Mal wieder Spitze - oder wie lange machen wir das noch mit?

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Minchen
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Re: Raucherstatistik 2017

Beitrag von Minchen »

Mechtenbergkraxler hat geschrieben::joint:
Das statistische Landesamt NRW berichtet einen erfreulichen Rückgang des Raucheranteils an der Bevölkerung von 2005 mit 29 % auf 22,6 % in 2017. Die Aufgliederung auf Kreise und kreisfreie Städte bringt Gelsenkirchen aber endlich mal wieder an die Spitze: Mit 29 % Raucheranteil an der Bevölkerung über 15 Jahren. Geht man ans untere Ende der Tabelle entdeckt man dort die alte Provinzhauptstadt Münster, mir eigentlich hauptsächlich vom Münster-Tatort und vom Wilsberg her bekannt, mit nur 17 %. Liegt diese Differenz am schrägen Humor der Münsteraner Kriminalisten? Oder an der Zahl der Fahrradfahrer, die unterwegs meist nicht rauchen (können)? Oder korreliert das womöglich mit den Wähleranteilen der Partei der "überwältigenden Mehrheit des deutschen Volkes"? Letzteres wäre eine Untersuchung wert und dürfte die "Altparteien" sehr interessieren: Nimmt man den Leuten die Zigaretten weg, schon wählen sie wieder CDU, SPD und FDP. So einfach ist das :wink:

MK
Das heißt, ich müsste nur mit dem Rauchen aufhören und schon wäre ich in der Lage, die stringenten Argumente der geschätzten Bundeskanzlerin zu verstehen? Auch die Aussagen des Herrn Lauterbach, SPD, (Die Deutschen verursachen einen Klimawandel, der in Indonesien Tsunamis auslöst), die des Hofreiter Toni (Dunkelflaute gutachterlich ausgeschlossen), der lieblichen Annalena (Netz=Speicher) oder des Herrn Lindner (wasauchimmer)?

So einfach!

Werde ich ausprobieren! :P
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

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Minchen
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Beitrag von Minchen »

Jetzt erfreue ich mich seit bald zwei Stunden an diesem schönen Gedanken - :kopfklatsch:

Bin ja Nichtraucherin, immer schon gewesen.

Schade. :oops:
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Beitrag von kleinegemeine01 »

Gelsenkichern - Stadt der 1000 Feuer - Stadt ohne Raucher ^^

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Ströppken
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Beitrag von Ströppken »

@ Minchen:

Heiner Lauterbach ist doch ein deutscher Schauspieler! :D
Glück auf!

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Minchen
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Beitrag von Minchen »

Und wieder Platz 1: diesmal bei der Armut!

Mit 26% Armutsquote liegt Gelsenkirchen mit großem Abstand auf Platz 1. Das Erfreuliche: 6 ganze Punkte vor Dortmund! Wenn das kein Grund zum Freuen ist... :D

...„Der Anstieg der Armut im Ruhrgebiet kann vor allem auf den noch nicht vollständig bewältigten Strukturwandel zurückgeführt werden“, formuliert es Bertelsmann-Forscher Riedel.
Als Folge davon ist die Langzeitarbeitslosigkeit an der Ruhr mit die höchste bundesweit. Gelsenkirchen zum Beispiel hat eine Arbeitslosenquote von 12,5 Prozent, davon sind mehr als 40 Prozent länger als ein Jahr ohne Job. Ein anderer Faktor für steigende Armut sind die Mieten. ...

Das kann ich bestätigen. Täglich fahre ich die Rotthauser Straße rauf, und wenn ich dann so die Neu-Rotthauserinnen betrachte, die dort zahlreich unterwegs sind, dann denke ich jedes Mal "Mensch Mensch, dieser Strukturwandel!" und "Sind die Mieten mal wieder stark gestiegen!"

Vielleicht sind es aber auch keine Neu-Rotthauserinnen, sondern die alten, die einem originellen Modetrend folgen, der mal wieder an mir vorbeigegangen ist. Kann sein. Muss mal wieder zum Friseur und so eine Modezeitschrift lesen. Eventuell habe ich modetechnisch auch einfach nur den Anschluss verloren.


https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... falle.html
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Pedda Gogik
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Beitrag von Pedda Gogik »

Was glaubst du eigentlich, wer du bist ?

Wieder einmal streust du pauschal deinen Hass auf alle, die dir irgendwie fremd erscheinen, scheinbar ironisch verpackt und zwischen den Zeilen herausquellend, hier im Forum aus.
Es ist einfach widerlich, immer nur bei den Zugewanderten die Wurzel allen Übels zu suchen.

......... :veg:

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Minchen
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Beitrag von Minchen »

Sag mal, warum wirst Du so persönlich?

Der Inhalt meines Schreibens ist doch völlig klar. Nicht die Armut ist gestiegen, sondern die Zahl der armen Leute! Wenn in Gelsenkirchen schon immer 100 arme Leute wohnen, und dann ziehen 100 arme Leute aus dem Ausland zu, dann steigt die Armutsquote um 100%.

Und in dieser anderen Stadt, wo die Leute herkommen, sinkt die Armut im gleichen Maße. Da gehen die Leute auch nicht durch die Straßen und sagen, fantastisch, durch den gelungenen Strukturwandel und die gesunkenen Mieten ist bei uns die Armut zurückgegangen. Nein, sie sagen, die Armen sind weggezogen.

Und jetzt sind sie hier und haben ihre Armut mitgebracht. Das ist eine Tatsache. Da wir kein Einwanderungsland sind, in dem man vom Tellerwäscher zum Millionär werden kann, werden sie auch größtenteils arm bleiben. Die sind auch nicht die Wurzel allen Übels, sondern einfach da. Was für ein "Übel" soll denn daraus entstehen?
Aber egal, ich lese jetzt lieber mein Buch.
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ramberg
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Beitrag von ramberg »

Minchen hat geschrieben:Und wieder Platz 1: diesmal bei der Armut!



...„Der Anstieg der Armut im Ruhrgebiet kann vor allem auf den noch nicht vollständig bewältigten Strukturwandel zurückgeführt werden“, formuliert es Bertelsmann-Forscher Riedel.
Als Folge davon ist die Langzeitarbeitslosigkeit an der Ruhr mit die höchste bundesweit. Gelsenkirchen zum Beispiel hat eine Arbeitslosenquote von 12,5 Prozent, davon sind mehr als 40 Prozent länger als ein Jahr ohne Job. Ein anderer Faktor für steigende Armut sind die Mieten. ...



https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... falle.html


Ja, ja die "Bertelsmann Stiftung" die Rubrik >Kritik< bei den Schlagworten "Bertelsmann Stiftung" bei Wikipedia lässt die Stiftung in einem anderen "Licht" erscheinen. Da weiß man nie welche Absichten wirklich hinter den Studien stecken.

Vielleicht gerade solche Reaktionen.....
RAMBERG
****

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Mechtenbergkraxler
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Beitrag von Mechtenbergkraxler »

Minchen hat geschrieben:
„Der Anstieg der Armut im Ruhrgebiet kann vor allem auf den noch nicht vollständig bewältigten Strukturwandel zurückgeführt werden“, formuliert es Bertelsmann-Forscher Riedel.
„noch nicht bewältigter Strukturwandel“ Dafür gibt es das schöne Fremdwort „Euphemismus“ , für das mir Google die Erklärung liefert: beschönigende, verhüllende, mildernde Umschreibung. Klarer ausgedrückt: Der Strukturwandel ist seit Beginn der Kohlenkrise Anfang der 1960er Jahre einfach nur verpennt worden, im fast ganzen Ruhrgebiet, besonders aber in Gelsenkirchen. Ob die Statistik besser aussähe, wenn Zugereiste herausgerechnet würden, wage ich zu bezweifeln. Die Statistik ist das Ergebnis der Wirtschaftspolitik der vergangenen 50 Jahre mit den Merkmalen:
  • Verklärung und Romantisierung der alten Schwerindustrie. Kein evangelischer Pfarrer demonstrierte mit, als Nokia in Bochum schließen wollte; in Rheinhausen oder beim Schalker Verein wehten die Beffchen um die Wette (gilt auch für die mit dem römischen Kragen). Halten von Industrien, die nicht zu halten waren. Hier war auch die Nostalgiefraktion aus Gewerkschaften und Parteien immer vorne mit dabei.
  • Auf der anderen Seite der Versuch modern zu sein, ohne einen wirklich marktgerechten Plan zu haben. „Solarstadt Gelsenkirchen“ war wahrscheinlich schon zur Geburtsstunde auf Flop hin programmiert. „Solar“, weil es chic war, nicht weil es nachhaltig Arbeitsplätze versprochen hat.
  • Wirtschaftsförderung ohne wirkliche Beachtung der Zielgruppe: Es sind Industriearbeitsplätze verloren gegangen, also brauchte man für diese personell sehr starke Bevölkerungsgruppe auch wieder Industriearbeitsplätze und nicht unbedingt High-Tech mit wenigen Jobs für Hochqualifizierte.
  • Statt Schaffung einiger weniger, dafür aber hochattraktiver Industrie- und Gewerbegebiete, das Offenlassen einer Vielzahl von Industriebrachen, mit Altlasten und maroder Infrastruktur. Da beißt kein Fisch an.
In solchen Freds neigen einige dazu, immer die Symptome zu beklagen. Wenn ein Massenauszug aus Gelsenkirchen stattgefunden hat, dann muss sich absolut niemand wundern, wenn Habenichtse in den billigen Wohnraum einziehen und die miserable Statistik noch ein kleines bisschen miserabler machen. Das ändert aber nichts an der Ausgangslage.

Aber Hoffnung kommt ja aus der Ostzone. Dort soll es Parteien geben, die richtig viele, echte Fachleute haben, die sich mit Wirtschaft hervorragend auskennen, überzeugend ganz speziell auf ausländische Investoren und ausländische Fachleute zugehen können, welche dann endlich scharenweise in Gelsenkirchen investieren wollen. Dann gibt es auch endlich den von vielen ersehnten Dexit, der uns in UK zur Zeit als Brexit schon mal in ähnlicher Form vorgeführt wird. Und wir bekommen die gute, alte D-Mark wieder. Es wird dann nur noch aufwärts gehen, ganz besonders in Gelsenkirchen.

MK
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sirboni
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Beitrag von sirboni »

MBK schrieb:
Aber Hoffnung kommt ja aus der Ostzone. Dort soll es Parteien geben, die richtig viele, echte Fachleute haben, die sich mit Wirtschaft hervorragend auskennen
Die gab es zur Zeit von Schlegel und Eis äh Glückauf auch schon mal reichlich in GE :P
.
Es wird dann nur noch aufwärts gehen, ganz besonders in Gelsenkirchen
Dafür gibts ja auch den Mechtenberg (und ein paar Halden)
Wer Bier trinkt hilft der Landwirtschaft

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Ströppken
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Beitrag von Ströppken »

Zitat: als Nokia in Bochum schließen wollte.....

Man kann sich nicht vorstellen, wie diese Leute um ihren Arbeitsplatz gekämpft haben. Eine gute Bekannte war im Betriebsrat und die haben alles versucht, um die Schließung zu verhindern - aber (man kennt das ja) beschlossen ist beschlossen. Keine Chance!
Glück auf!

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Ströppken
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Beitrag von Ströppken »

Pedda Gogik hat geschrieben:Was glaubst du eigentlich, wer du bist ?

Wieder einmal streust du pauschal deinen Hass auf alle, die dir irgendwie fremd erscheinen, scheinbar ironisch verpackt und zwischen den Zeilen herausquellend, hier im Forum aus.
Es ist einfach widerlich, immer nur bei den Zugewanderten die Wurzel allen Übels zu suchen.

......... :veg:
Hier darf ich mal etwas theologisches in die Runde werfen:

" Abyssus abyssum invocat "

Der Abgrund ruft nach dem Abgrund (Bibel, Vers aus Psalm 41)

Oder : Ein Abgrund zieht den anderen nach sich

Also, immer cool bleiben. Dat iss einfach so -- und erklärt vieles.
Glück auf!

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Minchen
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Beitrag von Minchen »

Gelsenkirchen wieder mal auf dem letzten Platz - diesmal beim Einkommen. Letzte Woche stand es in der WO. Wer hätte es für möglich gehalten. So eine Überraschung. :roll:

Ich werde das jetzt aber in Zukunft nicht mehr kommentieren. Am Ende springt wieder einer aus'm Gebüsch und kreischt von Hass und Hetze, und dann raucht er zuviel vor lauter rechtschaffener Wut und kriegt 'nen Herzinfarkt und das ist dann natürlich meine Schuld. :roll:

Nur so viel aus dem Artikel:
"Der Teufelskreis zwischen hohen Armutszahlen und wegbrechenden kommunalen Dienstleistungen von Jugendzentren, über Schwimmbäder und Bibliotheken bis zu Gesundheitszentren, kann nur durch gezielte Regionalhilfen des Bundes und der Länder durchbrochen werden", sagte Schneider.

Regionalhilfen könnten wir bestimmt gut gebrauchen, aber welche Bibliotheken, Schwimmbäder, Jugend- und Gesundheitszentren (sollen das Krankenhäuser sein?) wurden denn nun genau geschlossen?
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Tanriverdi
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Beitrag von Tanriverdi »

Ich hab in der Bild-Zeitung vom 24. April auch einen Artikel darüber gelesen. Es ging um eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung bei der das Pro-Kopf-Einkommen in allen 401 Städten und Landkreisen Deutschlands untersucht wurde.

Deutschland ist in dieser Hinsicht immer noch geteilt. Während im Westen fast alle Gemeinden über 20.000 € liegen, teilweise weit darüber, sind im Osten fast alle darunter. Besonders arm sind Halle an der Saale und Vorpommern mit etwas über 17.000 €.

Abweichend von der Ost-West Teilung weist die Studie jedoch ein gesamtdeutsches Schlußlicht aus.

Auf Platz 401 liegt Gelsenkirchen mit 16.203 €.

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Ströppken
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Beitrag von Ströppken »

Wer hat wann, wo, was in die Sozialversicherungen eingezahlt ?
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