Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Gelsenkirchener blicken auf ihr Leben zurück und erzählen

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rumbalotte
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Re: Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von rumbalotte »

Mütterlicherseits aus Slupsk (Stolp) im Pommern, väterlicherseits aus der Nähe von Kaliningrad (Königsberg) in Ostpreußen, nach Flucht und Vertreibung über Schleswig-Holstein in den Pott.

Peter
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Lo
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Re: Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von Lo »

Ich habe Migrationshintergrund.
Meine Mutter stammt aus Augstupönen bei Gumbinnen (Ostpreussen)
laut Wikipedia Gussew (russisch Гусев, deutsch Gumbinnen, litauisch Gumbinė),
eine Rajonstadt in der russischen Oblast Kaliningrad
..
Mein Vater (adelig, weil vor meiner Geburt auf und davon) soll aus Thüringen gewesen sein.
Komm´doch mal gucken: https://www.kohlenspott.de/

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Luther
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Re: Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von Luther »

Na da möchte ich auch mal wieder einen Beitrag leisten und erzählen woher meine Vorfahren stammen.

Vater ist in Friedingen Kreis Bromberg Westpreußen ( Mirowice woj. Bydgosczc Pomorska) Ich war 1996 mit meinem Vater dort. Er ist mit seiner Mutter 1948 von dort vertrieben worden. Friedingen war ursprünglich ein Gutsbezirk welcher 1903 vom letzten Besitzer an die preußische Ansiedlungskomission verkauft worden ist. Es wurde neu pazelliert und 30 Neusiedler bauten ihrere Häuser. Ursprünglich war Friedingen was in der Vorzeit Mruczyn hieß, ein Grenzgut des Deutschen Ordens .

Mutter ist in Gumbinnen, Soldauerstr. 8 geboren. Gewohnt haben die Eltern in Langenwasser Kreis Goldap

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Emscherbruch
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Re: Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von Emscherbruch »

Dazu eine kleine Geschichte.

Alle meine Vorfahren stammen aus Masuren. Zwei bis drei Generationen der meisten meiner Vorfahren lebten bereits lange Zeit im Ruhrgebiet, da kam ich als ganz kleiner Mensch im damals wahrscheinlich kleinsten Krankenhaus der Stadt auf die Welt.

Mein Opa stammte aus einem winzigen Vorort eines kleinen Dorfes in Masuren. Er wanderte als Vollwaise nach Erle aus. Ich besitze aus seinem Nachlass eine Fahrkarte der Reichsbahn, mit der man einst durch den polnischen Korridor fahren konnte. Es gab nur einen sehr schmalen Weg von Ostpreußen über Berlin nach Westfalen und irgendwann kein Zurück mehr.

Mein Opa war sehr klein. Etwas über einsfünfzig, also optimal für den Abbau niedriger Kohleflöze. Auf Graf Bismarck wurde er als Hauer verheizt, bis seine Lungen pfiffen. Er erzählte leidenschaftlich gern Kurzgeschichten und streute darin kleine Fragmente des Masurischen ein. Nur ein wenig, damit auch die Enkel noch verstehen konnten, worum es ging.

Sein Nachname, den nun bereits drei Generationen seiner Nachkommen weitergetragen haben, stammt aus dem Masurischen. Dieser Name bezeichnet einen kleinen Teil einer Pflanze und hat zusätzlich noch eine masurische Verniedlichungsform als Suffix.

Wie gesagt, eine ganz kleine Geschichte.
Stell dir vor, es geht und keiner kriegt's hin.

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Minchen
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Re: Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von Minchen »

Minchen hat geschrieben:
01.10.2020, 12:44
Ich habe mich gestern bei Familysearch.org angemeldet und ein wenig in den Vorfahren gestöbert. Ich fand auch direkt eine Ergänzung zu meinen Erkenntnissen. Bisher hatte ich meine Ururururgroßeltern Daniel Sager und Anna Kaczmarczyk und deren Tochter Eva identifiziert, wobei Eva meine Vorfahrin ist (Urururoma Eva, die den Adam heiratete und deren Enkel sich schließlich nach Gelsenkirchen aufmachte). Sie lebten in Montwitz, Kreis Ortelsburg.

Sagers hatten aber noch eine weitere Tochter namens Katharina, die sich mit Michael Sengotta verheiratete und wie ihre Schwester die Vorfahrin von zahlreichen Leuten wurde. Ihre Kinder zogen, ob mit Wissen oder ohne ihrer Cousins, nach Gelsenkirchen, ausgerechnet. Eine Generation weiter etablierten sich einige ihrer Kinder in Gelsenkirchen, andere zogen weiter nach Kanada. Von dort erfolgte auch der Eintrag einer Nachfahrin.

Nun gibt es hier und in Kanada zahlreiche Nachfahren von Anna und Daniel aus dem ostpreußischen Kaff. Erstaunlich, wie viele Nachkommen so über die Generationen zusammenkommen.

Falls jemand einen Namensträger "Sengotta" kennt, das ist mein Verwandter!
Hab noch was Drolliges gefunden. Bei familysearch.org habe ich noch einen Namen von Vorfahren aus dem Wilden Osten eigegeben.
Die Leute hießen Them und lebten vor etwa 400 Jahren in einem ostpreußischen Kaff.
Jedenfalls habe ich den Namen eingegeben und finde zwischen den ganzen Andreas, Peter, Barbara und Elisabeth auch ganz lustige Namensträger, die garantiert nicht meine Vorfahren sind:

Kills Them, die Frau von Little Elk, Kind von Smells Skunk und Leader Charge
Minnie Runs With Them
Nellie Kills Them First, die Frau von Fred Rabbit
Silas Let Them Have Enough
Brings Them, die Frau von Dry Bone
Talk To Them, das Kind von Yellow Blanket und Bear Heels

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


Nellie kills them first klingt deutlich cooler als Gertrud Them. :lachtot:
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Lucasdakar
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Re: Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von Lucasdakar »

Ich bin 1962 in Gelsenkirchen geboren in die Familie Kopitzky hineingeboren. Die Vorfahren meines Vaters kommen aus Westpreussen und sind mit der Industriealisierung nach Gelsenkirchen gekommen und haben sich in Bismarck niedergelassen. Der Vater meines Vaters hat auf Grillo Funke gearbeitet.
Meine Mutter ist gebürtig aus Allenstein/Ostpreussen, auch hiervon ist bereits ein Teil der Familie zu Beginn der Industriealisierung nach Gelsenkirchen gekommenund haben im Bergbau Arbeit aufgenommen.
Durch den Krieg ist dann der größte Teil der noch in Allenstein verbliebenen Angehörigen in Richtung Ruhrgebiet gelangt. Einige sind in der damaligen DDR auf Grund Politischer Ereignisse geblieben hängen geblieben.
Durch den Umstand das auch Gelsenkirchen Patenstadt von Allenstein/Ostpreussen ist,kam ich sehr früh mit dem Alleinsteiner Treffen im Hans-Sachs-Haus in Kontakt. Meine Mutter und ihre Geschwister zog es immer dorthin um mit den Allensteiner zu sprechen. Ich weiß das das immer aufregende Momente waren. Als meine Großeltern in der Mitte der bis Ende der 60 iger Jahre auch aus der DDR uns in Gelsenkirchen besuchten fand gleichzeitig ein Allensteiner Treffen statt. Meine Großeltern erkannten einige Teilnehmer, obwohl das schon so lange her ist, ist dieses Ergeigniss mir noch in Erinnerung.
Ein Onkel mütterlicher Seite( Josef Petrikowski) ist bereits in den 1910-20 Jahre mit seiner Frau Rosa nach Gelsenkirchen gekommen und wohnten auf der Schalker Straße. Das waren für mich quasi die Ersatzgroßeltern. Hezenswarme Menschen. Einige Verwandte mütterlicher Seite ( Neidenberger) haben in Wanne-Eickel Fuß gefasst. Bei großen Familientreffen war immer das Thema die Flucht , der Krieg und Vertreibung ein großes Thema.Durch diese Ereignisse bin ich sehr stark mit em Thema Wurzeln im deutschen Osten in Kontakt gekommen.

Vielleicht kennt jemand noch Verbindungen zu den Familie Petrikowski, Neidenberger und Kopitzky ( mit y geschrieben), oder irgendwelche anderen Botschaften?

Gerne auch anderen Austausch über Alleinstein.

Besten Grüße und Danke

Lucasdakar
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Propietario
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Re: Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von Propietario »

Hallo, las Deinen Beitrag zu Allenstein. Meine Vorfahren, also Großeltern, stammen auch aus dem Kreis Allenstein. Genau, aus dem Ort Alt - Schöneberg. Ich habe schon mehrfach die digitalisierten Standesamtbücher über Archiwum panstowje , durchgeschaut, wobei ich aus den Geburts- oder Sterbeurkunden der jeweiligen damaligen Standesämter die Familienangehörigen herausfinden konnte. Als Kröte kann ich mich auch noch erinnern, als im Hans-Sachs-Haus und davor (Seiteneingang zum Saal) das Allensteiner Treffen stattfand, zu dem ich mit meiner Großmutter (mit der "Lektrischen") aus Bismarck hinfuhren. Dazu hat mir mein Vater ein Bild des Hauses seiner Vorfahren hinterlassen und eine Urkunde des Kaiser Wilhelm II, er hat des öfteren in dem Ort seinen Urlaub verlebt und schwärmte von der intakten Natur, Störche und saubere Seen. m.f.G. Propietario

Lucasdakar
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Re: Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von Lucasdakar »

Wo könnte man den mehr dazu erfahren, über die Familien und verbleib?

Beste Grüße Lucasdakar
Zuletzt geändert von Lucasdakar am 04.10.2020, 14:20, insgesamt 1-mal geändert.
@Lucasdakar
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Lucasdakar
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Re: Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von Lucasdakar »

Propietario hat geschrieben:
03.10.2020, 20:44
Hallo, las Deinen Beitrag zu Allenstein. Meine Vorfahren, also Großeltern, stammen auch aus dem Kreis Allenstein. Genau, aus dem Ort Alt - Schöneberg. Ich habe schon mehrfach die digitalisierten Standesamtbücher über Archiwum panstowje , durchgeschaut, wobei ich aus den Geburts- oder Sterbeurkunden der jeweiligen damaligen Standesämter die Familienangehörigen herausfinden konnte. Als Kröte kann ich mich auch noch erinnern, als im Hans-Sachs-Haus und davor (Seiteneingang zum Saal) das Allensteiner Treffen stattfand, zu dem ich mit meiner Großmutter (mit der "Lektrischen") aus Bismarck hinfuhren. Dazu hat mir mein Vater ein Bild des Hauses seiner Vorfahren hinterlassen und eine Urkunde des Kaiser Wilhelm II, er hat des öfteren in dem Ort seinen Urlaub verlebt und schwärmte von der intakten Natur, Störche und saubere Seen. m.f.G. Propietario
Ja, daran kann ich mich erinnern , an den Seiteneingang vom großen Saal des Hans-Sachs- Haus. Das Treffen war meist am Wochenende Samstag / sonntag. An deer Ecke war auch die Gaststätte " Haus Wessel" Habe auch noch die langen Tische vom Saal des Hans-Sachs-Haus zum Teil in Erinnerung und die Kaffee-Gedeckedazu. Auch die Situation jemanden wieder erkannt zu haben, oder Menschen kennzulernen, die jemanden kannten demn mann kannte. Meine Vorfahren mütterlicher Seite kommen aus Groß Purden und Patricken. Mein Opa ( der Vater meiner Mutter ) hat es dann nach Alleinstein verschlagen und dort die Familie geründet. Die Familie Neidenberger war rund um Alleinstein angesiedelt.

Wo könnte man den mehr dazu erfahren?

Beste Grüße Lucasdakar
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Minchen
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Re: Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von Minchen »

Lucasdakar hat geschrieben:
04.10.2020, 14:15
Wo könnte man den mehr dazu erfahren, über die Familien und verbleib?

Beste Grüße Lucasdakar
Aus dem Buch "Die Kirchspiele Groß Kleeberg und Klaukendorf" von Georg Kellmann

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In dem Buch sind auch die Dorfchronik, Gründungsurkunde und Fotos von Menschen, Gegend und Gebäuden.
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

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Minchen
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Re: Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von Minchen »

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Lucasdakar
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Re: Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von Lucasdakar »

Minchen hat geschrieben:
04.10.2020, 16:20
Lucasdakar hat geschrieben:
04.10.2020, 14:15
Wo könnte man den mehr dazu erfahren, über die Familien und verbleib?

Beste Grüße Lucasdakar
Aus dem Buch "Die Kirchspiele Groß Kleeberg und Klaukendorf" von Georg Kellmann

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In dem Buch sind auch die Dorfchronik, Gründungsurkunde und Fotos von Menschen, Gegend und Gebäuden.
Wow, besten Dank Minchen , das sind schon mal erste Ansätze und Einblicke.

Ich bleibe am Thema.

Lucasdakar
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Minchen
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Re: Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von Minchen »

Pitka hat geschrieben:
08.06.2020, 14:15
Hallo,

das ist ja mal ein interessanter Strang, den ich noch gar nicht entdeckt hatte.

Denn auch mein Ururgroßvater kam mit seiner jungen Ehefrau und einem 1jährigen Säugling (geb. im Dezember 1880) aus dem ehemaligen deutschen Osten, nämlich (geboren in Steindorf, geheiratet 1879 in Kurnik) aus der Posener Gegend, nach Gelsenkirchen.
Es waren einfache Leute (Tagelöhner, Häusler) und versprachen sich hier im Westen wohl ein besseres Leben.

Ururgroßvater arbeitete hier in Gelsenkirchen sofort als Bergmann.

Das 2. Kind wurde im Oktober 1882 in Braubauerschaft geboren, verstarb aber am 3. Dezember 1882. Wahrscheinlich hatte der Ururgroßvater Probleme mit diesem Kind, denn seine Frau war Anfang November 1882 nach der Geburt verstorben.

Jetzt hatte er allein für sein 1. Kind zu sorgen. Ururgroßvater heiratete also bereits im März 1883 erneut. Mit dieser seiner 2. Ehefrau bekam er das nächste Kind im März 1884. Und danach noch viele Kinder mehr, die teils überlebten, aber auch teils früh verstarben, bis auch diese 2. Ehefrau 1901 verstarb.

Ja und dann heiratete er am 05.07.1902 noch ein drittes Mal. Die Kinder mußten schließlich versorgt werden. Auch mit dieser 3. Ehefrau bekam er noch 2 Kinder, wovon aber eines eine Totgeburt war.

Schließlich verstarb Ururgroßvater 1911.

Das war insgesamt ein sehr bewegtes Leben, dass zwischen schwerer Arbeit im Bergbau und dauernder Sorge um den Unterhalt seiner Familie geprägt war. Das möchte man heutzutage so nicht erleben.

LG Pitka
Da sieht man mal, dass die Ehe damals eine absolute Notwendigkeit war, oder? Zumindest hier in der Großstadt, getrennt von der Familie. Ob es auf dem Land, bei der Familie, anders war? Mit neumodischer Romantik hatte das jedenfalls wenig zu tun.
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Re: Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von Mechtenbergkraxler »

Lucasdakar hat geschrieben:
04.10.2020, 14:20

Wo könnte man den mehr dazu erfahren?

Beste Grüße Lucasdakar
Hallo Lucasdakar, wahrscheinlich habe ich es hier schon mal erwähnt, aber ein total spannendes Werkzeug, um mehr über Ahnen und Verwandte, u.a. im "Fernen Osten" rauszukriegen, ist das Portal MyHeritage. Ich bin dort schon seit vielen Jahren aktiv. Nicht nur, dass man ein sehr brauchbares Format dort findet, um seine eigenen Leute in Form eines Steckbriefs zu dokumentieren, sondern auch, weil man über die sog. "smart matches" eine Menge mehr über seine Familie finden kann. Denn logischerweise hatten der eigene (Ur-)Großvater oder die eigene Urgroßmutter noch oft jede Menge Geschwister nebst deren Nachfahren (Deine Cousins 2., 3. oder 4. Grades). Und gar nicht so selten haben dann diese Zweige der Familien Daten, die in der eigenen Familie vielleicht schon verloren gegangen waren, und haben die MyHeritage-Datenbank damit gefüttert. Besonderen Spaß macht es, wenn man dadurch Kontakte zu diesen Verwandten entfernteren Grades aufnehmen kann, die - in meinem Falle - u.a. weiter nach Frankreich oder in die USA gezogen sind. Da gibt es jetzt viele nette Brieffreundschaften, meist auf Englisch als dem kleinsten gemeinsamen Nenner.

Für die Provinz Posen bieten sich die Datenbanken an http://bindweed.man.poznan.pl/posen/project.php, http://www.szukajwarchiwach.pl/ und
http://www.basia.famula.pl/de/

MK
"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher." (Charlie Rivel, Clown)

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Tekalo
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Re: Gelsenkirchener und ihre Wurzeln im (ehem.) deutschen Osten

Beitrag von Tekalo »

Lucasdakar hat geschrieben:
04.10.2020, 14:15
Wo könnte man den mehr dazu erfahren, über die Familien und verbleib?

Beste Grüße Lucasdakar

Ich würde es mal mit Familienanzeigen im Archiv der Preußischen Allgemeinen Zeitung versuchen: https://paz.de/archiv/volltext.html

In den Jahrbüchern der Kreisgemeischaft findet man auch so manche Information. Einzusehen in der Martin Opitz Bibliothek in Herne.

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