Zeche Scholven

Die industrielle Vergangenheit Gelsenkirchens zwischen Kohle und Stahl. Alles was stank. ;-)

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Scholvener Jung
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Beitrag von Scholvener Jung »

glückauf hat geschrieben:Bild
Eine schöne alte seltene Ansichtskarte mit der Zeche Scholven.
Gruß und Glückauf
Klaus Herzmanatus
Ich schätze diese wirklich schöne Karte um ca. 1920. Einiges zur Erklärung der Bilder:
Oben:
:arrow: Feldhauser Straße Richtung Nienkampstraße.
:arrow: Feldhauser Straße weiter Richtung Norden. Unterhalb des Bildes - nicht sichtbar - die Nienkampstraße. Das Haus in Bildmitte war die Polizeiwache Scholven an der Kreuzung Buddestraße (nach links), Feldhauser Straße, Zollvereinstraße (nach rechts). Hinter dem Haus (links) geht's in den Emmyweg.
:arrow: Zeche Scholven, heute Kraftwerksgelände Block A.
Mitte:
:arrow: Ev. Schule m. Kirche an der Lutherstraße, Ecke Josefstraße. Heute BP-Gelände.
:arrow: Buer Rathaus - ist klar!
:arrow: Herbertstraße, heute Schwedenstraße. Ansicht vom Scheideweg. Das Haus links ist die Gastwirtschaft "Zum Scheideweg", oder auch "Auf'm Kamp" genannt. Gibt es heute noch!
Unten:
:arrow: Berliner Straße gibt es nicht mehr. Sie verlief von der Feldhauser Straße, zwischen Berkelstraße und Brücke der Zechenbahn bis zur Dorstener Straße auf heutigem BP-Gelände, fast bis zum Nordfriedhof.
:arrow: Schloß Berge - ist auch klar!
:arrow: Kath. Kirche im Saal Vennemann auf dem Scheideweg, Ecke Baulandstraße. Heute Gastwirtschaft "Zur Erhohlung".
Hömma!

erloeser
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sie rauchen Milde Sorte weil das Leben ist doch hart genug..

Beitrag von erloeser »

Bild
Scholvener Jung hat geschrieben: :arrow: Feldhauser Straße weiter Richtung Norden. Unterhalb des Bildes - nicht sichtbar - die Nienkampstraße. Das Haus in Bildmitte war die Polizeiwache Scholven an der Kreuzung Buddestraße (nach links), Feldhauser Straße, Zollvereinstraße (nach rechts). Hinter dem Haus (links) geht's in den Emmyweg.
Noch eine weitere Aufnahme aus der ab 1910 erbauten Zechenkolonie... dürfte zwischen 1915 und 1920 entstanden sein. Es zeigt dieselben Strassenzüge, nur mit Sicht von der Mündung Buddestraße in die Feldhauser Str. Das Gebäude rechts im kleinen Bild ist bei der anderen Aufnahme in der Totalen zu erkennen. Es besticht durch seine Grösse, denn die üblichen Wohnhäuser der Kolonie waren nur für zwei bzw. vier Familien konzipiert. Kennt einer die Funktion dieses Baus?
Bild
Auf der Straße sind übrigens auch zwei Wachtmeister aus der von ScholvenerJung erwähnten Polizeiwache zu erkennen

pito
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Beitrag von pito »

Extra für Erlöser: ;-)

Albert Renger-Patzsch, der Pabst der Industriefotografie, lichtete auch die Zeche Scholven ab:

1.: http://www.foto-fahl.com/index.html?d_4 ... __5605.htm
2.: http://www.foto-fahl.com/index.html?d_4 ... __5606.htm

erloeser
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die Welt ist schön - Albert Renger-Patzsch

Beitrag von erloeser »

Die Welt ist schön, schrieb Albert Renger-Patzsch 1928 auf ein Buch und komm Du mir nach hause Pito... 8)

Hab mir einfach mal erlaubt die beiden Renger-Patzsch Fotos in die GG zu stellen. Allerdings nicht hier, sondern in einem anderen Fred. Zum Fotografen wirst Du als Hans Sachs Haus Freak und Freischaffender mehr zu berichten wissen als ich.

Zu den beiden Fotos guckst Du hier:
http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... php?t=5228

...schöne Grüsse vom erloeser, der hier eigentlich nicht mehr schreiben wollte bis endlich Ruhe eingekehrt ist 8)

erloeser
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die Stadt Gelsenkirchen zum 100. Geburtstag Zeche Scholven

Beitrag von erloeser »

Das Programm der Stadt Gelsenkirchen (Bezirksverwaltung Nord) zum 100. Geburtstag der Schachtanlage und Kolonie Scholven

Bild

...schöne Grüsse vom erloeser, der hier eigentlich nicht mehr schreiben wollte bis endlich Ruhe eingekehrt ist 8)

Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

Hallo Johannes,

das Datum für die Veranstaltungen ist leider nicht lesbar. Kannst Du das noch einmal mitteilen?

Karlheinz Rabas
Jeden Dienstag von 17.00 bis 19.00 Uhr sind
Besucher bei uns im Stadtteilarchiv Rotthausen, Mozartstraße 9, herzlich willkommen 10.000 Fotos zu Rotthausen und mehr

erloeser
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der Fall Scholven

Beitrag von erloeser »

@Karlheinz

der Termin für den historischen Stadtteilrundgang in Scholven war am 2. Juli 2008, der offizielle hundertste Geburtstag der Zeche Scholven war am 1. Juli 2008, also genau einen Tag vorher.

Eingeladen hatte Bezirksbürgermeister Thomas Klasmann, der auch die Eröffnungsrede hielt. Nachdem den Teilnehmern der Veranstaltung der oben abgelichtete Programmablauf ausgehändigt wurde, fragte ich Herrn Klasmann, ob wir denn auch was zur Schachtanlage Scholven erfahren wegen des hundertjährigen Jubiläums. Seine Antwort: "Wir können nicht immer alles berücksichtigen."

Die Mitglieder des Orts- und Heimatvereins Buers, Pastor Schroers u.a. haben sich sehr viel Mühe gegeben mit ihrer Führung und man konnte u.a. spannendes über Bülse und die Scholvener Kirchengemeinden erfahren.

Meine Vorwürfe möchte ich deshalb nicht gegen diesen Verein verstanden wissen. Sie gelten den Vertretern der Stadt Gelsenkirchen, die ihre eigenen Geburtstagskinder vergessen. Auch wenn ich mir wieder Kritik einheimse: Aber das ist typisch Gelsenkirchen.

Da ist nicht nur Bezirksbürgermeister Thomas Klasmann, der ein so wichtiges Jubiläum verpennt. Frank Baranowski hat dieser Tage ein ähnliches Armutszeugnis abgelegt, als es um den 700. Geburtstag von Schloss Lüttinghof, dem ältesten Bauwerk Gelsenkirchens ging und er sich nicht zuständig fühlte, weil das Objekt nicht der Stadt sondern dem Landschaftsverband gehört.

Wenn ich das Nichtgelsenkirchenern erzähle, dann lachen die alle. Als Gelsenkirchener lacht man da mit, aber irgendwie ist man auch traurig über soviel Dummheit.

Dumm deshalb, weil sich durch solche Jubiläen Möglichkeiten bieten, die man einfach nicht nutzt:
für Gelsenkirchener sich mit ihrer Stadt zu identifizieren,
für nicht Gelsenkirchener, die Stadt einmal zu besuchen,
für die Stadt dem Vorurteil entgegenzuwirken, dass hier alles zerfällt und kulturell nichts los ist.

Im Zusammenhang mit der Geschichte Scholvens haben sich der Stadt Gelsenkirchen innerhalb von 2 Monaten gleich zweimal Chancen geboten: 100 Jahre Schachtanlage und 700 Jahre Lüttinghof. Beide sind nicht genutzt worden.

Und auch vom ISG, der historischen Forschungseinrichtung Gelsenkirchens schlechthin, von der man eigentlich erwarten dürfte, dass es bei wichtigen geschichtlichen Ereignissen etwas zu sagen hat, hat man dieser Tage nichts gehört.

Vielleicht liegt es daran, dass Haus Lüttinghoff nichts mit Nationalsozialismus zu tun hat und die Zeche Scholven nur bedingt. Vielleicht fehlt auch einfach wieder nur das Geld. Vielleicht sitzt man auch gerade in Berlin, um dort die NSDAP Mitgliedschaft einiger Gelsenkirchener Personen zu überprüfen. Ich weiss es nicht, aber man hört ja auch nichts, zumindest dann nicht, wenn es um historische Ereignisse geht, die einer Erinnerung durchaus Wert sind.

Von einem Verein für Orts- und Heimatkunde kann man nicht erwarten, dass er sich um alles kümmern kann, da gebe ich Thomas Klasmann recht. Die Menschen dort engagieren sich freiwillig, opfern ihre Freizeit und bekommen keine müde Mark für ihr ehrenamtliches Engagement.

Von einer Stadt und von einem Institut für Stadtgeschichte, wo hochdotierte Wissenschaftler bzw. Beamte arbeiten, darf man da schon mehr erwarten, wenn es um historische Belange zur Stadtgeschichte geht.


@Frank Baranowski&StadtGelsenkirchen

Denken Sie mal darüber nach Herr Baranowski, von dem ich weiss, dass Sie auch in den Gelsenkirchener Geschichten lesen und reden Sie vielleicht auch mal mit Ihrem Leiter des ISG, Dr. Jürgen Priamus, von dem man, ähnlich wie von Ihnen munkelt, dass er Geschichte studiert haben soll. Vielleicht fällt dem Gelsenkirchener Vorzeigehistoriker ja auch mal was zu Scholven oder Lüttinghof ein, wenn Sie ihn vorsichtig darauf hinweisen, dass beides in Gelsenkirchen liegt und sich wichtige historische Ereignisse dieser Tage zum 100. bzw 700. mal gejährt haben.

Entschuldigen Sie den Zynismus in meiner Ironie. Der rührt daher, dass ich über das Desinteresse der Stadt Gelsenkirchen, seiner Bürgermeistern und seiner historischen Forschungseinrichtung im Zusammenhang mit den Jubiläen in Scholven nur lachen kann, obwohl es eigentlich zum Heulen ist.

Ich bin übrigens nicht der einzige, der in Gelsenkirchen so denkt. Ein paar Eindrücke aus der Presse:

WAZ am 4. August 2008 unter dem Topic:
Wasserburg Lüttinghof im August 700 Jahre alt -Stadt Gelsenkirchen nutzt Jubiläum kaum
"...Doch der Stadt scheint dieses Image-trächtige Jubiläum kaum bekannt zu sein, folglich seien auch keine Feiern oder ähnliche Veranstaltungen geplant, sagt Stadt-Pressesprecher Martin Schulmann...."
der vollständige Artikel nachzulesen unter:
http://www.derwesten.de/nachrichten/sta ... etail.html

WAZ am 4. August 2008 unter dem Topic:
Chance nicht genutzt
"Andere Städte würden daraus ein Jahres-Event machen, gespickt mit Veranstaltungen und Dokumentationen. So aber droht das 700-jährige Bestehen von Gelsenkirchens ältestem Gebäude – die Wasserburg Lüttinghof in Hassel unweit von Polsum – in Bedeutungslosigkeit zu versinken..."
der vollständige Artikel nachzulesen unter:
http://www.derwesten.de/nachrichten/sta ... etail.html

WAZ am 28. August 2008 unter dem Topic:
Kein Rühren in der Wunde
"...Das Konfrontationspotenzial wurde an diesem Tag auch nicht voll ausgeschöpft. Paziorek (CDU) ließ es angesichts geballter SPD-Prominenz – neben OB Frank Baranowski auch des Bundestagsabgeordneten Joachim Poß und seiner Landtagskollegin Heike Gebhardt – bei einem verkehrstechnischen Hinweis bewenden: Die Stadt möge doch einmal für eine Ausschilderung des „idyllischen Kleinods” und eine Durchlichtung des Zufahrtsweges sorgen. Kein Rühren in der Wunde also, die Stadt habe mit eigenen Jubiläumsfeiern eine Chance vertan.
OB Baranowski verpackte städtische Selbstkritik in eher sanfte Worte..."
der vollständige Artikel nachzulesen unter:
http://www.derwesten.de/nachrichten/sta ... etail.html


@all

Eigentlich ist dieses Thema einen eigenen Fred wert. "Die Stadt Gelsenkirchen und ihr Umgang mit der eigenen Geschichte."

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Gelsenkirchener Geschichten wieder einmal die ersten waren, welche die Öffentlichkeit auf die beiden Jubiläen in Scholven hingewiesen und eine Diskussion dazu losgetreten haben.
erloeser hat geschrieben: Heute vor 100 Jahren fand dort die gemeinsame Geburtstagsfeier der Schachtanlagen Berlin (Scholven) und Potsdam (Zweckel) statt...
Verfasst am: 01.07.2008
Kalle Mottek hat geschrieben:Und nicht vergessen:Unsere Burg feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum.

August 1308 bis August 2008

700 Jahre Lüttinghoff!

Schönen Gruß!

Kalle Mottek
Verfasst am: 11.07.2008

auch die Diskussion um die fehlende Beschilderung zum Schloss hat bei den Gelsenkirchener Geschichten angefangen:
Rudi hat geschrieben: Tatsache ist
Auf Gelsenkirchener Gebiet gibt es keinen Hinweis.
Rudi
Verfasst am: 17.02.2008

und auch zum Thema Werbung waren wir wieder die ersten:
Chronistin66 hat geschrieben: Was ist das denn? :shock:

Stell Dir vor Schloss Lüttinghof wird 700 und keiner geht hin...
:irre:

Warum wird da so wenig Werbung gemacht?


Doro
Verfasst am: 03.08.2008

Wenn Sie etwas zur Geschichte Gelsenkirchens erfahren wollen, Herr Baranowski und Dr. Priamus, dann fragen Sie uns. Wir können Ihnen da weiter helfen. Völlig unentgeltlich und sehr nah an der Stadt und ihren Bürgern. Denken Sie mal drüber nach.

Schöne Grüsse aus Scholven

Johannes Fischer

Kulturfreund
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Re: der Fall Scholven

Beitrag von Kulturfreund »

erloeser hat geschrieben: "Die Stadt Gelsenkirchen und ihr Umgang mit der eigenen Geschichte."
@Erlöser
Da hast Du vollkommen Recht. Jedes kleine piselige Dorf hat heutzutage ein Heimatmuseum mit zum Teil wirklich sehenswerten Sonderschauen und einer ansprechenden Dauerausstellung - liebevoll und durchaus sachkundig gemacht. Verfügen die eingentlich alle über mehr Geld oder verplanen sie es vielleicht nur anders?
In den GG zeigt sich mir so viel Wissen, Material und Ideen, dass die Verantwortlichen eigentlich nur zugreifen müssten: das industrielle Gelsenkirchen, die fünfziger Jahre (Stichwort Gelsenkirchener Barock), und und und böten doch genug Stoff für mindestens ein Museum neben dem Kunstmuseum!
Nachdem ich den Begriff Gelsenkirchener Barock immer als abwertend empfunden hatte, bin ich gerade durch den Besuch der Ausstellung eines Besseren belehrt worden und finde seitdem, dass beispielsweise die Idee einer solchen (Dauer-)Ausstellung, gepaart mit entsprechender Begleitmusik (es muss ja nicht jedes Jahr Les Arts Florissants sein), ein jährliches Highlight in der Stadt sein könnte.
Gruß
Kulturfreund

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glückauf
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Beitrag von glückauf »

Bild
Glückauf, viele neue Fotos über Aktivitäten des Trägervereins Hugo Schacht 2 e.V. zu sehen unter: http://zeche-hugo.com
Trenne Dich nicht von Deinen Illusionen! Wenn sie verschwunden sind, wirst Du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben.

erloeser
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Schachtanlage Scholven 1938

Beitrag von erloeser »

In der Zeit der Nationalsozialisten waren dei beiden Zechen Scholven und Zweckel unter dem Begriff Steinkohlenbergwerk bzw (Groß-)Schachtanlage Scholven zusammen gefasst.
Bereits 10 Jahre zuvor war es zum unterirdischen Durchbruch und zur Zusammenlegung der Zechen gekommen.

Bild Hibernia, Zeche Scholven 1938, Blick von Osten
links die Kokerei, in der Mitte die Kohlenwäsche und die Fördergerüste (im Vordergrund Schacht 2, dahinter 1), rechts das Kesselhaus und ein Teil des Kraftwerkes.

Bild Hibernia, Zeche Zweckel 1938
die Schächte Zweckel dienen zu dieser Zeit bereits seit 10 Jahren nur noch der Material- und Personenbeförderung.

BildQuelle: Erna-Johanna Fiebig: 100 Jahre Bergbau in Gladbeck, Kumpel erzählen, 1985

Verwaltet wurde die Schachtanlage weiterhin aus Zweckel. Das Gebäude der königlichen Berginspektion 5 wurde 1911 an der Feldhauser Straße 188 errichtet, nachdem die Schachtanlage Berlin (Scholven) aus der Berginspektion 3 in Buer und Potsdam (Zweckel) aus der Berginspektion 2 in Gladbeck entlassen und 1910 zur Berginspektion 5 neu zusammengefaßt wurden.

Das Gebäude der Berginspektion 5 ist 1966 abgerissen worden, weil die Hibernia nach der Stillegung der Schachtanlagen 1963 keine Verwendung mehr hatte.

4cholvski
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Beitrag von 4cholvski »

quelle: buersche zeitung v. 22.11.2004

'lok lüpertz' fehlte der dampf


der düsseldorfer künsterelf 'lok Lüpertz' fehlte im freundschaftsspiel gegen eine altherren-auswahl von hansa scholven der nötige dampf: 7:3 siegten die gastgebern, wobei das ergebnis eher nebensächlich war. im mittelpunkt des treffens stand MARKUS LÜPERTZ, rektor der düsseldorfer kunstakademie, der in scholven schon mitte der 40er jahre gegen den ball getreten hatte.

und so war das 'nachspiel' im vereinsheim an der baulandstraße das eigentliche ereignis.
hansa scholven vorsitzender gerd schröter-kochmann schilderte, wie er auf m. lüpertz gestossen war. im internet hatte er den ex-hanseaten entdeckt und danach den kontakt hergestellt. einfach war das nicht, mußte er doch erst einmal 20 telefonnummern abtelefonieren. als der kontakt dann hergestellt war,ging alles ganz schnell.
m.lüpertz leistet sich nämlich eine eigene hobby-truppe, das studenten-team 'lokomotive lüpertz'. 'wir haben schon in barcelona und tirana gespielt, warum nicht auch in scholven ?',meinte der küntler.

damals, in den 40er jahren, hatte lüpertz bei seiner oma an der reubekampstraße gelebt, und daran hat er noch viele erinnerungen. da ist z.b. onkel otto. der arbeitete auf der zeche und war 'weltmeister im bomben-entschärfen'. "da hab ich mich immer auf die blindgänger draufgesetzt und zugeschaut, wie onkel otto die dinger entschärft hat", erinnert sich lüpertz.
DER RITT AUF DEN BLINDGÄNGERN

später , in den 60er jahren, kam markus lüpertz noch öfter in den semesterferien zurück nach scholven, um auf der zeche unter tage geld zu verdienen. "ich weiß noch, dass es alle 14 tage lohn gab. da haben die frauen dann schon immer auf ihre männer am eingang gewartet - aber die sind durch seiteneingänge entwischt", kann sich lüpertz auch an diesen lebensabschnitt gut erinnern.

er und seine hobbytruppe absolvieren etwa zehn spiele im jahr. die scholvener werden natürlich zum rückspiel eingeladen. "die niederlage lassen wir nicht auf uns sitzen", meinte lüpertz mit einem augenzwinkern. zum team gehört auch ein anderer, ''alter gelsenkirchener'': torwart udo Dziersk hat früher in horst fußball gespielt. am sonntag eröffnete der maler im museum seine ausstellung ''bilder für alle fälle''.

am ende gab's noch geschenke: lüpertz erhielt ein trikot mit der nummer 10, dziersk eins mit der 1 - wie es sich für einen torwart gehört.

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Scholvener Jung
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Re: Schachtanlage Scholven 1938

Beitrag von Scholvener Jung »

erloeser hat geschrieben: BildQuelle: Erna-Johanna Fiebig: 100 Jahre Bergbau in Gladbeck, Kumpel erzählen, 1985

Verwaltet wurde die Schachtanlage weiterhin aus Zweckel. Das Gebäude der königlichen Berginspektion 5 wurde 1911 an der Feldhauser Straße 188 errichtet. [...] Das Gebäude der Berginspektion 5 ist 1966 abgerissen worden, weil die Hibernia nach der Stillegung der Schachtanlagen 1963 keine Verwendung mehr hatte.
Für Ortskundige: Das Gebäude stand genau zwischen Grüner Weg und Am Pferdekamp in Zweckel.
Bild
Die Haus-Nr. 188 ist vor einigen Jahren einem Wohn-Neubau vergeben worden.
Hömma!

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Heinz H.
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Schachtanlage Scholven

Beitrag von Heinz H. »

WAZ hat geschrieben: Kleingärtner wechselten 1987 das Grundstück
Bild... Die neue Anlage wurde am 11. Juli 1987 eingeweiht - heute vor 10 Jahren. ...
Quelle: WAZ Freitag, 11 Juli 1997

Im Hintergrund die Zeche und das alte Kraftwerk Scholven
"Gelsenkirchen kann wirklich froh sein, dass es Buer hat."
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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

Herausgeber: Allgemeiner Verkehrsverein für den Stadtkreis Buer e.V.
Juli 1922
Bild
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

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Heinz H.
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Zeche Bergmannsglück

Beitrag von Heinz H. »

Heinz O. hat geschrieben:Herausgeber: Allgemeiner Verkehrsverein für den Stadtkreis Buer e.V.
Juli 1922
Bild
Ein sehr schönes Bild von der "Zeche Bergmannsglück"!!!

--- :wink:
"Gelsenkirchen kann wirklich froh sein, dass es Buer hat."
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