Erzbahntrasse

Das Wegenetz für "Nicht-Motorisierte"

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rumbalotte
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Re: Trasse wieder geöffnet?

Beitrag von rumbalotte »

Aviator hat geschrieben:Hi
Vor kurzem war die Erzbahntrasse noch mit etlichen Baustellenabsperrungen "bestückt"- an die sich natürlich niemand störte. Sind diese jetzt verschwunden damit man auch wieder legal dort fahren, laufen, gehen kann?
Rainer
Nein, die sind noch da, aber das ist doch egal....
Der Rumbalotte

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Anthro
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Beitrag von Anthro »

Es ist ja schon spannend, in GE wird über den Asphalt auf der Erzbahn heiß diskutiert, in BO, auf dessen Gebiet der größte Teil der Trasse liegt, ist das überhaupt kein Thema. Ich hab neulich mit einem Fahrradverrückten aus Bochum gesprochen, man nimmt das dort einfach so hin.
Was unterscheidet Menschen aus GE und BO so gravierend?
Spontanität will gut überlegt sein.


www.liegeradfreunde-ruhr-lippe.de

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Stargate
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Beitrag von Stargate »

Anthro hat geschrieben:Es ist ja schon spannend, in GE wird über den Asphalt auf der Erzbahn heiß diskutiert, in BO, auf dessen Gebiet der größte Teil der Trasse liegt, ist das überhaupt kein Thema. Ich hab neulich mit einem Fahrradverrückten aus Bochum gesprochen, man nimmt das dort einfach so hin.
Was unterscheidet Menschen aus GE und BO so gravierend?
ganz einfach.
die Bochumer haben ja auch kein "Forum"desshalb können die auch nicht darüber diskutieren. :wink:
Sternzeit 2020

Ruhpottler46
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Beitrag von Ruhpottler46 »

@Anthro
Ich frage mich eher ob dies jetzt nur in den GG heiss Diskutiert wird oder allgemein in Gelsenkirchen. Meiner Auffassung nach ist es eher ein Thema hier im Forum als in der Öffentlichkeit. Die nächste Frage wäre dann ob die GG repräsentativ für die Meinung von Gelsenkirchen steht oder zumindest in etwa die Meinung der Gelsenkirchener Bürger wiedergibt.

Benutzte die Trasse relativ wenig ( da zu Faul ) aber bin vor 2 Wochen mit meiner Familie dort hergefahren und habe mich mit Leuten unterhalten in der Ecke von Zollverein und dort habe ich auch eher nur positives über die Asphaltierung mitbekommen.
Nutze den Tag und habe Spass im Leben.

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Stephan1970
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Beitrag von Stephan1970 »

Was unterscheidet Menschen aus GE und BO so gravierend?..Subkultur??

Der Bochumer ist durch den asphaltierenden Kemnader-Stausee "verwöhnter", als ehemaliger Radsportler
war der See die erste Adresse. Von Bochum ist man schnell über Stiepel und Langendreer zum See gefahren.
Ich hatte ca. 1985 angefangen und der Kemnader See bietet optimale Bedingungen. Am Anfang der Sesion
konnter man erst mal ein paar Runden um den See fahren, bevor es dann ins bergische Land ging, hoch nach Sprockhövel und Haßlinghausen.--ab nach Langenberg, zurück über den See ausrollen lassen.

Auch ist das Klientel professioneller, bzw. das Materiel , wie Rennräder etc. Ich habe in den letzten 20
Jahren alle Trends sehen können ,von Nordicwalker,Inlinskater, Triathlon bis zur neongelber (Porno)Auststattung. Die Leute sind da in der Region anders drauf....Ein See ist was anderes bzw- die Luft ist anders (bis auf die laute Autobahn), sauberer..

Der Bochumer Freizeit-Sportler kauft die teure Jack Wolfskinjacke , eher funktionell für die nächste gebuchte Alpentour. Der Gelesenkirchner schließt eher einen neuen Handyvertrag ab, fährt abber gelegentlich mit seiner Kik-Regenjacke über die Trasse.

Auch sieht man irgendwelche Profis aus Bochum (Volksbanktrikot Langendreer) und Dortmund.
Die Tage sieht man auch viele Marathonläufer, die locker mal eben so 2-3 Runden um den Kemnader-See laufen. Viele Studenten der Sportwissenschaft. In den letzten Jahren wurde auch sehr viel in Fahradwege investiert und bietet ein gewissen Komfort.

Meine persönliche Erfahrung zu Erzbahntrasse:
Im Sommer war die Trasse nur eine Staubwüste. Es ging alles in die Poren. (Brühe beim Duschen)
Der Verschleißgrad des Rades war auch höher, habe mir mal ein Fitnessbike zugelegt , da waren nach 2000
Kilometer dann der Reifen abgenutzt, bis ich mir mal pannensichere Reifen von Schwalbe zuglegt habe.(Empfehlung von meinem Onkel mit seinem Aldisattel). Die Kette muss auch immer nach jeder Tour über die Trasse gereinigt werden. Ich meine mit einem Rennrad konnte man da gar nicht fahren, eher mit Mountainbikes oder andere Kompromisslösungen, bzgl Bodenunebenheiten.

Auch springen manchmal höhe Ückendorf so dubiose Gestalten über den Weg, mit Integrationshintergrund
und verdrehter Baseballkäppie. Meist Handy am Ohr (Ey Alter kuckst du hier..ey Alter.mach Geschäfte und Nordicwalking).Abgesehen von meiner Lieblingspudeldame...Man fährt auch in so einen sozialen Brennpunkt herein, Asi-Gegend-Stahlhausen...Westpark, Ückendorf..ist eben anders, wenn mann dann wegen der Baustelle dann durch die Bergmannstraße fährt , wird man schon so von einigen krumm angeschaut, die peilen das nicht , dass es Freizeitsportler gibt, als ob man von einem anderen Stern kommt. Prios werden eben anders gesetzt, teuere Felgen für den 3er...(guckst du ,guter Preis..gute Handy..gute Vertrag)

In Essen wirkt auch wieder entspannter, die Leute sind doch etwas stolzer auf ihre Kulturhauptstadt Zollverein,eben ein Publikumsmagnet...
"wat willse den in Gelsenkiachn..fahr mal da durch, nach zum Pütt, da gibbet wat zu sehen"

Viele ältere Herren in GE die mit ihren Diamantrad herumcruisen und zu nächsten Kneipe fahren. Hinten auf den Gepäckträger die alte Ledertasche mit Thermoskanne, als ob er gerade von Seppelfricke oder Geldbach kam...
Höhe Haverkamp ist auch immer so ein beissender benzoliger Gestank oder Höhe Alma Motodrom dünstet der Boden auch was aus. Höhe Carolinenglück die Verzinkerei und Lackgeruch. Im Sommer ganz schlimm, da bin ich froh wenn ich wieder weg bin, also Laufen würde ich da nicht.
Da bervorzuge ich doch lieber den Kemnader See. Generell meide ich am Wochende die Trasse und den See, da gibt es andere Alternativen.
Zum Cruisen ist das da nicht schlecht und bietet auch Indusriekultur bis Zollverein...
"Es gibt überhaupt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer bei sich zu Hause haben will."
Ken Olson, Präsident, Vorsitzender und Gründer von Digital Equipment Corp., 1977

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Aviator
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Einzelmeinungen?

Beitrag von Aviator »

Wie auch immer!
Die Meinungen einzelner zum Thema Asphalt auf der Erzbahntrasse werden immer Einzelmeinungen bleiben, selbst wenn sich einige gleichlautende Pro- oder Contrastimmen zusammenfinden.
In dem Fall von "den gelsenkirchenern" oder "den bochumern" zu reden scheint zu hoch geschossen.
Ich meine: Die in diesem Forum geäußerten Meinungen (zu recht geäußert, damit wir uns nicht missverstehen!) sind sicher nicht representativ. Wahrscheinlich wissen die meisten gelsenkirchener nicht mal was die Erzbahntrasse ist- vielleicht mal von gehört oder gelesen.

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rapor
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Beitrag von rapor »

Verallgemeinernd gesagt kommt halt immer wieder raus, GE ist halt prolliger als die richtigen Großstädte.
Aber das ist ja nix Neues.
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!

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Emscherbruch
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Von Menschen und Orten

Beitrag von Emscherbruch »

Stephan1970 hat geschrieben:Meine persönliche Erfahrung zu Erzbahntrasse:
Im Sommer war die Trasse nur eine Staubwüste.
Zustimmung: Es stellte sich nach dem Anblick eines Fahrrads im Stadtgebiet nie die Frage, wo die letzte Tour entlang ging.

Unterschiede zwischen Bochumern und Gelsenkirchenern? Nun, die einen leben ein paar Kilometer weiter südlich und die Gebietsreform der 1970er Jahre hat mehr Bochumer produziert als Gelsenkirchener. Unterschiede zwischen den Bewohnern erkennbar in Ortsteil, Straßenzug, Haus, Wohnung, Familie, Person - aber kaum am KFZ-Kennzeichen festzumachen. Den Kemnader Stausee kann man von seiner Lage her nur schwer mit der Erzbahntrasse vergleichen. Ein künstlich angelegtes Gewässer, der Zwilling des Baldeneysees für das östliche Ruhrgebiet. Seit Jahrzehnten von Trendsportlern aus dem ganzen Ruhrgebiet bevorzugt mit dem Auto angefahren. Da die nächste "städtische" Ansiedlung ordentlichen Abstand hält, ist kein Fußvolk auf alltäglichen Erledigungen im Stadtteil auf den Uferwegen anzutreffen. Was sollte denn auch ein Herner Freizeitsportler mit Decathlon-Vollaustattung in Witten erledigen wollen?

Auf der Erzbahntrasse dagegen findet man fast alle Bevölkerungsschichten am Rande des Alltags. Mitten durch die Stadt, gut versteckt, von immer mehr Menschen für ihre alltäglichen Wege von Süd nach Nord entdeckt, aber ohne Massenparkplatz für auswärtige "Freizeitsportler". Die kommen höchstens am Wochenende in Form von gemächlich dahinziehenden Fahradgruppen ohne Auto angerollt. Der Weg hat einen ganz anderen Charakter als die Asphaltbänder an der Ruhr.

Nebenbei: Ich käme nie auf den Gedanken, die Erzbahntrasse zum Laufen zu wählen. Viel zu hart, viel zu wenig Schatten und viel zu geradlinig. Für Läufer ist in Gelsenkirchen der Buersche Grüngürtel ideal. Von der Halde Rungenberg, am Lohmühlental entlang über Schloss Berge, Hauptfriedhof und den Stadtwald bis hinein in den Emscherbruch und weiter in die Hertener Haldenlandschaft. Landschaftlich weitaus abwechslungsreicher als der Weg am Kemnader See. Die armen Studenten der Ruhr-Uni ... :wink:
Stell dir vor, es geht und keiner kriegt's hin.

Troy
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Beitrag von Troy »

Einmal in BO-Süd gestartet, kann man mit gut 100 km Radweg den Baldeney-See und den Kemnader-See hintereinander weg an einem Stück umradeln - ohne Straßenprobleme.
Manche mögen und können sowas.
Wer schon günstig wohnt, wird das nutzen, Erzbahntrasse hin oder her.
Und:
Gelsenkirchener oder Bochumer Stereotypen herausstellen - was'n Quatsch!
Nee, das hat was mit der Einstellung zum Radfahren zu tun, sonznix!
Danach richtet sich die Auswahl des Materials und der Stecke.

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Ex-Ückendorfer
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Beitrag von Ex-Ückendorfer »

Wer es noch nicht kennt:

http://www.radroutenplaner.nrw.de/

Kann man sich ganz prima Touren basteln 8)
Toleranz ist keine Einbahnstraße

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kleinegemeine01
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Beitrag von kleinegemeine01 »

Stephan1970 hat geschrieben: Höhe Haverkamp ist auch immer so ein beissender benzoliger Gestank
jau, ist widerlich dieser Geruch, besonders an ONOwindtagen
da möchte man am liebsten Apnoeradfahren oder ein Apnoehaverkämper sein
muß irgendsonne Firma auf Wanne-Eickler Stadtgebiet sein, direkt unterhalb ner Halde

wie auch immer ... Gift begleitet uns überall, auffen Radweg oder in einer Eigenheimsiedlung, neben ner hübschen grünen Müllhalde oder auch weltweit

Gesund ist wer trotzdem atmet oder so ...

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rapor
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Beitrag von rapor »

Jau, aber es gibt ganz schlaue Menschen, die atmen beißenden Qualm freiwillig, naja oft eher wegen einer Suchterkrankung, ein. Und bezahlen Geld dafür.
Vielleicht könnte man ja auf dieser Stelle der Trasse von manchen Eintritt nehmen...
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!

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Anthro
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Beitrag von Anthro »

Ex-Ückendorfer hat geschrieben:Wer es noch nicht kennt:

http://www.radroutenplaner.nrw.de/

Kann man sich ganz prima Touren basteln 8)
Schön (oder vielleicht sogar besser) ist www.naviki.org
Spontanität will gut überlegt sein.


www.liegeradfreunde-ruhr-lippe.de

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kleinegemeine01
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Beitrag von kleinegemeine01 »

rapor hat geschrieben:Jau, aber es gibt ganz schlaue Menschen, die atmen beißenden Qualm freiwillig, naja oft eher wegen einer Suchterkrankung, ein. Und bezahlen Geld dafür.
kicher, ich muß Dir recht geben
ich wette: ein Nichtraucher hat mehr Probs die Haverkämper ONO Luft einzuatmen

in der freien Natur bekommt ein Raucher gegenüber der Industrie und ihren Gerüchen aber hoffentlich ein mildes Urteil ^^

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piratenauge
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Beitrag von piratenauge »

Holgers Bude ist wieder geöffnet,
da war heute schon gut was los.
Es gibt 2 Wörter die dir im Leben
viele Türen öffnen werden -
ziehen und drücken.
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