1958: Georg Kreisler - Das gibt es nur in Gelsenkirchen

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1958: Georg Kreisler - Das gibt es nur in Gelsenkirchen

Beitrag von pito »

Georg Kreisler: Das gibt es nur in Gelsenkirchen

Der Skandal - Der Kultsong - Reflektion einer Stadt

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WAZ 07.04.1978


Abschrift:

ROLF BUTTLER (Bild).
Leiter des WDR-Studios Essen.
Moderator Im Mittagsmagazin, stammt aus GE. Sein Beitrag entstand ohne Kenntnis des nebenstehenden Berichts.

Einiges hat sich geändert
Vor fast 15 Jahren mußte ich mir Ärger von der Seele schreiben. Daraus wurde die „Gelsenkirchener Ballade", ein Fernsehfilm für das „Prisma des Westens". Den Anlaß dazu boten das Kreißler-Chanson ..Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen" - und die offizielle Gelsenklrchener Reaktion darauf. Die war typisch, und zwar für viele Revierstädte. Inzwischen hat sich — glaube ich — einiges geändert. Empfindlichkeiten wichen, Gelassenheit wuchs, Selbstbewußtsein verdrängte Unsicherheit.
Im Revier zu leben ist eine Herausforderung. Nur Provinzkomiker finden das zum Lachen, auch heute noch. Doch das ist kein Grund zum Weinen. Da gä' es anderes - nicht nur bei uns in Gelsenkirchen. Ich freue mich indes - nach wie vor — darüber, daß es neben Selbstverständlichem z. B. den Halfmannshof gibt, die Konzerte und das Musik-Theater mit wieder vielen Besuchern.
Ich freue mich deshalb, well das alles mit Kopf und Herz und Gemüt zu tun und doch wohl auch den Erwerb von geistlgem Besitz zum Ziel hat.
Oder? Kullur also. Elitärer Selbstzweck? Ich glaube, daß nur mit Ihrer Hilfe Lebensbedingungen umgeformt, verändert, eben menschlicher gestaltet werden können. Grundsätzlich und ständig und auch bei uns in Gelsenkirchen.


„Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen"
Immer die Probleme mit dem Stadt-Image - oder: Wie man durch humorlose Überreaktionen ein negatives Bild noch mehr verfestigt


(-weco-). Gelsenkirchen hat schon seit längerem Probleme mit seinem Ansehen in der Welt — oder mit dem Image, wie man heute gern sagte Da wird der Kampf gegen Klischees und Vorurteile oft zum Krampf — meist mit dem genau nicht beabsichtigten EI-fekt, da8 sich das negative Bild nur noch mehr verfesllgt. So ging zum Beispiel die Stadtspitze 1961 auf die Barrikaden, als das Chanson „Gelsenkirchener Duett" herauskam. Da fand Gelsenkirchen endlich einmal Platz in einem Lied, das nichts mit Fußball zu tun hatte (dann wird Gelsenkirchen sowieso „Schalke" buchstabiert) — aber wie! Der Wiener Autor, Kabarettist und Alleinunterhalter Georg Kreisler hatte die Stadt aufs Korn genommen, um an ihrem Beispiel auch ähnliche Städte im Ruhrgebiet zu beschreiben — natürlich kabarettistisch überspitzt, natürlich auch etwas boshaft und natürlich auch die Finger in offene Klischee Wunden legend.
Als dann Topsy Küppers und Georg Kreisler am 24, Oktober 1961 (1958 war das Lied schon einmal gesendet worden — damals allerdings, so Kreisler, im 9. Programm um zwei Uhr morgens) über den Norddeutschen Rundfunk „Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen" sangen, war für Gelsenkirchen der Spaß vorbei — von Humor gar nicht zu reden, getreu der Chanson-Zeile .Wer hat den norddeutschen Ernst verbunden mit Schweizer Humor?" Die Stadt protestierte lautstark und empört — beim Intendanten des NDR, in der Presse und wo immer man das Wehklagen über die böse Verunglimpfung hören wollte, Oberstadtdirektor Hülsmann beschwerte sich beim NDR-Intendanten Dr. Walter Hilpert. Nach den humorlosen Reaktionen A la Provinz auf das „Gelsenkirchener Duett" sah sich Dr. Hilpert schließlich genötigt, in einem Schreiben an den Oberstadtdirektor bierernst erklären zu müssen: lch möchte Ihnen hiermit ausdrücklich versichern, daß es dem Norddeutschen Rundfunk und besonders dem verantwortlichen Hauptabteilungsleiter Unterhaltung ferngelegen hat, die Bürger Ihrer Stadt zu diskreditieren!
Überall Verschwörer gegen das Gelsenkirchener Image witternd, hatte man 1961 gar geargwöhnt, das Chanson sei aus persönlichen Ressentiments entstanden, weil Topsy Küppers einige Jahre zuvor in Unfrieden von den hiesigen Bühnen geschieden sei- Nachträglicher Trost Für alle Protestler: Georg Kreisler bekannte später, daß er mit dem GE-Song zum ersten Mal einen schlechten Ruf in der Bundesrepublik bekam.
Zum Glück hat die Stadt alles gut überstanden »obwohl das Lied sogar auf Kreislers Langspielplatten erschienen ist. Geblieben sind die Image-Probleme. Sie aber geht man heute natürlich ganz anders an — jung, modern, engagiert; denn
„Gelsenkirchen bietet mehr als schöne Sprüche". Und wehe, wenn mal einer — auch nur innerhalb der Stadtmauern — Kritik laut werden läßt: den soll doch gleich der Oberbürgermeister holen!


Lieblich schweben durch die Luft die schwarzen Dämpfe

"Gelsenkirchen Duett" - Text und Musik von Georg kreisler

Was seh' ich in der Ferne blitzen?/Vom Kirchturm die Spitzen!/Die Heimat ist nah,/ Was hör' ich hier in der Men-ge?/Vertraut sind die Klange./ Mein Freund, wir sind da./ Hände strecken sich und Hälse recken sich/und freudig grüßt man jetzt die Seinen./Fahnen flattern und Kanonen knat-tern,/ja, die ganze Stadt ist auf den Beinen»/Nur ein altes Mut-terlein spricht:/*Wir warteten so. Du bliebst so lange fort, das schickt sich doch nicht*/ Doch nun bist Du wieder zu-rückVNun bleibe bei uns und ruhe Dich aus, genieße Dein Glück!"
Breite Straßen voller Son-nenscheinl/Und alle Häuser laden dich zum Gastmahl ein

Frohe Mienen hat hier jedermann, weil man nur hier zufrieden sein kann Denn sehen Sie, das hat/nur unsre Heimastadt:
Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen /Herrliche Stadt der ewigen Kohlenbergwerks-industrie!/Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen /in untrer einzigartigen Brennstoffdemokratie/Lieblich schweben , durch die Luft die schwarzen ; Dömpfe./und mit heiterem Ge- ; sang nimmt man Kohlen in Ompfang./Wer zu lang dort lebt, bekommt beim Atmen , leichte Krämpfe./aber wer lebt dort schon lang?!
Das gibt es nur bei uns in i Gelsenkirchenl/Fahren auch Sie, statt an die Riviera, im > Urlaub zu uns!/Ruhen Sie aus im Schauen der Meiler auf einem Strand von Anthrazit!/ Statt der Seeluft atmen Sie Preßluft oder Kohlendioxyd./ Unsere Hochöfen sind im strengsten Winter warm./ Schließen Sie Freundschaft mit
unsrem Gelsenkirchener Char-mel/Wo ist der Kinobesuch und der Alkoholismus erheb-Iich?/Wo ist die Bettwäsche grau und die Seifenreklame vergeblich?/Wo verspottet man Diogenes, weil er zufrieden war mit einer Tonne?/Wo wird der Vierjahresplan erfüllt?/Alle vier Jahre sehen wir die Son-neVWem dringt der Bohrhammerlärm täglich durchs rußige Ohr?/Wer hat den norddeutschen Ernst verbunden mit Schweizer Humor?/Ja, sehen Sie, das^ hat/nur unsere Heimatstadt.
Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchenl/Nicht in Berlin und nicht in New York und nicht in ParisVDas gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen/in unsrem urgemütlichen Cruben-gasparadies.rTäglich geht der Junge Kumpel wohlgesittet/immer runler in den Schacht und dann munter durch die NachtV Ich selbst war als Kumpel einen ganzen Tag verschüttet/ aber ich hab mir gedacht:/So ist das mal bei uns in Gelsen-kirchen./Sicherlich gräbt manmich, wenn man Kohle ! braucht, wieder aus^Wir sind j schließlich nicht barbarisch, < wie in anderen Metropolen»/ i Wir haben Häuser. Autos, Ban- i ken. Ja, aus Kohlen macht ! man Kohlenl/Und es schlägt j bei uns, besonders unterm i Nerz,/unser berühmtes golde- \ nes Gelsenkirchener —/Herren und Damen, alle von Rang und von Namen,/kommen zu uns : und fahren gleich wieder weg./ Damen und Herren hören von unseren Karrieren./und schaun es sich an und kriegen einen Schreck.
In Bochum gibt es noch Umsätze/doch drum setze ich mich nicht hineiniln London kann man schon dann und wann/doch nur dann und wann, glücklich sein/Auch tühr' ich gern nach Zürich,/ doch ist das Leben dort so provinziell und stilL/Ich könnt-ne Villa in Manila haben./doch ich weiß nicht recht, ob ich das wirklich wilL/In Uma gibt es Bohnen, in Schanghai gibt es Reis,/in Karolina gibt's Melonen, in Wladiwostok gibt es Ei*.-r:i Wien gibt es Wein, in Bonn gibt's Parteien,/in Sydney i gibt's ein Känguruh» das dau- ;
' ernd galoppiertem Pankow 1 gibt's Befehle, in Kairo gibt's i Kamele,/in Hollywood die i Monroe, und nicht synchroni- I siert/in München gibt es Bock, j in Hamburg gibt es Gfog,/im i Kongo gibt's Metall, in Mos- 1 kau gibt's Krawallr/in Köln ei- i nen Dom, in Prag einen 1 Strom,/in Genf einen See, in Kanada Schnee, in Baden ein Spiel, in Kiel einen Kiel —/ aber wo gibt es Kohlen: Steinkohle« Braunkohle, Torfkohle, Knochenkohle, Tierkohle, Blumenkohle, schöne dreckige Kohle — wo gibt es die?/Erra-ten!
Unser Theater spielt jeden Tag ein anderes Stück,/Jat in der Bildung stehen wir vor niemand anderem zurückAJnd die Bildung kann man gar nicht übertreiben/doch das Fernsehen hilft uns sehr. Film und Funk sogar noch mehr,/ Gute Bücher haben wir, nur das Lesen und das Schreiben/ fällt uns noch immer recht schwen/Das gibt es nur bei uns in Gclscnkirchon!/Wcr es 'Inicht kennt, der sehe es sich an, so lang bis er's glaubt!/ Sollten Sie es noch nicht kennen, dannist's wirklich höchste ZeitJNehmen Sie bloß 'nen kleinen Koffer, denn die Reise ist nicht weit./Nur ich selbst fahr' bestimmt nie wieder hin/ich hust' noch heute./weil ich ein alter Gelsenkirchener bin./das kommt vom Klima,/ weil ich ein alter Gelsenkirchener bin.



Auslöser für Kreisler, dieses Stück zu schreiben, war vermutlich, das Topsy Küppers am Musiktheater rausgeflogen ist. Die Zeile "Unser Theater spielt jeden Tag ein anderes Stück" könnte sich ironisch darauf beziehen.

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Cover der Original-Single

Josel
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Beitrag von Josel »

Das macht verständlich, warum Kuhlmann "Schimmi" etc. in GE nie zugelassen hätte...

J.
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Gast
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Beitrag von Gast »

Josel hat geschrieben:Das macht verständlich, warum Kuhlmann "Schimmi" etc. in GE nie zugelassen hätte...

J.
hallo, der kuhlmann hatte schon humor, nur leider einen anderen!

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rabe489
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Satire auf Gelsenkirchen: Georg Kreisler

Beitrag von rabe489 »

Das Original von 1961, welches riesige Protestmengen im ganzen Ruhrpott auslöste, vom kleinen Arbeiter bis zum Bürgermeister. Exzellent bissige Satire auf Gelsenkirchen.

Gast
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Beitrag von Gast »

Exzellent bissige Satire auf Gelsenkirchen.
Exzellent bissige Satire auf Gelsenkirchen im Jahre 1961!

Josel
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Beitrag von Josel »

Ich weiss nicht, ob das als exzellente Satire durchgehen kann. Kreisler und diejenigen, die sich im Hintergrund abrollen, haben von diesen Zuständen im damaligen Ruhrgebiet der 50er und 60er Jahre unzweifelhaft profitiert; denn ohne das Ruhrgebiet hätte es das Wirtschaftswunder in dieser Form nicht gegeben.

Ich möchte es daher heute noch als geschmacklos bezeichnen, diesen Menschen mit diesem Liedchen so mir nichts dir nichts ins Gesicht zu treten und sie als Analphabeten mit kurzer Lebenserwartung zu verhöhnen. Kunst wärs möglicherweise, wenn sich Kreisler gegen die Ursachen wendete; wenn er zumindest aufzeigte, dass am meisten diejenigen daran verdienten, die sich diesen schrecklichen Umständen nicht aussetzten.

J
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Gast
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Beitrag von Gast »

Das Ruhrgebiet hat sich verändert,
Gelsenkirchen hat sich verändert,
nur die Reaktion, auf die exzellent bissige Satire
hat sich anscheinend nicht geändert! :?

:lol: :lol: :lol:

pito
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Beitrag von pito »

Josel hat geschrieben:Ich möchte es daher heute noch als geschmacklos bezeichnen, diesen Menschen mit diesem Liedchen so mir nichts dir nichts ins Gesicht zu treten und sie als Analphabeten mit kurzer Lebenserwartung zu verhöhnen. ...
So kann man es sehen. Und mit welch heiligem Empören auch die Stadtverantwortlichen damals in den 60er reagierten weiß man ja. :roll:

Aber ich habe noch nirgendwo gelesen oder gehört, wie die tatsächlich Betroffenen, also die Bevölkerung zu diesem Lied stand. Wurde es gehört? Konnten die Kumpel darüber lachen? Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass auch die arbeitenden Menschen selbst, sich als "kulturlose Analphabeten" diffamiert sahen und wegen Rufschädigung klagten. Eher könnte ich mir vorstellen, dass man es unter Tage gesungen hat, weil es doch wirklich die Verhältnisse damals zwar satirisch überhöhte, aber doch auf den Punkt traf.

Und manche Zeilen des Liedes sind einfach unschlagbar. Teilweise bis heute aktuell. :wink:

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

Die Bergbauindustrie war und ist alles andere als Idylle. Ich denke auch, dass der Kumpel über sich selbst lachen konnte und kann (vgl. Jürgen von Manger).

Gast
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Beitrag von Gast »

rabe489 hat geschrieben:Die Bergbauindustrie war und ist alles andere als Idylle.
Hat das jemals jemand behauptet? :? :roll:

Alex Miamorsch
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Schieflage

Beitrag von Alex Miamorsch »

rabe489 hat geschrieben:
Das Original von 1961, welches riesige Protestmengen im ganzen Ruhrpott auslöste, vom kleinen Arbeiter bis zum Bürgermeister. Exzellent bissige Satire auf Gelsenkirchen.
Warum den Arbeiter zusätzlich klein machen?

Wie wärs mit:

Vom großen Arbeiter zum Bürgermeister...?,
oder
vom großen Arbeiter zum kleinen Bürgermeister...?,
oder
vom kleinen Arbeiter bis zum kleinen Bürgermeister...?,
oder
vom großen Arbeiter bis zum großen Bürgermeister...?,
...
oder mal was ganz anderes:

vom großen Künstler zum Bürgermeister...?,
vom großen Künstler zum kleinen Bürgermeister...?,
vom kleinen Künstler bis zum kleinen Bürgermeister...?,
vom großen Künstler bis zum großen Bürgermeister...?,
vom kleinen Künstler bis zum großen Bürgermeister...?,

oder vielleicht doch:

Vom Arbeiter bis zum Bürgermeister..?
oder
vom Bürgermeister zum Arbeiter...???

Vielleicht sollte sich mal, ein kritischer Künstler, Gedanken machen. :roll:
Nur damit hier nicht noch mehr schief läuft! :idea:

Klaus S.
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Beitrag von Klaus S. »

Georg Kreisler
Am 19. 11. 2009 im Consol-Theater bringt er bestimmt wieder "Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen".

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rapor
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Beitrag von rapor »

Sind das da nicht seine "Kinder" aus Wattenscheid?
Mit dem teitgemäßen Namen "Die Kassierer"?
Sind vom Stil her etwas anders...
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axel O
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Beitrag von axel O »

Wirklich witzig ist, dass man sich heute noch darüber ereifert.
Aber ich habe noch nirgendwo gelesen oder gehört, wie die tatsächlich Betroffenen, also die Bevölkerung zu diesem Lied stand. Wurde es gehört? Konnten die Kumpel darüber lachen? Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass auch die arbeitenden Menschen selbst, sich als "kulturlose Analphabeten" diffamiert sahen und wegen Rufschädigung klagten. Eher könnte ich mir vorstellen, dass man es unter Tage gesungen hat, weil es doch wirklich die Verhältnisse damals zwar satirisch überhöhte, aber doch auf den Punkt traf.

Volle Zustimmung.
Zum anderen.... wenn ich das teilweise böse Lied von ihm höre : "Wie schön wäre Wien ohne Wiener", so denke ich trotz allemdem nicht, dass sich Herr Kreisler in seiner Heimatstadt nicht mehr auf die Straße trauen kann.... :wink:

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Emscherbruch
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Beitrag von Emscherbruch »

WAZ-Artikel http://www.derwesten.de/nachrichten/sta ... etail.html mit Querverweis nach hier hin http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... .php?t=210.

Da schließt sich der Kreis. :wink:
Stell dir vor, es geht und keiner kriegt's hin.

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