Graffitis & Straßenkunst (Subkultur)

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Verwaltung
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Graffitisprüher nachts von Polizei gefasst

Beitrag von Verwaltung »

Graffitisprüher nachts von Polizei gefasst

Nach einem Zeugenhinweis hat die Polizei in der Nacht zum Mittwoch drei Graffitisprüher festgenommen, einer am Tatort in der Unterführung Robert-Koch-Straße / Stadtgarten, zwei weitere in der Wohnung eines der mutmaßlichen Mittäter.

Dort und auch bei einem 18jährigen Festgenommenen stellten die Beamten Rucksäcke mit Graffitiutensilien und Zeichenskizzen sicher. In ihren Vernehmungen machten die Männer unterschiedliche Angaben, berichtete die Polizei weiter. Die Ermittlungen dauern an.
WAZ 12.04.2007

Edit:

Bilder vom Tatort:

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Zuletzt geändert von Verwaltung am 12.04.2007, 07:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Der Sprayer von Zürich

Beitrag von Verwaltung »

Aus Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Naegeli

Harald Naegeli (* 4. Dezember 1939 in Zürich) wurde als Sprayer von Zürich Ende der siebziger Jahre weltweit bekannt.

Bild Die Fischfrau

Inspiriert durch Sprayer wie Gérard Zlotykamien, dessen Arbeiten er in Paris gesehen hatte, war er selbst illegal künstlerisch tätig geworden. Unvermittelt und stets überraschend tauchten seine Strichfiguren im Stadtraum auf. Sie waren präzise an Hauswänden und Betonmauern platziert und wirkten damals – trotz unverkennbarer künstlerischer Qualität – auf viele Menschen überaus provokant. Naegelis Identität blieb lange unentdeckt, denn er agierte im Verborgenen, oft über Nacht. Schließlich wurde er aber doch gefasst; er hatte beim Sprühen seine Brille verloren und war zurückgegangen, um sie zu suchen.

Naegeli stand 1981 vor dem Zürcher Gericht und wurde wegen wiederholter Sachbeschädigung mit einer hohen Geldstrafe und neun Monaten Haft hart bestraft - von einem Richter, der ein Exempel statuieren wollte, wie der WDR-Journalist Hubert Maessen im deutschen Radio vom Prozess berichtete. Der Vollstreckung des Urteils entzog Naegeli sich durch eine Flucht aus der Schweiz. Es erging ein internationaler Haftbefehl.

Unterschlupf fand Naegeli zuerst in Köln bei der WDR-Redakteurin Marianne Lienau,
die zusammen mit ihrem Kollegen Hubert Maessen 1980/81 in Zürich den (schwierigen) persönlich-journalistischen Kontakt mit dem bis dahin anonymen Naegeli gefunden hatte; daraus war u.a. die erste größere deutsche Veröffentlichung über den Sprayer von Zürich entstanden, nämlich in der Kunst-Zeitschrift Art – Das Kunstmagazin (1981) von Lienau/Maessen. In Köln sprayte Naegeli den fulminanten Kölner Totentanz, den Maessen fotografisch dokumentierte und sowohl als Ausstellung in Köln als auch in Buchform 1982 publizierte. Nach dem Aufenthalt in Köln zog Naegeli ins "Asyl" bei Hubert Maessen in Düsseldorf, der ihn auch mit Joseph Beuys bekanntmachte.

Beim Grenzübertritt nach einer Reise in die skandinavische Heimat seiner Mutter wurde Naegeli schließlich an der Grenze zu Dänemark gefasst. Trotz umfassender Proteste – u.a. setzten sich Willy Brandt und Joseph Beuys für ihn ein – musste er seine Strafe antreten und stellte sich mit angemessener Happening-Action den Schweizer Behörden; 1984 saß er seine Strafe ab. Im Gefängnis entstanden einige Keramiken mit den bekannten Naegeli-Figuren; Naegeli hatte sich nicht an die Gestaltungsvorgaben der Haftanstalt gehalten.

Nach seiner Entlassung zog Naegeli wieder nach Düsseldorf, u.a. wohl wegen der damit verbundenen Nähe zu Beuys. Er sprühte weiter – bis heute. Darüberhinaus erarbeitete er ein zeichnerisches Werk auf Papier, die sog. "Partikelzeichnungen". Dabei stehen die Bewegung und die Reduktion des Konkreten im Vordergrund. Neben klassischeren Arbeiten, bei denen die Natur oft eine große Rolle spielt, entstanden große gegenstandslose "Urwolken", an denen der Künstler oft Monate lang arbeitet.

In Zusammenarbeit mit dem Wiener Komponisten Karlheinz Essl entwickelte Harald Naegeli zwischen 1991-93 das Performance-Projekt "Partikel-Bewegungen", wo er in Galerien und Museen sehr reduzierte Sprayaktionen auf Acrylglasplatten durchführte, die von Musik begleitet wurden.

Eines seiner letzten erhaltenen Strichmännchen aus seiner Zürcher Zeit, den weiblichen Wassergeist Undine an der Fassade des Deutschen Seminars in der Schönbergstrasse, lässt der Kanton Zürich 2004 restaurieren und konservieren. Das illegal entstandene Graffito sprühte Naegeli 1978 an die damalige Betonwand des Physikinstituts. Nach einem Umbau 1995 stufte die kantonale Baudirektion diese Sprayerei als erhaltenswert ein und schützte sie mit einer Holzabdeckung. Nun, mit der Konservierung von Undine, rehabilitiert die Stadt Zürich Harald Naegeli und bezeichnet seine "Schmiererei" als Kunst und Naegeli als Künstler

Bild Harald Neagli Bild Undine



Zeit Artikel über Bansky: http://www.zeit.de/online/2006/03/bansky

Bild Bansky: Hausmädchen in London

Banskys webseite: http://www.banksy.co.uk/menu.html

pito
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Beitrag von pito »

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Wedelstaedt-Park


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Leithestraße

pito
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Beitrag von pito »

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Fußweg Nähe Hollandstraße

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Husemannstraße

pito
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Beitrag von pito »

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HBF Gleis 7

pito
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Beitrag von pito »

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Bochumer Straße

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Fuchs
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Beitrag von Fuchs »

Die Wände rund um den "Deckel" an der Cranger Str. verändern sich beinahe täglich:

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pito
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Beitrag von pito »

Hier noch einer aus der Reihe der "Schluckspechte":

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Einfahrt Intercity-Hotel

pito
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Beitrag von pito »

Päp anne Ringstraße:

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pito
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Beitrag von pito »

[GVideo]http://video.google.de/videoplay?docid= ... 4367803157[/GVideo]
Preisschildchenkunst an der Bickernstraße

pito
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Beitrag von pito »

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Forum Bergmannsglück

Babapapa
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Beitrag von Babapapa »

habe bilder teils in falsche threads gestellt. sry, muss mich da noch erst zurecht finden.

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herbst 2006, buer nahe markthalle. inzwischen entfernt

Heinz
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Beitrag von Heinz »

Alma Naturschutzbereich:

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Welche wichtige Botschaft mag da stehen? Kann das jemand entziffern?

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rm
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Beitrag von rm »

Heute am Kanal, Nordsternpark, vom Südufer die 200 m Graffitti an den alten Fundamenten oder sonstigen Mauern der Nordseite gesehen. Besitze leider kein digitales Ablichtegerät, aber dafür werde ich mir eins leihen.

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rm
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Beitrag von rm »

Und dann war da noch am Wiehagen glaube ich jahrelang, ein Satz wie ein Gedicht:
Los putzt eure Autos! Lakonie pur!

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