Kino-Kultur in GE

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hooligan
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Beitrag von hooligan »

Zwar kein "altes" Kino, aber als kleine Randerscheinung erwähnenswert: das Programmkino auf der Augustastr., da wo jetzt der Sexshop ist. Gabs nur 1-2 Jahre, ich erinnere mich nichtmals an den Namen.
euer hooligan
"Wenn die Musik nicht so laut wär, dann wär sie auch nur halb so schön."

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immers04
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Beitrag von immers04 »

Den Namen weiß ich auch nicht mehr, war aber ein paar Mal drin. War ja letztlich kaum größer als ein Wohnzimmer.

Von der Größe des Zuschauerraums und der "Leinwand" am ehesten vergleichbar mit dem "Galerie Cinema" in Essen.
Ich möchte mal sagen können: Daß ich das noch erleben darf!

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hooligan
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Beitrag von hooligan »

Da laufen ja immer noch Filme :D :D
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immers04
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Beitrag von immers04 »

hooligan hat geschrieben:Da laufen ja immer noch Filme :D :D
Ja, ein Wunder in Zeiten der Multiplexe! Liegt natürlich auch am Publikum, das das Kino nicht im Stich gelassen hat. Leider ist das Stück Alltagskultur der Innenstadtkinos in GE wohl unwiderruflich verloren.
Ich möchte mal sagen können: Daß ich das noch erleben darf!

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hooligan
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Beitrag von hooligan »

Im Sexshop laufen auch noch Filme... :oops:
Schon früher musste man nach Essen um Filme abseits des Mainstreams zu sehen, ins Eulenspiegel oder nach Altenessen
euer hooligan
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Lo
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Beitrag von Lo »

Listen alter und (noch) bestehender Kinos
hat hier jemand mit viel Liebe zusammengetragen: KLICK!
Teilweise mit Jahreszahlen und Anzahl der Sitzplätze...
Zuletzt geändert von Lo am 29.01.2008, 18:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Emscherbruch
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Beitrag von Emscherbruch »

Ja, z.B. das Autokino Buer an der "Balkanstr. 5" :D
Erst wird das Haus Balken abgerissen, dann die entsprechende Straße zur Willy-Brandt-Allee und nun die nachträgliche Umbennennung in "Balkanstraße". Ein Schicksalsschlag nach dem anderen...

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Lo
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Beitrag von Lo »

Die WAZ blickt zurück
Als es in der Stadt noch 42 Kinos gab
Gelsenkirchen, 08.02.2008
Von Lars-Oliver Christoph
Die Gelsenkirchener Kinolandschaft ist sehr überschaubar:
In Buer residiert nur noch der Schauburg-Filmpalast, im Schatten der Veltins-Arena hält das Multiplex-Kino wacker die Stellung.

Und der Süden ist bekanntlich eine komplett Kino-freie Zone. Das war nicht immer so. 1958 gab es in Gelsenkirchen sage und schreibe 42 Lichtspielhäuser. In Worten: zweiundvierzig! Kaum ein Stadtteil, in dem nicht täglich der Projektor lief. Kein Wunder - lief doch die Konkurrenz von Fernsehen damals noch unter ferner liefen. In der neuen Serie „Cinema Paradiso” wird die WAZ vor allem diese längst verschwundene Kinowelt in den Mittelpunkt rücken - mit Unterstützung der Leser. Gesucht werden Erinnerungen aller Art: Erzählen oder schreiben Sie uns über Ihre unvergesslichen Momente in Gelsenkirchener Kinos! Gesucht werden auch Fotos, Tickets oder andere Erinnerungsstücke zu den Kinos dieser Stadt. Sie erreichen uns unter 170 94 35, l.christoph@waz.de oder WAZ-Redaktion, Ahstr. 12, 45 879 GE.

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Detlef Aghte
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Beitrag von Detlef Aghte »

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Da war Noch Kino angesagt !! Hinterher was das Kino demoliert
detlef
Wer durch des Argwohns Brille schaut,
sieht Raupen selbst im Sauerkraut
W. Busch

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

in der WAZ vom 9.2.08 ist der erste Teil erschienen:
Cinema Paradiso -Die goldenen Kinojahre in GE von loc
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

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Lo
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Beitrag von Lo »

Hier der erste Teil der WAZ-Kino-Serie "Cinema Paradiso":
WAZ vom 16. Februar 2008
http://www.derwesten.de/nachrichten/sta ... etail.html

Die komplette Erler Wigger-Theater-Story aus den 50ern gibt es hier:
http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... 9779#39779

Bissi Tage!


WAZ hat geschrieben:Der typisch schwere Kinoduft . . .
Gelsenkirchen, 15.02.2008, Von Lars-Oliver Christoph

Lothar Lange wuchs in den 50er Jahren neben und mit dem Erler Wigger-Theater an der Cranger Straße auf.Mit "Pat & Patachon" fing alles an, später verliebte er sich unsterblich in Conny Froboess

Wenn eines Tages ein Film über die Kindheit von Lothar Lange gedreht werden sollte, dann würde das Wigger-Theater darin eine Hauptrolle spielen: Jenes Kino auf der Cranger Straße 283, das für den 56-Jährigen damals nicht weniger als eine ganze Welt bedeutete.

"Hereinspaziert also: Mit der gelösten Karte in der Hand standen wir Kinder vor der verglasten zweiflügeligen ... Eingangstür, die immer erst kurz vor Filmbeginn zum Einlass geöffnet wurde."

So beschreibt Lothar Lange "sein" Kino in der Veranstaltung "Erler Revue", die er und der Heimatforscher Hubert Kurowski mit Erfolg mehrfach öffentlich präsentiert haben.

Wann die Tür des Filmtheaters sich zum ersten Mal für den direkt neben dem Kino lebenden Jungen öffnete - er weiß es heute nicht mehr so genau. Und der erste Film? "Ich glaube, es war ,Pat und Patachon'", sagt er. Was er genau weiß: Kino war für ein Kind nicht nur bei laufendem Projektor ein großes Erlebnis.

"Man betrat dort den Vorraum, in dem sich links eine schwarze halbrunde Theke befand, auf der alles aufgebaut war, was dazu geeignet war, den Kinobesuch zu versüßen, wenn man es sich denn leisten konnte: Lakritzschnecken, die roten Faam-Rollen, Salinos, die als Plombenzieher bekannten ,Nappo-Blocks', Dr. Hillers Pfefferminz, Sinalco ..."

Und: Im Wigger-Theater habe er sich als Bengel unsterblich verliebt, gesteht Lothar Lange - "in Cornelia Froboess". Initialzündung: der deutsche Film "Wenn die Conny mit dem Peter". Die aparte Schauspielerin weckte aber noch ganz andere Wünsche: "Ich wollte später unbedingt Schauspieler werden." Das legte sich später wieder. Lothar Lange arbeitet heute für eine Versicherung.

"Dahinter links, an den Toiletten vorbei, die man ,nur der Nase nach' auch während des Films im Dunklen wiederfinden konnte, endlich der Kinosaal: Der typisch schwere Kinoduft, gemischt aus Polster, Pfefferminz und gelutschten Drops . . ."

Jeden Sonntag sei er früher im Wigger gewesen, erzählt Lothar Lange. Kindervorstellung, 50 Pfennige. Gezeigt wurde: Fuzzy, Dick & Doof, Toxi, Herkules ...

"Der staubschwere Vorhang vor der Leinwand, der sich bei langsam verlöschendem Licht geräuschvoll nach dem dritten Gong zu beiden Seiten schob und den Blick auf die schwarz-weiße Fox-tönende Wochenschau freigab."

Doch nicht nur Film und Filmtheater faszinierten den Erler Jung damals, sondern auch die Betreiberin. Frau Stalter hieß sie, eine "blonde, auf uns Kinder streng wirkende Dame mit rauchiger Stimme, die zudem öffentlich rauchte, was damals selbst in Erle noch als ziemlich unanständig galt."

Noch 1000 und eine Geschichte fallen dem heute nur noch sporadischen Kinogänger Lothar Lange zu seinem Wigger-Theater ein: Dass auf einer Fliese im Herrenklo "Franz Bielefeld" stand zum Beispiel. Dass 1957 auf der Bühne vor der Leinwand US-Jojo-Weltmeister Billy Panama auftrat. Oder dass der Hinterausgang eine ganz besondere Faszination ausübte - schon alleine deshalb, weil er die Chance zum kostenlosen Kinobesuch bot.

"Eigentlich haben wir uns auch nur ganz wenige Male ,für lau' ins Wigger-Kino eingeschlichen. Bloß heldenhaft geprahlt haben wir viel häufiger damit."

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hooligan
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Beitrag von hooligan »

Wäre es nicht möglich nach Abschluß der Serie "Cinema Paradiso" dieses in kompakter Form z.B. als Verlagssonderdruck von der WAZ, in Buchform oder als komplette PDF Downloadmöglichkeit zu bekommen (evt. ergänzt um z.B. Los Bericht und weiteren Fotos). Diese wirklich interessante Thema dürfte auch Kinofans außerhalb Gelsenkirchens interessieren.
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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

Kino Ankündigungen 1955Bild
Bild
Micha

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Verwaltung
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Beitrag von Verwaltung »

Hier gibt's ein tolles Foto vom Apollo-Theater in Buer: http://wiki-de.genealogy.net/Bild:Buer-Altmarkt.jpg

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hooligan
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Beitrag von hooligan »

KV Theater:
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