Damals am Bahnhof

Der alte Bahnhof, der neue Bahnhof und der neue neue Bahnhof.

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

Also ich weiß ja nicht wie die Hiberniastraße früher verlief und ich wohne auch nicht in der Gegend, aber mir stellt sich die Frage ob es nötig und sinnvoll war, die Straße so zu verlegen wie sie jetzt verläuft.
Welcher Teil sollte eigentlich entlastet werden ? Im Prinzip gibt es doch nur 3 Zufahrtsstraßen.
Für mich erschließt sich nicht der Sinn. Oder ging es doch nur um einen "Weltmännischen" Bahnhof ?
Fragen über Fragen :wink:
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

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Zenmiester
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Beitrag von Zenmiester »

Heinz O. hat geschrieben:Also ich weiß ja nicht wie die Hiberniastraße früher verlief und ich wohne auch nicht in der Gegend, aber mir stellt sich die Frage ob es nötig und sinnvoll war, die Straße so zu verlegen wie sie jetzt verläuft.
Wenn man keinen Verkehr vor dem Bahnhof will und trotzdem einen Ring um die Innenstadt, definitiv ja. So eine Ampel und ein dreckiger Tunnel wie in Essen sind auch nicht schön. Das ganze kommt aus einer praktischen Zeit, in der man auch mit noch mehr Verkehrswachstum gerechnet hat.

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Stadtgarten
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Beitrag von Stadtgarten »

Mann hätte auch eine verkehrsanbindung bauen können wie in Bochum, der Nordring und der Südring usw. und der bahnhof quasi inne mitte. Dan hätte der alte Bahnhof da bleiben können.
Mir gefällt das gebäude so schön vom alten bahnhof.

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

:baby-taptap: ach ja.
Das ganze kommt aus einer praktischen Zeit, in der man auch mit noch mehr Verkehrswachstum gerechnet hat.
Was ja auch passiert ist, aber im Innenstadtbereich staut es sich trotzdem.
Micha

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Emscherbruch
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Beitrag von Emscherbruch »

pito hat geschrieben:Sie wollten ihn einfach weghaben. Das war denen unheimlich wichtig, ein Symbol sozusagen. Hinfort mit dem Alten. Hinein in eine neue glanzvolle Zukunft. Sie dachten wirklich der neue Bahnhof wäre die Sache.
So sah die Vision der Zukunft aus. Es ist nicht ganz so schlimm gekommen. Klar es handelt sich hier um ein Modell, aber ich glaube fast, die Stadtplaner hätten damals die Streichholzschachteln gerne genau so im großen Maßstab verwirklicht.
Bild
"Modellfoto Hauptbahnhof Gelsenkirchen mit Bahnhofsvorplatz und Sanierungsgebiet Neustadt"
Aus "Gelsenkirchen 100 Jahre jung", Stadt Gelsenkirchen Presseamt
wahrscheinlich 1975

Man kann das glaube ich nicht mit "praktisch" umschreiben. Es sieht eher aus wie in Jacques Tatis Film "Playtime".
Bild
Edit: Das Foto stammt aus dem besagten Film.
Zuletzt geändert von Emscherbruch am 18.09.2007, 23:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

:shock: Glück gehabt, würd ich sagen :!:
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Fuchs
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Beitrag von Fuchs »

Sieht aus wie Bukarest in den 70ern...

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Zenmiester
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Beitrag von Zenmiester »

Heinz O. hat geschrieben::baby-taptap: ach ja.
Das ganze kommt aus einer praktischen Zeit, in der man auch mit noch mehr Verkehrswachstum gerechnet hat.
Was ja auch passiert ist, aber im Innenstadtbereich staut es sich trotzdem.
Aber weniger auf der Hiberniastraße (jedenfalls nach Westen) und Husemannstraße. Auf dem Modell sind auch mehr Hochhäuser im westlichen Bereich. Praktisch ist die Idee, Autofahrer und Fahrgäste vom Bahnhof nicht vor einer Ampel warten zu lassen. Das Modell hat so einen "schönen" 70er-Jahre-Futurismus :)

Und würden wir den alten Bahnhof jetzt auch so toll finden, wenn er noch da wäre?

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Emscherbruch
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Beitrag von Emscherbruch »

Zenmiester hat geschrieben:Und würden wir den alten Bahnhof jetzt auch so toll finden, wenn er noch da wäre?
Na klar doch!
Das Gebäude wäre heute zu klein, wäre darum wahrscheinlich um einen vorgelagerten oder seitlich installierten Glaskasten (siehe Schloss Horst) erweitert und würde damit eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart schlagen.
(Die Anzahl der verwendeten Konjunktive wirkt deprimierend :( )

Klaus S.
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Beitrag von Klaus S. »

Diese "Bukarest-Bebauung" sollte sich in Ückendorf fortsetzen,. Einem ähnlichen Projekt sollte die Flöz Sonnenschein/Flöz Dickebank-Siedlung weichen, was aber gottseidank am Widerstand der Bewohner scheiterte.
Zuletzt geändert von Klaus S. am 18.09.2007, 23:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Zenmiester
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Beitrag von Zenmiester »

Im Schloß Horst war ich noch nicht. Dann könnte ich auch gleich nach Rußland fahren. Ach nee, das war was anderes :)

Wir würden vielleicht mal sagen, dass wir einen netten Bahnhof haben. Aber er wäre normal, nichts besonderes. Ich glaube auch nicht, dass man in Wanne-Eickel so eine Heldenverehrung um den Bahnhof betreibt.

Klaus S.
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Beitrag von Klaus S. »

Es geht nicht nur um den Hauptbahnhof, es geht um ein komplettes Gründerzeitensemble, das erst an der alten Badeanstalt endete. Es geht um die Vernichtung von Geschichte und Identität.

Klaus S.
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Beitrag von Klaus S. »

Mit dem "Regina" wurde zum Beispiel das größte Uraufführungskino Deutschlands vernichtet.

Schacht 9
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Regina-Kino

Beitrag von Schacht 9 »

Ja das waren noch Zeiten, Kinoerlebnis im Bild"Regina"

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brucki
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Beitrag von brucki »

Klaus S. hat geschrieben:Diese "Bukarest-Bebauung" sollte sich in Ückendorf fortsetzen,. Einem ähnlichen Projekt sollte die Flöz Sonnenschein/Flöz Dickebank-Siedlung weichen, was aber gottseidank am Widerstand der Bewohner scheiterte.
Gibt's davon vielleicht auch Modell, das zeigt, wie schrecklich es dann aussehen sollte?

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