Ebertstraße: Baustellentagebuch

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brucki
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Ebertstraße: Baustellentagebuch

Beitrag von brucki »

Ich würde mich freuen, wenn wir analog zum Baustellentagebuch des Heinrich-König-Platzes hier ein Tagebuch über den dritten Bausbschnitt führen würden. :D

DerWesten am 19.07.2019:
Stadtumbau

Mehr Licht und Raum in der Gelsenkirchener Innenstadt


Gelsenkirchen. Der Umbau der Gelsenkirchener Innenstadt geht weiter. Neue Sichtachse zwischen Musiktheater und Hans-Sachs-Haus. Die Kosten belaufen sich auf 4,5 Millionen Euro.

Es ist unübersehbar: Das Antlitz Gelsenkirchens wird moderner, zeitgemäßer. Die Bauarbeiten zur Um- und Neugestaltung des innerstädtischen Areals rund um den zentralen Heinrich-König-Platz in der Altstadt gehen zügig voran. Und schon bald wird der dritte Bauabschnitt in Angriff genommen.
Weiter: https://www.derwesten.de/staedte/gelsen ... 19954.html

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Fuchs
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Re: Ebertstraße: Baustellentagebuch

Beitrag von Fuchs »

brucki hat geschrieben:Ich würde mich freuen, wenn wir analog zum Baustellentagebuch des Heinrich-König-Platzes hier ein Tagebuch über den dritten Bausbschnitt führen würden. :D

DerWesten am 19.07.2019:
Stadtumbau

Mehr Licht und Raum in der Gelsenkirchener Innenstadt


Gelsenkirchen. Der Umbau der Gelsenkirchener Innenstadt geht weiter. Neue Sichtachse zwischen Musiktheater und Hans-Sachs-Haus. Die Kosten belaufen sich auf 4,5 Millionen Euro.

Es ist unübersehbar: Das Antlitz Gelsenkirchens wird moderner, zeitgemäßer. Die Bauarbeiten zur Um- und Neugestaltung des innerstädtischen Areals rund um den zentralen Heinrich-König-Platz in der Altstadt gehen zügig voran. Und schon bald wird der dritte Bauabschnitt in Angriff genommen.
Weiter: https://www.derwesten.de/staedte/gelsen ... 19954.html
Ja, schön.

Warum hast du uns nicht schon mal ein paar Bilderkes mitgebracht?!?

Altstädter
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Beitrag von Altstädter »

Die Deutsche Umwelthilfe klagt u.a. gegen Gelsenkirchen und Düsseldorf wegen Nichteinhaltung der Obergrenzen für Stickstoffbelastung. Gleichzeitig gedenkt man, an der Ebertstraße mehr als 50 frischluft- und schattenspendende Bäume zu fällen. Eine Verweildauer auf dieser breiten, zubetonierten Sichtachse ist nicht erwünscht.

https://www.derwesten.de/staedte/gelsen ... 88920.html

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blockka04
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Beitrag von blockka04 »

Gleiches passiert am Busbahnhof in Buer. Natürlich werden beim Fällen von Bäumken Ausgleichsmaßnahmen fällig (entweder 1:1 an anderer Stelle oder in Geld).

Mein erster Gedanke beim Lesen der Nachricht war: Hat GE wirklich keine anderen Sorgen als diese "kosmetische" Maßnahme direkt am Rathaus?

(ich glaub ich frag mal meine Stoßdämpfer) :roll:
Selbstverständlich klauen Dir Ausländer Deinen Job! Aber wenn Dir jemand ohne Geld, Kontakte und Sprachkenntnisse Deinen Job wegnehmen kann, bist Du vielleicht einfach nur Scheiße!“ Louis C.K.
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knut
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Beitrag von knut »

Planungsbilder gibt es u.a. auf der Homepage von Bündnis 90/Die Grünen

http://www.gruene-gelsenkirchen.de/kahl ... rasse-1251

Unter der Überschrift "Kahlschlag an der Ebertstraße" wird hier heftig Kritik geübt:
Der dritte Bauabschnitt der Ebertstraße steht an. Von der Vattmannstraße zur Florastraße soll umgebaut werden und eine neue Sichtachse zwischen Hans-Sachs-Haus und Musiktheater entstehen. Der Preis: 5 Millionen Euro ((Nur 1,5 davon aus dem städtischen Haushalt)) und 57 Bäume. Diese werden nämlich gefällt, um alles schön neu anzuordnen. Nur am Rande werden dann einige neue Bäume an der dann umgestalteten Ebertstraße aufgestellt. Und davon auch nur 35. Oder anders festgestellt: 22 Bäume werden am Ende fehlen. Und die neuen werden ihre Zeit brauchen, bis sie ähnlich wirken, wie der jetzige Baumbestand. Erkennt man auch auf den Schaubildern der Stadt
Eine Kritik die ich übrigens teile, wie ich in meinem jüngsten Blog-Beitrag darstelle:

https://antifaschistischesgelsenkirchen ... kirchen-3/
Jana aus Kassel fühlt sich jetzt wie Jesus Christus; sie war während des Lockdowns im Nagelstudio und muss deswegen ein Bußgeld zahlen.

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DonMart
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Beitrag von DonMart »

In Gelsenkirchen werden immer wieder gewachsene Strukturen zerstört. Das Gesicht von Gelsenkirchen ist im stetigen Wandel, je nachdem welche Architekturepoche wir gerade haben.

Aber im Augenblick wäre es wirklich fatal so viele Bäume, die unter der Baumsatzung stehen, zu fällen.

SPD und CDU wundern sich, das jetzt erst die Grünen Protest gegen den Kahlschlag einlegen.
Ich frage mich, wieso die Fällungen erst jetzt publik gemacht werden? Absicht? Oder war das schon vorher in der Presse.

Also ich hätte gerne hierzu einen Bürgerentscheid! Es muss doch möglich sein auch mal vorhandene Gegebenheiten in Planungen einzubeziehen.

Ein freier Blick auf das Musiktheater mag ja schön sein, aber grüne Bäume haben einfach mehr Flair in einer Stadt. Wenn ich eine Betonwüste besuchen will, fahre ich lieber nach OB in die neue Mitte.

Schaffrather38
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Ebertstraße Blick vom Musiktheater

Beitrag von Schaffrather38 »

Ein Blick vom Musiktheater (durch ein Glasfenster)
auf die Ebertstr.( Aufnahme vom 18.03.2015.)
Bild
Gruß
Schaffrather38

Schaffrather38
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Ebertstraße am 17.09.2016

Beitrag von Schaffrather38 »

Hier mal einige Aufnahmen (17.09.2016)
von der Ebertstr.
war heute vor Ort und hab
mir die zukünftige Großbaustelle
mal angesehen. (Ohne Kommentar)
Gruß
Schaffrather38
BildBildBildBildBildBild

Bernd Matzkowski
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Ebertraße

Beitrag von Bernd Matzkowski »

Bin schon erstaunt darüber, dass es hier keine "aktuellen" Diskussionen zur Baumfällung im Kontext des Bauabschnitts Ebertstr. gibt (Stichwort: Sichtachse). Die Papierausgabe der WAZ ist seit Tagen voller Leserbriefe, die online-waz ebenfalls - aber hier Schweigen im (noch nicht abgeholzten)Walde?

arnold
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Beitrag von arnold »

Na ja, vielleicht wollen die GG auch nur kein Fass aufmachen (evenuell wird aus dem Fass ja eine Büchse der Pandora).
Sind Bäume nicht sowieso überschätzt? Sichtachsen sind das neue grün!
Wie die die Schadstoffe filtern und bei Bedarf noch Schatten spenden wird ja gnadenlos unterschätzt.
Apropos Schatten: Hieß das nicht früher hier bei uns mal - wenn jemand nicht ganz nachvollziehbare Äußerungen bzw. Aussagen machte "hömma, hasse ein am Schatten?".

Mit etwas Glück entdecken unsere Stadtplaner vielleicht noch ganz neue Sichtachsen.
Eventuell freie Sicht vom Simonsberg aufs Maritim? Oder vom Bahnhof zur Arena (aber nur wenn der Rasen reingefahren wurde, sonst: zuviel Grün).
Also Stadtplaner: Nicht kleckern - klotzen, Oder um es mit Shakespeare zu sagen: Wie es euch GEfällt.

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Marion67
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Beitrag von Marion67 »

Ich habe den Eindruck, dass sich hier in Gelsenkirchen, Generationen von Stadtplanern wirklich redlich bemühen, Gelsenkirchen so hässlich wie nur irgendmöglich zu gestalten.

Die vielen Bäume mitten in der Stadt, die kann man in anderen ähnlich großen Städten nur suchen, ist doch tatsächlich noch das wenige, das GE ein bisschen besonders macht.

Das MiR ist vielleicht ein imposanter Bau, aber nicht jeder steht auf diese Art der Architektur, oder nimmt sie als besonders wahr, ich muss das nicht von der Innenstadt aus sehen, sorry, ist aber so...nicht dass es mir nicht gefällt....aber ich brauch keinen direkten Blick darauf.

Viel lieber ist mir im Sommer ein schattiges Plätzchen, welches einem den Eindruck vermittelt, man befände sich ein bisschen näher an der Natur.

Als Ela damals durch Gelsenkirchen tobte, die ganzen alten Bäume umgerissen hat...das war ein herber Verlust, gegen den man leider total machtlos war....und viele wirklich schrecklich fanden, ich auch...und es sollen doch "Ersatzbäume" gepflanzt werden...

Und nun gehen die her, und wollen uns die schönen Bäume nehmen, um von der Innenstadt aus, auf einen "Glaskasten" gucken zu können...

Sorry, dafür fehlt mir jegliches Verständnis.

Übrigens finde ich den Vorplatz vom MiR wirklich NICHT sehenswürdig!

Die hässlichen Bahn-Bushaltestellen, die platte, karge Gestaltung des Platzes, sorry, aber warum soll man das schon von Weitem sehen wollen sollen???

Nicht dass ich das MiR runter machen wollte, aber ich bin mit dem Aufbau und dem fertigen Anblick der Alten Oper in Frankfurt groß geworden.
Die wollte ich tatsächlich gerne sehen, nebst neu gestaltetem Platz drum herum...ich weiß, mein Problem...

ICH BIN DAGEGEN!

War das jetzt hilfreich, oder macht mein Beitrag Sinn??
Eher nicht, es ist ja wohl schon entschieden und beschlossen...

Mir tuts leid um den Platz, der ja erst jetzt, da die Bäume eine gewisse Höhe und Größe erreicht haben, ganz schön ist.
Alles zu bezweifeln oder alles zu glauben,
das sind zwei gleichermaßen bequeme Lösungen, denn beide entheben sie uns des Nachdenkens.

Henri Poincaré

Bernd Matzkowski
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die sichtachse und die sichtaxt oder zweimal sieben

Beitrag von Bernd Matzkowski »

Zur geplanten Fällung der Bäume
Sieben Argumente dafür und sieben dagegen, oder?


Was gegen die Fällung von 57 Bäumen an der Ebertstraße spricht:

Die schädliche Auswirkung auf das Mikroklima und der Wegfall von Schatteninseln
Die lange Wachstumszeit der Ersatzpflanzungen
Die unzureichende Zahl der Ersatzpflanzungen im Bereich der Ebertstrasse
Die Kosten
Die gewachsene Struktur des jetzigen Baumbestandes
Die Baumsatzung
Der Wille der Bürger

Was für die Fällung von 57 Bäumen an der Ebertstrasse spricht:

Die Sichtachse
Die Sichtachse
Die Sichtachse
Die Sichtachse
Die Sichtachse
Die Sichttachse
Die Sichtachse

Erin
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Registriert: 12.04.2016, 08:00
Wohnort: am Rand der kleinen, kleinen Stadt

Beitrag von Erin »

Nennt mich altmodisch, aber bei 57 Lebewesen gegen 1 Sichtachse - da sch*ooops* ich doch auf Sichtachsen. :flucht:
Death is so permanent.

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DonMart
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Beitrag von DonMart »

Wie sieht´s denn mit einer Unterschriftenaktion aus? Gibt es schon so etwas?

Keine Frage, das Musiktheater ist architektonisch wertvoll, vor allem abends schön anzusehen.

Aber ich muss nicht unbedingt vom Hauptbahnhof schon darauf schauen müssen! In meiner beruflichen Laufbahn hab ich so meine Erfahrungen mit Architekten gemacht. Durchsetzen wollen sie oft ihren künstlerischen Aspekt, dem alles andere unterzuordnen ist. dabei spielt Natur eine untergeordnete Stelle. Und Technik schon gar nicht, die darf gar nicht zu sehen sein.

Ich vermisse bei solchen Planungen immer den ganzheitlichen Ansatz, gewachsen Strukturen, die eine Stadt ausmachen, mit einzubeziehen.

Also, ein Appell an die Stadtoberen, schaut euch die Planung noch mal in Ruhe an! Der Architekt ist letztlich auch nur ein Dienstleister, der in einen gewissen Rahmen Vorgaben und Wünsche um zusetzten hat.

Noch ein Punkt: Bevor der Rat einen solchen Beschluss verabschiedet sollten doch vorher die Bürger informiert und einbezogen werden. Wo bleibt da die Transparenz?

Bernd Matzkowski
Beiträge: 628
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Beitrag von Bernd Matzkowski »

DonMart hat geschrieben:Wie sieht´s denn mit einer Unterschriftenaktion aus? Gibt es schon so etwas?
laut waz hat sich eine bi gebildet, leider steht in der waz keine kontaktadresse, aber vielleicht kann man das in der redaktion erfahren.

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