WEKA - Anzeigen und anderes

Kaum noch bekannt sind die scharfen Tanztee-Nachmittage in der WEKA-Gastronomie Abteilung mit Tango, ChaChaCha, Schmachtgesang, Damenwahl und Sahnetorte

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Oliver Raitmayr
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Beitrag von Oliver Raitmayr »

Ich bin ja selber blutiger Laie was alte Fototechnik betrifft. Dennoch glaube ich, dass sich hinter "Bromophot." der Bromöldruck verbirgt.

Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Brom%C3%B6ldruck

Es ist ein schwieriges halbzeichnerisches Verfahren, an dessen Ende Fotografien mit ganz außergewöhnlichen weichen, fast pointillistischen plastisch wirkenden Oberflächen entstehen.

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brucki
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Beitrag von brucki »

Wer will was im Weka mieten?

https://www.gelsenkirchen.de/de/wirtsch ... Straße-55

Mit Grundriss! :D

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Minchen
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Beitrag von Minchen »

Bild

Aus Omas Nähkästchen.
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

Netti
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Erinnerung - Weka Teil 5 / Allerlei rund um „die Weka“

Beitrag von Netti »

Zur Einführung – als Hinweis zu Beginn

Meine Erinnerungen an „die WEKA“ beruhen auf
- 1963 – 1968: ca. wöchentlichem Einkauf in der Lebensmittelabteilung und damit gelegentlich verbundenen Besuchen des Erfrischungsraumes oder des Imbiss / damaliger Wohnort Gelsenkirchen-Feldmark / Kindheit
- 1973 – 1981: täglicher Einkauf in der Lebensmittelabteilung / damaliger Wohnort Gelsenkirchen-Innenstadt / Jugendliche, eigener Haushalt

Erinnerung Teil 5 / Allerlei rund um die "Weka"

Hier schreibe ich nun abschließend, nach festen Themen eindeutig zuzuordnenden Aspekten, über meine Erinnerungen an Weka allgemein, über Kleinigkeiten, also dies und das.

Passage / Schaufenster / Sommer- bzw. Winterschlussverkauf

Ich weiß nicht, wie lange, aber in den 60-er Jahren gab es nicht nur zur Bahnhofstrasse hin eine Schaufensterfront. Es gab, um die Schaufensterfläche zu erweitern, eine Passage, d.h. „hinter“ den Front-Schaufenstern war ein zusätzlicher breiter Gang, der an beiden Seiten Schaufenster hatte. Also gab es letztlich drei statt nur einer Frontschaufensterfläche. Dieser Gang war bis spät abends immer offen. In dieser Zeit hatten die Schaufenster beim Bummeln, Flanieren oder auch beim Einkaufvorbereiten einen hohen Stellenwert.
Ich erinnere mich gut: An Samstagen vor Beginn des Schlussverkaufs, Sommer- wie auch Winterschlussverkaufs, gingen wir alle, also meine Eltern und meine Schwester und ich, mittags extra von der Feldmark zu Fuß in die Innenstadt. Geschäftsschluss war damals samstags immer und verbindlich 14 Uhr. Bis dahin waren die Schaufenster bei Weka mit weiß-beigen Laken – plus Weka-Logo?? - zugehangen (alle anderen Geschäfte hatten die Schaufenster auch verhangen) und die Innenstadt war dann immer „proppenvoll“. Um Punkt 14 Uhr wurden dann die Laken abgenommen – das war irgendwie ein Ereignis, eine Überraschung, auf die alle gewartet hatten - und der Blick konnte die günstige und reduzierte Ware erhaschen. Dann wurde in meiner Familie überlegt, was wohl am Montag früh gekauft werden könnte oder was nur zum Ansehen spannend war.
Ich möchte ausdrücklich sagen: Das pünktliche Öffnen der Schaufenster mit reduzierter Ware, interessant und aufwändig dekoriert an Schaufensterpuppen und mit Dekoartikeln, war ein Ereignis – nicht nur für meine Familie, sondern für viele.
Irgendwann später sind die Schaufenster-Passagen umgebaut worden zu regulärer Verkaufsfläche, das war dann wohl zeitgemäßer.

Holzrolltreppe

Diese ist hier schon häufig beschrieben worden. Auch ich erinnere mich daran gut. Bei Sinn (Textilhaus) gab es ebenfalls hinten rechts vom Parterre zur 1.Etage, aber nur aufwärts, so eine alte Holzrolltreppe, die auch immer ratterte.

Tägliche Rundgänge der Besitzer - die Herren Gerken senior und junior

Dies kann ich nur über die Zeitspanne ab 1973 sagen. Ich bzw. wir waren fast täglich zu unterschiedlichen Zeiten zum Lebensmitteleinkauf bei Weka. Die Besitzer, juristisch Firma oder Familie Gerken? waren täglich auf dem Rundgang durch alle Etagen, alle Abteilungen und sprachen mit vielen der Mitarbeiter*innen. Das war allgemein bekannt. Die Herren Gerken sen. und jun. erschienen immer standesgemäß und gepflegt in Anzug, Hemd, Krawatte, Lederschuhen. Ob dies freundliche und anteilnehmende Besuche waren, die der sozialen Kontaktpflege von Unternehmer/Arbeitgeber zu Mitarbeitern*innen dienten oder strenge Kontrollbesuche, die eher ängstlich erwartet wurden, weiß ich nicht.

Opa`s Zusatzverdienst

Mein Großvater väterlicherseits hat nach seinem Renteneintritt – er war bei der Deutschen Bundesbahn im Gleisbau o.ä. als Arbeiter tätig gewesen – zusätzlich noch stundenweise gearbeitet, um die Rente aufzubessern. Er hat dann auch mal bei Weka im Lager gearbeitet und gelegentlich auch den Fahrstuhl bedient. Er hatte dann immer einen grauen Kittel (Lagerarbeit) an und meine Schwester und ich waren als Kinder sehr stolz darauf, dass „unser Oppa“ so eine tolle und wichtige, verantwortungsvolle Funktion hatte. Das haben wir überall rumerzählt.

Reisebüro Friedrich Parterre / Eingang Weberstraße

Vom Reisebüro Friedrich wurde hier ebenfalls schon berichtet. Es befand sich am Eingang Weberstraße, da dann rechts direkt durch. Es war eine Filiale eines regulären Reisebüros mit der Möglichkeit, Reisen/Pauschalreisen zu buchen, aber auch, und dafür haben wir es genutzt, um Fahrkarten für die Deutsche Bundesbahn zu kaufen. Die wurden irgendwie von Hand ausgestellt / beschriftet. Aber ebenso haben wir für meine Schwester und mich hier die Wochenmarken für die Benutzung des ÖPNV von Zuhause zur Schule in der Winterzeit gekauft. Es gab einen generellen Fahrausweis (enthielt Strecke / persönliche Daten / Lichtbild) und für jede Woche wurde die wöchentlich gekaufte Wertmarke eingeklebt. Von Frühjahr bis zum spätem Herbst sind wir mit dem Fahrrad aus Sparsamkeitsgründen bei Sonne, Regen und Wind zur weiterführenden Schule in die Innenstadt gefahren. Das war aber durchaus üblich.

Parkplatz Weka / Erweiterung / Ankauf der Häuser / Grundstücke Weberstraße / Augustastrasse

Ab – nach meinem Wissen / s.o. - den 70-er Jahren kauften die Inhaber der Weka Grundstücke mit den nicht mehr bewohnbaren Häusern (Gründerzeithäuser, Instandhaltungsmaßnahmen waren nicht vorgenommen worden) an der Weber-/ Augustastrasse auf. Letztlich wurden diese immer abgerissen, der Weka-Parkplatz wurde somit immer erweitert. Bis zum Abriss wurde in den Schaufenstern der ehem. Parterre-Ladenlokale Saison- und Sportartikel ausgestellt. Ich erinnere aufgebaute Zelte, Wander-, Sport-, Skiausrüstungen, Luftmatratzen usw..

Hier endet nun, mit Teil 5, die Beschreibung meiner Erinnerungen an die Weka.

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Ludwig Baum
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Re: WEKA - Anzeigen und anderes

Beitrag von Ludwig Baum »


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Mick
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Re: Name des großen Stoffgeschäfts Bahnhofstraße?

Beitrag von Mick »

Ja, im WEKA konnte man Kurzwaren kaufen. Wie hieß damals das große Stoffgeschäft, in dem man durchgehen konnte von der Bahnhofstraße bis zu der Straße am Bunker? Dort gab es natürlich auch Kurzwaren. Ich war in den 60er Jahren sehr oft mit meiner Mutter dort. Leider habe ich den Namen des Geschäfts vergessen. -Wahl-, vielleicht?

Aus Omas Nähkästchen.
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awg
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Re: Name des großen Stoffgeschäfts Bahnhofstraße?

Beitrag von awg »

Mick hat geschrieben:
27.10.2020, 12:43
Ja, im WEKA konnte man Kurzwaren kaufen. Wie hieß damals das große Stoffgeschäft, in dem man durchgehen konnte von der Bahnhofstraße bis zu der Straße am Bunker? Dort gab es natürlich auch Kurzwaren. Ich war in den 60er Jahren sehr oft mit meiner Mutter dort. Leider habe ich den Namen des Geschäfts vergessen. -Wahl-, vielleicht?

Aus Omas Nähkästchen.
Das müsste Textilhaus Dieler gewesen sein .....
Carpe Diem - nutze (lebe) den Tag .... und liebe das Leben
ich würde mich ja gerne geistig mit Ihnen duellieren, aber ich sehe Sie sind unbewaffnet

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MDK
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Re: WEKA - Anzeigen und anderes

Beitrag von MDK »

Ich denke das war "Das Haus der Dame" (jetzt das Modehaus Schmitz), im Untergeschoss gab es Kurzwaren.

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Bretterbude
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Re: WEKA - Anzeigen und anderes

Beitrag von Bretterbude »

MDK hat geschrieben:
27.10.2020, 17:43
Ich denke das war "Das Haus der Dame" (jetzt das Modehaus Schmitz), im Untergeschoss gab es Kurzwaren.
"...man durchgehen konnte von der Bahnhofstraße bis zu der Straße am Bunker"

Ja, wie MDK schreibt, Haus der Dame, Hinterausgang an der Lohfeldstraße gegenüber dem Bunker Arminstraße.

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