Stadtwald Buer

Öffentliche Grünanlagen, Parks und Gärten der Stadt zum genießen und spielen

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Mahns
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Re: Wald und Heide

Beitrag von Mahns »

Udo S aus Buer hat geschrieben:Die Stadt GE plante Ende der 60er Jahre, eine Straße durch diesen herrlichen Wald zu bauen, um dieses zu verhindern hat Egon Reichsgraf von und zu Westerholt und Gysenberg (*29. März 1910, † 2. August 2002) den Löwenpark errichtet.
Nicht die Stadt Gelsenkirchen wollte diese Straße bauen, sondern der Bund. Und zwar handelte es sich um die Autobahn 41, lokal auch "Nord-Süd-Autobahn" genannt.

Als in den 60ern in Buer die Trasse für die tiefliegende vierspurige Schnellverkehrsstraße B224 (Nordring/Gecksheide) ausgehoben wurde, da gab es schon erste Pläne für die "Nord-Süd-Autobahn".

Im Flächennutzungsplan der Stadt Gelsenkirchen wurde die gesamte Trasse der A41 noch bis Mitte der 80er freigehalten und erst dann endgültig aufgegeben.

Sie sollte von der A52 in Höhe der Pawikerstraße abzweigen. Noch heute zeugen die Vorleistungen in Form eines rudimentären Autobahndreiecks (AD Gelsenkirchen-Buer Nord) mit seltsam anmutender Straßenführung und überbreiten (und bis heute ungenutzten) Spuren in beiden Fahrtrichtungen von den damaligen Plänen:

http://maps.google.de/maps?ie=UTF8&oe=u ... 7&t=k&z=15
http://maps.google.de/maps?ie=UTF8&oe=u ... 7&t=k&z=20


Die A41 sollte dann durch die Löchterheide führen und auf Höhe der Brauckstraße die A2 kreuzen (AK Gelsenkirchen-Buer). Auch hier gibt es ein überbreites Brückenbauwerk, das als Vorleistung für den Bau des Autobahnkreuzes errichtet worden ist und zumindest in Fahrtrichtung Oberhausen heute als Verzögerungsspur für die Rastanlage "Resser Mark" genutzt wird:

http://maps.google.de/maps?ie=UTF8&oe=u ... iwloc=addr

Da, wo heute die neue Anschlußstelle Gelsenkirchen-Schalke gebaut wurde, war das Kreuz Gelsenkirchen-Bismarck (A42/A41) geplant. Es gab zahlreiche Bauvorleistungen für das Kreuz, wie Tunnelbauwerke, Parallelfahrbahn etc., die beim jetzigen Ausbau zur Anschlußstelle nur teilweise genutzt worden sind:

http://maps.google.de/maps?ie=UTF8&oe=u ... iwloc=addr
http://maps.google.de/maps?ie=UTF8&oe=u ... iwloc=addr

Bis zur WM 2006 war auf den alten Schilderbrücken auf den hintergrundbeleuchteten Hinweisschildern noch das Wort "Autobahnkreuz" überklebt, so dass dort in Zeile 2 nur "Gelsenkirchen-Bismarck" zu lesen war. Diese Schilder wurden erst vor zwei Jahren demontiert und ersetzt.

Die A41 sollte dann die A40 kreuzen und weiter über Hattingen bis nach Wuppertal führen, wo sie mit der A43 vereinigt werden sollte.

Ich habe noch einen alten Flächennutzungsplan aus dieser Zeit, auf dem die Trasse schön zu erkennen ist. Bei Interesse für dieses Thema (ein eigener Thread "A41" vielleicht sogar ?!?) versuche ich mal, die Rolle einzuscannen.
Zuletzt geändert von Mahns am 12.06.2008, 09:35, insgesamt 2-mal geändert.

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Doktor Profit
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Beitrag von Doktor Profit »


Schwidi
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Stadwald

Beitrag von Schwidi »

Hier hab ich auch noch n Bild von der großen Wiese des Stadtwalds,da wo auch noch heute die beiden holzhäuschen stehen!!finde sieht fast so aus wie heute!!Das Bild wurde aufgenommen an Pfingsten 1955


Bild

Schwidi
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Beitrag von Schwidi »

kennt eigentlich noch jemand die gaststätte Wilhelm Köster "Zum Stadtwald"???

Schwidi
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Beitrag von Schwidi »

hier hab ich mal was schönes vorbereitet..da kann man doch mal sehen,wie in Buer die Zeit stillsteht!!!!


Bild

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Verwaltung
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Beitrag von Verwaltung »

Aus der Rede von Emil Zimmermann zur Einweihung des Stadtwaldes 1924:
  • "... Um dieses Erziehungswerk, das mit hinaufführen soll über stadtbürgerlichen Heimatsinn zur deutschen Volksgemeinschaft, würdig einzuleiten, darum veranstalten wir - und erst recht in dieser Zeit! - eine 'Festwoche im Grünen'.
    ...
    Die Arbeit (am Grüngürtel) befriedigt nicht nur die Sehnsucht nach dem Schönen, die unerkannt in Tausenden von Herzen auch der Bergarbeiter lebt, die sonst jahraus jahrein nicht in der Lage sind, etwas anderes als die traurige Eintönigkeit des Bergwerks von innen und außen und das meist noch traurige Elend der Wohnungsnot oder vielleicht noch Kino und anderen Schund zu sehen, sondern erzieht auch diejenigen, denen vielleicht wärmere Regungen überhaupt noch nicht gekommen sind, zum Verständnis und Erleben des Schönen und Gewaltigen, das auch die Natur im Industriegebiet noch bieten kann, wenn sie für diesen Zweck gepflegt und dem Volke bewußt gezeigt wird. Die Arbeit an diesem Werk, die gemeinsam von der gesamten Einwohnerschaft verfolgt, von ihrem Interesse getragen und belebt wird, erzieht aber auch zur Gemeinschaftsarbeit überhaupt, erweckt die Liebe zur Heimatstadt und fördert die Bodenständigkeit. ... "
Quelle: Zwischen Poesie und Leben - Geschichte der Gelsenkirchener Literatur und ihrer Autoren von den Anfängen bis 1945, Herbert Knorr, ISG, Klartext, 1995
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MichaL
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Beitrag von MichaL »

Lindenstraßenkind hat geschrieben:Auch das war der StadtwaldBild
So sah das da heute aus: [center]Bild[/center]

MichaL
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Gewässerquerung über Trittsteine

Beitrag von MichaL »

Da, wo früher eine Brücke war, steht nun erst mal ein Schild:
Bild

Der Bach im Naturschutzgebiet, der zum Stadtwaldteich hinführt, wurde früher an einer Stelle früher durch eine Brücke überquert. Die Brücke ist weg, der Übergang ist nun naturnah gestaltet, man muss über Steine hinweg den Bach überqueren. Bild

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Heinz H.
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Re: Gewässerquerung über Trittsteine

Beitrag von Heinz H. »

@Michael,
ich meine, dass vorher der Bach an dieser Stelle
unterirdisch durch ein Rohr geführt wurde.
Warum man jetzt allerdings diesen direkten Weg zwischen Friedhof und Waldschänke für ältere Menschen unpassierbar gemacht hat ist mir unerklärlich. :ka:
"Gelsenkirchen kann wirklich froh sein, dass es Buer hat."
Dr. Peter Paziorek

MichaL
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Re: Gewässerquerung über Trittsteine

Beitrag von MichaL »

Heinz H. hat geschrieben:@Michael,
ich meine, dass vorher der Bach an dieser Stelle unterirdisch durch ein Rohr geführt wurde.
Warum man jetzt allerdings diesen direkten Weg zwischen Friedhof und Waldschänke für ältere Menschen unpassierbar gemacht hat ist mir unerklärlich. :ka:
Da sagst Du was, aber irgendein Rinnsal lief da immer her, oder? Ich habe auch das Bild einer Holzbrücke an der Stelle vor Augen.
Heute waren einige Ältere da und sind trotz des Schnees rüber gegangen. Ein wenig "gut zu Fuß" muss man tatsächlich sein, so einfach sind die Wege ja ohnehin nicht. Aber stimmt, der Weg ist die kürzeste Nord-Süd-Verbindung im Stadtwald und jetzt ist er für manche "zu".

jvm
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Beitrag von jvm »

Das nennt man Re-Naturierung... Ein paar Meter weiter rechts ist nach wie vor eine Brücke, um für ein Käffchen das Waldhaus zu erreichen 8)

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

[center]Im Stadtwald Buer

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[/center]
#stopthewar
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

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moni53
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Wegweiser

Beitrag von moni53 »

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BABALU
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Beitrag von BABALU »

Lo hat geschrieben:Bild
STADTWALD BUER - Sommerspaß mit Hosenfraß.

Der kürzeste Weg von Erle zum Stadtwald führte immer durch das „gefährliche“ Schievenviertel.
Und irgendwie hatten wir Knirpse immer Schiß, dort verkloppt zu werden.
Ob es hier wirklich jemals gefährlich war, wußte keiner, aber es gab eben das Gerücht, daß man hier im Schievenviertel „schnell was auf die Fresse“ kriegen konnte.

Im Stadtwald befand sich unweit des Buerschen Friedhofs in einem tiefergelegenen Tal ein richtiges Wasserparadies für Familien:
eine Liegewiese mit einem bunten Klettergerüst aus Eisen in Elefantenform, dazu zwei nebeneinander liegende Planschbecken.

Das Wasser wirkte hier auch nicht so schön klar wie im Freibad Grimberg, der Boden war auch immer etwas moosig-grün und glitschig.
Unser Ziel und die Belohnung für den Fußmarsch zum Stadtwald war eindeutig eine steinerne (!) Riesenrutsche mit zwei rasanten Rutschbahnen nebeneinander, die in das zweite, größere Planschbecken mündete.
Links und rechts der beiden Bahnen führten Stufen bis nach oben. Hier herrschte stets ein lebhafter Andrang: wer unten ankam, rannte sogleich wieder nach oben.
In jede dieser beiden in den Stein geformten Rutschbahnmulden wurde von oben unter ordentlichem Druck Wasser eingespült.
Der hierdurch erzeugte Wasserfilm machte das Rutschen auf der Steinbahn zwar schnell, aber mehr als drei mal Rutschen hielt die beste Buxe nicht aus.
Die war dann hin und das Donnerwetter zu Hause garantiert.
Also nahm man gleich irgend etwas mit, was man sich beim Rutschen hosen-schonend unter den Hintern schieben konnte: ein Stück Fußmatte erwies sich da haltbarer als eine seinerzeit noch nicht so verbreitete Plastiktüte.
Doch selbst wenn die Buxe auf diese Weise heil blieb, so bemerkte man erst später beim Abtrocknen auf der Wiese schmerzhaft, daß man auch immer etwas Haut auf der Rutsche gelassen hat .
Und immer etwas Schiß: es wartete ja immerhin noch der Rückweg durchs "gefährliche" Schievenviertel.
Dafür aber war das Wasservergnügen eben kostenlos....

(Lo 2003)
Genau daran erinnere ich mich auch noch, war 1960 oder so. Sehr gut beschrieben.

wilhelminer52
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Beitrag von wilhelminer52 »

Der Stadtwald Buer im Herbst 2011
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