Literaturprojekt „Quer durch die Städte schreiben“

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Heinz H.
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Literaturprojekt „Quer durch die Städte schreiben“

Beitrag von Heinz H. »

„Quer durch die Städte schreiben“ zu Gast auf Westerholt
60 Jugendliche aus 6 Städten im Ruhrgebiet schreiben einen gemeinsamen Roman. Woche für Woche werden die bereits geschriebenen Teile des Romans beim Schichtwechsel an die jeweils nächste Stadt weitergereicht. So entsteht ein interkommunaler Ruhrgebiets-Roman aus sechs aufeinander aufbauenden Teilen, der auch im Buchhandel erhältlich sein wird.
Die Städte sind dabei nicht bloß die Orte, an denen der Roman geschrieben wird, sondern zugleich Spielorte der Handlung. Teil des Projekts ist deshalb in jeder Stadt neben je fünf Schreibwerkstätten, in denen die Jugendlichen gemeinsam mit den Autoren Inge Meyer-Dietrich und Sascha Pranschke ihre Teile des Romans entwickeln, schreiben und daran feilen, eine kleine Exkursion. Dabei entdecken die Teilnehmer unter der Führung von Experten verborgene, vergessene und verbotene Orte.
In jeder Stadt nehmen nur kleine Gruppen von maximal 15 Schüler/innen am Projekt teil, die Teilnahme ist also exklusiv und bietet den Jugendlichen eine außergewöhnliche Chance. Sie eignen sich die eigene Stadt durch die literarische Auseinandersetzung an und üben sich in literarischem Arbeiten. Gleichzeitig schulen sie im gemeinsamen Arbeiten und in den Absprachen untereinander darüber hinausgehende Schlüsselkompetenzen wie Team- und Kritikfähigkeit. Und nicht zuletzt: Sie bekommen die Möglichkeit, an einem Roman mitzuschreiben, den es ganz regulär im Buchhandel zu kaufen geben wird...
http://www.stadterneuerung-gelsenkirche ... kstatt.asp

BildEhemaliges Verwaltungsgebäude der Zeche Westerholt an der Egonstraße

Am 15. November haben Jugendliche aus Gelsenkirchen die nächste Schicht übernommen und bestimmen den weiteren Verlauf der Gechichte. Jungen und Mädchen aus der Schule am Eppmannsweg trafen sich zur Staffelübergabe mit Jugendlichen aus Witten im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Bergwerks Lippe an der Egonstraße.
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Die Auftaktveranstaltung wurde eröffnet von der Projektleiterin Sarah Meyer-Dietrich vom Friedrich-Bödecker-Kreis NRW e.V. Unterstützung erhalten die Jugendlichen von den beiden Autoren Inge Meyer-Dietrich und Sascha Pranschke.
www.boedecker-kreis-nrw.de/index.php/qu ... -schreiben
"Gelsenkirchen kann wirklich froh sein, dass es Buer hat."
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Heinz H.
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Schichtwechsel auf Westerholt

Beitrag von Heinz H. »

Die Hobbyautoren und Autorinnen bei der Lesung ihrer Aufschreibungen
Es wird spannend...Bild
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BildMitarbeiterin vom Westdeutschen Fernsehen.
Der WDR begleitet das Projekt

http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/n ... 22094.html
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Heinz H.
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Exkursion durch das „Geisterbergwerk“ Westerholt

Beitrag von Heinz H. »

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In einer gemeinsamen Exkursion wurde das einst belebte und heute verlassene "Geisterbergwerk" Westerholt erkundet. Geleitet wurde die Exkursion von Uwe Neukirchen, Stadtplanung Gelsenkirchen. Begleitet wurde die Gruppe von Herrn Steffen und Herrn Kopatz, ehemalige Bergleute der Zeche Westerholt und Mitglieder des Geschichtskreises Hassel/Bergmannsglück. Auf unterhaltsame Art erfuhren die Jugendlichen von den ehemaligen Kumpels der Zeche, was es mit dem Kohlebergwerk und allem drum und dran so auf sich hatte. Schließlich hatte das Kohlebergwerk einmal weit über über 4000 Menschen einen Arbeitsplatz geboten.

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Blick in die ehemalige Lohn- und Lichthalle
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Impressionen aus der Waschkaue

Beitrag von Heinz H. »

Die Kaue war Umkleide- und Waschraum für die Bergleute. Wenn der Bergmann zur Arbeit ging, kam er zunächst in einen weißen Bereich, wo die saubere Kleidung an einen Haken gehängt und mit einer Kette hoch unter die Decke gezogen wurde. Dann wechselte er in den schwarzen Bereich, wo die Arbeitskleidung in gleicher Weise aufbewahrt wurde und zog sich um. Bevor man nach der Schicht vom schwarzen in den weißen Bereich wechselte wurde im Waschraum erst ausgiebig geduscht.
BildKauenhaken mit Korb
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BildDuschen
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Heinz H.
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Besuch in der Lampenstube

Beitrag von Heinz H. »

Im gleichen Gebäude befindet sich neben Lohnhalle und Waschkaue noch die Lampenstube mit den Zugängen zu den Schächten. In der Lampenstube erhielten die Bergleute Grubenlicht und den Selbstretter mit Filter gegen eventuell auftretendes Grubengas. Hier wurden die Grubenlampen gelagert, gewartet und die Akkus der Kopflampen wieder aufgeladen.
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BildDie Treppe hinauf ging es zur Einfahrt in die Grube.
Mit dem Bergmannsgruß 'Glück auf' fuhren die Bergleute am Schacht in die Tiefe.
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Heinz H.
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Eine verlassene Eisenbahnstrecke

Beitrag von Heinz H. »

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Man munkelt, dass dort tagtäglich um Mitternacht ein Geisterzug erscheint, der Kohlebrocken aus dem stillgelegten Bergwerk hinaus befördert.
Eine Art Geisterbahn im Geisterbergwerk Westerholt!? :geist: :geist2: :ghost3:
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Beitrag von Animken »

WAZ/ Der Westen vom 20.11.2013:
Schreibprojekt
Die Emscher als Inspirationsquelle für Autoren


Gelsenkirchen. Bei der lokalen Präsentation der Buchtexte von 70 Jugendlichen aus sieben Städten waren in der Bluebox nur die betreuenden Autoren zur Stelle. Entstanden ist im Rahmen des Projekts „Am Fluss entlang schreiben“ ein Roadmovie: „Stromabwärts“. ...

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... 87151.html

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Heinz H.
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Beitrag von Heinz H. »

Animken hat geschrieben:WAZ/ Der Westen vom 20.11.2013:
Bei der lokalen Präsentation der Buchtexte von 70 Jugendlichen aus sieben Städten waren in der Bluebox nur die betreuenden Autoren zur Stelle... http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... 87151.html
„Einige Eltern hatten Bedenken wegen der späten Uhrzeit“
Ich denke es ist verständlich, wenn Eltern ihre Schützlinge in der Dunkelheit nur ungern auf die Straße lassen. „Im Minutentakt wird in Deutschland überfallen und ausgeraubt“, so ein Leser gestern in der WAZ.
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Benzin-Depot
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Beitrag von Benzin-Depot »

Heinz H. hat geschrieben: Ich denke es ist verständlich, wenn Eltern ihre Schützlinge in der Dunkelheit nur ungern auf die Straße lassen. „Im Minutentakt wird in Deutschland überfallen und ausgeraubt“, so ein Leser gestern in der WAZ.
und das bevorzugtes Ziel sei dabei die Gelsenkirchener Bluebox? :roll:

Vielleicht wäre es dem einen oder anderen Elternteil möglich gewesen, ihren Schützling zu begleiten und es haperte nur an der Absprache.
WWW.derwesten.de hat geschrieben:Die Absprache mit den Eltern der Schüler der Gesamtschule Buer-Mitte und der Hauptschule am Eppmannsweg habe nicht geklappt.
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

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Heinz H.
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Minütliche Überfälle in Deutschland

Beitrag von Heinz H. »

Benzin-Depot hat geschrieben: und das bevorzugtes Ziel sei dabei die Gelsenkirchener Bluebox? :roll:
Lieber Benzini,
das hat auch niemand behauptet.
Aber Gelsenkirchen gehört nun mal zu Deutschland.
Ich möchte das jetzt aber hier nicht weiter vertiefen (OT). :winken:
Zurück zum Thema!
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Heinz H.
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Schnappschüsse

Beitrag von Heinz H. »

Exkursion auf Westerholt
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Das Buch ist bereits in der Mache! :winken:
Es bleibt spannend.
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Schacht 9
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Re: Eine verlassene Eisenbahnstrecke

Beitrag von Schacht 9 »

Heinz H. hat geschrieben:Bild
Man munkelt, dass dort tagtäglich um Mitternacht ein Geisterzug erscheint, der Kohlebrocken aus dem stillgelegten Bergwerk hinaus befördert.
Eine Art Geisterbahn im Geisterbergwerk Westerholt!? :geist: :geist2: :ghost3:
Bild
Hier ein Bild, mit ungefähr dem gleichen Standpunkt des Fotografen.
Die Aufnahme enstand ein halbes Jahr später, nachdem im Dezember 2008, der letzte Förderwagen auf dem Bergwerk Lippe zu Tage gebracht wurde.

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Fuchs
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Beitrag von Fuchs »

Ich wollte mich nur mal kurz bei Heinz H. für seine feine Doku über das Projekt bedanken. :up:
Interoperabel!

Animken
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Beitrag von Animken »

WAZ/ Der Westen vom 21.11.2013:
Literatur
Hasseler Schüler schreiben

Gelsenkirchen/Westerholt.
Ein Ruhrgebietsroman, der in sechs Städten von 60 Jugendlichen gemeinsam geschrieben wird, das verbirgt sich hinter dem Projekt „Quer durch die Städte schreiben“. In dieser Woche war Gelsenkirchen an der Reihe. Und der ausgewählte Standort dafür war das Gelände der früheren Zeche Westerholt. ...

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... 89556.html
:wink:

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Heinz H.
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Beitrag von Heinz H. »

Fuchs hat geschrieben:Ich wollte mich nur mal kurz bei Heinz H. für seine feine Doku über das Projekt bedanken. :up:
Man tut was man kann! :o
Und wenn man dann auf einmal feststellt, dass die Lokalpresse mit einer Woche Verspätung über das Thema berichtet, kann ich mir ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. :lol: :wink:
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