Bochumer Straße

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Chronistin66
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Beitrag von Chronistin66 »

@brucki

Ich bin im Presseverteiler der Stadt! :wink:

Die Nachricht kam heute per Mail und ich dachte, dass Ihr Ückendorfer was dazu sagen könnt.

Ich fand der Wort "Sanierungsverdachtsgebiet" auch ziemlich interessant! :lol:

Gibt man das im Google ein, dann hat man 403 Ergebnisse und es erscheint als oberstes die Bochumer Straße. Scheint ein neues Wort zu sein. :?

Doro

postminister
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Beitrag von postminister »

Radio Emscher Lippe meldet es auch.
http://www.radioemscherlippe.de/Lokalna ... b1b.0.html

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revier04
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Beitrag von revier04 »

postminister hat geschrieben:Radio Emscher Lippe meldet es auch.
http://www.radioemscherlippe.de/Lokalna ... b1b.0.html
In dem Artikel wird die Möglichkeit aufgezeigt, dass die Stadt Immobilien aus Privatbesitz herauskaufen könnte. Was aber, wenn ein Eigentümer nicht verkaufen will? Enteignung?

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brucki
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Beitrag von brucki »

revier04 hat geschrieben:
postminister hat geschrieben:Radio Emscher Lippe meldet es auch.
http://www.radioemscherlippe.de/Lokalna ... b1b.0.html
In dem Artikel wird die Möglichkeit aufgezeigt, dass die Stadt Immobilien aus Privatbesitz herauskaufen könnte. Was aber, wenn ein Eigentümer nicht verkaufen will? Enteignung?
Zumindest hat er "Besondere Mitwirkungspflichten" (:ka: was das genau bedeutet...)

Guckst Du:

Vorteile Sanierungsverfahren
• Informationsleistung für die Kommune (vorbereitende Untersuchung,…)
• Steuerung der Zielerreichung durch Genehmigungsvorbehalte nach §144 BauGB
• Anfangsbewertung der Grundstücke: Fixierung der Bodenpreise; Verhinderung von Spekulationsgeschäften durch Genehmigungsvorbehalte im Grundstücksverkehr
• Vorkaufsrechte an allen Grundstücken
• Besondere Abschreibungsmöglichkeiten für Eigentümer
Besondere Mitwirkungspflichten des Eigentümers
• Abschöpfung des durch die Sanierung erzielten Bodenwertzuwachses

(aus http://www.stadterneuerung-gelsenkirche ... 1_2011.pdf, Seite 71)


Für den Erwerb sollte ja eine gesonderte Gesellschaft gegründet werden. Guckst Du (Stand Nov. 2011):

Stadterneuerungsgesellschaft (SEG GmbH)

Ein neues Instrument der Stadtentwicklung:
Durch den Erwerb von Schlüsselimmobilien soll eine Vorbild- und Anstoßwirkung im Quartier erreicht werden.

-> SEG soll dort eingreifen, wo Eigentümer handlungsunfähig sind

Sachstand
- Gesellschafter: Stadt, Sparkasse und ggw
- Gründung steht bevor

(aus http://www.stadterneuerung-gelsenkirche ... 1_2011.pdf, Seite 70)

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revier04
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Beitrag von revier04 »

Ein Kommentar auf Facebook zu dem Thema:

Man sollte mal den Bewohnern der Straße erklären was Sauberkeit heisst, es sind ja nicht nur die Häuser sondern auch der Dreck

http://www.facebook.com/Radio.Emscher.Lippe

Es spielen natürlich viele Faktoren eine Rolle, die dazu beitragen, dass die Bochumer verwahrlost daher kommt. Vlt. sollte man zuerst die Kehrwoche für das ganze Stadtgebiet einführen.

Troy
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Beitrag von Troy »

"Sanierungsverdachtsgebiet" - hört sich so an wie: "Verdacht auf Sanierung" in einem Gebiet.
Also in etwa so wie Verdacht auf Hepatitis oder so...noch nicht beweisen und wird durch geeignete Untersuchungen ggf. widerlegt.
Oder etwas umme Ecke gedacht: Ein Gebiet wird der Sanierung verdächtigt - das tut schon beim Lesen weh.
Falls so ein Wort ein Fachbegriff ist: *kopfschüttelkopfschüttelkopfschüttel*
Falls es eine Erfindung aus der Wortgetümbastelstube der Bürokratie ist: Och nööö, und es geht auch nur noch zu verschlimmbessern!
Ist man sich denn gar nicht einig darüber, WAS da nun zu sehen, zu beurteilen und zu tun ist?

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Chronistin66
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Beitrag von Chronistin66 »

Ich habe mal in dem Zusammenhang ein Wort nachgeschlagen, was ich in einem Gespräch aufgeschnappt habe!
Wikipädia hat geschrieben:

Die Gentrifizierung (von englisch gentry [dʒɛntri] „niederer Adel”), ebenso Gentrifikation (von englisch gentrification), ist ein aus der Stadtsoziologie kommender Begriff und beschreibt spezifische sozioökonomische Umstrukturierungsprozesse in städtischen Wohngebieten.

Als politisches Schlagwort (Yuppisierung) ist der Begriff stark symbolisch aufgeladen. Eine angeblich von außen geplante und verursachte, regelrecht gewaltsame Umgestaltung angestammter Milieus wird dabei an Veränderungen weniger symbolisch wichtiger Plätze und Gebäude wie Kultur- und Statuszeigern festgemacht.
Kreuzberger Nächte sind lang! Aber dann????

Wir sind nicht die Hafenstraße oder in Kreuzberg!
Kann das gelingen??? :ka:

Doro

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brucki
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Beitrag von brucki »

DerWesten am 03.10.2012 hat geschrieben:Stadt plant Sanierungsgebiet Bochumer Straße

Gelsenkirchen. Stadt leitet Untersuchung für Sanierungsverdachtsgebiet an der Bochumer Straße in Gelsenkirchen ein.

Das südliche Einfahrtstor nach Gelsenkirchen ist das Gegenteil von einem freundlichen Willkommensgruß. Wer heute die Bochumer Straße benutzt, fährt vorbei an verkommenen Häusern und leer stehenden Ladenlokalen. Der Stadt ist bewusst, dass die „städtebaulichen Missstände in dem Quartier Bochumer Straße weiter wachsen und eine Abwärtsspirale festzustellen ist“.
Weiter: http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... 60003.html

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brucki
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Beitrag von brucki »

DerWesten am 13.10.2012 hat geschrieben:Bochumer Straße vor dem Aufschwung

Gelsenkirchen. Aktueller Zustand der Häuser ist desolat. Viele Leerstände. Stadt plant den Bereich als Sanierungsgebiet. Eigene Aktivitäten sollen Eigentümer zu Investitionen anregen.

Die Bochumer Straße ist ein Dauerthema im Rathaus. Viele Häuser sind in einem desolaten Zustand, Anwohner klagen über Lärmbelästigung. Leerstände nehmen weiter zu. Das Gesamtbild im Bereich bis zur Virchowstraße ist desolat. Jetzt hat der Verwaltungsvorstand empfohlen, Untersuchungen für ein „Sanierungsverdachtsgebiet“ einzuleiten. Es könnte bei entsprechendem Ratsbeschluss ein Sanierungsprozess eingeleitet werden, um die städtebaulichen Missstände zu beseitigen und den Bereich aufzuwerten. Wir sprachen mit Stadtdirektor Michael von der Mühlen und dem Referatsleiter Stadtplanung Stefan Rommelfanger über die Entwicklung des Stadtquartiers.
Weiter: http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... 89294.html

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brucki
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Beitrag von brucki »

DerWesten am 16.10.2012 hat geschrieben:Den Hunger der Investoren wecken

Gelsenkirchen. Sprecher der Gelsenkirchener Ratsfraktionen unterstützen die Initiative der Stadt zur Verbesserung der Situation an der Bochumer Straße. Haertel: Öffentlichkeitsarbeit verstärken

Die Bochumer Straße soll in der Zukunft ein Bild vermitteln, das auf Anwohner wie auch Geschäftsleute und Eigentümer gleichermaßen anziehend wirkt. In einem Interview mit der WAZ hatte Stadtdirektor Michael von der Mühlen die städtische Zielen für die Aufwertung des Bereichs genannt. Im November wird der Rat die Einleitung einer Untersuchung des Quartiers als Sanierungsverdachtsgebiet beschließen.
Weiter: http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... 00508.html

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rapor
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Quartier Bochumer Straße: Ein Sorgenkind wird fein gemacht

Beitrag von rapor »

Schwatz Die Stadt strebt eine Aufwertung der Bochumer Straße an. Den sichtbaren Anfang sollder Abriss von Schrottimmobilien machen. Damit soll Platz für eine neue Kita und ein Durchgang zur Bergmannstraße geschaffen werden.
http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... 26892.html

Darf man dann auch ohne Migrationshintergrund in 2. Reihe und im absoluten Halteverbot halten und parken?
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Heimkehrer
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Beitrag von Heimkehrer »

Grundsetzlich ist ja schön, wenn man sich dem „Sorgenkind“ Bochumer Straße widmet.
Man könnte aber auf die Idee kommen, dass die Straße nur aufgehübscht wird, um künftigen Besuchern des neuen Justizzentrum schockierende Eindrücke zu ersparen.
Ein Schelm ist, wer Böses denkt.
heute ist morgen früher....

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rapor
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Beitrag von rapor »

Ach was, so etwas kann ich mir aber üüüberhaupt nicht vorstellen.
Wer kommt denn dahin? In erster Linie Juristen, so what? Überleg doch mal, einen viel schlechteren Ruf hat ja kaum ein anderer Berufsstand, höchstens die, die zusätzlich auch noch Politiker sind oder Beamte oder alles zusammen.
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Mechtenbergkraxler
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Beitrag von Mechtenbergkraxler »

Keine Ahnung, ob ich irgendwo in den GG das schon mal geschrieben habe, aber es fällt mir halt immer ein, wenn über Problemstraßen und Problemviertel berichtet wird. Ganz oft steht am Anfang eine Verlagerung von Durchgangsverkehr auf andere Straßen, bis hin zum Einrichten von Fußgängerzonen. Es gibt sicherlich keine Ideallösung, denn stark befahrene Straßen wie die Hohenzollernstraße in Bulmke oder gar die Gladbecker Straße in Essen sind eine Qual für die Anwohner. Bereits am frühen Abend tote, verkehrsberuhigte Zonen in den Innenstädten aber auch keine Alternative.

Wie auch immer, der Niedergang der Bochumerstraße zwischen Hbf und Virchowstraße begann mit der Flächensanierung der Neustadt in den 70ern und dem Ende der nördlichen Bochumerstraße als Durchgangsstraße. Eine vorher lebendige Straße, in der auch um Mitternacht noch Leben herrschte, wurde ruhiger, als es den Planern lieb war. Neu aufgeputzte Fassaden und mehr Grün werden keine gesunde Nahversorgung entstehen lassen, die Basis für ein vitales Viertel.

MK
"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher." (Charlie Rivel, Clown)

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rapor
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Kreative im Hinterhof sollen Wende bringen

Beitrag von rapor »

...In den Ateliers könnten Kunsthandwerk und Kunst Hand in Hand arbeiten. Die lauten Häuser direkt an der engen Bochumer Straße sollen nur als Schaufenster dienen. Ein Stadtteil mit Messecharakter. Und das Publikum fährt in der Straßenbahn im Minutentakt vorbei und sieht, was es hier alles gibt. Petroleum-Lampenmacher, Stuckateure, alle sollen dabei sein...

Kreative im Hinterhof sollen Wende bringen - Gelsenkirchen | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... 96235[url]
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