Damals am Bahnhof

Der alte Bahnhof, der neue Bahnhof und der neue neue Bahnhof.

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Josel
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Re: Casino des Gußstahlwerks?

Beitrag von Josel »

brucki hat geschrieben:@ Josel

Das Rad steht jetzt ja neben der Elektrogroßhandlung. Wurde das Gebäude früher anders genutzt? Oder meinst mit dem ehem. Casino ein anderes Gebäude?
Ich meine durchaus den heutigen Elektrogroßhandel. Hatte mal Gelegenheit, das obere Stockwerk zu betreten; dort gibt es eine schöne Panoramscheibe Richtung Hattinger Str. Außerdem gibts im Hause wohl auch noch die alte Kegelbahn, die ich aber nicht selber gesehen habe.

Ich bin mir sicher, dass man mir damals erklärte, dass das Gebäude früher als Casino genutzt wurde. Und mit etwa 90%iger Sicherheit meine ich, dass es sich um das Casino der Gusstahlwerke - und zwar für die höheren Angestellten - handelte.

J.
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Fuchs
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Beitrag von Fuchs »

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Gast
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Beitrag von Gast »

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brucki
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Bahnhofsrestaurant

Beitrag von brucki »

Tekalo hat geschrieben:Bahnhofsrestaurant 1911

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Tekalo hat geschrieben:
pito hat geschrieben:Aber wo hätte der alte Hauptbahnhof solche Fenster gehabt?

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ca 1970

Hinten raus. Wenn Du vorne reinkamst einmal ganz durch. Rechts hinten ging es zu den Bahnsteigen dann kam das Kino und dahinter das Restaurant. An die Fenster kann ich mich nicht erinnern, doch das war 1911 und weis jemand was der Bahnhof im Krieg alles abbekommen hat?
War halt der Baustiel damals.
Steht aber doch auch vorne auf der Karte.
Hier das kürzlich angekündigte Bild. Nach den Fenstern zu urteilen müßte das Restaurant deren Innenansicht wir haben, das auf dem Bild in dem linken Anbau sein. Die Karte von der das Motiv stammt, ist 1905 gelaufen.

@ Tekalo
Ist das Restaurant, von dem Du berichtet hast, dieser Anbau (lag es also links vom Bahnhof), oder ist es ein anderes an anderer Stelle?

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pito hat geschrieben:Endlich mal eine Innenansicht. Ich dachte schon es gäbe keine. Viele Dank, Männlein. :applaus:
Hier auch noch eine Ansicht der Bahnhofshalle von einer Karte, die 1910 gelaufen ist. Blickrichtung: vom Eingang nach hinten.

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stulle
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Beitrag von stulle »

Klasse, wie groß die Eingangshalle doch war.
Frage mich echt, wie die damaligen Stadtväter, bei allen "Großstadtvorhaben", uns einen so kleinen und dunklen Hbf hinstellen konnten.

Aber was solls :cry:

mfG
⚒ Glückauf ⚒

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Detlef Aghte
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im Bahnhof

Beitrag von Detlef Aghte »

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Wer durch des Argwohns Brille schaut,
sieht Raupen selbst im Sauerkraut
W. Busch

Männlein
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Beitrag von Männlein »

@stulle: das Bild kannste vergessen. Gute Perspektive, Weitwinkel, könnte in jedem Hochglanzprospekt von heute auftauchen. Macht aus einem Whirlpool ein Olympiabecken.
Man sollte endlich mal aufhören, den alten Bahnhof zu mystifizieren
Es werden hier völlig unterschiedliche Epochen einfach durcheinandergewürfelt. Es war nie ein Anliegen der Stadt, den Bahnhof der Kaiserzeit in die Luft zu jagen. Dieser Eindruck kann, gerade für jüngere Nutzer des Forums, hier entstehen.
Für den Bahnhof gilt ähnliches wie für das alte Rathaus, d.h. die Nachkriegsentwicklung und-nutzung war entscheidend für die Beschlüsse der Stadt.
Einigermaßen bewußt kenne ich den Bahnhof seit ca. 1955. Da meine Familie sehr reiselustig war, wir aber nie ein Auto hatten, kam ich extrem häufig mit dem Bahnhof und dem Bahnzugang nach Gelsenkirchen in Kontakt.
Ein Bahnhof wurde damals als erster, entscheidender Eindruck einer Stadt bewertet, die Visitenkarte sozusagen. Und die Visitenkarte Bahnhof Gelsenkirchen war sehr ernüchternd.
"Kennen Sie Gelsenkirchen?" - Ja, das ist doch die Stadt mit diesem scheußlichen Bahnhof"!
Das war die Realität über Jahrzehnte hinweg. Wie viele alteingesessene Bürger Gelsenkirchens äußerten sich damals ganz klar: die Bomben haben an der falschen Stelle eingeschlagen, der Bahnhof steht immer noch.
Das alles hört sich aus heutiger Sicht sehr, sehr befremdlich an. Ältere Gelsenkirchener dürften aber wohl mit dem Kopf nicken.
Der Bahnhof war dreckig, unwirtlich, verkommen und einfach untragbar.
Für die Jugend von heute: 2 dunkle, wellige Bahnsteige, Treppenabgänge, die lebensgefährlich waren wegen der abgerundeten Kanten, ein Durchgang zur Bahnhofshalle, den man auch aus Geruchsgründen im Eiltempo nahm, und eine Halle, die bei weitem nicht so aussah, wie auf den schönen Bilderchen der Kaiserzeit. Übersäht von Zigarettenkippen, keinesfalls lichtdurchflutet, weil die schönen Fenster wohl mehr als 20 Jahre auch nicht gereinigt worden waren. Mit einem Wort: ERBÄRMLICH!
Ob dieser Zustand irgendwie wissentlich herbeigeführt war, um widerstandlos ein neues Konzept durchzuziehen, entzieht sich meiner Kenntnis. Möglich wäre es aber schon, zumindest wär es nicht das erste Mal gewesen.
Ebenso habe ich keine Ahnung, ob die technischen Vorausetzungen für die Zunkunft noch relevant waren. Vielleicht können uns da die Bismarcker Eisenbahnfreunde weiterhelfen.
Unheimlich war auch die Umgebung, leicht bahnhofskriminell eben, Gänsehaut in der Unterführung zur Neustadt gehörte dazu. 1966 habe ich meinen Mopedführerschein bei der Fahrschule Sohn in der Hiberniastrasse gemacht. Nach dem Therorieunterricht am Abend hatte ich schon immer einen recht flotten Schritt drauf.
Alle, die damals einen neuen Bahnhof wollten, und ich bin sicher, dass es weit über dreiviertel der bevölkerung war, staunten aber gewaltig über das, was kam: eben kein neuer Bahnhof, sondern ein Minieinkaufszentrum mit Gleisanschluss. Eine U-Stadtbahn, die alle halbe Stunde mal fährt (sorry, da kommt die Münchner Arroganz durch), und weiter oben einfach nichts. Die totale Nullnummer Irgendwann habe ich als Wegezogener diese Szenerie zum erstenmal sehen müssen und es tat weh, so weh, dass die Augen feucht wurden: eine jämmerliche freie Fläche, die nahtlos in eine völlig ausgemergelte Bahnhofstrasse übergeht. Ich bin sicher, dass sich das auch nach der 10. Renovierung nicht wesentlich ändertn wird.
Nochmal in Kurzform: Heute trauert Jeder dem alten Bahnhof nach, vor 30, 40 Jahren wollte ihn Keiner mehr haben.
Sehe ich das richtig? Die Diskussion ist eröffnet
Gruß Männlein

ExBueraner
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Beitrag von ExBueraner »

Männlein hat geschrieben:@stulle: das Bild kannste vergessen. Gute Perspektive, Weitwinkel, könnte in jedem Hochglanzprospekt von heute auftauchen. Macht aus einem Whirlpool ein Olympiabecken.
Man sollte endlich mal aufhören, den alten Bahnhof zu mystifizieren
Es werden hier völlig unterschiedliche Epochen einfach durcheinandergewürfelt. Es war nie ein Anliegen der Stadt, den Bahnhof der Kaiserzeit in die Luft zu jagen. Dieser Eindruck kann, gerade für jüngere Nutzer des Forums, hier entstehen.
Für den Bahnhof gilt ähnliches wie für das alte Rathaus, d.h. die Nachkriegsentwicklung und-nutzung war entscheidend für die Beschlüsse der Stadt.
Einigermaßen bewußt kenne ich den Bahnhof seit ca. 1955. Da meine Familie sehr reiselustig war, wir aber nie ein Auto hatten, kam ich extrem häufig mit dem Bahnhof und dem Bahnzugang nach Gelsenkirchen in Kontakt.
Ein Bahnhof wurde damals als erster, entscheidender Eindruck einer Stadt bewertet, die Visitenkarte sozusagen. Und die Visitenkarte Bahnhof Gelsenkirchen war sehr ernüchternd.
"Kennen Sie Gelsenkirchen?" - Ja, das ist doch die Stadt mit diesem scheußlichen Bahnhof"!
Das war die Realität über Jahrzehnte hinweg. Wie viele alteingesessene Bürger Gelsenkirchens äußerten sich damals ganz klar: die Bomben haben an der falschen Stelle eingeschlagen, der Bahnhof steht immer noch.
Das alles hört sich aus heutiger Sicht sehr, sehr befremdlich an. Ältere Gelsenkirchener dürften aber wohl mit dem Kopf nicken.
Der Bahnhof war dreckig, unwirtlich, verkommen und einfach untragbar.
Für die Jugend von heute: 2 dunkle, wellige Bahnsteige, Treppenabgänge, die lebensgefährlich waren wegen der abgerundeten Kanten, ein Durchgang zur Bahnhofshalle, den man auch aus Geruchsgründen im Eiltempo nahm, und eine Halle, die bei weitem nicht so aussah, wie auf den schönen Bilderchen der Kaiserzeit. Übersäht von Zigarettenkippen, keinesfalls lichtdurchflutet, weil die schönen Fenster wohl mehr als 20 Jahre auch nicht gereinigt worden waren. Mit einem Wort: ERBÄRMLICH!
Ob dieser Zustand irgendwie wissentlich herbeigeführt war, um widerstandlos ein neues Konzept durchzuziehen, entzieht sich meiner Kenntnis. Möglich wäre es aber schon, zumindest wär es nicht das erste Mal gewesen.
Ebenso habe ich keine Ahnung, ob die technischen Vorausetzungen für die Zunkunft noch relevant waren. Vielleicht können uns da die Bismarcker Eisenbahnfreunde weiterhelfen.
Unheimlich war auch die Umgebung, leicht bahnhofskriminell eben, Gänsehaut in der Unterführung zur Neustadt gehörte dazu. 1966 habe ich meinen Mopedführerschein bei der Fahrschule Sohn in der Hiberniastrasse gemacht. Nach dem Therorieunterricht am Abend hatte ich schon immer einen recht flotten Schritt drauf.
Alle, die damals einen neuen Bahnhof wollten, und ich bin sicher, dass es weit über dreiviertel der bevölkerung war, staunten aber gewaltig über das, was kam: eben kein neuer Bahnhof, sondern ein Minieinkaufszentrum mit Gleisanschluss. Eine U-Stadtbahn, die alle halbe Stunde mal fährt (sorry, da kommt die Münchner Arroganz durch), und weiter oben einfach nichts. Die totale Nullnummer Irgendwann habe ich als Wegezogener diese Szenerie zum erstenmal sehen müssen und es tat weh, so weh, dass die Augen feucht wurden: eine jämmerliche freie Fläche, die nahtlos in eine völlig ausgemergelte Bahnhofstrasse übergeht. Ich bin sicher, dass sich das auch nach der 10. Renovierung nicht wesentlich ändertn wird.
Nochmal in Kurzform: Heute trauert Jeder dem alten Bahnhof nach, vor 30, 40 Jahren wollte ihn Keiner mehr haben.
Sehe ich das richtig? Die Diskussion ist eröffnet
Gruß Männlein
Erstmal hallo an alle, die hier schreiben und Infos über meine alte Heimatstadt hereinsetzen.

@ Männlein:

Grundsätzlich gebe ich dir recht, die ganze Bahnhofsecke war ein echtes Schmuddelkind, soweit ich mich noch daran erinnern kann. Aber stellt euch doch mal vor, welches Entwicklungspotential mit dem Abriß des Bahnhofs vertan wurde.
Keine Frage, in dem von dir beschriebenen Zustand war das Ding wirklich ein Fall für die Abrissbirne.

Wenn man mich gefragt hätte, wäre folgendes passiert:

-der Bahnhof wäre erhalten und einer Kernsanierung unterzogen worden, incl. der von dir erwähnten Bahnsteige, Treppen, Aufgänge und natürlich die Halle
- die Stadtbahn wäre NIEMALS gebaut worden
- Errichtung von Straßenbahnsteigen und Bussteigen unter der Unterführung Bochumer Straße
- Weitgehende Erschließung des Bahnhofsvorplatzes als Fußgängerzone, lediglich der ÖPNV hätte integriert werden müssen.

Wenn man die "geschliffenen" Häuser des Bahnhofsvorplatzes so wie die heute noch vorhandenen saniert hätte, wäre ein durchaus attraktiver Bahnhofsbereich dabei herausgekommen.

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Zenmiester
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Beitrag von Zenmiester »

ExBueraner hat geschrieben:- Errichtung von Straßenbahnsteigen und Bussteigen unter der Unterführung Bochumer Straße
Das wäre so ekelhaft geworden wie in Essen.

Über den U-Bahn-Tunnel kann man sich streiten. Schneller macht er das ganze aber schon. Ich würde auch nicht noch über Husemannstraße und Ahstraße rumjuckeln wollen.

ExBueraner
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Beitrag von ExBueraner »

Zenmiester hat geschrieben:
ExBueraner hat geschrieben:- Errichtung von Straßenbahnsteigen und Bussteigen unter der Unterführung Bochumer Straße
Das wäre so ekelhaft geworden wie in Essen.

Über den U-Bahn-Tunnel kann man sich streiten. Schneller macht er das ganze aber schon. Ich würde auch nicht noch über Husemannstraße und Ahstraße rumjuckeln wollen.
An dieses schlechte Beispiel habe ich nicht gedacht. Der Busbahnhof hätte ja einen anderen Platz finden könne, z.B. an der Sellhorststraße, wo dieses gräusliche Parkhaus steht........

pito
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Beitrag von pito »

Männlein hat geschrieben:Ob dieser Zustand irgendwie wissentlich herbeigeführt war, um widerstandlos ein neues Konzept durchzuziehen, entzieht sich meiner Kenntnis.
Warscheinlich schon. Aber vielleicht war es auch teilweise unbewußt.

Das Hans-Sachs-Haus hat man auch Jahrzehnte lang vernachlässigt. Man hat einfach keinen Gedanken daran verschwendet. Es war halt schon immer da, man war dran gewöhnt. Jeder meinte es zu kennen und keiner kannte es wirklich. Erst kürzlich, als die Stadt es abreissen wollte, erkannten einige Menschen, dass es erhaltenswert ist, und das trotz dem erbärmlichen Zustand. Andererseits hörte und hört man viele Stimmen, das HSH sei doch nicht erhaltenswert, im Gegensatz zum alten Bahnhof, den man niemals hätte abreissen dürfen. Da wiederholt sich die Geschichte. Das olle kohleschwarze Ding, das man jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit sieht, ist einem keinen Pfennig wert, denn es ist Alltag. Eine pitoresque Postkarte vom alten Bahnhof dagegen, bestätigt uns nur, dass früher doch alles besser war. Auf dem Foto riecht man halt die Pissecken nicht.

Um Architektur und Stadtraum einzuschätzen und bewerten zu können, braucht es einen offenen Blick und vor allem Beschäftigung mit dem Objekt. Das tun die wenigsten Menschen. Meist fehlt das Interesse (man hat halt anderes zu tun, als über Urbanität nachzusinnen), oft aber auch schlicht das Bewußtsein, dass es diese Thematik überaupt gibt.

Um auf den alten Bahnhof zurückzukommen: Fahrt mal nach Witten. Da steht ein Bahnhof, der ist zwar etwas kleiner und billiger, aber vom Typ unserem alten durchaus vergleichbar. Alte Bahnsteige mit Gußstahlstützen und Holzdächern, eine Bahnhofshalle mit großem Fenster und eine miefige Passage dazwischen. Dieser Bahnhof ist genau das, worum Gelsenkirchen trauert. Aber wenn man da reinkommt hat man wirklich nicht das Gefühl, sich im repräsentativen Entré einer Großstadt zu befinden. Es ist halt irgendwie ... klein, abgenudelt, proviniziell. Genau die Gründe, die zum Abriss unseres Bahnhofs geführt haben. Man muss ein zweites mal hinschauen, um die Qualitäten des Wittener Bahnhofs zu sehen (die liegen vor allem außen). Aber dieses zweite Mal hinschauen hat in Gelsenkirchen halt nicht stattgefunden.

Hat Gelsenkirchen / haben wir aus solchen Fehlern gelernt?

wespe171
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Beitrag von wespe171 »

schöne Ansichtskarte
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Zuletzt geändert von wespe171 am 07.04.2007, 20:35, insgesamt 1-mal geändert.

Der Feldmarker
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Re: Die Bahnhofspassage..........

Beitrag von Der Feldmarker »

Heinz hat geschrieben:vom Bahnhof die Bahnhoftraße, gegenüber Geschäfte und Kinos, links Richtung Ückendorf die gruselig schaurig schön-schäbige weiß-gekachelte Bahnhofsunterführung.
Eingelassen in die Stützmauer waren kleine Lädchen - irgendwie kann ich mich nur noch an stinkende Fischbuden erinnern, die im halbdunkel-schummer-schimmer den olfaktorischen Teppich sehr, sehr breit ausbreiteten.
Glückauf,

wenn wir aus Ückendorf zu Fuss über die Bochumerstr. zur Stadt gegangen sind (Auto hatten wir keins) kamen wir natürlich auch automatische durch die Bahnhofsunterführung. Auf der linken Seite (eben aus Richtung Ückendorf) kam zuerst die stinkende Fischbude, es hat dort tatsächlich richtig gestunken und daneben war ein Bäcker, da hab es dann für mich immer ein trockenes Brötchen zur Stärkung. Ob auf der rechten Seite noch Geschäfte waren, daran kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Und die Menschen, die man fragen könnte werden leider immer weniger.

Glückauf

Der Feldmarker

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Re: Aus meiner Kramkiste

Beitrag von Der Feldmarker »

Heinz hat geschrieben:Bild

Beachtet das Autobahnschild und darunter diesen Pavillon. War dort nicht mal eine Zeitungsredaktion drin?
Daneben ein Tabakladen?
Beachtet bitte auch den Verkehrspolizisten.
Auto und Kleidung deuten auf späte 50ziger Jahre hin.
Glückauf,

bei dem Tabakladen handelt es sich um den Tabakwarenladen "Palm". Ich meine es gibt auch noch einen Tabakwarenladen "Palm" in Essen.

Bei der Zeitungsredaktion meine ich, daß es die Ruhrnachrichten war, bin mir aber nicht sicher.

Wer innert sich denn noch, also genau gegenüber, von der Zeitungsredation, diese Teil ist im Bild aber nicht zu sehen. War da nicht ne Eckkneipe oder Gaststätte, die Haxenhäuschen oder Hexenhäuschen hieß. War auch so ein ganz schmuddeliger Bau.

Glückauf

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RotthauserJung
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Beitrag von RotthauserJung »

Hallo zusammen :-)
Ich hab es endlich mal geschafft und in meinem bescheidenen Fundus gekramt :wink:
Die folgenden Bilder habe irgendwann zum Ende meiner Schulzeit gemacht, das muß so 1981 / 82 gewesen sein. Wie man erkennen kann wird schon fleißig am Bahnhofscenter gebaut und die Hochstraße grenzt auch schon gefährlich nahe an den alten Bahnhof......
Früher war (fast) alles schöner

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