Löwenpark Graf Westerholt

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Bionda
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Beitrag von Bionda »

Fuchs hat geschrieben:Zuerst die Dame:

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Anschließend der Herr Löwe:

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Combo:

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Aufnahmen: © Werner Neumann

Dankefür!

Habe vergessen, mich nach dem Aufnahmejahr zu erkundigen.
Werde ich selbstverständlich nachholen. :wink:
Na, der alte Herr Löwe sieht aber schon ziemlich räudig aus, fast wie ausgestopft.

Ich bin als Jugendliche mal von Westerholt nach Buer gelaufen, vorbei am Löwenpark. Das Löwengebrüll war mir auf der relativ weiten, einsamen Strecke doch ein wenig unheimlich.

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Tekalo
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Beitrag von Tekalo »

Das Bergwerk Westeholt lag genau daneben. Einmal ist ein Löwe abgehauen und hat sich auf der Mittagschicht genau vor die Tür vom Schachtelektriker gelegt.
Der arme Mann hat glatt die doppelte Schicht in seiner Bude verbracht.

Meister
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Löwenpark

Beitrag von Meister »

Aufnahmen: © Werner Neumann
Ich wusste ja gar nicht, daß Werner auch Löwen fotografiert hat.
:roll: :roll: :roll: :roll:

Ich war auch in jungen Jahren im Löwenpark, mit Frau und meinen beiden Kindern, musste dann auch hupen, bis ein Wächter kam. um die Pute abzuholen.
Ich hatte den Verdacht, daß er sich über den Braten gefreut hat.
Der Grund: ich habe eine Pute überrollt, dabei bin ich doch nur Schritt-Tempo gefahren.
Aber die Pute war so neurierig, und wollte unter die Reifen schauen.
Aber vielleicht hat sie ja den Freitod vorgezogen, als von den Löwen gefressen zu werden.

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Wollang
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Beitrag von Wollang »

Es gab damals eine unschöne Geschichte.

Es hat zuviel Nachwuchs gegeben.
Weil kein anderer Zoo oder Park den Nachwuchs haben wollte, sind die Jungtiere geschlachtet und an die alten Löwen verfüttert worden.

Das ist damals jedenfalls so durch die Zeitungen gegangen. Habe aber beim googlen nichts dazu gefunden.
Der Lüneburger Heide

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Fuchs
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Beitrag von Fuchs »

Habe mich nach dem Aufnahmedatum von Werners Bildern erkundigt - die Bilder sind in den frühen 1980er-Jahren (83/84) entstanden.

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© Werner Neumann
Interoperabel!

erloeser
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König der Löwen

Beitrag von erloeser »

Löwenpark Graf Westerholt 1986

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Quelle: HB Bildatlas 56, Ruhrgebiet, 1986

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Verwaltung
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Beitrag von Verwaltung »

Das Buch zum Park:
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Graf Westerholt
Meine Löwen
erschienen 1970 im Selbstverlag
mit Versen von Hans-Rudolf Thiel, Cartoons von Helmut Murek und vielen Fotos.

Der Graf erzählt in diesem Buch die ganze Geschichte seines Löwenparks. Von der ersten Idee (gefasst auf der Tribühne der Trabrennbahn) über den langen, manchmal steinigen Weg zur Genehmigung durch den Stadtrat (es gab viele Gegner) bis hin zur ersten Panne bei der Eröffnung (die Leute vom WDR-Team blieben mit dem Auto im Park stecken und stiegen einfach aus). Ein tiefer Einblick in den Gelsenkirchener Löwenpark, in dem auch so manche Löwenpersönlichkeit vorgestellt wird, z.B. Snowy der Reifenbeißer.

Auch Anekdoten gibt es. Z.B.:
  • Eine Frau aus Dorsten (15 km vom Löwenpark entfernt) schrieb mir, ich möchte doch keine Löwen hier aussetzen. Sollten in einem künftigen Krieg einmal Bomben fallen, würden die Löwen frei herum und sicher bis nach Dorsten laufen. Ich antwortete ihr: "Erfahrungsgemäß wechseln Löwen nie den Standort. Sie werden schon nach wenigen Tagen echte Bueraner sein."

    Die Tatsache, daß auch Löwen aus Ost-Berlin in den Westerholter Wald gekommen sind, veranlaßte einen Besucher zu der Frage: "Sind das auch nur sogenannte Löwen?"

    Zwei Rentner standen draußen vor dem 4m hohen Maschendrahtzaun des Löwenparks und beobachteten einiger der älteren Löwen in ihrer Sektion. Sprach der eine: "Sollen wir nicht auch mal durch den Park fahren?" Darauf der andere: "Mir reicht 'mein' Löwe zuhause."
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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

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Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

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WeNe
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LÖWENTREFF

Beitrag von WeNe »

Das Bild mit den Löwen auf dem Holzdach, darunter der VW Käfer. ist für mich eisame Spitze.
Man könnte glatt aussteigen und mal oben nach dem rechten sehen. wunderbar
viele Grüße WeNe

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

WeNe, als ich diese Fotos das erstemal sah, dachte ich du hättest sie "geschossen" :wink:
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

pito
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Re: LÖWENTREFF

Beitrag von pito »

WeNe hat geschrieben:Das Bild mit den Löwen auf dem Holzdach, darunter der VW Käfer. ist für mich eisame Spitze.
Mutig dieser Autofahrer. :shock:
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glückauf
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Beitrag von glückauf »

Hier ein anderes Prospekt.
Gruß und Glückauf
Klaus

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Glückauf, viele neue Fotos über Aktivitäten des Trägervereins Hugo Schacht 2 e.V. zu sehen unter: http://zeche-hugo.com
Trenne Dich nicht von Deinen Illusionen! Wenn sie verschwunden sind, wirst Du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben.

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moni53
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Beitrag von moni53 »

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chinesische Mauer....

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gestern Morgen am "Löwenpark"

Moni
Dem Fröhlichen ist jedes Unkraut eine Blume, dem Betrübten jede Blume ein Unkraut. (Finnisches Sprichwort)

Hafenjunge
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Beitrag von Hafenjunge »

Der Graf von Westerholt und sein Löwenpark gehören wohl zum Skurrilsten und Bekanntesten, was Gelsenkirchen zu bieten hat(te). Für die Ewigkeit auch der Löwenpark als Ort der Geldübergabe im Schalker Bundesliga-Meineid-Skandal.

Hier ein Artikel über die Entstehungsgeschichte in der großen Hamburger Wochenzeitung Die Zeit. Leider enthält das Zeit-Archiv im Internet nicht das seinerzeit verwendete Foto.


Safari an Rhein und Ruhr
Löwen unter deutschen Eichen


Heinz D. Stuckmann | © DIE ZEIT, 28.06.1968 Nr. 26

Egon Graf von Westerholt kämpft seit sieben Monaten um das Recht, in seinem eigenen Wald Löwen, lebendige Löwen, brüllen zu lassen. Aber Rat und Verwaltung der Stadt Gelsenkirchen, die — wie der Graf sehr richtig meint — von Löwen nichts verstehen, mußten sich die Sache erst einmal gründlich durch den Kopf gehen lassen. Löwen sind, soweit die Chronik reicht, an der Ruhr noch nie umhergelaufen. Dennoch entschied sich der Rat der Stadt am 9. April 1968 mit 30 gegen 10 Stimmen für die Löwen.
Am 25. Juli wird es nun soweit sein: Im gräflichen Wald im Gelsenkirchener Vorort Buer — nach Egon Graf von Westerholt der „größte und schönste Wald zwischen Dortmund und Duisburg" — wird Löwengebrüll erschallen. Eben sind die letzten Vorbereitungen in Gang. Rund 100 Morgen des 600 Morgen großen Waldes werden mit zwei Zäunen von drei und vier Meter Höhe umgeben. Durch den Wald wird eine 3500 Meter lange und 5,50 Meter breite Serpentinenstraße gebaut, deren Schleifen 50 bis 80 Meter voneinander entfernt sind. Und m der vorletzten Juliwoche, wenn alles fertig ist, kommen die 40 Löwen, die bei der Firma L. Rohe, Import exotischer Tiere und demnächst Teilhaber am Westerholter Löwenpark, schon ungeduldig auf den demnächst immer blauen Himmel der Ruhr warten (am Ende der Ruhr-Krise).
Die Straße wird indes nicht für die Löwen gebaut, sondern für die Menschen von Rhein und Ruhr. Die sollen mit ihren Autos über eine neue Zufahrtstraße an den Zaun rollen und zehn Mark pro Wagen bezahlen, „egal wie viele Personen in dem Wagen sitzen" (Graf Westerholt). Dann öffnet sich durch elektrische Energie das erste Schleusentor, das in den Zaun eingebaut ist. „Das zweite Schleusentor öffnet sich nur dann, wenn das erste geschlossen ist." Schließlich darf man auf die 3,5-Kilometer-Einbahnstraße hinausfahren, wo unter mehr als hundertjährigen Eichen und Buchen die Löwen Spazierengehen, wenn sie nicht gerade schlafen. Man darf filmen und photographieren und all das betrachten, was selbst in Afrika nur noch selten zu sehen ist: das Löwenleben. Und wenn man genug davon hat, darf man das tun, was den Löwen verwehrt ist: durch zwei Schleusentore am Ende der Straße in die Freiheit rollen. In einem Monat ist es soweit.
Dennoch ist Graf Westerholt verärgert. Wäre die Stadt nicht so störrisch gewesen, dann hätte er den ersten Löwenpark auf deutschem Boden fertiggestellt. Was ihn anbetrifft: Er hat sich gründlich auf seine schwierige Aufgabe vorbereitet. Er ist nach England gereist und hat den ersten europäischen Löwenpark genau studiert, den Löwenpark von Longleat, mit dem der Marquess of Bath seinen Lebensunterhalt verbessert. Auch der Herzog von Bedford wird demnächst auf seinem Besitz Woburn Abbey Löwen aussetzen. Von England brachte Graf Westerholt nicht nur die Erfahrung, sondern auch einen weiteren Teilhaber und drei Löwen-Wärter mit. Aber die an der Ruhr, die von Löwen gar keine Ahnung haben, wollten nicht, wie Westerholt wollte. Einmal war es die Naturschutzbehörde, die dem Grafen die Löwen streitig machen wollte: Löwen machen Forstschäden; Rot und Damwild müsse in den Park. Graf Westerholt weiß es genau: „Rot und Dammwild machen Schaden, Löwen nicht." Dann war es wieder die Straßenbaubehörde, die den wilden Tieren den Platz an der Ruhr streitig machen wollte: Wegen einer dummen Umgehungsstraße geriet das Projekt ins Wanken. Mit Recht klagt der Graf: „Die gehen mit einem um wie in der Ostzone ..."
Durch ihre Uneinsichtigkeit haben sich die Gelsenkirchener Stadtväter nun selbst um den Ruhm gebracht, den ersten deutschen Löwenpark zu besitzen. Der Puppenfilm-Fabrikant Richard Schmidt und der Märchenwald-Besitzer Gottlieb Löffelhardt kamen Graf Westerholt zuvor: Seit dem 31. Mai schon tummeln sich ihre 32 Löwen im Seifkant, einem Gebiet nördlich von Aachen, nahe der holländischen Grenze — eine wahrhaft aufregende Sache. Zwar ist das Areal nur 60 Morgen groß, aber dafür wird für zehn Mark pro A„;o a :a noch etwas ganz Besonderes geboten: Die C,i ««schleuse in Tüddern/Selfkant bewachen vier ehemalige Soldaten König Husseins „mit scharfgeladenen Gewehren". Und auch im Inneren ist für Sicherheit gesorgt: „Herbert Meyer, gelernter Autoschlosser und jetzt Wildhüter in Tüddern, trägt an seinem Gürtel eine 45e r Smith-&-Besson-Pistole mit 32 Kugeln — für jeden Löwen eine. . ." So kann dort nie passieren, was am 29. Mai im Löwenpark Arnheim (eröffnet am 14. 5. — „erster Löwenpark der Niederlande") — geschah: Der finnische Tourist J. Korhencn kurbelte das Wagenfenster herunter, weil die Löwen so zutraulich waren. Da schlich sich von der Seite eine Löwin heran und zerrte den Leichtsinnigen ins Freie. Ein Rudel von vier Tieren schleppte den Finnen mit vereinten Kräften in den Wald. Die Wärter — offensichtlich nicht mit 45er Smith-&-Bessons ausgerüstet — schlugen die Löwen mit Feuerlöschern in die Flucht.
Arnhelm, Tüddern, Westerholt, Wobürn Abky, Longleat, Schloß Thoiry bei Paris.. . Der Scheck von Arnheim, die Beamten von Gelsenkirchen — das sollte nicht vom Wesentlichen ablenken. Kein Platz für wilde Tiere? Wir haben Platz für wilde Tiere: im Tiergarten von Berlin, in Planten und Blomen zu Hamburg, im Hofgarten von Würzburg, im Schloßpark zu Brühl und in Bonn auf dem Venusberg, im Kölner Grüngürtel, im Englischen Garten von München und im Stadtwald von Essen . . . Besonders dem Ruhrgebiet müßten die Löwen neuen Aufschwung bringen, und die Umschulung zum Tierwärter könnte neue Arbeitsplätze schaffen.
Wenn wir so zielstrebig voranschreiten und den wilden Tieren Platz schaffen, dann kann der Tag nicht mehr fern sein, wo sich auf deutscher Erde — ohne Kolonien — mehr Löwen tummeln als in ganz Afrika. Und die Natur hilft mit: „Jedes Löwenweibchen kann pro Jahr bis 7M vier Junge werfen", sagt Löwen-Fachmann Graf Westerholt.

Hafenjunge
Abgemeldet

Beitrag von Hafenjunge »

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Die Lebenserinnerung des letzten Sprosses seines Geschlechts. Mit vielen Bildern und Geschichten, auch vom Löwenpark. Zitat: "Überhaupt waren die Löwen im Unterhalt nicht gerade die günstigsten Haustiere."

Teilweise humorvoll, teilweise eitel und schönfärberisch. Aber wer ist das nicht in der belle etage. Weltreisen und Lokalkolorit mit dem Blick von oben.

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