Bochumer Straße

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stulle
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Re: Bochumer Straße

Beitrag von stulle »

Nur für kurze Zeit durfte die alte Wandreklame wieder im Tageslicht erstrahlen...
⚒ Glückauf ⚒

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Minchen
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Re: Bochumer Straße

Beitrag von Minchen »

Ursprünglich stand da Überziehers, oder?
War der Maler vielleicht nicht so ganz firm in der deutschen Sprache.
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

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brucki
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Re: Bochumer Straße

Beitrag von brucki »

Minchen hat geschrieben:
14.12.2020, 19:56
Ursprünglich stand da Überziehers, oder?
War der Maler vielleicht nicht so ganz firm in der deutschen Sprache.
Kann man aber auch schnell mal für den Plural halten! Und früher hatten Handwerker, anders als heute, auch noch keinen höheren Schulabschluss. Okay, die Rechtschreibkenntnisse werden sich da angenähert haben, aber das ist ein anderes Thema. :oops:

heen
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Re: Bochumer Straße

Beitrag von heen »

Auf jeden Fall hat uns die Reklame in die internationale Presse gebracht.
(Hätte ich doch fast vergessen.)
Jewish Telegraphic Agency hat geschrieben: BERLIN (JTA) — In May, a demolition crew tore down a building in the western German city of Gelsenkirchen. As the walls fell, a 110-year-old advertising mural on the adjacent brick wall was exposed.

It read: “For suits and overcoats with a perfect fit, shop at Alexander.”

The large Alexander family was Jewish and had moved to Gelsenkirchen around the 1910s from another German city. The Nazis eventually expropriated their businesses and property.
...
siehe hier

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rapor
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Re: Bochumer Straße

Beitrag von rapor »

Gestern im wdr-Kulturmagazin "Scala"
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr ... n-100.html

Da wird in meinen Augen die Bochumer Straße mal wieder hochgejubelt.. Ich sehe so richtig das blühende leben da vor mir. Die Perspektive als Ausgeh- und Kulturmeile Gelsenkirchens. Und wie der ganze Stadtteil davon profitiere und aufblühe. Ückendorf würde wieder ein Vorzeigestadtteil werden, wie früher...
Es wurden aber auch nur Leute der Stadtverwaltung, der SEG und solche mit geschäftsräumen dort befragt. Nicht etwa mal eine Straße weiter oder gar bis zur Ückendorfer Straße...nee watt blüht die, sowatt vonn.
Seltsam wir bebommen von all dem eigentlich nix mit, nur dass da ewig Baustellen sind. Also auffe Bochumer.
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sirboni
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Re: Bochumer Straße

Beitrag von sirboni »

rapor hat geschrieben:
13.01.2021, 11:24
Ückendorf würde wieder ein Vorzeigestadtteil werden, wie früher..
Wat gabet da denn Besonderet zum Vorzeigen :?: Vom Bannof bis Ückendorfer Platz gabet 2 Kirchen und 4 - 5 Häuser (die von Franke und die Verwaltung GSW) die n'bisken nach wat aussahen :o
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rumbalotte
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Re: Bochumer Straße

Beitrag von rumbalotte »

Als da muss ich doch einmal eine Lanze für die Bochumer brechen:

Natürlich geht es langsam, aber es geht. Viele Läden sind jetzt einmal nicht mit Wettbüros, dubiosen Im-Exportläden, Vereinsheimen mit verklebten Scheiben neu besetzt worden. Es wirkt vieles offener, man sieht weniger lichtscheue Gestalten. Mir geht es langsam auf den Senkel, dass etwas schon während der Bauphase zerredet wird. Und da kommen wir zum nächsten Punkt: Bauphase bedeutet Bauen, und das bedeutet Baustellen. Und wenn dabei die vollkommen kaputte Fahrbahndecke mit Tram-Schienen saniert wird, dann bedeutet das noch mehr Baustellen. Was bedeutet, dass etwas gemacht wird. Es gibt leider keine gute Fee, die mit einem Fingerschnipp alles sofort saniert.

Natürlich hat Ü-dorf auch noch nicht so schöne Ecken, ich sehe da nur das von allen verantwortlichen Stellen vollkommen ignorierte wilde Umbauen von ehemaligen Ladenlokalen in Primitivwohnungen mit schießschartengroßen Pseudofenstern und mit Rotband ungeschützt als Außenputz auf Gasbetonsteinen an der Ückendorfer Straße 135 und 139. Schimmel vorprogrammiert. Immer offen stehende Haustüren mit Sicht auf Brandlasten in den Treppehäusern von 141 und 143, dort auch vollkommen vermüllte Hofeinfahrten. Das ist alles im Bereich zwischen Zollvereinsweg und Im Busche.

Nur schmälert das eben nicht die enormen und erfolgreichen Anstrengungen an der Bochumer Straße, welche sogar schon Neidpotential in Schalke offenbarten. Auch darf man nicht vergessen, dass in den letzten sechs bis sieben Jahren über einhundert Einfamilienhäuser hier gebaut wurden. Es geht langsam, aber sehr beständig bergauf.

Aber wie gesagt, meckern und zerreden ist einfacher, ich bin vor dreißig Jahren sehr bewusst nach Ückendorf gezogen, das der Coolibri einmal mit Bredeney, einem Teil von Mülheim und irgendeinem Teilstück des Haufendorfs um die Reinoldikirche herum als lebenswertesten Teil des Ruhrgebeats bezeichnete. Hab mir hier dann sogar Eigentum gegönnt, und bereue nichts.

Peter
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Heinz H.
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Re: Bochumer Straße

Beitrag von Heinz H. »

Irgenswie hab ich noch im Hinterkopf, dass dat Geld für die Bochumer aus BUER kommt. 8)

:down2:
"Gelsenkirchen kann wirklich froh sein, dass es Buer hat."
Dr. Peter Paziorek

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rumbalotte
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Re: Bochumer Straße

Beitrag von rumbalotte »

Heinz H. hat geschrieben:
13.01.2021, 16:42
Irgenswie hab ich noch im Hinterkopf, dass dat Geld für die Bochumer aus BUER kommt. 8)

:down2:
Klar, von der Vermarktung der Schrottimmobilie Vestia... :lachtot:

Ansonsten erinnere ich immer gerne daran, dass Buer wegen nahender Pleite um Aufnahme nach Gelsenkirchen bettelte, ist auch erst ein knappes Jahrhundert her. Ein ewiges Geben und Nehmen halt. Einmal geben die anderen, und einmal nehmen wir, der Lauf der Welt.

Peter
Zuletzt geändert von rumbalotte am 13.01.2021, 17:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Heinz H.
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Re: Bochumer Straße

Beitrag von Heinz H. »

rumbalotte hat geschrieben:
13.01.2021, 16:58
Klar, von der Vermarktung der Schrottimmobilie Vestia... :lachtot:
...
Nö,
Die Erlöse aus der Vermarktung am Buerschen Waldbogen fließen 1:1 in die Sanierung und Reaktivierung des Quartiers "Bochumer Straße" im Gelsenkirchener Süden...
https://www.nrw-urban.de/projekte/gelse ... waldbogen/
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Dr. Peter Paziorek

heen
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Re: Bochumer Straße

Beitrag von heen »

rumbalotte hat geschrieben:Ansonsten erinnere ich immer gerne daran, dass Buer wegen nahender Pleite um Aufnahme nach Gelsenkirchen bettelte, ist auch erst ein knappes Jahrhundert her.
Vorsicht, das ist so nicht richtig. Die Sache war viel spannender.
Hier mal im Schweinsgalopp:
Beiden, Buer und Gelsenkirchen, ging es wirtschaftlich gut. Das Problem war Horst. Horst ging es zu diesem Zeitpunkt schlecht. Man überlegte, um Horst vor der Pleite zu bewahren, es mit Gladbeck oder Buer zu vereinen. Letzendlich hat man sich für Buer entschieden. Buer hat unter der Bedingung zugestimmt, dass die Vereinigung mit Gelsenkirchen sicher ist.
So kam ein geschwächtes Buer nach Gelsenkirchen.

Und der Buersche Waldbogen wurde gebaut, damit man mit den Erlösen die Reaktivierungen der Bochumer Straße finanzieren kann. Das ist ein normaler Vorgang. Auch in Gelsenkirchen.

ResserMarker
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Re: Bochumer Straße

Beitrag von ResserMarker »

Die Erschließung des Baugebiets am Buerschen Waldbogen wäre sicherlich auch erfolgt, ohne dass ein Geldfluss zur Bochumer Straße nötig gewesen wäre; das Gelände war ja leider viel zu lange ungenutzt, und das Angebot an ambitioniertem Wohnraum für zugegeben zahlungskräftige Bewohner können wir in GE gut gebrauchen.

Mit den Erlösen aus den Grundstücksverkäufen hätte man sicherlich auch andere Zwecke finanzieren können, ich denke da an die häufig beklagte schlechte (digitale) Ausstattung unserer Schulen. Wenn aber die Stadt beschlossen hat, die Erlöse in die Bochumer Straße zu lenken, ist dies legitim und in Ordnung.

Ich frage mich nur, was passiert, wenn das Geld aus dem Waldbogen an der Bochumer Straße vollständig verbraucht ist? Wenn der von NRW.Urban beworbene Kiez mit sozialen Projekten, Kultur- und Gastronomieszene zu diesem Zeitpunkt nicht finanziell selbsttragend ist, was bei diesen Nutzungen schwerfallen könnte, wird jemand gesucht, der dann die Dauersubventionierung übernimmt.

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rumbalotte
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Re: Bochumer Straße

Beitrag von rumbalotte »

@heen: Fakt ist, dass Buer, oder Buer-Horst, ist für mich eh alles Transkanalien, die Knete ausging. Ich liege also nicht falsch.

@Heinz: du hast Recht, ich habe mich bei den Schrottimmobilien mit Vestia und der alten Kinderklinik vertan.

Aber zusammengefasst, die Revitalisierung der Bochumer ist nur ein kleiner Teil, der Aufschwung hier in Ücke ist viel breiter gefächert. Ich sehe bei einer weiter so laufenden Entwicklung den Bestand der Neustrukturierung nicht gefährdet. Das Publikum zieht nach Ückendorf, und jetzt auch auf den Schalker Verein.

Peter
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JürgenB
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Re: Bochumer Straße

Beitrag von JürgenB »

Dann seid mal vorsichtig, wenn demnächst die Gentrifizierung beginnt.

Der WDR hat jedenfalls Ückendorf als neuen Hotspot entdeckt, während die Kölner Kulturszene vor die Hunde geht:
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr ... n-100.html

Wie Gentrifizierung vorsichgeht, kann man bestens bei wikipedia nachlesen. Also: wer ein paar Flocken übrig hat, sollte jetzt investieren!!!
Geboren im Jahre der Meisterschaft - nicht wie ihr alle denkt, sondern 3 Jahre früher!

Schaffrather38
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Re: Bochumer Straße

Beitrag von Schaffrather38 »

Bochumer Str. 74-76 Der Abriss beginnt.
______
Vorab einige Aufnahmen aus dem Jahr 2014,
während der Bauphase Justizzentrum.
Bild Bild Bild
Abriss-Aufnahmen vom 23.01.2021.

Hier soll eine Freifläche entstehen mit Sichtachse
Wissenschaftspark und ehem.Arbeitsgericht. Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild
Gruß
Schaffrather38

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