 Jahren war ich beruflich öfter in Hassel unterwegs.

Damals ging es u.a um das Zusammenleben im Stadtteil.
Da gab es hin und her Gesprächsrunden.

Und nebenher plauderten auch so manche Leute noch von alten Zeiten.
Man kannte sich, besprach das alltägliche Dies&Das, erinnerte sich an das Leben "früher" im Takt der Zeche.
"Da unten sindse alle schwatt!"
Mit ruhiger Stimme sagte einer:
"Ach ja, und dat mitte Ausländer, nee, also dat hamwa hier doch schomma gehabt, dammals, mitte Polen! Allet schomma dagewesen!"
Ein anderer bekräftigte: "Jau! Ganze Straßen voll hamse hier gewohnt. Die selben Sachen, nix Neuet dabei heute."

edit:
Bei "früher" erinnerte man sich in den Erzählungen an die Zeit in den 1920'er Jahren und folgende.
Was die Eltern und Großeltern erzählt hatten.
Mittlerweile habe man sich aber aneinander gewöhnt, hieß es.

Benutzeravatar
Minchen
Beiträge: 2464
Registriert: 05.01.2009, 18:12
Wohnort: Rotthausen

Beitrag von Minchen »

Die Eltern meiner Oma mütterlicherseits, Wilhelm und Maria, kamen aus zwei Dörfern in zwei Landkreisen in Ostpreußen. Beide waren Kinder von Bauern, Uropa der Sohn von Friedrich und Maria aus Kutzburg im Kreis Willenberg. Kutzburg war ein kleines Dorf, und Uropa war eines von mehreren Kindern aus der zweiten Ehe. Ein Erbe war nicht wirklich zu erwarten, also entschloss er sich, sein Glück in Gelsenkirchen zu versuchen, ganz klassisch im Bergbau. Allerdings merkte er bald, dass das nichts für ihn war, und wurde stattdessen Polizist.

Uroma kam aus dem Dorf Bogdainen im Kreis Allenstein. Auch sie eines von mehreren Kindern aus einer Bauernfamilie - ihre Eltern hießen Andreas und Maria Szerzant - versuchte sie ihr Glück in Gelsenkirchen, natürlich nicht im Bergbau. Sie arbeitete als Dienstmagd in einem Hotel auf der Bahnhofstraße. Ihr Bruder Josef kam auch nach Gelsenkirchen. Dieser nannte sich später nicht mehr Szerzant, sondern Schersand, sozusagen wie man es spricht. :wink:

Ein Bruder, Andreas, fiel im Ersten Weltkrieg, ein weiterer blieb nach dem zweiten Weltkrieg in Polen, also vor Ort, und nannte sich Pawel statt Paul.

Uroma und Uropa lernten sich auf der Bahnhofstraße kennen und heirateten am 01.03.1916 in Gelsenkirchen. Himmelshochzeit hätten sie letztes Jahr gehabt, 100 Jahre oder zweimal Goldene Hochzeit.

Ihre insgesamt vier Kinder wurden in Gelsenkirchen geboren, dann ließ mein Uropa sich in den 1930er Jahren zur Polizei nach Willenberg versetzen. Was wiederum dazu führte, dass meine Oma, obwohl in Gelsenkirchen geboren, einen Vertriebenenausweis hatte. Mein Vater wurde in Ortelsburg geboren.

Sollten sich irgendwelche Schersands hier finden, die von Urgroßonkel Josef abstammen - ich kannte ihn nicht - bitte meldet Euch bei mir! Ihr könntet mir bei meiner Familienforschung gerne helfen oder wenigstens einen Kaffee mit mir trinken. :P

Laut Dienstausweis meines Uropas beherrschte er angeblich Polnisch in Wort, wenn auch nicht in Schrift.
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

Benutzeravatar
Minchen
Beiträge: 2464
Registriert: 05.01.2009, 18:12
Wohnort: Rotthausen

Beitrag von Minchen »

Mein Opa mütterlicherseits, Albert, wurde 1922 in Bottrop geboren. Er war der einzige Sohn und hatte einige Schwestern. Eine von diesen wanderte nach dem 2. Weltkrieg nach Australien aus. Er lernte meine Oma in Minden kennen, wo beide aufgrund irgendwelcher Kriegswirren gelandet waren, und zog mit ihr zu ihren Eltern nach Ückendorf. Arbeit fand er als Bergmann auf Dahlbusch.

Sein Vater, Karl, wurde 1886 auf Gut Steinbach geboren. Laut Geburtsurkunde war er „Preußischer Untertan“, Steinbach allerdings befand sich in Südrussland, im Dongebiet. Deutschland war das eindeutig nicht, allerdings waren seine Leute eindeutig Deutsche. Seine Eltern hießen Friedrich und Florentine, geb. Mock. Ich möchte mich jetzt nicht unbedingt mit Unwissenheit blamieren, aber es sieht so aus, als sei diese Gegend, wenn auch Russland, entsprechend der deutschen Verwaltung in Kirchspiele etc. aufgeteilt gewesen, mit deutschen Namen.

Seine spätere Frau, Mathilde Krahn, wurde 1893 in Wjerawka in Wolhynien geboren. Ihre Eltern hießen Ludwig und Christine geb. Dalig und kamen aus Hallberg (sicherlich in Wolhynien? Ich weiß es nicht). Auch diese Vorfahren waren Deutsche, wenn auch aus Weitweitweg.

Vermutlich sind sie sich erst in Bottrop über den Weg gelaufen, genau weiß ich es nicht. Ich bezeichne diese Vorfahren als Frühaussiedler.

Wenn irgendjemand Karl Raffel und Mathilde Krahn zu seinen Vorfahren zählt (also von einer von Opas Schwestern abstammt: Ihr könnt Euch gerne bei mir melden! Wir könnten zusammen Kaffee trinken oder gemeinsam Familienforschung betreiben. :P
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

Benutzeravatar
Mechtenbergkraxler
Beiträge: 1054
Registriert: 15.04.2011, 11:17
Wohnort: im Exil

Beitrag von Mechtenbergkraxler »

Minchen hat geschrieben: Wir könnten zusammen Kaffee trinken oder gemeinsam Familienforschung betreiben. :P
Familienforschung ist das richtige Stichwort. Was Minchen erzählt, finde ich total spannend. Während die Vertriebenen nach dem 2. Weltkrieg sicher zu Recht noch viele Jahre ihrer alten Heimat nachgetrauert haben und diese alte Heimat häufiges Gesprächsthema bei Familienfeiern war, scheint das Thema „Heimat“ bei den Arbeitsmigranten der Jahrhundertwende 19. / 20. Jhdt. doch deutlich anders gesehen worden zu sein. Letztere waren freiwillig gekommen, um hier einen neuen Start zu wagen, nicht vertrieben und ohne den Gedanken, noch mal in den Osten zurückzukehren. Solange man von den Einheimischen (eingeborene Westfalen, preußische Beamte aus allen Provinzen) nicht wirklich akzeptiert wurde, hielt man sich noch an ländlich-polnischer Volksfrömmigkeit fest und kochte Kohl in allen Varianten mit Krakauer. Mit zunehmender Akzeptanz löste man sich von diesen alten Banden und war dann „nur noch“ ein normaler Kohlenpottler, der scheinbar nie woanders gewohnt hatte.

In dem Teil unserer Familie, der auch polnische Wurzeln hatte, war das gut zu beobachten. Die Großtante sprach makelloses Deutsch, flocht aber immer wieder mal polnische Schimpfwörter in ihre Rede ein und sang (Groß-)Nichten und Neffen am Heiligabend polnische Weihnachtslieder vor, die sog. Kolendy, deren Text zwar keiner verstand, die aber dafür zigmal schwungvoller waren als die deutschen Weihnachtslieder. Der Großonkel pflegte sich dann immer am Kopf zu kratzen und was von „Schnee von gestern“ zu murmeln. Ihn interessierte diese Vergangenheit überhaupt nicht.

Unsere Familienforschergruppe hat mittlerweile jede Menge netter Leute (meist Cousins 2. oder 3. Grades) entdeckt, die teils in Polen wohnen, deren Familien also nicht ausgewandert waren, teils in Frankreich und in den USA. Wir chatten auf Englisch miteinander und es hat auch schon Treffen gegeben. Das wäre meine Anregung auch für andere Gelsenkirchener mit Wurzeln im Osten: Falls Ihr es noch nicht gemacht habt, geht mal auf Entdeckungsreise; das Internet macht´s möglich; gerade aus der Provinz Posen gibt es tolle Datenbanken, und vielleicht entpuppt sich sogar ein Arbeitskollege als Vetter um drei Ecken.

Aber nach wie vor würde mich und vielleicht auch andere interessieren, wie die einzelnen Familien diesen oft Jahrzehnte dauernden Übergang vom Neuankömmling zum „waschechten Gelsenkirchener“ bewältigt haben, ob irgendwo anders auch früher noch polnische Weihnachtslieder gesungen wurden. Dieser Teil der Lokalgeschichte ist sehr wenig beleuchtet. Wenn nicht die GG, welche Institution wäre sonst dazu in der Lage?

MK
"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher." (Charlie Rivel, Clown)

Benutzeravatar
Minchen
Beiträge: 2464
Registriert: 05.01.2009, 18:12
Wohnort: Rotthausen

Beitrag von Minchen »

Mechtenbergkraxler hat geschrieben:..., hielt man sich noch an ländlich-polnischer Volksfrömmigkeit fest und kochte Kohl in allen Varianten mit Krakauer. ...
MK
Weder noch bei meiner Familie: alle waren bemerkenswert unfromm, keiner meiner mir bekannten Vorfahren hat jemals eine Kirche betreten außer an Weihnachten. Und Kohl mit Krakauer? Niemals, grundsätzlich Königsberger Klopse. Immer ohne Kapern. Ich mache sie allerdings mit. :wink:

Ich habe aber noch mehr Vorfahren:

Mein Uropa Josef, der Vater meiner Oma mütterlicherseits, wurde 1901 in Ückendorf geboren, in der Schulstraße, etwa dort, wo heute die Praxis Dr. Kirchberg ist. Sein Vater, ebenfalls Josef, war 1872 in Beiswalde, Krs. Heilsberg (edit.), Ostpreußen geboren worden, seine Mutter Rosa 1874 in Heilsberg. Auch deren Eltern hatten schon im gleichen Kreis gewohnt. Uropa Josef arbeitete bei der Glückauf-Brauerei. Meine Oma brachte ihm mittags ganz klassisch den "Henkelmann". Er starb bereits 1952, sein Vater 1944 während eines Luftangriffs im Luftschutzkeller in der Nähe der Grollmannstraße: an einem Herzinfarkt.

Oma berichtete, dass ihre Oma Rosa ein sehr lautes Lachen gehabt hat. Sie konnte sie oft schon von weitem in ihrem Garten lachen hören, wenn sie aus der Schule kam. Sie wohnten in der Grollmannstraße.

Meine Uroma Helene wurde 1905 ebenfalls in Ückendorf geboren und wohnte mit ihren Eltern und zahlreichen Geschwistern in der Südstraße (heute Virchowstr.). Ihr Vater Theodor Ippers kam allerdings nicht aus dem Osten, sondern aus dem Rheinland: aus Neuss. Ihre Mutter, Margareta Schmitz, war 1873 in Altenessen geboren worden. Sie hatte sehr schwarze Haare und wohnte später in der Breitestraße, die es aber nicht mehr gibt - am Hauptbahnhof.

Ururoma Margareta ist damit die Älteste meiner Vorfahren, die unmittelbar aus dieser Gegend stammt. Über ihre Vorfahren konnte ich noch nichts herausfinden, weil ich mich noch nicht richtig bemüht habe. Vermutlich wäre es kein besonders großes Problem, nach Altenessen zu fahren (tatsächlich war ich heute mittag im Einkaufszentrum Altenessen), um Einblick in die Kirchenbücher zu nehmen, denn Ururoma wurde ca. ein Jahr vor Einführung des Standesamtswesens in Deutschland geboren. Leider hatte sie einen ziemlichen Allerweltsnamen: nämlich Schmitz. :roll:
Zuletzt geändert von Minchen am 06.02.2017, 17:53, insgesamt 1-mal geändert.
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

Benutzeravatar
Pedder vonne Emscher
Beiträge: 3014
Registriert: 04.04.2014, 16:23
Wohnort: anne Emscher
Kontaktdaten:

Beitrag von Pedder vonne Emscher »

Hallo Minchen, schön von Deinen Fortschritten bei der Ahnenforschung zu lesen. Kleine Anmerkung: Kr. Glottau gab es nicht. Glottau gehörte ebenso wie Beiswalde zum Kr. Heilsberg.

Beiswalde gehörte zum Kirchspiel Wolfsdorf. Hier findest Du Taufen von 1860-1882. Beiswalde wird dort auch als Beilswald angegeben.

http://www.meerwaldt-genealogie.nl/?page_id=56

Benutzeravatar
Minchen
Beiträge: 2464
Registriert: 05.01.2009, 18:12
Wohnort: Rotthausen

Beitrag von Minchen »

Danke! :)
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

Benutzeravatar
Minchen
Beiträge: 2464
Registriert: 05.01.2009, 18:12
Wohnort: Rotthausen

Beitrag von Minchen »

In Deiner Liste habe ich die ersten Vorfahren gefunden:

Joseph
(Vater) Arendt Johan
(Mutter) Krause Barbara
Beilswald
(Taufdatum) 20-03-1872
(Taufpaten) Mich(ael). Kaesler ; Euphrosina Grunald

Ururopa.

Ziemlich zahlreich, die Rosas in der Liste. Und erstaunlich viele Kinder ohne Vater.
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

Benutzeravatar
Minchen
Beiträge: 2464
Registriert: 05.01.2009, 18:12
Wohnort: Rotthausen

Beitrag von Minchen »

Und schon vier Geschwister :D .
Aber jetzt muss ich erstmal meine Augen entspannen. :roll:
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

Benutzeravatar
Pedder vonne Emscher
Beiträge: 3014
Registriert: 04.04.2014, 16:23
Wohnort: anne Emscher
Kontaktdaten:

Beitrag von Pedder vonne Emscher »

Minchen, diese Aufstellung stammt von Ko Meerwaldt aus den Niederlanden. Er hat aus vielen Kirchenbüchern aus Ostpreußen alle Daten abgeschrieben und sie ins Netz gestellt. Bei den KB aus Wolfsdorf handelt es sich nur um die Taufeinträge. Heirats- und Sterbebücher sind verschollen.

Du kannst die Taufeinträge zurück bis 1630 nachverfolgen.

http://www.meerwaldt-genealogie.nl/
Auf "Kerkboeken" gehen und dann die entsprechenden Seiten aufrufen.

Viel Erfolg! :wink:

Troy
Mitglied der Verwaltung
Beiträge: 12720
Registriert: 25.06.2007, 21:41

Beitrag von Troy »

Hier aus dem aktuellen Rotterdam-Fred zwei Fotos zum Thema:http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... hp?t=13920
Bretterbude hat geschrieben:BildNegativ-Kartei 307_020
Bretterbude hat geschrieben:BildNegativ-Kartei 307_023
Das Wort "Patenstadt" ist 1992 (!) ersetzt worden durch "Partnerstadt", guckstu hier:
https://www.gelsenkirchen.de/de/stadtpr ... stein.aspx

Benutzeravatar
Minchen
Beiträge: 2464
Registriert: 05.01.2009, 18:12
Wohnort: Rotthausen

Beitrag von Minchen »

Aus der Tafel oben geht hervor, dass von 1880 bis 1904 insgesamt 20.000 Ostpreußen nach Gelsenkirchen zogen, davon etwa 17.000 aus dem Reg.Bez. Allenstein - darunter auch meine Uroma und mein Uropa. Sicherlich waren das hauptsächlich junge Leute aus den Landgemeinden.

Die müssen dann doch in der Landwirtschaft gefehlt haben. Der Traktor war ja noch nicht erfunden - da kam es doch auf jeden einzelnen an, oder nicht?

Weiß jemand etwas darüber?
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

Benutzeravatar
Minchen
Beiträge: 2464
Registriert: 05.01.2009, 18:12
Wohnort: Rotthausen

Beitrag von Minchen »

Pedder vonne Emscher hat geschrieben:Minchen, diese Aufstellung stammt von Ko Meerwaldt aus den Niederlanden. Er hat aus vielen Kirchenbüchern aus Ostpreußen alle Daten abgeschrieben und sie ins Netz gestellt. Bei den KB aus Wolfsdorf handelt es sich nur um die Taufeinträge. Heirats- und Sterbebücher sind verschollen.

Du kannst die Taufeinträge zurück bis 1630 nachverfolgen.

http://www.meerwaldt-genealogie.nl/
Auf "Kerkboeken" gehen und dann die entsprechenden Seiten aufrufen.

Viel Erfolg! :wink:
Das Ding ist eine echte Fundgrube für mich! Danke dafür! :D
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

Antworten