Haus Uhlenbrock

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Heinz H.
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Die Zechenbahn

Beitrag von Heinz H. »

Ludger hat geschrieben: Mein Großvater erzählte uns Enkeln gerne Geschichten aus seiner Kindheit.
An einige erinnere ich mich besonders, er erzählte immer von Güterzügen hinterm Haus.
War dort in der Nähe ein Bahnhof, bzw. eine Verladestelle?
Hallo Ludger,
schau mal auf das Luftbild, dort siehst du hinter dem Haus einen Bahndamm. Da wurden die Waggons der Zechenbahn rangiert. Am Ende des Damms war ein Prellbock aufgebaut, dahinter ging es steil bergab.
Heinz H. hat geschrieben:AusschnittsvergrößerungBildDas Haus Uhlenbrock mit dem Turm 1929
Die Jungs von Bergmannsglück haben dort Cowboy und Indianer gespielt... :wink:

Liebe Grüße
Heinz

PS: Du hast eine PN von mir!
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Heinz H.
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Zeche Bergmannsglück

Beitrag von Heinz H. »

Bahnverladung
DThamm hat geschrieben:Bergmannsglück Bild Nr.1
Bild
Zeichnung von Dieter Thamm, Gelsenkirchener Bergmann

http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... 577#165577
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Heinz H.
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Die Wappen

Beitrag von Heinz H. »

Die Wappen des Hauses Uhlenbrock
Bild Uhlenbrock (Hassel): in Silber mit
bernsteinfarbener Eule mit sechs schwarzen
Krallen (Holz)
WuS 178
Seite 67

Bild Haus Uhlenbrock, Freiherr von
Landsberg-Velen 19. Jahrhundert, ebenso das
Wappen der Herren von Buer (Bure, Bugre,
Buren): in Gold mit rotem, silbergegittertem
Balken (Holz)
WuS 179
Seite 57
Quelle: http://www.institut-fuer-stadtgeschicht ... Siegel.pdf
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Heinz H.
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Lageplan Haus Uhlenbrock um 1904

Beitrag von Heinz H. »

BildLageplan Bergmannsglück um 1904, Ausschnitt 'Haus Uhlenbrock'

Quelle:
„80 Jahre Bergmannsglück"
Peter Hardetert und Monika Löcken (Hrsg.)
Ausstellungskatalog Städt. Museum
Gelsenkirchen 1990
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Heinz H.
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Mühlen

Beitrag von Heinz H. »

Dr. Heidemann (im Zusammenhang mit der Existenz des Buerschen Lindenbaumes) hat geschrieben: BildDer von Gärten umgebene Ort Buer mit der Bauernschaft Löchter und dem Haus Uhlenbrock.
Man erkennt die Linde an der Stelle des jüngeren Amtsgerichtes.
Ausschnitt aus einer Karte 1:25.000 der Preußischen Landesvermessung von 1842.
http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... 528#302528


Diese Karte offenbart noch einen weiteren Hinweis zu einem anderen Thema
BildAusschnittsvergrößerung aus der Karte der Preußischen Landesvermessung von 1842

Es geht um Mühlen.
Man erkennt in unmittelbarer Nähe von Hs. Uhlenbrock die Kennzeichnung M., was auf die Existenz einer Mühle an dieser Stelle hinweist. Ein Stück Weges weiter nördlich befindet sich die Picks Mühle und noch ein Stück weiter, geht es zur Mühle am Schloss Lüttinghof. Schließlich gab man auch der Straße, die von Buer kommend an den Mühlen vorbeiführte den Namen „Mühlenstraße“.

Ich muss zugeben, dass ich lange Zeit nichts von der Existenz dieser Mühle am Hause Uhlenbrock wusste. Ein Zufallsfund im Archiv des Heimatvereins Buer brachte mich erst auf die Spur.
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Heinz H.
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Die Mühlen von Uhlenbrock

Beitrag von Heinz H. »

Die zwei Mühlen von Haus Uhlenbrock
  • BildLageplan des Hauses Uhlenbrock mit den beiden Mühlen um 1600
    Quelle: Verein für Orts- und Heimatkunde Gelsenkirchen-Buer 1990
    Ersteller unbekannt
Wo heute die Mühlenstraße in nördlicher Richtung auf die Bergmannsglückstraße trifft und links die Uhlenbrockstraße einmündet, befand sich rechter Hand das alte Rittergut Haus Uhlenbrock. In alter Zeit umspülten dort die Wasser des Picksmühlenbaches die Mauern und Wälle einer festen Burg. Der Bach hatte seinen Ursprung in Buer an der Springestraße und wurde in Buer als „Springe“ bezeichnet. Die Gemäuer und der Bach sind längst verschwunden, den Bomben des letzten Krieges erlegen. Der Bach, mittlerweile unterirdisch kanalisiert, zur Abwassröhr für Buer geworden fristet weiterhin sein Dasein.

Auf dem Areal wurde in den Jahren 1903 bzw. 1904 die Schachtanlage Bergmannsglück der Hibernia AG abgeteuft. Das Gut Uhlenbrock umfasste zu der Zeit 400 Morgen Land mit prächtigen Kornfeldern. Der letzte Pächter war Karl Heege, er hatte die Pacht von seinem verstorbenen Vater übernommen und genoss als tüchtiger und vorbildlicher Bauer, den allerbesten Ruf in der heimischen Landwirtschaft.

Zum altadeligen Haus Uhlenbrock gehörten zwei Kornmühlen, die noch um die Jahrhundertwende betrieben wurden. Heute erinnert uns noch der Name der Mühlenstraße daran. Die eine lag unmittelbar dort, wo heute die Uhlenbrockstraße in die Mühlenstraße einmündet und ein Stück weiter nördlich des Weges befand sich die andere, die sog. „Piggelsmoll“. Mit dem Abzug des Pächters vom Hause Uhlenbrock, musste auch der Pächter der beiden Mühlen, der „Picksmöller“ seine Arbeit einstellen.

In den Archiven findet man noch Aufzeichnungen von der Übernahme des Hauses Uhlenbrock im Jahre 1613 durch Friedrich vom Brempt. Dort wird beschrieben wie der neue Burgherr nach altem Brauch unter den Augen von Zeugen Besitz von den Mühlen und Ländereien ergreift...
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pedder vonne emscher
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Die letzten Pächter von Haus Uhlenbrock

Beitrag von pedder vonne emscher »

Die letzten Pächter auf Haus Uhlenbrock waren:

Bernard Wilhelm Schulte auf der Heege, geb. 1782 in Katernberg, + 1837 in Buer
oo 1813 mit Theresia Theodora Nienhausen
Pächter auf Uhlenbrock seit ca. 1814/1815

Nachfolger, sein Sohn
Philipp Bernard Theodor Heege, geb. 1829 Haus Uhlenbrock, + 1891 in Buer
oo 1864 mit Hendrina Beatrix Lensing

dessen Nachfolger
Carl Wilhelm Maria Heege, geb. 1868 Haus Uhlenbrock, + 1941 in Sinzig am Rhein
oo 1901 mit Maria Leppelmann gnt. Schulze-Schölling

Quellen: Der Hof Schulte auf der Heege (in Katernberg)

Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

Und wo findet man diese Quelle?
Karlheinz Rabas
Jeden Dienstag von 17.00 bis 19.00 Uhr sind
Besucher bei uns im Stadtteilarchiv Rotthausen, Mozartstraße 9, herzlich willkommen 10.000 Fotos zu Rotthausen und mehr

pedder vonne emscher
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Beitrag von pedder vonne emscher »

Karlheinz Rabas hat geschrieben:Und wo findet man diese Quelle?
@Karlheinz: z. B. hier
http://www.buchfreund.de/Im-Zeichen-der ... 37124-buch

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Heinz H.
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Im Zeichen der Prame

Beitrag von Heinz H. »

Karlheinz Rabas hat geschrieben:Und wo findet man diese Quelle?
Karlheinz Rabas
Bild© Herausgeber: Dr. Karl Heege, Olsberg
Druck und buchbinderische Verarbeitung:
Berufsbildungswerk Josefsheim Bigge – 59939 Olsberg

Das Buch mit dem Titel „Im Zeichen der Prame“ hat Dr. Karl Heege für die Nachfahren der Hofesaufsitzer aus den Aufzeichnungen von Maria Heege zusammengestellt. Das Bild auf der Vorderseite ist das stilisierte Wappen der Familie van der Heghe in einem Glasfenster auf Gut Heeg bei Landscheid in der Eifel.

Ein Mitglied der Familie Heege hatte mir das Buch vor einiger Zeit einmal ausgeliehen. Nach einem Beitrag hier im Forum hatten wir uns näher kennengelernt.
http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... 335#305335
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Heinz H.
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Familienverband Eickenscheidt-Nienhausen

Beitrag von Heinz H. »

„Der Oberhof“

Wer noch mehr über die Familie Heege und Haus Uhlenbrock erfahren möchte, findet in der Familienzeitschrift „Der Oberhof“ noch eine Menge Informationen.

http://www.eickenscheidt-nienhausen.de/ ... er-oberhof

Falls jemand wissen will, wo man das Familienblatt einsehen kann?

Natürlich beim Heimatverein GE-Buer! :wink:
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

Aber natürlich auch im Stadtteilarchiv Rotthausen, denn in Rotthausen lag der Oberhof Nienhauaen!

Karlheinz Rabas
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Doppelkopf
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Haus Uhlenbrockstrasse

Beitrag von Doppelkopf »

Der Koch des Seniorenzentrums "Uhlenbrock" heißt zufälligerweise: Uhlenbrock

Animken
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20 Jahre Seniorenzentrum Haus Uhlenbrock

Beitrag von Animken »

WAZ vom 22.05.2017:
Einrichtungs-Jubiläum
Burgruine war Namenspate für Seniorenzentrum Uhlenbrock

GElsenkirchen-Hassel.
Mit einem bunten Sommerfest feierte das Awo-Seniorenzentrum Uhlenbrock sein 20-jähriges Bestehen. Musik und Tanz gab’s inklusive.

Vor 20 Jahren wurde das Awo-Seniorenzentrum Uhlenbrock eröffnet. ...

https://www.waz.de/staedte/gelsenkirche ... 46529.html

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Heinz H.
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Re: Haus Uhlenbrock

Beitrag von Heinz H. »

Ein Blick zurück in die Geschichte von Buer
  • Bild

    Meine Dokumentation über das Haus Uhlenbrock ist erschienen:
    "Im Zeichen der Eule - Das Rittergut Uhlenbrock zu Buer in Westfalen
    und die Geschichte der Familie Heege als letzte Hofesaufsitzer".
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Herausgeben hat es der Heimatbund Gelsenkirchen e.V., der seit Jahrzehnten darum bemüht ist, bei den Bürgern das Verständnis und die Anteilnahme für die Geschichte ihrer Stadt zu wecken und zu stärken.

Im Mittelpunkt steht das Haus Uhlenbrock, Nachfolger der ehemaligen Wasserburg im Norden von Buer. Anfang des 19. Jahrhunderts übernahm die Familie Heege dort die Pacht. 1814 wurde der Pachtvertrag zwischen dem Grafen von Landsberg-Velen und Bernhard Wilhelm Heege für das Haus Uhlenbrock bei Buer abgeschlossen. Ein Jahrhundert lang hatte die Familie Heege das Gut bewirtschaftet. Alte Hasseler konnten sich noch an die prächtigen Felder und Liegenschaften ringsum erinnern. Als die Abteufung des Schachtes Bergmannsglück die Lahmlegung der Landwirtschaft mit sich brachte musste Carl Heege, der letzte Pächter des Stammgutes abziehen. Die Familie übersiedelte auf das neugeschaffene Eigentum Gut Kreienfeld bei Halverde, Kreis Tecklenburg.

Die Dokumentation ist Bestandteil der Heft-Reihe "Gelsenkirchen in alter und neuer Zeit", die der Heimatbund zu einem leicht erschwinglichen Preis einem breiten Publikum zugänglich macht. Erhältlich sind die Hefte im örtlichen Buchhandel, bei Junius in Gelsenkirchen und Kottmann in Buer oder direkt beim Heimatbund Gelsenkirchen e.V., Mozartstraße 13.
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