Klaus-Peter Wolf

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Alizette
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Klaus-Peter Wolf in der Süddeutschen Zeitung und in Buchmark

Beitrag von Alizette »

Gelsenkirchen in der Süddeutschen auf Seite 1 und groß in Buchmarkt. Klaus-Peter Wolf und seine Heimatstadt ...

https://www.buchmarkt.de/menschen/klaus ... hrift-vor/

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Lo
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Beitrag von Lo »

Bravo, Klaus-Peter!
Die im Netz mögliche Verschleierung der Identität deckt bei denen, die sich feige dahinter verstecken, allerdings eines auf:
nämlich ihren Mangel an Kultur, Kultiviertheit, Intelligenz, Stil und Feingefühl - so wie ihre Feigheit, zu ihrer Meinung, und sei sie noch so krude, mit ihrem Namen zu stehen.
Komm´doch mal gucken: https://www.kohlenspott.de/

Pünktchen
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Re: Klaus-Peter Wolf

Beitrag von Pünktchen »

In dem Kriminalroman "Ostfriesen NACHT" habe ich mich regelrecht hineinversetzt, statt nebenher eine Leserin zu sein.
Mittendrin dachte ich mir `Gut, dass ich kein Tattoo habe`, und vergewisserte mich trotzdem, dass ich in Sicherheit bin :shock:

Auch der Film "Ostfriesenblut" kommt dem Buch nahe. Dabei gelang es mir durch meine Kommentare meinen Mann aufzuklären, dass das Gelesene sich im Film wieder findet, was ihn dann aber störte :motz: .

Durch mich hat Klaus-Peter Wolf noch einen Fan, und ich hoffe, es werden noch viele Bücher und Fans folgen.
Weiter so :danke:
Wenn du einen Menschen verstehen willst, dann höre nicht auf seine Worte, sondern beobachte sein Verhalten. -Albert Einstein-

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Minchen
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Re: Klaus-Peter Wolf

Beitrag von Minchen »

Mich hat er als Leserin verloren.

Meine Tipps für Klaus-Peter Wolf: Computer kaufen, dann die misslungenen Szenen so oft umschreiben, bis es passt. Lektorat suchen und arbeiten lassen. Nicht zwei dicke Wälzer pro Jahr schreiben, sondern sich ein bisschen mehr Mühe machen. Groschenromane kann jeder.

Und: ein Roman sollte keine Werbung sein. Wenn ständig erwähnt wird, dass bestimmte Sängerinnen unfassbar super sind und deren Lieder auch ständig im Radio gespielt werden, weil die so toll sind und manche Restaurants und Cafes einfach unschlagbar fantastisch sind und deren Besitzer auch noch so schrecklich nett, dann sollte man da fairerweise auch kein Geld für ausgeben müssen.

Das haarsträubendste überhaupt aber ist dieses ständige Eigenlob. Das ist echt peinlich.

Also ohne mich. Ich gebe kein Geld mehr dafür aus.
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

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Jochen
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Re: Klaus-Peter Wolf

Beitrag von Jochen »

Danke,

und der letzten Film, na ja schlimmer als die täglichen Soko`s.

Ich bin gerne in Norddeich und hoffe in diesem Jahr auch noch enmal dahin zu kommen, auch gerne ohne K.P. Wolf.

Jochen :evil:
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Minchen
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Re: Klaus-Peter Wolf

Beitrag von Minchen »

Ich habe nur den ersten Film gesehen. Davon sind mir nur zwei Sachen in Erinnerung geblieben:

Erstens wird ja in den Büchern auf jeder Seite zigmal der sogenannte Lokalkolorit beschworen. Da sind fast alle ganz doll ostfriesisische Ostfriesen, deren Vorfahren praktisch zusammen mit dem alten Benninga oder wie der hieß die erste Warft gebaut haben. Im Film merkt man davon nichts. Genau wie in jedem anderen Tatort oder SOKO sonstwo oder Polizeiruf irgendwas sprechen alle unauffälliges Hochdeutsch. Und genau wie in den anderen Produktionen lassen sie dann irgendwen durchs Bild tapsen, der den lokalen Dialekt für alle anderen ausgleicht. Das ist blöd.
Mir ist klar, dass der Tatort aus Leipzig oder Dresden mit lokalem Dialekt eher als Comedy rüberkäme, aber da wird vermutlich auch nicht auf jeder Seite des Drehbuchs dreimal betont, dass das alles in Sachsen spielt und die Beteiligten allesamt sächsische Sachsen sind.

Und dann Rupert. Im Buch wird er wer weiß wie originell beschrieben, aber für den Film haben sie dann den unauffälligsten Schauspieler ausgesucht, den sie finden konnten, und der sich maximal unauffällig verhält.

P.S.
Hat denn immer noch keiner Ostfriesenhölle gelesen? Ist doch schon seit 6 Wochen am Start. Junius ist erreichbar und liefert sogar ins Haus, habe ich irgendwo gelesen.
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Gut Ravensberg
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Re: Klaus-Peter Wolf

Beitrag von Gut Ravensberg »

Tja Minchen,
es gibt noch mehr Leute, die nach DEM letzten Buch sich das Geld sparen wollen.
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Minchen
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Re: Klaus-Peter Wolf

Beitrag von Minchen »

Seltsamerweise ist es immer noch auf Platz 1.
Vielleicht haben es viele aus Gewohnheit gekauft und können sich nun nicht überwinden, es zu lesen? :?
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Heinz H.
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Re: Klaus-Peter Wolf

Beitrag von Heinz H. »

Besuch im Klaus-Peter-Wolf-Land

Bild

:winken:
"Gelsenkirchen kann wirklich froh sein, dass es Buer hat."
Dr. Peter Paziorek

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Jochen
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Re: Klaus-Peter Wolf

Beitrag von Jochen »

Das ist im Momet auch das einzige positive am Strand.

Alles Andere kannste ja im Moment in die Tonne kloppen. Eine Woche vor der Hauptsaison wird sehr viel abgesperrt und ab Montag kommen die Bagger.

Schönen Urlaub, aber KPW ist auf Langeoog gut aufgehoben, da würde ich auch gerne wohnen.

Vielleicht heißt sein neuer Roman: das Geheimnis des Kurdirektors.

Jochen :schockiert:
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Minchen
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Re: Klaus-Peter Wolf

Beitrag von Minchen »

Offenbar hat noch keiner hier Ostfriesenhölle gelesen? Ich habe gestern eine kostenlose Leseprobe angefordert und auch gleich gelesen. Jetzt schwanke ich noch zwischen Entsetzen und dem Verdacht, dass ich eine Verballhornung des richtigen Buches erhalten habe. :roll:

Also, auf Langeoog ist ein Junge ermordet worden. Unsere drei Kommissare schwingen sich in ein Flugzeug und fliegen gleich hin. Weller hat zwei (!) Gipsarme, ist aber zum Glück nicht krankgeschrieben. Zwar kann er ohne fremde Hilfe nix machen, aber immerhin arbeiten.
Vor Ort hat ihnen der Horst von der Kaffeerösterei ein Tandem besorgt (denn die Gemeinde Langeoog hält offenbar keinerlei Fahrzeuge für Notfälle bereit, warum auch), auf dem sie nun lachend und bester Laune dem Mordopfer entgegen radeln: was für ein schöner Ausflug!

"Weller lachte hinter ihr. Ihm machte es Spaß. Selbst als sie in der Kurve beinahe umgefallen waren, hatte er noch seine Freude an der Radtour. Er wurde hinter Ann Kathrin wieder zum Kind. Es war fast so aufregend wie seine erste Autobahnfahrt."

Man stelle sich vor, eine solche schwankende Clownstruppe soll gleich den Angehörigen des Mordopfers (ein Kind!) entgegentreten. So was ist peinlich zu lesen. Die Kommissare trampeln dann einmal quer durch die Ferienwohnung des Mordopfers, bevor sie sich dann endlich beim Horst einen leckeren Kaffee gönnen, denn "ohne einen Besuch bei Horst war für ihn(, also Weller,) ein Trip nach Langeoog einfach undenkbar."
Rupert gönnt sich dann noch einen schönen Gin, und Weller kauft sich erstmal ein Eis (okay, bisschen schwierig mit zwei Gipsarmen, aber wo ein Wille ist...) Dabei sinniert er über den Klimawandel.

Wie soll ich das alles verstehen? Der Autor schildert hier seine Kommissare auf dem Niveau von Kindergartenkindern, die beim ersten Impuls ihre Aufgabe vergessen und sich erstmal einen Kaffee gönnen.
Ein Kind ist ermordet worden, und ich soll den Täter ermitteln? Super, ich kauf mir erstmal ein Eis.
Ein Kind ist ermordet worden? DieseTandemfahrt ist so lustig, das sollten wir echt öfter machen!
Ein Kind ist ermordet worden? Diese Kaffeerösterei ist so unfassbar gut, und der Horst ist auch so nett, das hat jetzt erstmal Priorität. Möchtest du noch einen Gin?
Ein Kind ist ermordet worden? Das ist ja unerträglich heiß hier, und das im August. Muss am Klimawandel liegen. 25 Grad reichen doch auch.

Ääääh ja.
Hat jemand vielleicht die offizielle Version des Buches gelesen? Mir wurde offenbar ein Fake-Exemplar untergeschoben. :motz:
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Gut Ravensberg
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Re: Klaus-Peter Wolf

Beitrag von Gut Ravensberg »

Nein Minchen, in meinem steht der gleiche Mist. Ich hatte mir geschworen, die Finger davon zu lassen. Aber als Serienjunkie bin ich schwach geworden. Und hab es schon bitter bereut.

Die Gipsarme - sowas lächerliches!!!! Spätestens als man Weller das Flugzeug hinaufgeschoben hat, war ich mir sicher, man will mich verarschen. Jetzt hab ich also Geld dafür ausgegeben. Also Strafe - weiterlesen. Und es geht weiter.

Reklame für alles, was der Autor und seine Lebensgefährtin (die natürlich nicht fehlt) lieben. Dieses Hotel, jenes Lokal/Café. Diese Kinderbücher, jene Krimis. Dire Straits - dieses Konzert (wahrscheinlich selbst erlebt). Es wird alles reingepackt, um Seiten zu füllen und Papier zu schinden. Diese eingeschobenen kleinen Vorträge (Club 27, Entführungsfilme etc.) gehen mir sowas von auf den Keks.

Keine Angst. Bin jetzt kuriert. Rupert bleibt im Laden.
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Pedder vonne Emscher
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Re:

Beitrag von Pedder vonne Emscher »

Pedder vonne Emscher hat geschrieben:
22.06.2019, 21:18
Nach dem ganzen Hype hier um Klaus-Peter Wolf hatte ich mich entschieden, auch mal ein Werk von ihm zu lesen. Das war vor zwei Jahren. Da kaufte ich mir "Ostfriesentod".

Das Buch hat mich nicht vom Hocker gerissen. Der Schreibstil gefiel mir nicht. Wenn ich einen Kriminalroman lese, muß ich den flüssig durchlesen können. Bei "Ostfriesentod" ging das nicht.

Deshalb werde ich weitere Romane von Klaus-Peter Wolf erstmal meiden.
Das hatte ich im Juni 2019 geschrieben.

Nachdem was ich hier lese, scheint meine Entscheidung richtig gewesen zu sein. Nicht alles was im Fernsehen an Kriminalromanen verfilmt wird, hat eine Qualität.

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Minchen
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Re: Klaus-Peter Wolf

Beitrag von Minchen »

Gut Ravensberg hat geschrieben:
20.07.2020, 19:31
Nein Minchen, in meinem steht der gleiche Mist. Ich hatte mir geschworen, die Finger davon zu lassen. Aber als Serienjunkie bin ich schwach geworden. Und hab es schon bitter bereut.

Die Gipsarme - sowas lächerliches!!!! Spätestens als man Weller das Flugzeug hinaufgeschoben hat, war ich mir sicher, man will mich verarschen. Jetzt hab ich also Geld dafür ausgegeben. Also Strafe - weiterlesen. Und es geht weiter.

Reklame für alles, was der Autor und seine Lebensgefährtin (die natürlich nicht fehlt) lieben. Dieses Hotel, jenes Lokal/Café. Diese Kinderbücher, jene Krimis. Dire Straits - dieses Konzert (wahrscheinlich selbst erlebt). Es wird alles reingepackt, um Seiten zu füllen und Papier zu schinden. Diese eingeschobenen kleinen Vorträge (Club 27, Entführungsfilme etc.) gehen mir sowas von auf den Keks.

Keine Angst. Bin jetzt kuriert. Rupert bleibt im Laden.
Habe jetzt beschlossen, es auch zu lesen. :roll:
Ich leihe es mir von meinem Vater aus. Der hat mich zwar davor gewarnt, aber ich tue es trotzdem. Mein Vater sagte noch, sein Freund, mit dem er schon bei einigen Lesungen war, hätte jetzt auch endgültig die Nase voll. Aber ich bin entschlossen. :twisted:
Ich habe in letzter Zeit so viel Krimis gelesen (und zwar von Tana French und Harry Bingham), ich möchte vergleichen. Ich muss es einfach tun.
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Minchen
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Re: Klaus-Peter Wolf

Beitrag von Minchen »

Ich habe es jetzt also gewagt und bin auf Seite 147. Es ist anstrengend. :roll:
Auf Seite 123 gehen unsere Kommissare schön auf dem Deich spazieren. Dann sagt Ann Kathrin: "Wir wissen nichts, Frank. Nichts. Wir tappen im Dunkeln."

Ja, ihr Lieben, das stimmt. Ihr wisst nix, aber das liegt nur daran, dass ihr vergessen habt zu ermitteln. Ein Mord ist auf einer kleinen Insel passiert. Ohne Vorkenntnisse in Ermittlungsfragen würde ich persönlich nun erstmal sämtliche Passagiere der Fähren sowie alle Daten der Eingeflogenen ermitteln, alle EC-Belege der Fahrkartenschalter sammeln, alle Videoaufnahmen des Anlegers und der Fähren sichten sowie sämtliche verfügbaren Kennzeichen bei den Inselgaragen nachfragen. Ich würde ausnahmslos alle Kurkartenbelege einsammeln.

Außerdem würde ich die Bevölkerung bzw. die Urlauber bitten, alle Fotos zur Verfügung zu stellen, insbesondere in der Nähe der Tatorte. Dann würde ich selbstverständlich alle und jeden befragen, die irgendetwas gesehen haben könnten. Und zwar vor dem Deichspaziergang, und nicht danach. Jeder Krimileser weiß, dass die ersten 48 Stunden entscheidend sind. Ich gehe davon aus, dass ein echter Ermittler auch bei der Obduktion dabei ist und nicht stattdessen die Schafe auf dem Deich betrachtet.

Aber vielleicht ist das alles passiert, und ich habe es überlesen. Mag sein. Dann bin ich gerne bereit, mich zu korrigieren. Ich bleibe dran. :roll:
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