Schöne Bahnhofstraße

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Rüdiger Georg
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Beitrag von Rüdiger Georg »

Minchen hat geschrieben:Ich war in den letzten 14 Tagen aus unterschiedlichen Gründen dreimal auf der Bahnhofstraße und wie ich schon vorher schrieb: ich gehe da in Zukunft nicht mehr hin. Es gefällt mir nicht mehr. Diesmal ist es endgültig.

Um Missverständnissen vorzubeugen: es liegt nicht an den Geschäften. Es liegt an den Leuten.
:cry:
Dazu fällt mir ein:
Nehmen Se de Menschen, wie se sind. Andere jibt et nich.
(Konrad Adenauer)
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Doppelgänger
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Beitrag von Doppelgänger »

Ich kann das schon verstehen. Das Bild heute gleicht sich dem RTL II-Klischee vergangener Jahre leider an. Lust auf Shoppen entsteht nicht inmitten der Parallelgesellschaft sowie sämtlicher sozialer Randgruppen (Alkis und co.).

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Frau Monk
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Beitrag von Frau Monk »

Minchen hat geschrieben:Ich war in den letzten 14 Tagen aus unterschiedlichen Gründen dreimal auf der Bahnhofstraße und wie ich schon vorher schrieb: ich gehe da in Zukunft nicht mehr hin. Es gefällt mir nicht mehr. Diesmal ist es endgültig.

Um Missverständnissen vorzubeugen: es liegt nicht an den Geschäften. Es liegt an den Leuten.
:cry:
Da bist Du nicht die Einzige, der es so geht! Bis halb elf geht's. Morgens schnell zu Ridderskamp, zu Müller - noch mal bei Schmitz ein bisschen stöbern - und ab nach Hause :roll:

Freitags oder samstags laufe ich sogar noch bis Schönwasser :wink:
„Fremd sein in der Fremde ist hart, fremd sein in der Heimat grausam.“
―Rupert Schützbach

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Fuchs
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Beitrag von Fuchs »

Mit schnell schnell und schnell wieder weg belebt man
keine Räume. Hinsetzen, Espresso bestellen und die wenigen
schönen - naja... sagen wir lieber geeigneten - Plätzchen
auch beanspruchen. Vielleicht ändert das ja etwas am
Gesamtbild. Ich habe damit allerdings auch aufgehört. Nicht
aufgrund der Leute, sondern weil ich meine freie Zeit nicht mehr
so gerne inmitten von Betonburgen verbringen mag.
Schön (siehe Fredtitel) ist woanders. Modern und auch beliebt
war sie sicherlich mal gewesen - na, schön. :wink:
Interoperabel!

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Frau Monk
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Beitrag von Frau Monk »

Fuchs hat geschrieben:Mit schnell schnell und schnell wieder weg belebt man
keine Räume. Hinsetzen, Espresso bestellen und die wenigen
schönen - naja... sagen wir lieber geeigneten - Plätzchen
auch beanspruchen. Vielleicht ändert das ja etwas am
Gesamtbild. . Modern und auch beliebt
war sie sicherlich mal gewesen - na, schön. :wink:
Frühstücken und Kaffee trinken mach ich ab und zu bei Faber......ach ja, letztens habe ich einen leckeren Türkisch Mokka getrunken, aber dann ist auch wieder gut. Also der gute Wille ist da :wink:
„Fremd sein in der Fremde ist hart, fremd sein in der Heimat grausam.“
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Rüdiger Georg
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Beitrag von Rüdiger Georg »

Irgendwann wird's nur noch peinlich!

Wenn ich hier so mitlese assoziiere ich, dass es immer noch Menschen gibt, die "sich für etwas Besseres halten."

Der Volxmund spricht oftmals von "Standesdünkel", die Sozialforschung von "Klassismus".

Das "Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung" hat zum Thema 1992 eine richtig spannende Studie unter dem Namen "Brandsätze" veröffentlicht. Diese steht sogar online zum Nachlesen, Runterladen und Speichern im Netz:

Brandsätze

Ist also das selbe Sozialforschungsinstitut die 1999 die Ergebnisse des Stadtteildiskurs:
"Leben im Brennpunkt - Der öffentliche Diskurs über den Stadtteil Gelsenkirchen-Bismarck/Schalke-Nord und seine Auswirkungen auf die Bevölkerung" veröffentlicht haben.

Warum ich das hier alles erwähne?

Weil's irgendwann nur noch peinlich ist was öffentlich geschrieben wird.

Mal ne ganz bescheidene Frage meinerseits:

Was ist denn mit "den Leuten auf der Bahnhofstrasse"?

Und ... was sind das für Leute die nicht mehr zur Bahnhofstrasse gehen wegen der "Leute auf der Bahnhofstrasse"?

Da fällt mir grad ein: Die einen schicken ihre Kinder nicht mehr in bestimmte Schulen, die anderen betreten nicht mehr bestimmte Strassen ... - und alles wegen "der Leute".

Hab ich was verpasst?
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Frau Monk
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Beitrag von Frau Monk »

Rüdiger Georg hat geschrieben:Irgendwann wird's nur noch peinlich!

Wenn ich hier so mitlese assoziiere ich, dass es immer noch Menschen gibt, die "sich für etwas Besseres halten."


Hab ich was verpasst?
Ja. :flucht:
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Jochen
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Beitrag von Jochen »

>Und ... was sind das für Leute die nicht mehr zur Bahnhofstrasse gehen wegen der "Leute auf der Bahnhofstrasse"?<

Ich bin einer "der Leute" die nicht mehr in die Stadt oder auf die Bahnhofstrasse gehen/fahren, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Als Schwerbehinderter Rollstuhlfahrer (E-Rolli) wurde ich 2x von Halbwüchsigen angemacht und wenn du dann hilflos bist und auch keinerlei Hilfe bekommst, nur Glotzen, dann muss ich halt warten bis ich mal starke Begleitung habe.

Aber da ich nicht die hohe Bildung vieler hier habe beschränke ich mich auf das Lesen und selten schreibe ich mal.

Jochen
Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens

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Minchen
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Beitrag von Minchen »

Rüdiger Georg hat geschrieben:...
Weil's irgendwann nur noch peinlich ist was öffentlich geschrieben wird.

Mal ne ganz bescheidene Frage meinerseits:

Was ist denn mit "den Leuten auf der Bahnhofstrasse"?

Und ... was sind das für Leute die nicht mehr zur Bahnhofstrasse gehen wegen der "Leute auf der Bahnhofstrasse"?

Da fällt mir grad ein: Die einen schicken ihre Kinder nicht mehr in bestimmte Schulen, die anderen betreten nicht mehr bestimmte Strassen ... - und alles wegen "der Leute".

Hab ich was verpasst?
Auch wenn es von Dir nur 'ne Floskel ist: ja. Offenbar hast Du was verpasst.

Und was ist mit "den Leuten auf der Bahnhofstraße"?
Ich schrieb es weiter oben:
Minchen hat geschrieben:...überall Grüppchen junger Männer, die sich in nicht zuzuordnenden Sprachen unterhalten. Richtig viele. Alle paar Meter so eine Gruppe. ....
Du nennst es peinlich. Ich nenne es Vorsicht.
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

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kleinegemeine01
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Beitrag von kleinegemeine01 »

Wenn man dazu in der Lage ist und freundlich guckend oder grinsend auffe Bannof unterwegs ist und 5 Männer entgegenkommen und einfach weiter geht und nicht ausweicht wird Platz gemacht. Im Vorbeigehen ein "Danke" sagen ergab ein "Bitte".
Momentaufnahme ... is nich immer so
ein nettes Erlebnis ist nicht immer die kleine berühmte Schwester
auch jaja ist nicht immer lmaa

Erin
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Beitrag von Erin »

Was ist denn an 'nicht zuzuordnenden Sprachen' furchterregend? :o
Death is so permanent.

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Fuchs
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Beitrag von Fuchs »

Erin hat geschrieben:Was ist denn an 'nicht zuzuordnenden Sprachen' furchterregend? :o
Stimmt.
Fremdes ist aufgrund seiner Unbekannten doch von Natur
aus eher spannend ( wozu sonst in die Fremde reisen?)
und alles andere, als furchterregend.
Interoperabel!

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Frau Monk
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Beitrag von Frau Monk »

Fuchs hat geschrieben:
Erin hat geschrieben:Was ist denn an 'nicht zuzuordnenden Sprachen' furchterregend? :o
Stimmt.
Fremdes ist aufgrund seiner Unbekannten doch von Natur
aus eher spannend ( wozu sonst in die Fremde reisen?)
und alles andere, als furchterregend.
Also liebster Fuchs, wenn ich in die Ferne reise, um Spannendes kennenzulernen, dann ist das meine Entscheidung. Dann ist das Urlaub, und alles ist schön (oder manchmal halt auch nicht).

Wenn ich aber in meiner Geburtsstadt über die Haupteinkaufsstrasse gehe und mir sehr, sehr fremd vorkomme, ist das für mich überhaupt nicht spannend :?
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&#8213;Rupert Schützbach

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kleinegemeine01
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Beitrag von kleinegemeine01 »

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich mal vorgeschlagen hatte eine Bank auffe Bickernstraße zu stellen, damit wir uns im Sommer abends dort hinsetzen können, statt alleine inne Bude zu hocken.
Ich bekam die Antwort: "Wir sind doch keine Türken".

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revier04
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Beitrag von revier04 »

2006 hieß das Motto auch in Gelsenkirchen:" Die Welt zu Gast bei Freunden. "

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