Wer weiss was über die Luthenburg ?

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Hüller Junge
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Hallo

Beitrag von Hüller Junge »

Hallo... habe mich gerade angemeldet weil ich diese Seite unheimlich interessant und spannend finde (grosses Lob). Wie mein Nick schon verrät komme ich aus Hüllen und wohne jetzt in Bulmke.
Betreff der Luthenburg... als Kinder (ich bin Baujahr 65) haben wir immer auf dem Brachland (jetzt Bogestra Werkstätten) gespielt. Also zwischen den Gleisen und der kleinen Anhöhe die parallel zu den Gleisen steht. Dort befand sich früher ein Modellflughafen. Ich kann mich noch so weit erinnern das dort immer Ruinenreste lagen und alle der Meinung waren das diese zur Luthenburg gehörten (???). Die Cartbahn kam erst später und wo diese nicht mehr genutzt wurde veranstalteten wir immer kleine Fahrradrennen. Auch mich würde es interessieren wo "genau" sie stand und vor allem wie sie aussah. Wenn die Luthenburg wirklich so aussah wie in der Radierung, wie sie auch in diesem Forum zu sehen ist, muss sie ja immense Ausmasse gehabt haben.

Mit einem freundlichen Glückauf

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Tekalo
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Beitrag von Tekalo »

Wenn es die Luthenburg wirklich gab. Dann war es wohl eine kleine Ringburg. Die Ruinen welche Du ansprichst sind von Alma und einer Wohnbebauung die im Krieg zerstört wurde.
Zuletzt geändert von Tekalo am 30.03.2007, 08:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Tekalo
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Beitrag von Tekalo »

Bild


Rechts ist die Ostpreußenstraße. Die Karte ist von 1933.

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Tekalo
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Beitrag von Tekalo »

Das ist so ziemlich die Einzige Quelle die mir bekannt ist.

Östlich des Sellmannsbachs hat die Luthenburg gestanden. Der Hof Hüllen hatte 1810 einen 19 Morgen großen Eichenwald, welcher als "Auf der Luthenburg" bezeichnet wurde. Durch Anlage der Hochöfen (Standort ist ja bekannt) 1872 wurden die Wallreste beseitigt.

Quelle: Sonderveröffentlichung des Heimatbundes Gelsenkirchen. Burgen und Schlösser in Gelsenkirchen. Herausgegeben von Gustav Griese. (Seite 11)

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Ego-Uecke
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Beitrag von Ego-Uecke »

Rechts ist die Ostpreußenstraße. Die Karte ist von 1933
Am oberen Kartenrand in der Mitte sind die letzten Fabrikgebäude der Kokerei zu sehen. Rechts davon, zwischen den großen Gleisanlagen der Bundesbahn und dem Gleis der Werksbahn, da wo die "Raupen" zu sehen sind, müßte nach meiner Erinnerung die Luthenburg gestanden haben.

Wie schon gesagt, gesehen habe ich nichts, aber die Erinnerung aus Erzählungen der Eltern und der Schule sprechen für diesen Standort.

Hüller Junge
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Beitrag von Hüller Junge »

Interessante Karte... auch das früher dort eine Wohnbebauung stand. Schade nur das es überhaupt kein Bildmaterial der Burg gibt. Aber wenn sie schon 1872 verschwand wird sich bestimmt kein Material mehr hierüber finden.

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Tekalo
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Beitrag von Tekalo »

Ego-Uecke hat geschrieben:Die Luthenburg im Gelände westlich der Ostpreußenstrasse muss es wirklich gegeben haben. Ich kenne noch aus dem "Heimatkundeunterricht" der ersten Schuljahre die Geschichten vom "Raubritter Egon von der Luthenburg".

Der letzte Teil der Almastr. hieß im damaligen Sprachgebrauch der Ückendorfer auch Luthenburg, ebenso wie ein Fußballverein oder jetzt die Kleingartensiedlung.

Ruinen, Reste, habe ich jedoch dort nie gesehen.

Legenden und Sagen gibt es viele. Unter anderem eine von Gustav Fischer, wo ein Raubritter von Grimberg am Hüller Mühlbach sein Unwesen trieb.
Und vor dem Krieg stand dort wo die Raupen sind die Kohlenkläranlage der Zeche Alma. Des Weiteren verlegen alle Heimatforscher den Standort zu den Hochöfen. Dort ist auch das Flurstück "An der Luthenburg" Das Gelände mit den Raupen hieß "Auf dem Felde".

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Ego-Uecke
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Beitrag von Ego-Uecke »

Ich erhebe auch keinen Anspruch auf volle Richtigkeit meiner Anmerkungen. Meine Kenntnisse stammen aus Erzählungen meines Vaters und damaliger Lehrer.

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Tekalo
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Beitrag von Tekalo »

Darum geht es auch gar nicht. Ich wollte auch niemanden zu nahe treten.

Seit dem ich von der Luthenburg weis, versuche ich Ihre Existenz zu beweisen. Gut es gibt Quellen in denen ich es aus beruflichen Gründen es noch nicht geschafft habe zu suchen. Ich weis, ich bin selber auf Grund dieser Geschichten dort rum gelaufen und habe versucht Spuren zu finden. Leider bis jetzt erfolglos.

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Ego-Uecke
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Beitrag von Ego-Uecke »

Ich fühle mich auch nicht getreten. Vielleicht kann ich eine Quelle öffnen. Ich weiß aber noch nichts über die Ergiebigkeit, sondern habe erste Fühler ausgestreckt.

Schaun wer mal ...

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Tekalo
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Beitrag von Tekalo »

Würde mich freuen.

gast
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luthenburg

Beitrag von gast »

als kleiner junge , ( 1942 ) ,bin ich da oft rumgelaufen,hatte aber immer angst vor den Zigeunern,die dort ihre wagenburgen aufgestellt hatten.ich kam von der vandalenstrsse und bin zur grollmannstrasse gelaufen,am wendepunkt der straßenbahn vorbei und weiter unter den brücken hindurch.die zigeuner lagerten sofort ,unter den brücken hindurch,rechts.und das hat dort immer so von der kokerei gestunken !!

Josel
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Re: luthenburg

Beitrag von Josel »

gast hat geschrieben:am wendepunkt der straßenbahn vorbei
Wo genau war der denn?

J.
Vertrödeln Sie keine Zeit mit dem Lesen von Signaturen!

gast
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luthenburg

Beitrag von gast »

der wendepunkt war--wannerstrasse--konradstrasse,oben auf dem berg ( konradstrasse )war ein obst-u.gemüseladen---greiffenberg.übrigens strassenbahn--die linie 4,fuhr nach rotthausen

Heinz
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Re: luthenburg

Beitrag von Heinz »

gast hat geschrieben:der wendepunkt war--wannerstrasse--konradstrasse,oben auf dem berg ( konradstrasse )war ein obst-u.gemüseladen---greiffenberg.übrigens strassenbahn--die linie 4,fuhr nach rotthausen
Die Wannerstraße verlief doch anders als heute, an der Mauer der Eisenwerke lang, oder täusche ich mich?
War die Wendeschleife nicht am Fuße des "Berges" in Höhe der Siedlung und vor der Eisenbahnbrücke? :roll:
Und wo war die Grollmannstraße? Den Namen habe ich noch nie gehört..

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