Damals am Bahnhof

Der alte Bahnhof, der neue Bahnhof und der neue neue Bahnhof.

Moderatoren: Redaktion-GG, Verwaltung

pito
Abgemeldet

Damals am Bahnhof

Beitrag von pito »

Bild

pito
Abgemeldet

Beitrag von pito »

Bild
1911

Bild
Zuletzt geändert von pito am 28.12.2006, 22:21, insgesamt 1-mal geändert.

Heinz
Abgemeldet

Die Bahnhofspassage..........

Beitrag von Heinz »

An die Rabotten vor dem Bahnhof meine ich mich erinnern zu können.
Oder verschwimmt da alles miteinander?
Jedenfalls war der Bahnhof ein zentraler Verkehrsknotenpunkt und tatsächlich ein Nabel.
Die Hauptpost lag nebenan, hinter der Post Bushaltestellen, vor dem Bahnhof Straßenbahnhaltestellen.
Dort wo die erste Jazz und Art Galerie untergebracht war, in der Hiberniastrasse parallel zu den Bahngleisen, gab es ... meine ich .. auch Bushaltestellen.
Dort hielten die "Fernbusse" nach Essen etc.
Man müßte mal die Bogestra anzapfen.
Die haben bestimmt viel Material darüber, vielleicht sogar Originaltöne?
Rechts vom Bahnhof die Bahnhoftraße, gegenüber Geschäfte und Kinos, links Richtung Ückendorf die gruselig schaurig schön-schäbige weiß-gekachelte Bahnhofsunterführung.
Eingelassen in die Stützmauer waren kleine Lädchen - irgendwie kann ich mich nur noch an stinkende Fischbuden erinnern, die im halbdunkel-schummer-schimmer den olfaktorischen Teppich sehr, sehr breit ausbreiteten. :kotz:

Die Ohren wurden maltaitiert durch kreischende Straßenbahnen, dazu knatterne und stinkende DKWs, Goggos, Isettas und Mopeds, auf den schmalen Bürgersteigen auch kaum durchzukommen, weil durch dieses Nadelöhr der komplette Ost-West Verkehr lief.

Es platzte wirklich aus allen Nähten.

Erinnert an genau an diese kleine Passage habe ich mich viele Jahre später öfter in Istanbul gefühlt.

Klar, nach einem Schalke Spiel heute werden in wesentlich kürzerer Zeit wesentlich mehr Menschen schneller und bequemer von A nach B geschafft.

Aber damals gab es nicht diese sinnentleerten Horden, die gemeinsam, in Nachahmung von Silberrücken-Gorillas, gegen die Scheiben trommeln.... :datz:

Obwohl.. nee mein Vater war Straßenbahner und erzählte auch damals ähnliches.

Nur wären die Scheiben da sofort aus der Fassung gefallen.

Wie machen die das heute nur? :ka:

Da steckt unglaubliches technisches Wissen hinter, Scheiben zu konstruieren, die dem Balz- und sonstigem Triebverhalten hysterisierter Jung-Männer Fäuste standhalten??

Und diese braunen Bahnsteigkarten mit einem .. blauen Querstreifen, die gezwack-zwickelt wurden mit der Entwerter-Knips-Zange von einem vereidigten Oberhofmarschallfeldwebel, der aber nur 8 Stunden in zugiger Luft seine Gesundheit ruinieren musste.. ach war das alles schön... auch nicht weniger skurill als heute.

Heinz
Abgemeldet

Charly Neumann

Beitrag von Heinz »

Auf der zweiten Postkarte links neben dem Bahnhof ist noch der Gebäudekomplex zu sehen, in dem eine Kneipe von Charly Neumann war - meine ich jedenfalls.
Der hat schon damals anarchistisch den Bürgersteig blau-weiß streichen lassen, als so eine "Untat" noch ziemlich heftig geahndet wurde.

Charly Neumann.. mir unvergesslich durch seine Auftritte mit bulliger Körperpräsenz bei einem Schalker Parteitag in den 70zigern, als er die unteren, schon spirituell euphemisierten Ränge moderierte und der Fallschirmspringer Möllemann oben herum bediente.
Man war das ein Lehrstück in Sachen Massen-Populismus-Wie-Bedien-Ich-Alle-In-Einer-Demokratie und mach doch was ich will.

Handfest, sauber, ehrlich, mit Schweiss und Bier.
Prost.

pito
Abgemeldet

Beitrag von pito »

Bild
Alte Postkarte, gestempelt 1961

Benutzeravatar
Fuchs
Mitglied der Verwaltung
Beiträge: 27559
Registriert: 21.12.2006, 12:30
Wohnort: In der Stadt mit den Geschichten

Onkel aufm Bahnhofsvorplatz

Beitrag von Fuchs »

Aufnahmejahr leider unbekannt...
Bild
Interoperabel!

pito
Abgemeldet

Beitrag von pito »

Weißt du denn sonst was über das Bild? (Familienfoto?)

Josel
Beiträge: 3771
Registriert: 08.01.2007, 15:47
Wohnort: Ex-Hugingthorpe

Beitrag von Josel »

Ich finde eines bringen alle Fotos und Schilderungen zum Ausdruck: Die Verkehrsberuhigung dieses Bereichs hat eher geschadet als genutzt. Die dadurch entstandenen hohlen Plätze sind nie angenommen worden und haben zum Verschwinden der vielen kleinen Lädchen zumindest mitbeigetragen. (Was wäre die Karl-Meyer-Str. heute, wenn man sie ebnso zur Fußgängerzone kastriert hätte?)

ich bin übrigens kein Autofetischist, aber ich könnte würgen, wenn ich sehe, was aus unserer damals so pulsierenden Innenstadt geworden ist. Vielleicht wäre es ja mal eine echte Marktlücke unter den ganzen Ruhrgebietsfußgängerzonen, wenn GE die erste Stadt wäre, die den Weg wieder rückwärts begeht. Die Bahnhofstraße wird zur einspurigen Einbahnstraße mit breiten Bürgersteigen, vielleicht würde das dazu führen, daß sich wieder richtige Geschäfte dort ansiedelten...

Tja, nur sone Idee.

J.
Vertrödeln Sie keine Zeit mit dem Lesen von Signaturen!

Heinz
Abgemeldet

Beitrag von Heinz »

Josel hat geschrieben:Vielleicht wäre es ja mal eine echte Marktlücke unter den ganzen Ruhrgebietsfußgängerzonen, wenn GE die erste Stadt wäre, die den Weg wieder rückwärts begeht. Die Bahnhofstraße wird zur einspurigen Einbahnstraße mit breiten Bürgersteigen, vielleicht würde das dazu führen, daß sich wieder richtige Geschäfte dort ansiedelten...

:wink: :wink:
Wo sollte denn das Ziel dann liegen?
Da müsste man den Bahnhof doch wieder abreissen um irgendwo hinzukommen. 8)

Völlig absurd ist die Idee allerdings nicht, ich habe es in Göttingen erlebt, dass Busse ohne Probleme durch Teile der Fußgängerzone fahren.
Der Fehler hier war möglicherweise das "verwuseln" und die fehlende Attraktivität des Nahverkehrssystems. :roll:

Benutzeravatar
Fuchs
Mitglied der Verwaltung
Beiträge: 27559
Registriert: 21.12.2006, 12:30
Wohnort: In der Stadt mit den Geschichten

Beitrag von Fuchs »

@ pito:
Der junge Mann auf dem Bild ist mein Vater.
Alles andere unbekannt, außer der alte Bahnhof...
Beide gibt es nicht mehr.
Interoperabel!

Benutzeravatar
Doktor Profit
Beiträge: 641
Registriert: 02.12.2006, 16:40

Beitrag von Doktor Profit »

Sieht etwas nach Nackriegszeiten aus.

Benutzeravatar
Fuchs
Mitglied der Verwaltung
Beiträge: 27559
Registriert: 21.12.2006, 12:30
Wohnort: In der Stadt mit den Geschichten

junger Mann

Beitrag von Fuchs »

Mathematik war nie so mein Ding, aber mein Dad war (laut Mama) in dem Jahr der Aufnahme "...so um die 16 Jahre alt...". Geboren wurde mein alter Herr 1929, demzufolge wars 1945.
Interoperabel!

Gast
Abgemeldet

Teenager?

Beitrag von Gast »

Hallo, mein Eindruck: die Menschen früher sahen viel älter aus als sie waren.
Wie seht ihr das?

Benutzeravatar
Doktor Profit
Beiträge: 641
Registriert: 02.12.2006, 16:40

Beitrag von Doktor Profit »

Das stimmt.
Die Kleidung war aber auch anders.
Habe ich doch gut geschätzt.
Jetzt noch Jazz dazu und die Atmosphäre stimmt.

Gast
Abgemeldet

Beitrag von Gast »

Paris?
Oder Kopf des Malteser Falken?

Antworten