Ückendorf 1890

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Schacht 9
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Beitrag von Schacht 9 »

Bild
Auf dem Kartenausschnitt von 1890 hieß sie noch Schulstraße. Die Umbennenung erfolgte wohl 1903 nach der Zusammenlegung mit Gelsenkirchen.

udalerich
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Beitrag von udalerich »

Dankeeeee!!!

Ulfo
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Stadtgrenze Ückendorf-Leithe (Gelsenkirchen-Wattenscheid)

Beitrag von Ulfo »

brucki hat geschrieben:Offenbar verlief die Grenze (zumindest an dieser Stelle) ein ordentliches Stück nördlich der Lorheidestraße!
Guckst Du:
Bild1913
Somit ist dieses Bauwerk doch eher ur-Wattenscheidisch, oder?
Josel hat geschrieben:Das zweite Bild zeigt die südwestlichste Ecke des alten Ückendorf, heute mitten in Bochum-Wattenscheid-Leithe an der Krayer Straße gelegen. Wir sehen das alte Gasthaus Kampmann von 1898 und schauen von Leithe ins ehemalige Ückendorf.
Bild
Auch hier m. E. ein schon-immer-Wattenscheider Motiv. Guckst Du:
Bild1913
Ich denke immer: Es gibt nix, was hier nicht schon mal besprochen worden ist - vielleicht finde ich nur nicht den richtigen Thread!

Also: Auf dem GE-Stadtplan 1925, der vorige Tage bei eBay über den Tisch gegangen ist, habe ich (verschwommen) gesehen, dass ein großes Areal westlich der Leithestraße, östlich vom Leither Bach / Schwarzbach und südlich vom Marienhospital zu dieser Zeit (d.h. noch nach der Eingemeindung von Rotthausen) nicht zu GE gehört hat. Auch der 1912er Stadtplan, von dem diverse Ausschnitte in den GG kursieren, endet (von der Ückendorfer Seite her) an der dazu passenden Linie.
Beispiel Glückaufbrauerei: Brauerei östlich Leithestraße in GE, westlicher Betriebsteil mit Küferei, Kesselhaus, Remise usw. (auch Glückauf-Keller!) nicht in GE!
Auch der gute alte Rheinelbe-Park gehörte demnach 1925 noch nicht zu Gelsenkirchen. Wenn ich nun Obiges zum geänderten Grenzverlauf im Bereich Lohrheidestraße bis Krayer Straße (in WAT) lese, kommt mir das auf Anhieb wie ein krasser Widerspruch vor. Kann dazu mal jemand ein klärendes Wort verlieren? Ist das beides (Gaststätte Kampmann ehem. in Ückendorf UND Glückauf-Keller ehem. in WAT bzw. Leithe) korrekt? Wie passt das chrono- und auch sonstwie-logisch zusammen?
Verwirrte Grüße,
Ulfo
:o
Bin leider nur selten hier - bitte habt Geduld mit mir!

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Bretterbude
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Beitrag von Bretterbude »

udalerich hat geschrieben: [...] Zweitens kann ich die Straßen aber nicht mehr ermitteln, denn in der Zwischenzeit wurden einige umbenannt oder existieren vielleicht gar nicht mehr. [...]Mathildenstr. 32 (1901) ?? [...]
Udo
Die Munscheidstr. hieß früher Mathildenstr., (in einem Plan von 1934 noch Mathilden-, im Plan von 1949 Munscheid-)

minimoa
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Möchte mich vorstellen

Beitrag von minimoa »

Ich bin Jahrgang 1923, bin in Ückendorf geboren, Ückendorferstr. 53. Später ist meine Familie auf die Ückendorferstrasse 55 gezogen, Alamakolonie, Ecke Hohenfriedberger Straße 55.

Ich habe die katholische Almaschule besucht bei Lehrer Diekmann. In der Schule waren die Lehrer Lessmann, Lehrer Funke, Lehrer Döring und die anderen habe ich vergessen.

Ich habe in meinem hohen Alter (89) ein MacBookPro von meiner Tochter geschenkt bekommen und freue mich riesig, wenn ich das Forum von Ückendorf anklicken kann
und auf diese Weise neue Kontakte zu meiner alten Heimat bekomme.

Ich weiß noch sehr viel von meiner alten Heimat.

Ich grüße alle Ückendorfer

minimoa

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

Hallo minimoa, herzlich willkommen hier bei uns !

Wir sind gespannt auf das was du uns alles über das alte Ückendorf erzählen kannst.
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

minimoa
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Beitrag von minimoa »

Geschichten von der Almaschule

Von der Hohenfriedberger Straße bin ich zur Schule durch das Schultor gegangen, vorbei an das Feuerwehrhaus zum Schulgebäude. In der rechten Seite des Schulgebäudes gingen die Jungen, in der linken Seite die Mädchen. An der rechten Seite des Gebäudes war die Turnhalle. Von dort aus führte eine Tür zum Schulgarten. Der Schulgarten wurde vom Lehrer Lessmann betreut. Im Schulgarten ist damals ein Schwimmbecken gebaut worden, aber nie benutzt worden. In der Oberklasse hat jeder Schüler ein Beet bekommen.

Gruss mimoa

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Ego-Uecke
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Beitrag von Ego-Uecke »

Hallo Minimoa,
1953 bin ich dort eingeschult worden. Ein "Feuerwehrhaus" ist mir nicht bekannt, wurde das im Krieg zerbombt? Wo stand das?

Du warst dann wohl im evangelischen Teil der Almaschule. Die Turnhalle gibt es heute noch. Der katholische Teil der Almaschule (das Gebäude in der Mitte des Schulplatzes) ist inzwischen abgerissen.

minimoa
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Beitrag von minimoa »

Auf der Seite, wo der Jungenschulhof war, ist ein Brunnen gebaut worden. Steht er heute noch? Übrigens, ich war in der katholischen Schule.

Gruss Minima

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tulpe
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Beitrag von tulpe »

:?: Ich bin 1951 in die ev. Almaschule gekommen und muß Ego zustimmen.
Turnhalle und Zugang zum Schulgarten gehörten zur Evangelenschule.
Zu meiner Zeit mußten die Katholen auch ihre Backsteingebäude von der
Ückendorfer Str. her aufsuchen. Wenn sie den Eingang Hohenfriedberger benutzten
-was auch die Lehrer verboten-, gab et wat aufs Jack vonne Evangelen.
Aber da durfte man als Evangele auch keine katholische Perle haben! Mein älterer
Bruder hat da böse Erfahrungen gemacht, auch mit tobender Mama zu Hause.
Es ist das Schicksal des Genies unverstanden zu bleiben.
Aber nicht jeder Unverstandene ist ein Genie.
(R.W. Emerson)

minimoa
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Beitrag von minimoa »

Die drei Backstein-Schulgebäude, die von der Ückendorfer Straße, waren evangelisch. Der große Bau dahinter war katholisch. Am Eingang von der Ückendorfer Straße hat der Schulmeister Keutka gewohnt.

Grüsse Minima

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Ego-Uecke
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Beitrag von Ego-Uecke »

Da spielt Dir Deine Erinnerung einen Streich: Hinten an der Mauer zum Friedhof war die evangelische Schule, vorne zur Ückendorfer die katholische Schule. Zumindest ab 1953.

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tulpe
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Beitrag von tulpe »

:o ...auch schon vor 1953, denn wir bekamen unsere Lebensmittelmarken und auch
unser "Kopfgeld" 1948 in dem Backsteingebäude (nördliches) der katholischen
Schule. Mutter sprach auch immer vonne"katholischen" Marken!
Es ist das Schicksal des Genies unverstanden zu bleiben.
Aber nicht jeder Unverstandene ist ein Genie.
(R.W. Emerson)

Troy
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Beitrag von Troy »

Willkommen minimoa! :)

Jetzt haste uns am Hals, passma auf !!! :wink:

Wie viel Schüler wart ihr wohl damals in einer Klasse, weißt du das noch?

minimoa
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Beitrag von minimoa »

Wir waren 38 Schüler in der Klasse.

Die Hälfte ist im Krieg gefallen. Wahrscheinlich bin ich der Letzte der von den Schülern noch lebt.

Grüsse minimoa

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