Lagerfeuer (+ Fortsetzung)

Stellt hier bitte eure <b>Fotos, Bilder, Gemälde, Skulpturen, Lieder, Songs, Texte und Filme</b> über Gelsenkirchen ein. Liebeserklärungen sind ebenso willkommen wie Hass- Spott- und Schmähgesänge .. Kreisler war doch so schön!

Moderatoren: Redaktion-GG, Verwaltung

Antworten
Dirk Gently
Abgemeldet

Lagerfeuer (+ Fortsetzung)

Beitrag von Dirk Gently »

Der Gelsenkirchener Maler, Dichter und Rezitator Winnie Carstens (www.winnieart.de) hat das Gedicht "Lagerfeuer" geschrieben, das zu zitieren ich mir hier mal erlaube:

<div align="center">
Lagerfeuer

Es knistert das Holz
Es lodern die Flammen
Und voller Stolz
Sitzen vier Herren zusammen

Vier Herren, verschieden alt
Unterschiedlich weise
Es wird ihnen nicht kalt
Bei des Funkenflugs Reise

Sie schauen verträumet
Den fliegenden Funken nach
Während das Biere schäumet
Liegt der Alltag brach

Sie schauen verträumet
Hinein in die rote Glut
Manch keiner mehr schäumet
Bei dem Menschheitswahn vor Wut

Sie lauschen verträumet
Des knisternden Feuersgesang
Sie haben niemals versäumet
Jugend, Lieb und Müßiggang

Sie schauen verträumet
Auf das rauchende Holz verkohlt
Da kamen Gedanken eingeräumet
Blitzschnell und unverholt
Als Kinder verspielt und noch verträumet
Wegens Zündeln, wurde einem der Auspuff versohlt
</div>


Dieses Gedicht inspirierte mich daraufhin zu einer Fortsetzung. Hier ist sie:


<div align="center">...
Verloschen die Flammen,
verglommen die Glut,
der Tag ist im Anmarsch,
die Nacht nimmt den Hut.

So tun auch die Herren,
und wandern gen Heim,
versunken und ruhig,
im morgendlich Schein.

Von fern tönt die Stadt,
mit ihrem Gebrause,
Gejammer, Gezeter,
das laute Zuhause.

Und wie sie herankommt,
da denken die Vier,
Was ist nur geschehen
In unserem Revier?

Da knistert kein Feuer,
kein Funkenflug mehr,
die Menschen sind müde,
die Gesichter so leer.

Von 1000 Feuern,
blieben dieser Stadt keine,
grau liegen in Asche,
die gebrannten Gebeine.

Da stehen sie in Schlangen,
vor der Agentur,
und gleich gegenüber,
zerfällt die Kultur.

Da denken die Herren,
wir müssen bewegen,
die Ängste vertreiben,
ein Feuer neu legen!

In den Herzen soll’s lodern,
die Köpfe befreien,
die Stadt soll voll Leben,
dem Phönix gleich sein.

Wovon das bezahlen?
Klagt einer wider,
Schaut, leer sind die Kassen,
wir liegen danieder!

Die Herren die zucken,
ein Schlag ins Gesicht,
mit dem Herrscher der Herzen,
dem Geld, spaßt man nicht.

Vergesst die Finanzen,
den Schmerz an der Welt!
Die Stadt ist nicht arm,
befreit euch vom Geld!

Lasst Sonnen auflodern,
in Straßen und Gassen!
Füllt Taten, Ideen,
und Mut in die Kassen!

So war’s gesprochen,
und so es geschah,
die Zukunft der Stadt,
die ward wunderbar.

Ein Abend am Feuer,
So dachten die Vier,
bracht’ uns neue Kraft,
Herr Wirt, noch ein Bier.
</div>

Heinz
Abgemeldet

Multitalente....

Beitrag von Heinz »

                    • :ballon2:
                    • [list]:applaus:
[/list]

Antworten