Gebrubbel les ich nicht

Wir wollen gemeinsam hier mit anderen interaktiv Spuren und Zeugnisse der Einmischung Gelsenkirchener Bürger ins sozi-kulturelle kommunale Leben sammeln.
Wir möchten damit nicht nur Geschichte(n) bewahren, sondern auch Mut machen, das Zusammenleben in dieser Stadt trotz aller Hindernisse aktiv zu gestalten.

Eure Meinungen dazu können hier diskutiert werden

Moderatoren: Redaktion-GG, Verwaltung

Antworten
Benutzeravatar
Verwaltung
Mitglied der Verwaltung
Beiträge: 10525
Registriert: 02.12.2006, 05:43
Wohnort: Gelsenkirchen

Kritische Anmerkungen

Beitrag von Verwaltung »

kulturschaffender hat geschrieben: 30.11.2006 12:15
Liebe Moderatoren,
mir ist - je mehr geschrieben wird und von mir gelesen werden kann - aufgefallen, dass das, was sich mir da eröffnet nicht das ist, was ich mit "GE-Schichte von unten" assoziiere, nämlich was eher seriöses.

Ob das Bier bei Inge hinter der Kenkentheke stehend in aller Regel schal war, kann wirklich kaum historisch interessant sein.
Das Jürgen Bischoff sich derart über Floh de Cologne (nach 24 Jahren so festgesetzt) ausgelassen hat, macht mich mehr als stutzig.

Ich glaube ich bin für diese Art von Kommunikation wenig(er)
geeignet. Ich denke, ich lasse das mal mit meinen geplanten Wortbeiträgen sein.
Gruß!
ein alter Kulturschaffender

Lieber Kulturschaffender,

ein Internetforum ist im besten Sinne etwas wie Graswurzelrevolution. Jeder kann sein Mosaiksteinchen legen und daraus ein Gesamtbild entstehen lassen.

Es muss zwangsläufig auch eine EierlegendeWollmilchkuhsau sein und deshalb immer alle enttäuschen.
Gerade anekdotisches kann ein erster Schritt sein, um Erinnerungen zu wecken und auch andere zu ermuntern, ihre Schatztruhen zu öffnen.

Selbstverständlich ist die Beschreibung von subjektiven Empfindungen ein wichtiger Bestandteil von Geschichtsschreibung und zeigt letztlich mehr über den "Zeitgeist", die Stimmungen, den Menschen hinter den Fakten, als eine Statistik oder Zahlentabelle.
Wir können nur zwei Angebote machen: ein technisches indem wir dieses Forum einrichten und betreuen und ein inhaltliches, indem wir versuchen
alle an der Geschichte Beteiligten zu Worte kommen zu lassen.
Ohne Zensur!
Wir können auf keinen Fall unterschiedliche Strömungen, Positionen oder Widersprüche versöhnen und wollen es auch nicht. Das war, ist und wird
Bestandteil der sozikulturellen Bewegung auch in GE sein und bleiben.
Gerade das macht ein Gemeinwesen aus.
Dass sich Jürgen Bisscchoff nun als alter "Sponti" zuerst äußert, ist Zufall und auch nicht.
So sind sie halt, die Spontis. :wink:
Wir sprechen aber auch andere an und werden noch mehr Menschen und Gruppen kontaktieren.

In der Regel besteht auch großes Interesse, aber keine Lust Arbeit zu investieren.
Oder die Leute sind mit dem Internet überfordert.
Oder müssen auch heute noch Rücksicht auf Ruf, Familie, Job, Partei, etc. nehmen.
Oder haben kein Material mehr.
Oder wollen keine "Vergangenheitsbewältigungen" sondern kämpferische Gestaltung des Heute.

Möglicherweise wird am Ende dieses Forums nichts seriöses in deinem Sinne stehen.

Das Ende ist aber offen und du hast jede Möglichkeit, es mitzubestimmen. Vielleicht solltest du Geduldiger sein, dich nicht zurückziehen, sondern mit etwas Altersmilde diesem noch gar nicht aus der Taufe gehobenem Kind beim wachsen zusehen.

Dann und wann deine Hand schützend drüber halten... und es unterstützen... und irgendwann doch mitmachen.

Wir würden es uns jedenfalls wünschen.

Herzlichen Gruß

Die Moderatoren

kulturschaffender hat geschrieben: 30.11.2006 14:07

Liebe Moderatoren,
ich will euch wirklich nicht belatschern oder auch nur senil meinen Senf verkleckern, um das mal salopp so zu formulieren: Graswurzelrevolution via Internet in dem über verschaltes Bier, was längst über die Emscher abwärts gegangen ist, gebrubbelt wird, wär mir nie in den Sinn gekommen.

Das ist - nur! für mich - nicht nur unter der Graswurzel, dass ist unter Niveau - egal ob Sponti oder nicht. Schales Bier ein historischer Augenblick mit Inge inne Kenke?

Auweia!

Nun gut – ihr gebt den Rat: Du alter Sack, halt mal die Luft
an. Lass die mal machen. Man wird sehen, was da werden wird.


Mach ich glatt!

In diesem Sinne: abwarten, Tee oder was auch immer trinken.

Und dann wächst das Gras – mal mehr - mal weniger – auch über dieses
oder jenes Schwadronieren. Und so wird aus GE eine GRÜNE-Landschaft,
ganz schnuckelig von Weitem anzuschauen, wenn nicht zwischendurch diese Maulwurfshügel wären.

Wer da wohl der Maulwurf ist.

Egal: Hauptsache man sieht das -welches? - Gras wachsen.

Tut mir leid, wenn ich…egal und schade - auch nur wieder für mich-.

Hätt’ was drum gegeben, wenn da von unten, mit gutem Blick – auch für so manches Detail, eine andere Sicht der Wirklichkeit ans Tageslicht kommen könnte - kommen würde – lesbar für Viele.

Gebrubbel les ich nicht.
Ich weiß: mein Problem – sieh oben: abwarten!
In diesem Sinne!

Heinz
Abgemeldet

Re: Kritische Anmerkungen

Beitrag von Heinz »

kulturschaffender hat geschrieben: 30.11.2006 14:07

Liebe Moderatoren,
ich will euch wirklich nicht belatschern oder auch nur senil meinen Senf verkleckern, um das mal salopp so zu formulieren: Graswurzelrevolution via Internet in dem über verschaltes Bier, was längst über die Emscher abwärts gegangen ist, gebrubbelt wird, wär mir nie in den Sinn gekommen.
Das ist - nur! für mich - nicht nur unter der Graswurzel, dass ist unter Niveau - egal ob Sponti oder nicht. Schales Bier ein historischer Augenblick mit Inge inne Kenke?
Auweia!
Lieber Kulturschaffender,
da Marie zur Zeit in einem Internetlosen Dorf ist, eine Antwort von mir.
Tigges bot gutes Bier und leckeres Essen. Die Kultur- und Politszene Gelsenkirchen traf sich aber in der Kenke, wo das Essen und das Bier nicht so gut war.
Um eine Gesamtgeschichte zu schreiben, ist das ein nicht unwichtiges Detail. Irgendetwas muss so attraktiv an dieser Lokalität gewesen sein, dass auch dies beschrieben werden sollte.
Ein Maler wirst du kaum sein, sonst wüsstest du um Detailfragen wie z.B. Stimmung, Interieur, Geschmack.
Ein Musiker kannst du auch nicht sein.
Ob nun Bier die Emscher herunter geflossen ist oder die Töne eines Konzertes unmittelbar nach dem entstehen im Nirwana verhallen, wo ist der Unterschied? Warum sollte man also ein Konzert beschreiben?
Ein Dichter oder Schriftsteller kannst du auch nicht sein, sonst wüsstest du um die Dynamik und Fragen der Steuerung von Rede und Gegenrede.

Marie und ich wollen ein Angebot für alle machen. Da sollen kleine Geschichten ohne Probleme neben den ganz großen allumfassenden Analysen und letzten Wahrheiten stehen dürfen. Subjektives und empfindsames neben rechengeschobenen Statistiken.
Bilder neben Texten, Tönen, Filmen, Worten. Geschichten sollen erzählt werden und daraus Geschichte zusammengefasst.
Für Analytische Betrachtungen ist genauso Platz wie für euphemistisches.
Warum du gleich zu Beginn ungeduldig alles willst, kann ich nicht nachvollziehen.
Aber: melde dich doch an und schildere hier deine Vorstellung über ein weiteres Verfahren.
Herzlichst
Heinz

andi
Abgemeldet

Kritische Anmerkung oder konstruktive Kritik

Beitrag von andi »

Sorry, aber jetzt muß ich mal ein bißchen pöbeln.

Es gibt eine Art von Leuten, die wissen alles zu kritisieren.

Anpacken, um es besser zu machen?

Nee!!!

Lässt man's aus Angst selber kritisierbar zu werden
oder mit "denen" (wie J.B.) in einen Topf geworfen zu werden
oder weil man ja über den Dingen steht
oder sich nicht auf das Niveau hinab begeben möchte ...

Man muß sich nicht zwangsläufig auf das Niveau hinab begeben. Man kann es heben -

wenn man den will.
kulturschaffender hat Folgendes geschrieben:
30.11.2006 12:15
Liebe Moderatoren,
mir ist - je mehr geschrieben wird und von mir gelesen werden kann - aufgefallen, dass das, was sich mir da eröffnet nicht das ist, was ich mit "GE-Schichte von unten" assoziiere, nämlich was eher seriöses.
Die Gelsenkirchener Geschichten existieren gerade mal eine Woche!!!
Was ist seriös? Warum muß es seriös sein?
Ich glaube ich bin für diese Art von Kommunikation wenig(er) geeignet.

Oder grundsätzlich nicht bereit.
Ich denke, ich lasse das mal mit meinen geplanten Wortbeiträgen sein.
Gruß!
ein alter Kulturschaffender
Bitte, bitte verschon uns nicht mit Deinen geplanten Wortbeiträgen!
Gebrubbel les ich nicht.
Erstens hast Du es nach Deiner Definition schon getan und zweitens laß Dir doch mal Deinen Beitrag von jemand Anderen vorlesen.

Aber was reg ich mich auf: Leute, die den Unterschied zwischen Klugscheissen und konstruktiver Kritik nicht kennen, haben schon bei vielen Aktivitäten und Initiativen ordentlich genervt. Daß "dieses oder jenes Schwadronieren" schon mal etwas wirklich weitergebracht hätte, ist mir nicht bekannt.

Und jetzt möchte ich die Anderen nicht weiter mit meinem Ärger nerven. (Vielleicht sollte ich ja nach über zehn Jahren mal wieder in die Kenke gehen, um ein schlabbriges Bier auf die liebgewordenen Laberköppe trinken, die in dieser Stadt wenigstens ein bißchen bewirkt haben)

Prost!

Antworten