Nahostkonflikt: Antisemitische Demo in Gelsenkirchen

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hennaja
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Re: Neue Synagoge an der Gildenstraße

Beitrag von hennaja »

2015 skandierten ca. 500 vermeintlich Integrierte des gleichen Klientels vor dem Hauptbahnhof in Essen lauthals und Fahnen schwenkend:
"Hamas, Hamas, Juden ins Gas."
Wenn ich die Videos und Bilder aus Gelsenkirchen sehe, warum kommen mir die Gruppen so ähnlich vor, sehe ich die gleichen Fahnen??? :veg: :veg:
Verurteilungen in Essen - m.W. Fehlanzeige!
Bin gespannt auf die Bilanz in Gelsenkirchen.
. . . . . . und ich zieh hier nicht weg!

heen
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Re: Neue Synagoge an der Gildenstraße

Beitrag von heen »

Heute morgen in den Radionachrichten des WDR:
Die Polizei hat eine interne Untersuchung gestartet. Es geht um den Vorwurf, es wären zu wenig Polizeikräfte vor Ort gewesen. Ein Polizeisprecher meinte, man konnte nur versuchen die Synagoge zu schützen, was auch gelungen ist.
Des weiteren drohen einigen, mittlerweile identifizierten, Anklage wegen Volksverhetzung.
Warten wir es ab.

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Mechtenbergkraxler
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Re: Neue Synagoge an der Gildenstraße

Beitrag von Mechtenbergkraxler »

hennaja hat geschrieben:
14.05.2021, 08:52
2015 skandierten ca. 500 vermeintlich Integrierte des gleichen Klientels vor dem Hauptbahnhof in Essen lauthals und Fahnen schwenkend:
"Hamas, Hamas, Juden ins Gas.".....
.....
Was "Integration" betrifft ist die Sache ganz einfach: Wer diesen Staat, seine Grundordnung und seine Werte ablehnt, ist per definitionem nicht integriert und sollte sich einen Staat suchen, der seinen Wertvorstellungen eher entgegenkommt. Dazu gehören ganz sicher die Teilnehmer an diesem Mob, dazu gehören aber auch die Leute, die Hassmails an Politiker schicken, die Journalisten tätlich angreifen, dazu gehören Leute, die sich - so in Hamburg vor nicht langer Zeit - auf Hausdächer stellen und tödlich schwere Gegenstände von oben auf Polizisten werfen. Dazu gehören aber auch, traurig zu sagen, nicht unbeträchtliche Teile der Ostzonenbevölkerung, die diesen Staat ablehnen und sich nach den guten alten SED-Zeiten zurücksehnen, wo es so kuschelig war und man sich nicht selbst um Arbeit bemühen musste.

Alles nicht Integrierte. Abhelfen tun in den schweren Fällen da nur knallharte Strafen, schnelle Gerichtsverfahren und das Überführen in nützliche Arbeiten (Straßen ausbessern in Gelsenkirchen o.ä.). Die 180 Leute hätten festgenommen werden und direkt am nächsten Tag mit Kaltasphalt, Schüppe und Walze Straßen ausbessern müssen. Gerne unterstützt von militanten Freunden aus der Querdenker-Szene, die ja auch gerne mal den Davidsstern für ihre Propaganda missbrauchen.

MK
"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher." (Charlie Rivel, Clown)

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Jochen
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Re: Neue Synagoge an der Gildenstraße

Beitrag von Jochen »

Den Aufschrei möchte ich erleben, wenn diese Chaoten zu richtigen Strafen herangezogen werden sollten. Du, du das darfst du doch nicht.

Was ich mir wünsche schreibe ich lieber nicht, aber ausweisen ohne wenn und aber ist das wenigste.

Jochen :kopfwand:
Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens

heen
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Re: Neue Synagoge an der Gildenstraße

Beitrag von heen »

Mechtenbergkraxler hat geschrieben:
14.05.2021, 09:33
... Alles nicht Integrierte. Abhelfen tun in den schweren Fällen da nur knallharte Strafen, schnelle Gerichtsverfahren und das Überführen in nützliche Arbeiten (Straßen ausbessern in Gelsenkirchen o.ä.). Die 180 Leute hätten festgenommen werden und direkt am nächsten Tag mit Kaltasphalt, Schüppe und Walze Straßen ausbessern müssen. Gerne unterstützt von militanten Freunden aus der Querdenker-Szene, die ja auch gerne mal den Davidsstern für ihre Propaganda missbrauchen.

MK
Das ist natürlich Blödsinn. Wir haben ausreichend Möglichkeiten Straftäter zu bestrafen. Und das, ohne sie durch ein Schnellgericht zu Zwangsarbeit und Pranger zu verurteilen. Das wäre Rachejustiz.

Entspannung tut Noth.

matz
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Re: Neue Synagoge an der Gildenstraße

Beitrag von matz »

Dass man mit diversen Flüchtlingswellen aus dem Nahen Osten (früher Libanon, später Syrien) auch die Konflikte aus dieser Region importiert, kann ja nicht überraschen. Nun muss man Wege finden, damit umzugehen. Leider aus meiner Sicht bisher nicht geschehen.

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rumbalotte
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Re: Neue Synagoge an der Gildenstraße

Beitrag von rumbalotte »

Für mich sah es auf dem unsäglichen, im WDR gezeigten Video so aus, als ob die Polizei nur zusah, ohne aktive Handlung. So etwas gab es an fast demselben Ort schon einmal, auch da griff die Polizei nicht ein. Das Ergebnis war, dass sieben Jahrzehnte später eine neue Synagoge gebaut wurde. Auch die Antworten von Laschets Terrier Reul waren mehr als peinlich, am besten war die Frage des Reporters, ob die eingesetzten Polizeikräfte ein Gehör- oder ein Bildungsproblem hätten.
Wer bei diesem doch zu erwartenden Aufruhr-ähnlichen Auftreten der Fanatiker nicht genügen Polizeikräfte vorhält, der sollte sich auch einmal Gedanken über seine berufliche Kompetenz machen.

Peter
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hennaja
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Re: Neue Synagoge an der Gildenstraße

Beitrag von hennaja »

Wann immer in den vergangenen Jahren die Lage in Israel/Palästina/an den Golan-Höhen eskalierte, war nach polizeilichen Erfahrungen mit entsprechenden Protesten hier zu rechnen. Die Polizei in NRW und in den anderen Bundesländern war dann stets zu höchster Wachsamkeit aufgerufen und hatte selbstverständlich Aufklärungskräfte an den Schutzobjekten ( Synagogen, Gedenkstätten, Gedenktafeln etc. ) und Einsatzkräfte in ausreichendem Masse vorgehalten.
Hier hat sich der Mob in der Nähe der Synagoge getroffen und ist unter Polizeibegleitung bis zur Synagoge in der Gildenstrasse marschiert. Dort hat man diese Typen noch endlos lange skandieren, Fahnen schwenken und dann unkontrolliert abziehen lassen.
Neben offensichtlich nicht für mögliche Einsätze vorgehaltene Eingreif-/Reservekräfte ist es Standard in der Polizei, Unterstützung aus den Nachbarbehörden anforderen zu können.
Innerhalb von ca.15- 30 Min. dürfte es bei entsprechender Alarmauslösung völlig unproblematisch sein, für einen solchen Einsatz über den Lagedienst/die Landesleitstelle NRW aus den Nachbarbehörden eine grosse Zahl an Polizisten zur Verstärkung nach Gelsenkirchen zu bekommen, zumal Gelsenkirchen inmitten des Ballungsgebietes von grossen und leistungsfähigen Polizeibehörden umgeben ist.
Mit all diesen Kräften hätten man wohl eine umschliessende Absperrung zuwege bringen und sicherlich auch Festnahmen tätigen können.
Der ganze Einsatz ist mehr als beschämend.
Bin sehr gespannt, ob wir eine akribische Nachbereitung des Einsatzes erleben und die Details erfahren werden.
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matz
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Re: Neue Synagoge an der Gildenstraße

Beitrag von matz »

Es scheint aber schon seit längerem nicht mehr Polizeitaktik zu sein, Demonstrationen auch bei offenkundigen Rechtsverstößen gewaltsam aufzulösen. Das konnte man ja das ganze Jahr über beobachten.

heen
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Re: Nahostkonflikt: Antisemitische Demo in Gelsenkirchen

Beitrag von heen »

Heute morgen hörte es sich nach einigen Identifizierten an. Vielleicht haben sie auch "ein Paar" gesagt und ich habe "ein paar" verstanden.
Es sind zwei.
Siehe hier: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/51056/4915466

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hennaja
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Re: Neue Synagoge an der Gildenstraße

Beitrag von hennaja »

matz hat geschrieben:
14.05.2021, 15:42
Es scheint aber schon seit längerem nicht mehr Polizeitaktik zu sein, Demonstrationen auch bei offenkundigen Rechtsverstößen gewaltsam aufzulösen. Das konnte man ja das ganze Jahr über beobachten.
Das beste Beispiel ist ja wohl G 20 in Hamburg. Die City zerlegt, Schäden im mehrstelligen Millionenbereich, und Herr Olaf Scholz und Frau Merkel empfanden den Gipfel als gelungen.
M.W. bisher 4 Verurteilungen.

Übrigens.:
RTL meldete um 18:00 Uhr, dass die Gelsenkirchener Polizei mitlerweile schon den 2. Täter identifiziert hat.
Respekt!!!
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Benzin-Depot
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Re: Nahostkonflikt: Antisemitische Demo in Gelsenkirchen

Beitrag von Benzin-Depot »

Heute nachmittag hatten sich vor der Synagoge in Gelsenkirchen mehrere hundert Menschen versammelt, um gegen Antisemitismus zu demonstrieren. Die Gelsenkirchener Polizei schätzt, dass ca 300 Menschen dem Aufruf der "Initiative gegen Antisemitismus" gefolgt sind, um ihre Solidarität mit der jüdischen Gemeinde zu bekunden.
Stadt Gelsenkirchen hat geschrieben: Oberbürgermeisterin Karin Welge unterstützt die Solidaritätskundgebung vor der Synagoge
14. Mai 2021, 17:31 Uhr | Stadt Gelsenkirchen


„Die Solidaritätskundgebung am heutigen Nachmittag vor der Synagoge findet meine volle Unterstützung“, so Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Karin Welge. „Ich stehe in engem Austausch mit der Jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen und ihrer Vorsitzenden Judith Neuwald-Tasbach. Ich habe Stadträtin Anne Heselhaus gebeten, als Vertreterin der Stadt Gelsenkirchen an der Veranstaltung teilzunehmen. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmenden und wünsche einen friedlichen Verlauf.“

Karin Welge weiter: „Die Szenen vor der Synagoge am Mittwochabend werden die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen noch lange emotional aufwühlen und auch unsere Stadtgesellschaft wird dieser Mittwochabend noch lange beschäftigen. Ich werde mich Anfang nächster Woche mit der Jüdischen Gemeinde und Vertretern der anderen Religionsgemeinschaften treffen. Für uns gilt mehr denn je: Wir tolerieren hier in Gelsenkirchen weder Hass, Hetze, Gewalt noch Antisemitismus. Wir stehen an der Seite der Jüdischen Gemeinde.“

Zu der Versammlung vor der Gelsenkirchener Synagoge hat die Initiative gegen Antisemitismus Gelsenkirchen eingeladen. Sie steht unter dem Motto „Kein Platz für Antisemitismus – Solidarität mit der jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen!“. Die Polizei hat die Veranstaltung in Absprache mit der Initiative auf 100 Teilnehmende begrenzt.

Quelle: https://www.gelsenkirchen.de/de/_meta/a ... r-synagoge
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

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knut
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Re: Nahostkonflikt: Antisemitische Demo in Gelsenkirchen

Beitrag von knut »

Der WDR spricht von 300 Teilnehmenden, Fotos zufolge war die Kundgebung wirklich sehr gut besucht.
In Gelsenkirchen gab es eine Mahnwache von etwa 300 Personen unter dem Motto "Kein Platz für Antisemitismus - Solidarität mit der jüdischen Gemeinde". Die Polizei sicherte die Kundgebung mit einem Großaufgebot, auch ein Hubschrauber war im Einsatz.
https://www1.wdr.de/nachrichten/naheros ... w-100.html

Für Sonntag nachmittag haben sich erneut türkisch-arabische Nationalisten angesagt. Das Gelsenkirchener Aktionsbündnis gegen Rassismus und Ausgrenzung organisiert gerade dagegen eine Demonstration.
Jana aus Kassel fühlt sich jetzt wie Jesus Christus; sie war während des Lockdowns im Nagelstudio und muss deswegen ein Bußgeld zahlen.

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hennaja
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Re: Nahostkonflikt: Antisemitische Demo in Gelsenkirchen

Beitrag von hennaja »

Hätte sich gut gemacht, wenn Vertreter der Gelsenkirchener Muslimischen Gemeinden sichtbar präsent gewesen wären :?:
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heen
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Re: Nahostkonflikt: Antisemitische Demo in Gelsenkirchen

Beitrag von heen »

Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen weis ich das Muslime vor Ort waren.
Warum es wichtig sein soll verstehe ich nicht. Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit ist kein Grundproblem des Islam oder anderer Religionen. Es ist ein Problem von hetzenden Extremisten und Verblendeten.
Übrigens: Der Papst wurde nicht gesehen. Ist die katholische Kirche eine Verbindung von radikalen Antisemiten?
Das wird man ja mal fragen dürfen.

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